Renovierungsarbeiten in einer Wohnung sind oft notwendig, um den baulichen Zustand zu erhalten oder den Wohnraum aufzufrischen. Doch wenn eine Schwangerschaft im Gange ist, ergeben sich zusätzliche Herausforderungen, insbesondere was die Einatmung von Lackdämpfen und anderen chemischen Substanzen betrifft. In diesem Artikel werden die Risiken, die durch Lacke, Farben und Klebstoffe entstehen können, detailliert erläutert. Gleichzeitig werden Empfehlungen gegeben, wie Schwangere ihre Gesundheit und die ihres ungeborenen Kindes bestmöglich schützen können. Dazu werden auch konkrete, sichere Alternativen wie VOC-freie Farben und Kreidelacke vorgestellt.
Die Gefahren durch VOCs und Lackdämpfe
Ein zentraler Begriff im Zusammenhang mit der Gesundheit bei Renovierungsarbeiten ist VOC (Volatil Organic Compounds), also flüchtige organische Verbindungen. Diese Substanzen entstehen bei der Anwendung von Lacken, Farben und Klebstoffen und können in die Raumluft gelangen. Sie sind in der Lage, die Atemwege zu reizen und haben laut mehreren Studien auch langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit.
Die Auswirkungen auf Mütter und Kinder
Eine Studie des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung aus 2000 hat gezeigt, dass Babys, deren Mütter in der Schwangerschaft Lack- oder Farbdämpfe eingeatmet haben, häufiger unter Atemproblemen leiden. Besonders betroffen sind Babys, die bereits von einer Atemwegserkrankung oder einer genetischen Veranlagung zu Allergien betroffen sind. Die Forscher empfahlen deshalb, dass Schwangere Renovierungsarbeiten vermeiden sollten und Räume, in denen Farben oder Klebstoffe angewendet werden, vorübergehend zu verlassen seien.
Ein weiteres Problem entsteht durch neu verlegte Fußböden und deren Klebstoffe, die ebenfalls VOCs freisetzen können. Eine Studie aus dem Jahr 2014 bestätigte, dass auch hier ein Zusammenhang mit Atemproblemen bei Babys besteht. Es wird empfohlen, nach der Verlegung genügend Zeit einzuplanen, damit die Dämpfe aus der Raumluft verschwinden können.
Schutzmaßnahmen für Schwangere
Um die Gesundheit der Mutter und des Kindes zu schützen, sollten folgende Maßnahmen unbedingt berücksichtigt werden:
- Lüften: Beim Streichen und Lackieren müssen alle Fenster geöffnet bleiben, idealerweise auch über Nacht. Dies hilft dabei, die Dämpfe so rasch wie möglich aus der Wohnung zu verdrängen.
- Entfernung von Dämpfen: Schwangere sollten Räume, in denen Lacke oder Farben angewendet werden, möglichst verlassen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten sie zumindest nicht in direkter Nähe zur Baustelle verweilen.
- Sicherheit durch Dosenangaben: Auf den Etiketten von Lacken und Farben steht oft, ob sie gesundheitsschädigend sind. Bei Unklarheiten ist es ratsam, sich in einem Fachmarkt beraten zu lassen oder alternativ die Farben nicht in der Wohnung aufzubringen.
VOC-freie Farben und sichere Alternativen
Ein weiterer Schwerpunkt in der Renovierung bei Schwangerschaft ist die Wahl der Materialien. In den letzten Jahren haben sich die Farben deutlich verbessert. Insbesondere die EU-weite Verordnung zur Begrenzung von VOCs hat dazu geführt, dass heutige Lacke und Farben weniger giftig sind als vor 20 Jahren. Dennoch ist Vorsicht geboten, insbesondere wenn Kinder später in den renovierten Räumen wohnen sollen.
Was bedeutet „Lösemittelfrei“?
Der Begriff „Lösemittelfrei“ bezeichnet Lacke und Farben, die keine flüchtigen organischen Verbindungen enthalten. Solche Farben sind besonders vorteilhaft, wenn sie in Räumen verwendet werden, in denen Schwangere oder Kleinkinder aufhalten. Sie verursachen weniger Dämpfe und sind somit gesünder für die Raumluft.
Vorteile von VOC-freien Farben
- Geringere Dämpfe: VOC-freie Farben setzen weniger Schadstoffe in die Luft frei.
- Sicherheit für Babys: Sie sind besser geeignet für Räume, in denen später Babys oder Kleinkinder wohnen.
- Geringere gesundheitliche Risiken: Sie reduzieren die Gefahr von Atemwegsproblemen oder Allergien.
- Langlebigkeit: Viele VOC-freie Farben sind dennoch robust, abwaschbar und langlebig.
Empfehlungen für die Verwendung
Es ist empfohlen, mindestens für das Kinderzimmer VOC-freie Farben zu verwenden. Obwohl sie teurer sein können als herkömmliche Farben, ist der Preis als Investition in die Gesundheit der Familie zu betrachten. Ein weiterer Vorteil ist, dass VOC-freie Farben nicht so stark riechen und daher schneller in der Wohnung ausgelüftet werden können.
Kreidelacke als sichere Alternative
Eine besonders sichere und empfehlenswerte Alternative sind Kreidelacke, wie z. B. der LittlePompadour LittlePomp Kreidelack. Diese Farben zeichnen sich durch folgende Vorteile aus:
Vorteile von Kreidelacken
- VOC-frei: Sie enthalten keine flüchtigen organischen Verbindungen.
- Sichere Anwendung: Sie sind so sicher, dass sie sogar von Schwangeren angewendet werden können.
- Kindersicher: Sie sind speichelfest, antibakteriell und spielzeugsicher zertifiziert.
- Robust und langlebig: Sie sind stoßfest, abwaschbar und UV-beständig.
- Gutes Raumklima: Durch die Zusammensetzung sorgen sie für ein angenehmes und entspanntes Raumklima.
Anwendung und Vorbereitung
Bei der Anwendung von Kreidelacken ist es wichtig, den Untergrund gut vorzubereiten. Abblätternde Altlacke sollten entfernt oder abgeschliffen werden. Der Untergrund muss staub- und fettfrei sein. Bei saugendem Untergrund kann vor dem Lackieren mit verdünnter Farbe oder Sperrgrund vorbehandelt werden.
Die Lacke sollten bei Temperaturen ab 10 °C angewendet werden. Nach zwei Anstrichen ist die Oberfläche perfekt. Die Trockenzeit beträgt ca. 2 Stunden, bis zur vollständigen Aushärtung vergehen ca. 14 Tage. Bei richtiger Lagerung (frostfrei, gut verschlossen) hält sich die Farbe bis zu 2–3 Jahre.
Farbgebung
Der LittlePomp Kreidelack ist in verschiedenen Farbnuancen erhältlich. Beispielsweise bietet das Produkt „LittlePomp Blau – Edel“ eine mittelhelle, sanfte Farbe, während „LittlePomp Weiss – Treu“ eine helle, sanfte Nuance hat. Beide sind gut geeignet für Kinderzimmer oder Räume, in denen ein ruhiges und beruhigendes Ambiente gewünscht wird.
Schutzmaßnahmen bei Renovierungsarbeiten
Neben der Wahl der Materialien sind auch andere Schutzmaßnahmen wichtig, um die Gesundheit von Schwangeren zu sichern:
Vermeidung von Dämpfen
Schwangere sollten in Räumen, in denen Lacke, Farben oder Klebstoffe angewendet werden, nicht verweilen. Falls dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, ist es ratsam, vorübergehend in eine andere Unterkunft zu ziehen, bis die Dämpfe vollständig ausgelüftet sind.
Nutzung von Atemschutz
Wenn Schwangere trotzdem in die Renovierungsarbeiten einbezogen werden müssen, ist der Atemschutz unerlässlich. Ein Mund- und Nasenschutz (z. B. ein N95-Maskenfilter) kann helfen, die Einatmung von Schadstoffen zu reduzieren. Bei längerer Exposition ist dies besonders wichtig.
Professionelle Unterstützung
Um die Gesundheit nicht unnötig zu gefährden, ist es empfehlenswert, Renovierungsarbeiten von Fachhandwerkern durchführen zu lassen. Diese sind auf die sichere Anwendung von Farben und Lacken spezialisiert und können zudem Sicherheitsvorkehrungen wie Abschottung der Räume oder zusätzliche Lüftung einplanen.
Fazit
Renovierungsarbeiten in der Schwangerschaft können, wenn sie nicht sorgfältig geplant werden, mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Insbesondere die Einatmung von VOCs aus Lacken, Farben und Klebstoffen kann langfristige Auswirkungen auf das Baby haben. Studien haben gezeigt, dass Atemprobleme bei Babys häufiger auftreten, wenn die Mutter in der Schwangerschaft Lackdämpfe eingeatmet hat.
Doch es gibt auch Lösungen: Die Wahl von VOC-freien Farben und Kreidelacken wie dem LittlePompadour LittlePomp bietet eine sichere Alternative. Schutzmaßnahmen wie Lüften, Vermeiden von Dämpfen, Atemschutz und die Einplanung von Zeit zum Auslüften können helfen, das Risiko zu minimieren.
Schwangere sollten Renovierungsarbeiten sorgfältig planen, um ihre Gesundheit und die ihres Kindes bestmöglich zu schützen. Mit den richtigen Materialien und Vorsichtsmaßnahmen ist es durchaus möglich, eine gesunde und sichere Umgebung für das Baby zu schaffen.
Quellen
- www.babycare.de/renovieren-in-der-schwangerschaft-mit-vorsicht-moeglich/
- www.urbia.de/forum/2-schwangerschaft/5164747-schwanger-lack-einatmen
- www.urbia.de/forum/2-schwangerschaft/1885754-na-toll-gerade-daempfe-von-lackspray-eingeatmet
- www.misspompadour.de/p/littlepomp-blau-edel-kreidefarbe/kreidefarbe-2-5l/
- www.misspompadour.de/p/littlepomp-weiss-treu-kreidefarbe/kreidelack-750ml/