Einleitung
Die Sanierung von Schloss Burg, dem bergischen Wahrzeichen, das den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid gemeinsam gehört, ist weit fortgeschritten. Die Rohbauarbeiten in allen Gebäudeteilen sind abgeschlossen. Derzeit werden die Gebäude technisch ausgerüstet und innen ausgebaut. Das Außengelände wird aufgewertet. Die Arbeiten sollen bis August 2025 enden, sodass ab Oktober 2025 das neu gestaltete Museum besucht werden kann. Die Kosten belaufen sich auf Schätzungen von 46 Millionen Euro bis 54,65 Millionen Euro, überwiegend finanziert durch Fördermittel des Bundes, des Landes, der EU sowie Eigenmittel der Eigentümerstädte.
Sanierungsfortschritt und Baumaßnahmen
Die Sanierung läuft seit 2013 unter Federführung der Stadt Solingen. Rohbauarbeiten in allen Gebäudeteilen, einschließlich Palas und Kapelle, sind fertiggestellt. Aktuell erfolgt die Installation der technischen Gebäudetechnik und der innere Ausbau. Das Außengelände rund um die Burg wird aufgewertet, neu gestaltete Plätze und Höfe entstehen, und sanierte Mauern sowie Gebäude werden barrierefrei zugänglich gemacht.
Spezifische Maßnahmen umfassen die Restaurierung der Fensterrahmen im Rittersaal. Die nach dem Zweiten Weltkrieg eingebauten Bleiverglasungen sind schadhaft, weshalb die Rahmenkonstruktionen aus denkmalpflegerischen und konstruktiven Gründen komplett überarbeitet werden. Die Fenster werden auf die ursprüngliche Fassung zurückgeführt. Vorhandene Klarglasfenster sollen baldmöglichst durch rekonstruierte Originalfenster ersetzt werden, um die authentische Lichtstimmung wiederherzustellen.
Das Museum wird rundum erneuert und bietet Einblicke in die Geschichte der Grafen und Herzöge von Berg. Ausstellungsflächen wie der Konferenzraum im Grabentorhaus, der Bergfried mit Themen „Ermordung Engelberts“ und „Schlacht von Worringen“ sind vorbereitet. Während der Sanierung bleibt ein Besuch möglich.
Am 6. September 2025 findet ein Festwochenende statt, das die Fertigstellung feiert. Es umfasst einen Festakt mit den Oberbürgermeistern der Eigentümerstädte (Prof. Uwe Schneidewind für Wuppertal, Tim Kurzbach für Solingen, Burkhard Mast-Weisz für Remscheid) sowie dem Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Düsseldorf, Thomas Schürmann. Eine Talkrunde mit Vertretern des Architekturbüros, der Denkmalplanung, des Schlossbauvereins und der Projektsteuerung der Stadt Solingen thematisiert die Sanierung. Ergänzt wird das Programm durch ein Bläserensemble der Bergischen Symphoniker, Walking Acts, mittelalterliche Musik, Zauberei, Gaukler und den Clown Peter Shub. Ab 13:30 Uhr folgen Rundgänge.
Finanzierung und Kosten
Die Sanierungskosten variieren je nach Quelle zwischen 46 Millionen Euro (Schätzung) und 54,65 Millionen Euro. Ein Großteil stammt aus Fördertöpfen von Bund, Land und EU. Die Eigentümerstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal tragen Eigenmittel bei.
| Kostenangabe | Quelle | Finanzierungsanteile |
|---|---|---|
| 46 Millionen Euro | [1], [3] | Überwiegend Bundförderung |
| 54,65 Millionen Euro | [4] | Bund, Land, EU, Eigenmittel der Städte |
Die Angaben zu den Gesamtkosten sind aufgrund unterschiedlicher Schätzungen leicht variierend, wobei [4] die detaillierteste Aufschlüsselung bietet.
Fazit
Die Sanierung von Schloss Burg demonstriert umfassende Maßnahmen in Rohbau, technischer Ausrüstung, innerem Ausbau und Außenbereich, ergänzt durch denkmalpflegerische Restaurierungen wie im Rittersaal. Mit Fertigstellung bis Herbst 2025 entsteht ein barrierefreies Museum mit neuem Außengelände. Die Investitionen von rund 46 bis 54,65 Millionen Euro, hauptsächlich aus öffentlichen Fördermitteln, sichern die Zukunft des Bergischen Wahrzeichens.
Quellen
- Schloss Burg: Sanierung nähert sich dem Ende
- Sanierung Schloss Burg
- Sanierung von Schloss Burg soll diesen Sommer fertig werden
- Festwochenende: Schloss Burg ist nun komplett saniert
- Sanierung der Würzburger Festung: BR veröffentlicht TV-Doku
- Tag des offenen Denkmals: Wie renoviert man eine Burg?
- Sanierung Schloss Burg