Einleitung
Die Schließung des Real-Marktes an der Machtlfinger Straße in Obersendling im Dezember 2016 löste nicht nur bei Kunden, sondern auch in der lokalen Politik und bei den Mitarbeitern große Verwirrung aus. Als größter Supermarkt im Münchner Süden mit einer Verkaufsfläche von 7.534 Quadratmetern war das Einkaufszentrum ein zentraler Versorgungsstandort für den gesamten Stadtteil. Doch plötzlich wurde der Betrieb zum 17. Dezember eingestellt, begleitet von der Schließung zahlreicher weiterer Geschäfte im Komplex. Die offizielle Begründung lautete gravierende Gebäudeschäden, die bei Sanierungsarbeiten an der Tiefgarage entdeckt worden sein sollen. Doch diese Darstellung wirft Fragen auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Real-Mitarbeiter nur drei Monate vor der Schließung informiert wurden, obwohl der Mietvertrag erst kürzlich um zehn Jahre verlängert worden war. Der folgende Artikel untersucht die Umstände der Schließung, die geplanten Neubaumaßnahmen und die Auswirkungen auf Beschäftigte und Anwohner.
Die Schließung des Real-Marktes
Der Real-Markt an der Machtlfinger Straße in Obersendling war bis zu seiner Schließung im Dezember 2016 das größte Einkaufszentrum im Münchner Süden. Mit einer beeindruckenden Verkaufsfläche von 7.534 Quadratmetern umfasste das Gebäude nicht nur den Supermarkt, sondern auch zahlreiche weitere Einrichtungen wie ein Café, einen Imbiss, eine Postfiliale, eine Apotheke, eine Reinigung, einen Schlüsseldienst und einen Blumenladen. Diese Vielfalt machte das Gebäude zu einem zentralen Anlaufpunkt für die Nahversorgung der gesamten Region.
Die Ankündigung der Schließung erfolte Mitte Dezember 2016, nur drei Monate vor dem geplanten Termin. Die Mitarbeiter, deren Anzahl mit 116 beziffert wird, wurden erst im Oktober über die bevorstehende Schließung informiert. Für viele von ihnen kam diese Entscheidung völlig überraschend, zumal der Mietvertrag erst kürzlich um zehn Jahre verlängert worden war. Die Geschäftsleitung und der Betriebsrat des Real-Markts hielten sich zu den Details eines möglichen Sozialplans bedeckt, was die Verunsicherung unter den Mitarbeitern weiter verstärkte.
Die Schließung betraf nicht nur den Real-Markt selbst, sondern auch alle anderen Geschäfte im Komplex. Insgesamt waren etwa 150 Arbeitsplätze betroffen, darunter Angestellte, die bereits seit Jahrzehnten in den Läden des Einkaufszentrums beschäftigt waren. Die Betreiber der anderen Geschäfte wie Friseure, Reinigungsdienste, McDonald's oder Vinzenzmurr sahen sich ebenfalls plötzlich ohne Arbeitsplatz und ohne klare Perspektive für die Zukunft.
Die offizielle Begründung für die Schließung waren angeblich gravierende Gebäudeschäden, die bei Sanierungsarbeiten an der Tiefgarage unter dem Markt entdeckt worden sein sollen. Laut den Quellen rieten Architekten, Ingenieure und Statiker aus Sicherheitsgründen zur sofortigen Einstellung des Betriebs. Das Gebäude aus den 1960er Jahren mit seinem typischen Sichtbeton-Bauweise sei durch die entdeckten Schäden so stark beeinträchtigt gewesen, dass eine weitere Nutzung als gefährlich eingestuft wurde.
Die Kunden des Marktes reagierten mit großer Verärgerung und Sorge um die Nahversorgung im Stadtteil. Die plötzliche Schließung des wichtigsten Einkaufszentrums in Obersendling hinterließ eine Versorgungslücke, die nicht so schnell geschlossen werden konnte. Viele Anwohner fragten sich, wie es zu so gravenden Baumängeln kommen konnte, ohne dass dies vorher bemerkt oder kommuniziert worden war.
Bauschäden oder Geschäftsstrategie?
Die offizielle Darstellung der Geschäftsleitung, die Schließung sei aufgrund unvorhergesehener und gravierender Gebäudeschäden notwendig gewesen, wirft jedoch zahlreiche Fragen auf. Insbesondere die Kürze der Frist zwischen der Information der Mitarbeiter und der tatsächlichen Schließung sowie die Tatsache, dass der Mietvertrag erst kürzlich verlängert wurde, lassen Raum für Spekulationen über die wahren Beweggründe für die Entscheidung.
Laut den vorliegenden Informationen gab es eine tarifvertragliche Vereinbarung zwischen der Real-Geschäftsleitung und dem Betriebsrat, die eine Kündigungsfrist von mindestens 15 Monaten vorsah. Stattdessen wurden die Mitarbeiter jedoch nur drei Monate vor der Schließung informiert, was einen klaren Bruch dieser Vereinbarung darstellt. Als der Betriebsrat ein Gutachten über die angeblich marode Bausubstanz forderte, kam der Geschäftsführung dieser Forderung nicht nach. Stattdessen hielten sich die Verantwortlichen zu den Details der entdeckten Bauschäden bedeckt und stellten keine entsprechenden Unterlagen zur Verfügung.
Diese Umstände haben dazu geführt, dass in der Öffentlichkeit und bei den Betroffenen zunehmend Zweifel an der offiziellen Begründung für die Schließung laut wurden. Einige Kommentatoren vermuteten, dass es sich möglicherweise nicht um eine rein bauseitige Entscheidung, sondern um eine strategische Maßnahme des Metro-Konzerns, dem Real angehört, handeln könnte.
Diese Vermutung gewinnt dadurch an Gewicht, dass die Schließung in Obersendling kein Einzelfall war. Bereits im September 2015 hatte der Metro-Konzern angekündigt, "chancenlose" Märkte zu schließen. Im Jahr 2016 waren mindestens 17 von 300 Real-Märkten in Deutschland von Schließungen betroffen, darunter auch ein Standort in Iserlohn mit rund 120 Mitarbeitern. Der Hintergrund für diese Strategie scheint der geringere Profit des Konzepts von Großflächen-Geschäften in Einkaufszentren angesichts des Erfolgs von Online-Händlern wie Amazon zu sein. Gleichzeitig könnte die Schließung auch ein Mittel sein, um sich tarifvertraglicher Verpflichtungen zu entledigen und Personal abzubauen.
Ein Wirtschaftsberater sprach in diesem Zusammenhang davon, einen "Ackergaul zum Rennpferd" machen zu müssen – mit den "Pferden" waren dabei die Arbeiter gemeint, die die Profitinteressen der Kapitalisten ausbaden müssen. Diese Aussage verdeutlicht die wirtschaftlichen Zwänge, unter denen solche Unternehmen stehen, und wirft Fragen über die Behandlung von Mitarbeitern bei der Umstellung von Geschäftsmodellen auf.
Die Politik in Obersendling reagierte unterschiedlich auf die Situation. Während der SPD-geführte Bezirksausschuss die Schließung als "einmalige Chance" sah, "dieser Schmuddelecke ein neues, positives Gesicht zu geben", kritisierte die Partei die kurze Frist für die Mitarbeiter und die unklaren Umstände der Schließung. Die politischen Verantwortlichen versicherten, sich für die Belange der Beschäftigten einzusetzen, doch konkrete Maßnahmen wurden in den Quellen nicht genannt.
Die Umgebung des Real-Marktes wurde in den Quellen als "industriell geprägte Gegend, ein bisschen Niemandsland" beschrieben. In der Nähe befindet sich die Auffahrt zum Autobahnring, und es werden Wohnungen tageweise sowie Garagenlagerplätze vermietet. Gegenüber vom Real steht eine Spielothek. Die SPD-Lokalpolitiker sahen in der Neuplanung des Areals die Möglichkeit, das Umfeld des Wohnquartiers "Am Südpark" "freundlich und möglichst angstfrei für Fußgänger" zu gestalten. Doch wurde in diesem Zusammenhang auch kritisch hinterfragt, für wen diese "freundliche" Gestaltung eigentlich vorgesehen ist.
Die Zukunft des Areals: Kauflands Pläne
Während die Schließung des Real-Marktes für viele Betroffene ein abruptes und unvorhergesehenes Ende bedeutete, plante der Immobilieneigentümer bereits kurz darauf eine umfassende Neugestaltung des Areals. Wie aus den Quellen hervorgeht, hat sich Kaufland die Aufgabe gestellt, das Gelände zu beleben und einen neuen Gebäudekomplex zu errichten, der den Bedürfnissen der modernen Stadtentwicklung Rechnung tragen soll.
Die Pläne für das Neubauprojekt sind bereits ausgearbeitet und ambitioniert. So soll das alte Real-Gebäude noch im selben Jahr wie die Schließung abgerissen werden, damit spätestens im folgenden Jahr mit dem Bau des neuen Komplexes begonnen werden kann. Die Bebauung des Grundstücks wird dabei differenziert gestaltet, um unterschiedliche Nutzungsformen optimal unterzubringen und gleichzeitig eine städtebauliche Aufwertung des gesamten Areals zu erreichen.
Nach den vorliegenden Plänen wird das Gebäude an der Boschetsrieder Straße mit sechs Geschossen errichtet, während der Mittelteil zur Eleonore-Romberg-Straße hin mit drei bzw. zwei Geschossen niedriger ausfallen wird. Diese abgestufte Bauweise soll eine harmonische Integration in die umgebende Bebauung ermöglichen. Der zweigeschossige Teil des Gebäudes soll den Schulhof und Freiflächen für die geplante Kita beherbergen, während der eingeschossige Bauteil an der südlichen Grundstücksgrenze das Dach für den zukünftigen Schulgarten bilden wird.
Die Nutzung der verschiedenen Ebenen des Neubaus ist sorgfältig geplant: Der Erdgeschossbereich ist für Fachmärkte sowie ein Café vorgesehen, während das erste Obergeschoss für den Kaufland-Einzelhandelsmarkt mit einer Verkaufsfläche von 5.000 Quadratmetern reserviert ist. Die höheren Stockungen sollen dann eine Kita, eine Schule und eine Dreifachturnhalle beherbergen. Diese vielfältige Nutzungsmischung aus Handel, Bildung und Sport soll das Areal zu einem lebendigen Quartierszentrum entwickeln.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist auch die zweigeschossige Tiefgarage, die unter dem gesamten Komplex entstehen soll. Mit einer Kapazität von fast 500 Parkplätzen soll sie die Verkehrsanbindung des Areals deutlich verbessern. Die Anlieferung für die Geschäfte soll dabei über die Boschetsrieder Straße erfolgen, während der Hauptzugangspunkt für die Kunden gegenüber der U-Bahnstation Machtlfinger Straße liegen wird. Kaufland hofft, durch diese Anbindung auch einen Anstoß zur Aufwertung des Bahnhofs zu geben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Beibehaltung und Modernisierung der Allguth-Tankstelle, die sich am Standort befindet. Im Rahmen des Bauvorhabens soll die Tankstelle mit sechs bis acht Zapfsäulen, einer Waschstraße und einem Shop modernisiert werden. Damit bleibt ein wichtiger Service für die Anwohner erhalten, während gleichzeitig die gesamte Anlage aufgewertet wird.
Die Pläne für die Neugestaltung des Areals spiegeln den Trend zur "Stadt der kurzen Wege" wider, bei dem Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeitangebote räumlich eng zusammengefasst werden. Durch die Kombination aus Einzelhandel, Bildungseinrichtungen und Sportstätten entsteht ein zukunftsfähiges Quartier, das unterschiedliche Altersgruppen und Bedürfnisse anspricht. Gleichzeitig wird durch die Aufwertung des Bahnhofs und die verbesserte Verkehrsanbindung die Erreichbarkeit des Areals für die gesamte Region verbessert.
Auswirkungen auf Beschäftigte und Anwohner
Die plötzliche Schließung des Real-Marktes an der Machtlfinger Straße hatte weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Gruppen, von den direkt betroffenen Mitarbeitern bis hin zu den Anwohnern des Stadtteils. Die Folgen dieser Entscheidung sind mehr als zwei Jahre nach der Schließung noch immer spürbar und haben die Diskussion über den Umgang mit großen Einzelhandelsstandorten in urbanen Räumen entscheidend geprägt.
Für die 116 Mitarbeiter des Real-Marktes kam die Schließung einem beruflichen Schock gleich. Viele von ihnen hatten jahrelang in dem Markt gearbeitet und sich auf die verlängerten Mietverträge verlassen. Die Tatsache, dass sie nur drei Monate vor der Schließung informiert wurden, obwohl der Tarifvertrag eine Kündigungsfrist von 15 Monaten vorsah, verstärkte das Gefühl der Ungerechtigkeit unter den Betroffenen. Obwohl in den Quellen über konkrete Sozialpläne oder Abfindungsregelungen nichts berichtet wird, ist davon auszugehen, dass die Mitarbeiter in einer schwierigen Verhandlungssituation mit dem Arbeitgeber standen.
Besonders belastend war die Situation für die Angestellten der anderen Geschäfte im Einkaufszentrum. In den Quellen wird erwähnt, dass auch Friseure, Reinigungskräfte, Mitarbeiter der Apotheke und anderer Dienstleister von der Schließung betroffen waren. Diese kleineren Betriebe verfügten in der Regel über weniger finanzielle Reserven und rechtliche Unterstützung als der Großkonzern Real. Für viele von ihnen bedeutete die Schließung nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch das Ende eines langjährigen Engagements im Stadtteil.
Auch die Anwohner von Obersendling spürten die Auswirkungen der Schließung stark. Der Real-Markt war nicht nur ein Einkaufszentrum, sondern auch ein sozialer Treffpunkt und ein wichtiger Anlaufpunkt für die Nahversorgung. Die plötzliche Schließung hinterließ eine Versorgungslücke, die nicht so schnell geschlossen werden konnte. Besonders ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, die auf die kurzen Wege zum Einkauchen angewiesen waren, waren von dieser Entwicklung betroffen.
Die politischen Reaktionen auf die Schließung waren gemischt. Während der SPD-geführte Bezirksausschuss die Schließung als Chance für eine Aufwertung des Areals sah, kritisierten andere Akteure den Umgang mit den Mitarbeitern und die unklaren Umstände der Schließung. In den Quellen wird erwähnt, dass der Bezirksausschuss die Neuplanung des Areals als "einmalige Chance" bezeichnete, "dieser Schmuddelecke ein neues, positives Gesicht zu geben". Diese Darstellung zeigt, wie sehr das Image des Areals unter der bisherigen Gestaltung gelitten hatte und wie groß das Potenzial für eine positive Entwicklung eingeschätzt wurde.
Die Ankündigung, dass Kaufland das Areal mit einem neuen Komplex aus Einzelhandel, Bildungseinrichtungen und Sportstätten entwickeln will, wurde von vielen Anwohnern mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Einerseits wurde die Aussicht auf eine Aufwertung des Stadtteils begrüßt, andererseits machten sich Sorgen über die möglichen Auswirkungen auf die lokale Geschäftswelt und das soziale Gefüge in dem Viertel. Die Frage, wer sich die steigenden Mieten und Preise im Zuge der Neuentwicklung leisten kann, beschäftigt viele Anwohner bis heute.
Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass in den Quellen nichts über konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der bestehenden Anwohner oder zur Sicherung bezahlbaren Wohnraums im neuen Quartier berichtet wird. Die SPD-Lokalpolitiker sprachen zwar davon, das Umfeld des Wohnquartiers "Am Südpark" "freundlich und möglichst angstfrei für Fußgänger" zu gestalten, doch bleibt unklar, für welche Bevölkerungsgruppe diese "freundliche" Gestaltung eigentlich vorgesehen ist.
Fazit
Die Schließung des Real-Marktes an der Machtlfinger Straße in Obersendling im Dezember 2016 war ein einschneidendes Ereignis mit weitreichenden Folgen für Mitarbeiter, Anwohner und die gesamte Stadtteilentwicklung. Während die offizielle Begründung in Form angeblicher gravierender Gebäudeschäden bei Sanierungsarbeiten an der Tiefgarage auf den ersten plausibel erscheint, werfen die ungewöhnlichen Umstände der Schließung zahlreiche Fragen auf. Die kurze Frist zwischen der Information der Mitarbeiter und der tatsächlichen Schließung sowie die Weigerung der Geschäftsleitung, ein Gutachten über die Bausubstanz vorzulegen, haben zu berechtigten Zweifeln an der offiziellen Darstellung geführt.
Die Tatsache, dass die Schließung in Obersendling kein Einzelfall war, sondern Teil einer landesweiten Schließungswelle von Real-Märkten nach der Ankündigung des Metro-Konzerns im September 2015, nährt die Vermutung, dass wirtschaftliche Überlegungen und strategische Neuausrichtung eine größere Rolle gespielt haben könnten als bauseitige Gegebenheiten. Der Versuch des Metro-Konzerns, sein Geschäft an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und sich tarifvertraglicher Verpflichtungen zu entledigen, könnte die wahren Beweggründe für die plötzliche Schließung gewesen sein.
Die Pläne von Kaufland für die Neugestaltung des Areals sind ambitioniert und spiegeln den Trend zur "Stadt der kurzen Wege" wider. Durch die Kombination aus Einzelhandel, Bildungseinrichtungen und Sportstätten soll ein zukunftsfähiges Quartier entstehen, das unterschiedliche Altersgruppen und Bedürfnisse anspricht. Gleichzeitig bleibt jedoch die Frage nach den Auswirkungen auf die bestehende Geschäftswelt und die soziale Struktur des Stadtteils unbeantwortet. Ob die Neuplanung tatsächlich eine "einmalige Chance" für die Aufwertung des Areals darstellt, wie es der SPD-geführte Bezirksausschuss bezeichnete, oder ob sie eher zu einer Gentrifizierung und Verdrängung bestehender Strukturen führt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen müssen.
Für die Zukunft von Großmarktstandorten in urbanen Räumen wirft der Fall in Obersendling wichtige Fragen auf. Wie kann eine nachhaltige Entwicklung sichergestellt werden, die sowohl wirtschaftlichen Erfordernissen als auch den Bedürfnissen der Anwohner und Beschäftigten gerecht wird? Wie kann der Umgang mit baulichen Mängeln transparent und fair gestaltet werden, ohne dass die Interessen der Betroffenen auf der Strecke bleiben? Der Fall Real Machtlfingerstraße zeigt, dass diese Fragen nicht nur unter technischen oder wirtschaftlichen, sondern auch unter sozialen und ethischen Gesichtspunkten betrachtet werden müssen.