Benchmarks für energieeffiziente Gebäude und Renovierungen: EU-Taxonomie und aktuelle Kennzahlen

Einleitung

Die EU-Taxonomie definiert Benchmarks für die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand des Primärenergiebedarfs (PED) und der Anforderungen an Niedrigstenergiegebäude (NZEB). Diese Kriterien dienen der Förderung transparenter, nachhaltiger Investitionen in der Immobilienbranche. Für ältere Gebäude, die vor 2021 errichtet wurden, ist ein Energieausweis (EPC) der Klasse A oder eine Zugehörigkeit zu den oberen 15 % der nationalen oder regionalen PED erforderlich. Bei neueren Gebäuden muss der PED mindestens 10 % unter den nationalen NZEB-Anforderungen liegen. Zusätzlich tragen nachhaltige Gebäude zur Anpassung an den Klimawandel bei, indem ältere Gebäude zu den oberen 30 % der regionalen PED gehören und neuere den nationalen NZEB-Anforderungen entsprechen. Aktuelle Berichte wie der fm.benchmarking Bericht 2025 und Studien zu verkörperten CO₂-Emissionen liefern Kennzahlen für Renovierungen und Betrieb.

EU-Taxonomie-Benchmarks für Primärenergiebedarf und NZEB

Die EU-Taxonomie zielt auf die Vermeidung von Marktunsicherheiten durch einheitliche Benchmarks ab, wobei unklare Definitionen und unterschiedliche EU-Standards Herausforderungen darstellen. BuildingMinds sammelt und veröffentlicht Benchmark-Kennzahlen aus öffentlichen Quellen wie behördlichen Vorschriften, wissenschaftlichen Studien und Immobilienverbänden.

  • Ältere Gebäude (vor 2021): Erheblicher Klimaschutzbeitrag durch EPC-Klasse A oder Zugehörigkeit zu den oberen 15 % der nationalen/regionalen PED. In Ländern ohne EPC-Ratings ist der PED-Richtwert von 15 % maßgeblich. Für Anpassung an den Klimawandel reicht die Zugehörigkeit zu den oberen 30 % der regionalen PED.
  • Neuere Gebäude: PED mindestens 10 % unter den nationalen NZEB-Anforderungen. Für Klimawandelanpassung müssen sie den nationalen NZEB-Anforderungen entsprechen.

Diese Benchmarks unterstützen Immobilieneigentümer bei der Compliance und der Umstellung auf energieeffiziente, CO₂-neutrale Gebäude.

fm.benchmarking Bericht 2025: Kennzahlen für Nutzungs- und Betriebskosten

Der fm.benchmarking Bericht 2025 von rotermund.ingenieure umfasst 324 Seiten mit Führungs- und Analysekennzahlen für Nutzungs- und Betriebskosten. Basierend auf über 123 Mio. m² Bruttogrundfläche (BGF) werden Kennzahlen nach fm.benchmarking, DIN 18960 und ÖNORM 1801-2 dargestellt. Der Bericht eignet sich zum Vergleich von Immobiliennutzungskosten, Aufbau eigenem Kennzahlensystems und als Basis für Lebenszykluskostenberechnungen.

Enthaltene Gebäudetypen (16 Typen): - Bürogebäude - Industriegebäude - Laborgebäude - Unterrichtsgebäude - Kindertagesstätten - Sport- und Mehrzweckhallen - Krankenhäuser - Feuerwehrgebäude - Handelsimmobilien - Wohnimmobilien - Logistikgebäude - Bäder - Verpflegungseinrichtungen - Gemeindezentren - Rechenzentren - Veranstaltungsgebäude

Das Schwerpunktthema 2025 lautet „IT-Systeme im Gebäudemanagement: CAFM als Schlüssel zur Effizienz?“. Der Bericht kostet 500 EUR (RealFM-Mitglieder: 430 EUR), inklusive MwSt. und Versand in Deutschland.

Verkörperte CO₂-Emissionen: Ökobilanzen und Studien

Die DIN EN 15978:2012 (derzeit in Überarbeitung) bewertet Gebäude über einen 50-jährigen Lebenszyklus in Phasen: - Produktphase (A1-A3) - Errichtungsphase (A4-A5) - Nutzungsphase (B1-B7) - End of Life (C1-C4) - Wiederverwendung (D)

Transportemissionen (A4) sind relevant, mit Pauschalierungen: 50 km lokal, 300 km national, 1.500 km europäisch, multipliziert mit Emissionsfaktoren.

Benchmarks aus Studien: - DGNB-Studie: Auswertung von 50 ökobilanzierten Gebäuden (46 Bürogebäude, 4 Wohngebäude). Mittelwert: 8,7 kg CO₂e/m²a (435 kg CO₂e/m² über 50 Jahre, A1-A3, B4+B6, C3+C4, D). Bürogebäude: 9,1 kg CO₂e/m²a (455 kg CO₂e/m²).

Normative Grundlage für Ökobilanzen: DIN EN ISO 14040, DIN EN ISO 14044 und EN 15804+A2. Kernindikator: Global Warming Potential (GWP) in kg CO₂e.

Die Ramboll-Studie „Towards embodied carbon benchmarks for buildings in Europe“ hebt Komplexitäten top-down-basierter Ansätze hervor, da CO₂-Budgets variabel sind und Zuordnungen zur Baubranche unsicher (z. B. Zement für Straßen vs. Hochbau).

Daten aus Source [4] basieren auf Veröffentlichungen von 2024 (Erhebungen bis Q2 2024) und 2023 (Emissionen, Verbräuche), Gebäudebestand aus Zensus 2022.

Fazit

Benchmarks der EU-Taxonomie für PED und NZEB bieten klare Kriterien für nachhaltige Renovierungen: Ältere Gebäude benötigen Top-15%-PED oder Klasse A, neuere 10 % unter NZEB. Der fm.benchmarking Bericht 2025 liefert umfassende Kennzahlen für 16 Gebäudetypen aus über 123 Mio. m², ideal für Kostoptimierung. Studien wie DGNB zeigen embodied carbon-Werte von 435–455 kg CO₂e/m² über 50 Jahre. Diese Daten aus zuverlässigen Quellen wie BuildingMinds, RealFM und DGNB ermöglichen präzise Planung für Eigentümer und Fachkräfte.

Quellen

  1. BuildingMinds - The Benchmark
  2. RealFM - Der FM-Benchmarking Bericht 2025
  3. BuiltWorld - Embodied Carbon Werte Studien
  4. dena - GebäudeReport 2025

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