Einleitung
Silikonfugen am Wand-Bodenanschluss, insbesondere bei Sockeln und schwimmenden Estrichen, sind anfällig für Risse und Undichtigkeiten. Nach einer Renovierung müssen alte Fugen sauber entfernt und neue dauerelastische Silikonfugen mit optimaler Flankenhaftung eingebracht werden, um Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung zu verhindern. Die Haltbarkeit hängt von vorbereiteten Untergründen, hochwertigen Materialien und fachgerechter Verarbeitung ab. In Feuchträumen wie Bädern werden Fugen oft schwarz durch Schimmel, was eine fachgerechte Erneuerung erfordert.
Probleme mit Silikonfugen am Wand-Bodenanschluss
Bei Wand-Bodenanschlüssen, besonders auf schwimmenden Estrichen, kann die Fuge zwischen Sockel und Bodenbelag reißen. Der Estrich setzt sich, was die Spannung in der Fuge erhöht. Dauerelastische Fugen wie Silikon sind in Räumen mit Fliesen- oder Natursteinbelägen notwendig, da sie höheren Belastungen standhalten müssen. Im Laufe der Zeit werden Silikonfugen porös, undicht, verfärbt oder schimmeln, was zur Bausubstanzschädigung durch eindringendes Wasser führt. In Duschbereichen sammelt sich Wasser in Ecken und fördert Schimmelpilze. Pilzhemmende Silikone enthalten Zusätze in wohldosierten, zulässigen Mengen.
Vorbereitung und Entfernung alter Fugen
Die alten Fugen müssen vollständig entfernt werden, um optimale Haftung der neuen Masse zu gewährleisten. Dies geschieht vorsichtig mit einem Cuttermesser, Fugenmesser oder flüssigem Silikonentferner, gefolgt von der Entfernung der Reste mit einem Japanspachtel. Die Flanken sind gründlich zu reinigen. Ein Primer erhöht die Haftung. Bei Sanierungen wird der Untergrund so vorbereitet, dass die neue Fuge beste Verbindung erhält. Optimal vorbereitete Untergründe sind entscheidend für die Haltbarkeit.
Auftragen neuer Silikonfugen
Neue Fugen werden mit einer Silikonspritze aufgetragen. Es sind qualitativ hochwertige Silikone zu verwenden, die auf den Einsatzzweck abgestimmt sind. Professionelle Verarbeitung gewährleistet dauerhaften Schutz. In Feuchträumen wie Bad und Küche dichtet Silikon Sanitärobjekte, Duschen und Fliesenbeläge ab, um Feuchtigkeitseintritt zu verhindern. Arbeiten nach DIN, z. B. mit Produkten von Herstellern wie Sopro, sind empfehlenswert.
Häufigkeit der Erneuerung und Kosten
Silikonfugen sollten spätestens alle fünf bis acht Jahre erneuert werden. Materialkosten sind gering: Silikonentferner kostet etwa 10 Euro pro Flasche, Silikon mindestens 5 Euro pro Kartusche. Handwerker verlangen 12 bis 17 Euro pro laufenden Meter Arbeitslohn, plus Anfahrtspauschale von 30 oder 40 Euro und ggf. Mindestpreis. Bei 20 Metern Länge ergeben sich ca. 300 Euro Gesamtkosten (15 Euro pro Meter). Für Duschen nennen Firmen oft Pauschalpreise. Laien können die Arbeit selbst ausführen und Kosten sparen; alternativ Fliesenleger oder Installateure beauftragen.
DIY vs. Profi: Wer sollte die Arbeiten durchführen?
Die Erneuerung kann von Laien durchgeführt werden, da Materialkosten niedrig sind. Professionelle Firmen, z. B. Fliesenleger oder spezialisierte Unternehmen, sorgen für fachgerechte Ausführung nach DIN. Der ursprüngliche Fliesen- oder Installationsbetrieb übernimmt dies möglicherweise.
Fazit
Die Erneuerung von Silikonfugen am Wand-Bodenanschluss im Bad nach Renovierung erfordert gründliche Entfernung alter Masse, Reinigung der Flanken, Primer und Verwendung passgenauer, hochwertiger Silikone. Dies verhindert Risse, Undichtigkeiten und Schimmel. Regelmäßige Erneuerung alle 5 bis 8 Jahre, entweder selbst oder durch Profis, schützt die Bausubstanz bei geringen Kosten.