Zukunftsorientierte Sanierung des Gelnhäuser Hallenbads: Investitionen in Sicherheit, Komfort und Technologie

Einleitung

Das Hallenbad in Gelnhausen befindet sich in einer umfassenden Phase der Sanierung und Modernisierung, die die Zukunftsfähigkeit der Anlage sichern soll. Der Zweckverband Hallenschwimmbad Mittleres Kinzigtal, dem die Gemeinden Gelnhausen, Gründau und Linsengericht angehören, hat in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die Erneuerung der Gebäudehülle, technischen Anlagen und Sicherheitsausstattungen getätigt. Aktuell stehen weitere Maßnahmen im Bereich der Sicherheitsbeleuchtung, des Brandschutzes und der Beckensanierung auf dem Plan. Parallel dazu wird ein modernes, kundenorientiertes Kassensystem implementiert, um den Service für die Badegäste zu verbessern. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die laufenden und geplanten Sanierungsmaßnahmen, die Finanzierung sowie die Auswirkungen auf den Badebetrieb.

Hintergrund und Organisationsstruktur

Das Hallenbad in Gelnhausen wird von einem besonderen Zweckverband betrieben, der als interkommunale Kooperation die drei Gemeinden Gelnhausen, Gründau und Linsengericht vereint. Diese Organisationsform ermöglicht eine gemeinsame Finanzierung und Verwaltung der Anlage, die für die Kommunen eine kostspielige Unternehmung darstellen würde. Das Schwimmbad dient nicht nur dem allgemeinen Badebetrieb, sondern wird auch intensiv von Schülerinnen und Schülern sowie verschiedenen Sportvereinen wie Schwimmvereinen, der DLRG und Wasser- und Tauchsportvereinen für Training und Wettkämpfe genutzt.

Die technische Ausstattung öffentlicher Schwimmbäder erfordert besondere Aufmerksamkeit, da sie entscheidend für die Sicherheit und Qualität der Nutzung ist. Wasserqualität, Luftentfeuchtung im Hallenbad, Brandschutz und Hygiene müssen verlässlichen Regelungen unterliegen und alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Regelmäßige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind daher unerlässlich, um den Betrieb langfristig sicherzustellen und die Attraktivität der Anlage zu erhalten.

Abgeschlossene Sanierungsmaßnahmen

In den vergangenen Jahren hat der Zweckverband bereits bedeutende Sanierungsarbeiten am Hallenbad durchgeführt. Besonders hervorzuheben sind die bereits abgeschlossenen Maßnahmen an Dach und Fassade, die die Bausubstanz grundlegend erneuert haben. Gleichzeitig wurden die technischen Geräte der Anlage modernisiert, um Effizienz und Betriebssicherheit zu erhöhen.

Ein weiterer wichtiger Bereich, der bereits saniert wurde, sind die Sanitäranlagen in der Saunabereich. Hier wurden die Sanitärinstallationen in den Duschbereichen erneuert, was nicht nur die Funktionalität verbessert, sondern auch die Hygienestandards erhöht. Die Saunagäste können sich zudem über eine neu gestaltete Fliesenoptik freuen, die das Ambiente im Bereich verbessert. Diese Hygienemaßnahmen waren eigentlich bereits für das Jahr 2022 geplant, mussten jedoch aufgrund von Lieferengpässen in der Baubranche zurückgestellt werden.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen während der Sommerpause hat es ermöglicht, Beeinträchtigungen für die Badegäste zu minimieren und den Badebetrieb ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten.

Aktuelle und geplante Sanierungsarbeiten

Brandmeldeanlage und Sicherheitsbeleuchtung

Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Sanierungsmaßnahmen ist die Erneuerung der Brandmeldeanlage. Die Arbeiten in den für Badegäste zugänglichen Bereichen wurden bereits umgesetzt, sodass die Fortsetzung im reinen Technikbereich des Bades keine Einschränkungen im laufenden Badebetrieb mit sich bringt. Architekt Peter Hartmannsberger, der im Bauamt der Stadt Gelnhausen für Projekte rund um das Hallenbad zuständig ist, erläuterte bei einer Ortsbegehung, dass diese Maßnahme so geplant wurde, dass sie den Besuchern des Bades nicht auffällt und keine Komforteinbußen bedeutet.

Die Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung ist für das Jahr 2024 vorgesehen. Diese Maßnahme wird ebenfalls so weit wie möglich im laufenden Betrieb fortgesetzt und während der Schließzeit des Hallenschwimmbades im Sommer 2024 abgeschlossen werden. Die Sicherheitsbeleuchtung ist ein entscheidender Bestandteil des Brandschutzes und gewährleistet im Notfall die sichere Evakuierung der Gebäude.

Raumlufttechnik und Regelungstechnik

Weitere wichtige Maßnahmen betreffen die Modernisierung der Raumlufttechnik und der Mess- und Regeltechnik des Hallenschwimmbades. Diese Systeme sind für das Klima im Inneren der Schwimmhalle verantwortlich und beeinflussen nicht nur das Wohlbefinden der Badegäste, sondern auch die Langlebigkeit der Bausubstanz. Eine moderne und effiziente Raumlufttechnik hilft, Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Bei diesen Arbeiten gab es jedoch Verzögerungen, die durch einen notwendigen Wechsel der Wartungsfirma entstanden. Vorbereitende Arbeit seien bereits erledigt, wie Bürgermeister Gerald Helfrich klärte. Die Maßnahme wird nun im laufenden Betrieb so weit wie möglich fortgesetzt und in der Schließzeit des Hallenschwimmbades im Sommer 2024 abgeschlossen.

Brandschutzklappen und technische Sicherheit

Ein weiterer Schwerpunkt der Sanierungsarbeiten liegt in der Ertüchtigung der Brandschutzklappen. Diese Komponenten sind für die Ausbreitung von Feuer und Rauch im Gebäude entscheidend und müssen den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Durch die Modernisierung der Brandschutzklappen wird die Sicherheit der Badegäste und des Personals weiter erhöht.

Schwimmbecken-Sanierung

Ein besonders sensibles Thema bei der Sanierung des Hallenbads sind die Schwimmbecken. In jüngster Vergangenheit traten kleinere Leckagen im Bereich der Schwimmbecken auf, die genaue Untersuchungen erforderlich machten. Die Sommerpause 2023 wurde genutzt, um entsprechende Untersuchungen in Auftrag zu geben. Eine Fachfirma nahm Sondierungsöffnungen vor, um die Leckagen zu orten und deren Ausmaß festzustellen.

Auf Basis dieser Untersuchungen wird nun ein heimisches Architektur- und Ingenieurbüro ein Sanierungskonzept für die Schwimmbecken im Hallenbad erstellen. Es ist geplant, dieses Konzept sukzessive in den kommenden drei Jahren umzusetzen – dabei wird besonderen Wert auf eine Umsetzung ohne Einschränkungen für den Badebetrieb gelegt. Die schrittweise Vorgehensweise ermöglicht eine kontinuierliche Nutzung der Anlage während der gesamten Sanierungsphase.

Besonders im Fokus steht dabei das Sprungbecken, das einer besonderen Belastung ausgesetzt ist und daher besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Die Sanierung der Becken wird nicht nur die Leckagen beheben, sondern auch die Wasserqualität und die Sicherheit für die Badegäste verbessern.

Finanzierung der Maßnahmen

Die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen erfordern erhebliche finanzielle Mittel. Im Haushalt des Zweckverbands wurden für das Jahr 2023 für die anfallenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen insgesamt 500.000 Euro bereitgestellt. Diese Summe deckt die bereits begonnenen und geplanten Arbeiten für das aktuelle Jahr ab.

Für die Fertigstellung der Arbeiten in den kommenden Jahren wird jedoch die Bereitstellung weiterer Mittel notwendig sein. Der Zweckverband Mittleres Kinzigtal plant daher mit weiteren Investitionen in den nächsten Haushaltsjahren, um die Sanierungsmaßnahmen vollständig umsetzen zu können. Die genauen Beträge für die Folgejahre stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Die Aufteilung der 500.000 Euro für das Jahr 2023 erfolgt auf verschiedene Maßnahmenbereiche. Ein erheblicher Teil fließt in die Sanierung der technischen Anlagen wie Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung und Raumlufttechnik. Weitere Mittel werden für die Beckensanierung und die Brandschutzmaßnahmen bereitgestellt. Auch die Modernisierung des Kassensystems wird aus diesem Budget finanziert.

Neues Kassensystem und Serviceverbesserungen

Neben den baulichen und technischen Sanierungsmaßnahmen wird auch der Service für die Badegäste verbessert. Ein wichtiges Element hierbei ist die Einführung eines modernen, kundenorientierten Kassensystems. Dieses System wird den Besuchern eine komfortablere und schnellere Abwicklung des Eintritts ermöglichen und gleichzeitig die Betriebsabläufe im Bad optimieren.

Die neue Saison, die am Dienstag, 10. September 2024, beginnt, wird mit diesem modernen Kassensystem gestartet. Wer eine Dauerkarte für die kommende Saison lösen möchte, kann vom 19. August bis 6. September von einer Fünf-Prozent-Rabattaktion profitieren. Gleichzeitig bleibt es den Besuchern selbstverständlich weiterhin möglich, Eintrittskarten vor Ort an der Kasse oder am Kassenautomaten zu lösen. Die Vielfalt der Bezahlmöglichkeiten stellt sicher, dass alle Gäste die für sie bequemste Option wählen können.

Die Einführung des neuen Kassensystems ist Teil einer umfassenden Strategie, die Servicequalität im Hallenbad zu erhöhen und die Verwaltung zu modernisieren. Durch die Digitalisierung der Kassenprozesse können auch genauere Auswertungen zum Besucherverhalten getroffen werden, die zukünftige Investitionsentscheidungen unterstützen können.

Bauablauf und Betriebseinschränkungen

Ein besonderes Augenmerk bei der Planung der Sanierungsmaßnahmen liegt auf der Minimierung von Betriebseinschränkungen für die Badegäste. Der Zweckverband hat daher eine Strategie entwickelt, die die Arbeiten in Phasen gliedert und die Sommerpausen für umfangreichere Maßnahmen nutzt.

Die laufenden Sanierungsarbeiten werden, sofern möglich, während des laufenden Badebetriebs fortgesetzt. Bei besonders lärm- oder staubintensiven Arbeiten werden jedoch auch gezielte kurzfristige Schließungen einzelner Bereiche in Kauf genommen, um die Qualität der Arbeiten sicherzustellen und die Belastung für das Personal und die verbleibenden Badegäste gering zu halten.

Die umfangreicheren Arbeiten, wie die Sanierung der Sicherheitsbeleuchtung oder die abschließenden Arbeiten an der Brandmeldeanlage, werden während der Schließzeit des Hallenschwimmbades im Sommer 2024 durchgeführt. Diese Zeit wird genutzt, um Maßnahmen umzusetzen, die während des laufenden Betriebs nur eingeschränkt oder gar nicht möglich wären.

Für die schrittweise Sanierung der Schwimmbecken wurde ein dreijähriger Zeitraum angesetzt, in dem die Arbeiten ohne Einschränkungen für den Badebetrieb durchgeführt werden können. Diese vorausschauende Planung stellt sicher, dass die Badegäste auch während der gesamten Sanierungsphase die Anlage uneingeschränkt nutzen können.

Fazit

Die umfassende Sanierung des Gelnhäuser Hallenbads ist ein wichtiges Projekt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Anlage. Der Zweckverband Hallenschwimmbad Mittleres Kinzigtal investiert erhebliche Mittel in die Erneuerung der technischen Anlagen, die Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen und die Sanierung der Schwimmbecken. Gleichzeitig wird mit der Einführung eines modernen Kassensystems der Service für die Badegäste verbessert.

Die strategische Planung der Arbeiten ermöglicht eine Umsetzung, die die Beeinträchtigungen für die Badegäste minimiert. Durch die schrittweise Vorgehensweise und die Nutzung der Sommerpausen für umfangreichere Maßnahmen kann der Badebetrieb weitgehend aufrechterhalten werden. Die bereits abgeschlossenen Maßnahmen an Dach, Fassade und den Sanitäranlagen in der Sauna zeigen die konsequente Umsetzung des Sanierungskonzepts.

Die Investitionen in das Hallenbad sind eine wichtige Maßnahme zur Sicherung der Lebensqualität in der Region. Die Anlage dient nicht nur der sportlichen Betätigung und der Gesundheitsvorsorge, sondern ist auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Mit der Sanierung wird die Attraktivität der Anlage gesteigert und ihre langfristige Nutzung gesichert.

Quellen

  1. mein-blaettche.de
  2. gnz.de
  3. kinzig.news

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