Sanierung und Modernisierung des aquaLaatziums in Laatzen: Fassadendach und Saunabereich

Einleitung

Das aquaLaatzium in Laatzen, ein bedeutendes Freizeitbad in der Region Hannover, wurde in den letzten Jahren verschiedenen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen unterzogen. Die vorliegenden Informationen konzentrieren sich insbesondere auf zwei bedeutende Projekte: die Erneuerung des Lichtdachs über der Eingangshalle und die Sanierung des Saunabereichs. Diese Maßnahmen wurden durchgeführt, um die Attraktivität der Anlage zu erhöhen, die Energieeffizienz zu verbessern und den Besuchern ein modernes Ambiente zu bieten. Die Arbeiten erfolgten teilweise bei laufendem Betrieb, was besondere logistische Herausforderungen mit sich brachte.

Sanierung des Lichtdachs

Projektumfang und Ziele

Eine der umfangreichsten Sanierungsmaßnahmen am aquaLaatzium betraf das mehr als 20 Jahre alte, pultdachförmige Lichtdach. Dieses Dachkonstrukt überdeckt die zweigeschossige Eingangshalle mit zentraler Kassenzone sowie den offenen Vorbereich der Schwimmbad- und Saunanlage. Das alte Dach bestand aus Polycarbonatplatten und war dringend einer Erneuerung bedürft, um die Funktionalität und das Erscheinungsbild des Eingangsbereichs zu verbessern.

Technische Umsetzung

Bei der Sanierung des Lichtdachs wurden folgende technische Maßnahmen umgesetzt:

  • Erneuerung der Dachkonstruktion: Das alte Polycarbonat-Dach wurde durch eine neue Glasdachkonstruktion aus Aluminium-Rahmenprofilen ersetzt. Diese wurde auf die bestehende, als ausreichend tragfähig eingestufte Holz-Unterkonstruktion aufgesetzt.

  • Einsatz von Sonnenschutzglas: Die Verglasung des Foyerbereichs erfolgte mit hochreflektierendem Sonnenschutzglas. Diese Maßnahme dient der deutlichen Reduzierung der sommerlichen Wärmeeinstrahlung in die Innenräume und trägt so zur Verbesserung des Raumklimas und zur Reduzierung der Kühlkosten bei.

  • Integration von RWA-Öffnungen: Die neue Dachkonstruktion integriert die erforderlichen Rauch- und Wärmeabzugsöffnungen (RWA), die für die Sicherheit des Gebäudes unerlässlich sind.

  • Aufarbeitung der Holzkonstruktion: Die tragende Holzkonstruktion wurde aufgearbeitet, um ihre Langlebigkeit und Standsicherheit zu gewährleisten.

  • Erneuerung der Beleuchtung: Parallel zur Dachsanierung wurde auch die Beleuchtung im Bereich des Lichtdachs erneuert, um eine moderne und energieeffiziente Beleuchtungslösung zu realisieren.

Die Lichtdachfläche, die bei dieser Maßnahme erneuert wurde, beträgt etwa 180 Quadratmeter. Die Arbeiten wurden gemäß den Leistungsphasen 3 bis 8 der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) durchgeführt.

Durchführung bei laufendem Betrieb

Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt war die Durchführung der Arbeiten bei laufendem Betrieb des aquaLaatziums. Um den Betrieb der Anlage während der Sanierungsphase aufrechtzuerhalten, wurden folgende Maßnahmen getroffen:

  • Ein temporärer Kassencontainer wurde eingerichtet, um die Kassenfunktion sicherzustellen.
  • Seitliche Nebeneingänge wurden gesichert und für den Besucherzugang freigegeben.
  • Eine gesicherte Wegeführung für Besucher und Personal wurde über die Baustellenbereiche hinweg implementiert.

Diese Logistiklösung ermöglichte es, die Sanierungsarbeiten ohne Unterbrechung des Betriebs durchzuführen und gleichzeitig die Sicherheit und den Komfort der Besucher zu gewährleisten.

Sanierung des Saunabereichs

Zeitlicher Ablauf

Der Saunabereich des aquaLaatzium wurde in den Sommermonaten saniert. Für einen Zeitraum von fast zwei Wochen war die Saunaanlage sogar vollständig gesperrt, um umfassende Arbeiten durchführen zu können. Die Wiedereröffnung des modernisierten Saunabereichs erfolgte am 2. Dezember.

Umfang der Sanierung

Die vorliegenden Informationen geben nur begrenzt Auskunft über den genauen Umfang der Sanierungsarbeiten im Saunabereich. Bekannt ist, dass neben der Sauna auch das Dampfbad einer Erneuerung unterzogen wurde. Die Maßnahme zielte darauf ab, den Besuchern ein modernes und komfortables Ambiente zu bieten, das den aktuellen Standards für Wellness-Einrichtungen entspricht.

Technische Infrastruktur des aquaLaatzium

Ursprüngliche Konzeption

Bei der ursprünglichen Planung des aquaLaatziums lag der Fokus auf einem energiesparenden und effizienten Betrieb. Das Konzept sah vor, durch Energieeinsparung, Energierückgewinnung, automatische Steuerung und dadurch bedingte Personaleinsparungen bei Betrieb und technischer Kontrolle die Wirtschaftlichkeit des Freizeitbades zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde erwartet, dass die Anlage als attraktives Spaßbad mit größerem Einzugsgebiet in und um Hannover zusätzliche Einnahmen generieren würde.

Energieeffizienz und -rückgewinnung

Eine Besonderheit des aquaLaatziums ist das ausgeklügelte System zur Energierückgewinnung. Die Anlagen zur Wärmerückgewinnung aus Fortluft, Abwasser und Abgasen funktionieren ohne zusätzliche Hilfsenergie. Diese Technologie ermöglicht eine erhebliche Einsparung an Energiekosten und trägt zum Umweltschutz bei.

Bei einer Besichtigung der technischen Anlagen unter dem Schwimmbad werden Besucher mit einem komplexen System aus Rohren, Leitungen, Maschinen, Kontrollwänden, Behältern und Behältern unterschiedlicher Dimensionen konfrontiert. Die Funktionsweise dieser Geräte und Maschinen sowie die erzielten Ergebnisse der Energieeinsparung werden detailliert erläutert.

Korrosionsschutz im Schwimmbadbereich

Die ursprüngliche Bauausführung des aquaLaatziums (>15 Mio. Euro, Fertigstellung 2001) erforderte besondere Lösungen im Bereich der Schwimmbadtechnik. Die Atmosphäre in Hallenbädern birgt eine erhöhte Korrosionsgefahr, die bei der Planung und Ausführung berücksichtigt werden muss.

Für den Neubau des Freizeitbades wurden spezielle Befestigungslösungen im Bereich der Schwimmbadtechnik implementiert. Diese Lösungen zeichnen sich durch besondere Materialien und hohe Tragfähigkeit aus, um den Anforderungen an Korrosionsschutz gerecht zu werden. Die Umsetzung erfolgte unter anderem durch:

  • Rohrhalterungen im Bereich der Schwimmbadtechnik mittels Schienenkonstruktion
  • Einsatz von MPC-Schienenkonsolen, Stützwinkeln mit 440 mm und Montagewinkeln
  • Statische Auslegung und Materialempfehlung durch Fachexperten
  • Rohrhalterungen bestehend aus Schraubrohrschellen ohne Einlage mit 1 Zoll Anschlussgewinde, Grundplatten mit rundumgeschweißter 1 Zoll Muffe und Gewinderohren

Fazit

Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am aquaLaatzium in Laatzen konzentrieren sich bislang auf zwei zentrale Bereiche: das Lichtdach über der Eingangshalle und den Saunabereich. Die Erneuerung des Lichtdachs mit einer modernen Glasdachkonstruktion aus Aluminiumprofilen und hochreflektierendem Sonnenschutzglas dient nicht nur der optischen Aufwertung, sondern auch der Verbesserung der Energieeffizienz durch Reduzierung der sommerlichen Wärmeeinstrahlung. Die Durchführung der Arbeiten bei laufendem Betrieb erforderte besondere logistische Maßnahmen, die erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Die Sanierung des Saunabereichs, die im Sommer durchgeführt wurde, zielte auf die Modernisierung der Wellness-Einrichtungen ab, um den Besuchern ein zeitgemäßes Ambiente zu bieten. Die ursprüngliche Konzeption des aquaLaatziums legte bereits besonderen Wert auf Energieeffizienz und -rückgewinnung, was durch die ausgeklügelte technische Infrastruktur unter Beweis gestellt wird.

Die vorliegenden Informationen geben jedoch nur einen begrenzten Einblick in die Gesamtmaßnahmen des aquaLaatzium. Für eine umfassende Darstellung aller durchgeführten Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten wären detailliertere Informationen zu weiteren Projekten und Maßnahmen erforderlich.

Quellen

  1. RHR Planung - Aqualaatzium Erneuerung Lichtdach
  2. MÜPRO Referenzen - Neubau des Freizeitbades aquaLaatzium
  3. Hannoversche Allgemeine Zeitung - So sieht der neue Saunabereich im aqualaazium nach der Sanierung aus
  4. Regionalmagazin Laatzen - Wir Mitglieder besuchen das aqualaatzium

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