Einleitung
Die Generalsanierung des Freizeitbads Azur in Ramstein-Miesenbach ist ein lang geplantes Projekt, das Modernisierung, Erweiterung und attraktivere Gestaltung der Bäderlandschaft umfasst. Basierend auf einer Machbarkeitsstudie von 2015 wurden erste Planungsaufträge vergeben. Die Kosten für Planungen und Bau sind gestiegen, was zu einer angepassten Variante führte. Das Land Rheinland-Pfalz stellt Fördermittel zur Verfügung. Die Technik des Bads ist über 30 Jahre alt und erfordert dringende Maßnahmen, insbesondere beim großen Außenbecken, das täglich 70.000 bis 80.000 Liter Wasser verliert.
Planungsaufträge und Verantwortliche
Der Verbandsgemeinderat vergab die ersten Planungsaufträge für die Generalsanierung. Das Ingenieurbüro Möller + Meyer GmbH aus Gotha übernimmt die Fachplanung für die technische Ausrüstung. Das Büro Krieger Architekten Ingenieure aus Velbert ist für die Objektplanung Gebäude und Tragwerksplanung zuständig. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf gut 190.000 Euro für die technische Planung und etwa 557.000 Euro für die Gebäudeplanung. Der Bäderausschuss und der Rat entscheiden in Abstimmung mit den Büros über die Ausgestaltung, nachdem machbare Optionen innerhalb des Rahmens eruiert wurden.
Kostenentwicklung und angepasste Planungsvariante
Die ursprüngliche Planung sah Bausummen von 15 Millionen Euro vor, basierend auf der Machbarkeitsstudie von 2015. Später stiegen die Kosten auf rund 32 Millionen Euro an, bedingt durch extrem gestiegene Preise. Dies führte zu einem Eigenanteil, der für die kleine Kommune zu hoch war, trotz eines Zuschusses von drei Millionen Euro vom Land Rheinland-Pfalz. Eine kleinere Variante (Plan B) mit Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde erstellt. Für diese Variante wird mit rund 20 Millionen Euro Baukosten gerechnet. Während des Neubaus kann das alte Bad weiter genutzt werden.
| Planungsvariante | Geschätzte Bausumme | Förderung Land Rheinland-Pfalz |
|---|---|---|
| Ursprüngliche Planung | 15 Millionen Euro (2015-Studie), später 32 Millionen Euro | 3 Millionen Euro |
| Plan B (kleinere Variante) | Rund 20 Millionen Euro | Bis zu 4 Millionen Euro |
Bauliche Maßnahmen in der neuen Planungsvariante
In der kleineren Variante entsteht auf der Liegewiese ein neues, überdachtes 50-Meter-Becken mit Hub-Boden. Dadurch können Schwimmer Bahnen ziehen, während ein anderer Bereich für Nichtschwimmer durch höheren Bodeneinstellung genutzt wird. Das Dach soll im Sommer geöffnet werden können und direkten Zugang zur Liegewiese bieten. Neue Umkleiden sind im Gebäudekomplex vorgesehen. Das alte Hallenbad wird dafür zurückgebaut. Es handelt sich um ein Sportbad mit Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche, nicht mehr um ein klassisches Spaßbad mit Hallen- und Freibadanteil. Das große Außenbecken ist seit dem zweiten Jahr nicht mehr nutzbar und nicht mehr abdichtbar.
Technische Herausforderungen und Dringlichkeit
Die Technik des Azur-Bads leistet seit über 30 Jahren Dienst und ist in die Jahre gekommen. Täglich treten Ausfälle auf, die der Techniker mit viel Aufwand behebt. Die Zeit drängt für einen Ratbeschluss zur Weiterentwicklung der Planung, um das Bad langfristig für Schwimmvereine, Schulen und Familien zu erhalten.
Rechtliche Aspekte bei Renovierungen
Bei Mietauszügen klärt die Rechtsprechung des BGH Streitigkeiten zu Renovierungen. Wichtige Urteile betreffen Quotenabgeltungsklauseln und Endrenovierungen:
| Urteil | Aktenzeichen | Zusammenfassung |
|---|---|---|
| BGH 18.3.2015 | VIII ZR 185/14 | Quotenabgeltungsklausel unwirksam, da Mieter Belastung bei Einzug nicht erkennen kann. |
| BGH 29.05.2013 | VIII 285/12 | Abgeltung basierend auf Kostenvoranschlag einer Fachfirma unwirksam; Mieter darf eigenen Voranschlag vorlegen. |
| BGH 14.05.2003 | VIII ZR 308/02 | Bei Schönheitsreparaturen während Mietzeit keine generelle Endrenovierungspflicht; versäumte Reparaturen nachzuholen. |
Zusätzlich sind bei Übergaben bauliche Veränderungen abzustimmen, alle Schlüssel zurückzugeben, die Wohnung besenrein zu übergeben und Zählerstände zu dokumentieren.
Fazit
Die Generalsanierung des Azur-Bads schreitet mit vergebenen Planungsaufträgen voran. Die angepasste Variante mit 20 Millionen Euro Baukosten und bis zu vier Millionen Euro Förderung ermöglicht einen neuen 50-Meter-Bereich mit Hub-Boden und moderner Ausstattung. Dringende technische Defekte machen schnelles Handeln notwendig. Rechtliche Hinweise des BGH zu Renovierungen unterstreichen die Bedeutung klarer Regelungen bei Übergaben.