Hotelrenovierungen in Deutschland 2019: Strategische Modernisierung im Zeichen des Wachstums

Einleitung

Das Jahr 2019 markierte in der deutschen Hotellerie eine bedeutende Phase der Modernisierung und Expansion. Während die Branche mit einer Rekordzahl an neu fertiggestellten Hotelzimmern konfrontiert war, setzten insbesondere große Hotelketzen auf strategische Renovierungen bestehender Objekte. Diese Maßnahme sollten nicht nur die Qualität der Unterkünfte verbessern, sondern auch den wachsenden Marktbedarf nach hochwertigen Hotelangeboten decken. Besonders die Radisson Hotel Group investierte erheblich in die Komplettrenovierung wichtiger Hotels in Deutschland, um ihre Marktposition zu stärken und ein noch höherwertiges Gästeerlebnis zu schaffen. Dieser Artikel beleuchtet die Renovierungsaktivitäten im deutschen Hotelgewerbe 2019 und deren Einordnung in den Kontext der Gesamtentwicklung des Marktes.

Hotelneubau und Renovierung im Jahr 2019

Die deutsche Hotellerie erlebte 2019 eine beispiellose Wachstumsphase, die sowohl durch Neubauten als auch durch umfangreiche Renovierungen geprägt war. Eine gemeinsame Studie des Projektentwicklers benchmark. REAL Estate und des Analyseunternehmens bulwiengesa prognostizierte für das Jahr 2019 so viele fertiggestellte Hotelzimmer wie noch zuvor in Deutschland. Demnach wurden die Fertigstellung von 27.612 Hotelzimmern in 173 Betrieben erwartet – ein Zuwachs von rund 70 Prozent gegenüber den 16.282 Zimmern im Vorjahr. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre lag bei 12.406 Zimmern pro Jahr.

Diese beeindruckende Wachstumsdynamik zeigte sich sowohl bei den Neubauten als auch bei den Renovierungsprojekten, die oftmals als Teil einer umfassenden Markenstrategie dienten. Während die Neubauprojekte hauptsächlich in den Metropolen konzentriert waren, erstreckten sich die Renovierungsaktivitäten über verschiedene Größenordnungen von Städten und zielten darauf ab, die Attraktivität bestehender Immobilien zu steigern.

Die Strategie der Radisson Hotel Group

Die Radisson Hotel Group positionierte sich 2019 als einer der aktivsten Akteure im Bereich der Hotelrenovierungen in Deutschland. Der Fokus der Gruppe lag auf der Komplettrenovierung wichtiger Hotels in strategisch günstigen Lagen. Den Auftakt dieser Initiative bildeten die aufwändigen Umgestaltungsmaßnahmen der Radisson Blu Hotels in Frankfurt und Köln, die als Grundstein für die Stärkung der Positionierung auf dem zentralen Wachstumsmarkt Deutschland dienten.

Yilmaz Yildirimlar, Area Senior Vice President Central and Southern Europe, beschrieb die Strategie der Hotelgruppe: "Wir stellen uns ein auf ein erfolgreiches Jahr mit allgemein guten Markttrends, gesteigerter Nachfrage sowie einem vielversprechenden Messegeschäft. Kern unserer Deutschland-Strategie ist es, gezielte Investitionen in bestehende Hotels mit großem Meeting- und Events-Volumen zu tätigen und ein noch höherwertiges Gästeerlebnis zu schaffen."

Diese Strategie der selektiven Investitionen in bestehende Immobilien mit hohem Veranstaltungspotenzial sollte die Marktposition der Radisson Hotel Group nachhaltig stärken. Gleichzeitig ermöglichte es der Gruppe, ihre Expansionspläne in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) zu unterstützen und gleichzeitig die Qualität der bestehenden Immobilien zu erhöhen.

Renovierungsprojekte der Radisson Hotel Group 2019

Neben den bereits erwähnten Renovierungen in Frankfurt und Köln umfasste die Modernisierungsinitiative der Radisson Hotel Group weitere bedeutende Projekte:

Zu den kürzlich renovierten Hotels der Gruppe gehörten die Radisson Blu Hotels in Rostock und Karlsruhe sowie das Park Inn by Radisson Köln City West. Für das Jahr 2019 waren aufwändige Renovierungen und Umgestaltungen der Radisson Blu Hotels in Wiesbaden, Hamburg am Dammtor sowie ein Anbau im Scandinavia Hotel in Düsseldorf geplant.

Diese gezielten Investitionen in die Modernisierung bestehender Immobilien sollten nicht nur die Attraktivität der einzelnen Häuser erhöhen, sondern auch die Gesamtleistung der Gruppe steigern. Insbesondere Hotels mit hohem Meeting- und Events-Aufkommen standen im Fokus, da diese für die Umsatzentwicklung der Gruppe eine besondere Bedeutung hatten.

Regionale Schwerpunkte der Hotelentwicklung

Die Hotellerieentwicklung in Deutschland 2019 zeigte klare regionale Schwerpunkte. Während bei den Neubauten die A-Städte den wichtigsten Markt darstellten, entstanden hier 2018 bereits rund 9.200 Zimmer – mehr als die Hälfte des gesamten Neubaus. Frankfurt am Main (2.455 Zimmer), München (2.357 Zimmer) und Berlin (1.004 Zimmer) verzeichneten dabei den absolut größten Zuwachs an Hotelzimmern.

Bei den Renovierungsprojekten zeichnete sich ein ähnliches Bild, wobei die Radisson Hotel Group ihre Entwicklungs Schwerpunkte vor allem in den Metropolen sah. Gleichzeitig erkannte die Gruppe jedoch auch in den sekundären Destinationen Deutschlands ein großes Potenzial für zukünftige Entwicklungen. In Österreich und Schweiz suchte man nach weiteren Projekten insbesondere in Wien, Zürich, Bern, Basel, Genf und Luzern.

Interessanterweise prognostizierten die Experten, dass sich die Märkte in B- und C-Städten in den Jahren 2019 und 2020 prozentual noch dynamischer entwickeln würden als die Metropolen. Hier wuchs die Zimmerzahl in Relation zur Ausgangsbasis am stärksten, was auf ein wachsendes Potenzial für Hotelinvestoren in kleineren und mittleren Städten hindeutete.

D-A-CH-Strategie und Franchising

Die Renovierungsinvestitionen der Radisson Hotel Group sollten auch den Expansionsplänen der Gruppe in der D-A-CH-Region Rückenwind geben. Das Business Development-Team der Gruppe, bestehend aus Robert van der Graaf und Max Gross, identifizierte die Entwicklungsschwerpunkte vor allem in den Metropolen der Region.

In den Toplagen attraktiver Destinationen unterzeichnete die Radisson Hotel Group auch Pachtverträge, wobei sich die Strategie auf die Realisierung von Leuchtturmprojekten konzentrierte. Diese sollten den Roll-Out der neuen Marken Radisson Collection, Radisson RED und Radisson weiter vorantreiben und die Strahlkraft der Marken erhöhen. Projekte wie das Radisson RED Wien oder das Radisson Blu Hotel Genf dienten als Vorbilder für diese strategische Ausrichtung.

Das Franchising-Geschäft spielte dabei eine zunehmend wichtige Rolle, da es der Gruppe ermöglichte, ihre Präsenz in der Region auszubauen, ohne alle Investitionen selbst tätigen zu müssen. Diese hybride Ansatz aus eigenen Investitionen und Franchise-Partnerschaften bildete die Grundlage für die Wachstumsstrategie der Radisson Hotel Group in Deutschland und den Nachbarländern.

Beziehung zwischen Renovierung und Markenstrategie

Die Renovierungsaktivitäten der Radisson Hotel Group waren untrennbar mit ihrer Markenstrategie verbunden. Durch die gezielte Modernisierung bestehender Hotels sollte nicht nur die physische Qualität der Immobilien verbessert, sondern auch die Markenwahrnehmung gestärkt werden.

Die Umgestaltungsmaßnahmen folgten dabei den neuesten Designstandards der jeweiligen Marken und sollten ein einheitliches Gästeerlebnis sicherstellen. Insbesondere bei den Premium-Marken wie Radisson Blu war die Renovierung ein wichtiger Schritt, um mit internationalen Wettbewerben mithalten zu können und die Positionierung im gehobenen Segment zu festigen.

Gleichzeitig ermöglichte die Modernisierung bestehender Immobilien eine schnellere Marktdurchdringung als der Neubau, da bestehende Standorte oft in zentralen Lagen mit guter Infrastruktur und bereits etablierter Gästekundschaft lagen. Dieser Zeitvorteil war insbesondere in einem wachsenden Markt wie der deutschen Hotellerie von entscheidender Bedeutung.

Wirtschaftliche Bedeutung der Hotelrenovierungen

Hotelrenovierungen spielen eine wichtige wirtschaftliche Rolle für die Hotellerie und die Baubranche. Sie schaffen nicht nur qualitativ hochwertige Unterkünfte, sondern generieren auch Aufträge für Handwerksbetriebe, Architekten und Planer. In einer Phase, in der die Neubauprojekte in Deutschland stark zunahmen, dienten die Renovierungsprojekte als wichtiger Ausgleich für die Bauwirtschaft, die oft unterschiedliche Spezialisierungen und Fähigkeiten erfordert.

Für Hoteliers bieten Renovierungen die Möglichkeit, ohne grundlegende Standortveränderungen die Attraktivität ihrer Immobilien zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Insbesondere in ausgebauten Märkten wie den deutschen Metropolen kann die Modernisierung bestehender Objekte eine schnellere Rentabilität erzielen als der Neubau, der mit höheren Investitionskosten und längeren Planungs- und Bauzeiten verbunden ist.

Zukunftsperspektiven der Hotelentwicklung in Deutschland

Die Renovierungsaktivitäten im Jahr 2019 waren Teil einer langfristigen Entwicklung der deutschen Hotellerie, die auch in den folgenden Jahren an Bedeutung gewinnen sollte. Die Prognosen deuteten darauf hin, dass der Bedarf an qualitativ hochwertigen Hotelunterkünften in Deutschland weiter steigen würde, angetrieben durch Tourismus, Geschäftsreisen und das Messegeschäft.

Besonders in den Metropolen und wachsenden Wirtschaftsstandorten wurde mit weiter steigender Nachfrage gerechnet, was sowohl für Neubauten als auch für Renovierungsprojekte positive Aussichten bot. Gleichzeitig zeichnete sich eine Verschiebung der Entwicklung von den großen A-Städten hin zu B- und C-Städten ab, wo das Wachstumspotenzial noch ungenutzt erschien.

Für Hotelgruppen wie die Radisson Hotel Group boten diese Entwicklungschancen die Gelegenheit, ihre Marktposition durch Kombination aus Neubauten und strategischen Renovierungen weiter auszubauen. Die D-A-CH-Region blieb dabei ein zentraler Fokus, wobei die Zusammenarbeit mit Franchise-Partnern eine wichtige Rolle spielte.

Fazit

Das Jahr 2019 markierte in der deutschen Hotellerie eine Phase des Wandels und des Wachstums, die durch eine beeindruckende Zahl an Hotelneubauten und umfangreiche Renovierungsaktivitäten geprägt war. Insbesondere die Radisson Hotel Group positionierte sich mit ihren Investitionen in die Komplettrenovierung wichtiger Hotels in Deutschland als Vorreiter dieser Entwicklung. Durch die gezielte Modernisierung bestehender Immobilien in strategisch günstigen Lagen gelang es der Gruppe, ihre Marktposition zu stärken und gleichzeitig auf den wachsenden Bedarf an hochwertigen Hotelangeboten zu reagieren.

Die Renovierungsaktivitäten waren dabei untrennbar mit der Markenstrategie verbunden und dienten nicht nur der Qualitätssicherung, sondern auch der Stärkung der Markenwahrnehmung. Gleichzeitig ermöglichte der Fokus auf die Modernisierung bestehender Immobilien eine schnellere Marktdurchdringung als der Neubau und bot der Bauindustrie wichtige Aufträge.

Die Zukunft der Hotellerie in Deutschland zeigte sich 2019 äußerst dynamisch, mit klaren Schwerpunkten in den Metropolen, aber wachsendem Potenzial in kleineren und mittleren Städten. Für Hotelgruppen boten diese Entwicklungschancen die Gelegenheit, durch Kombination aus strategischen Renovierungen und gezielten Neubauten ihre Marktposition weiter auszubauen und die wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Hotelunterkünften zu decken.

Quellen

  1. destinet.de - Radisson Hotel Group renoviert in Deutschland: Neue Standorte und mehr Franchise
  2. tageskarte.io - Studie erwartet 27.000 neue Hotelzimmer in Deutschland
  3. hotelier.de - Neue Hotels: Geplante Hotels, Hotelneubau, Hotelprojekte und Hoteleroeffnungen

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