Einleitung
Die Stadt Winsen (Luhe) befindet sich derzeit in einer bedeutenden Transformationsphase, die sich durch die Umgestaltung von urbanen Räumen hin zu nachhaltigeren und resilienteren Strukturen auszeichnet. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht das innovative Projekt "Grüne Inseln in der Winsener Innenstadt", das mit erheblichen Fördermitteln unterstützt wird und die städtebauliche und ökologische Qualität der Innenstadt nachhaltig verbessern soll. Dieses Vorhaben ist Teil des breiteren Programms "Resiliente Innenstädte" der niedersächsischen Landesregierung, das darauf abzielt, Innenstädte zukunftsfähig zu gestalten und sie den Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Der vorliegende Artikel beleuchtet die geplanten Maßnahmen, die finanziellen Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen dieser städtebaulichen Renovierung auf die Lebensqualität in Winsen.
Das Projekt "Grüne Inseln in der Winsener Innenstadt"
Projektumfang und Ziele
Das Projekt "Grüne Inseln in der Winsener Innenstadt" zielt auf die Umgestaltung von 17 Teilflächen im Innenstadtbereich ab. Diese Flächen sollen durch eine verbesserte Bepflanzung sowie mehr Aufenthalts-, Sitz- und Spielmöglichkeiten aufgewertet werden. Die aktuelle Bepflanzung auf diesen Flächen wird als nicht standortgerecht und sehr einseitig beschrieben, was zu geringer Biodiversität und hohem Pflegeaufwand führt. Die bestehenden Pflanzen bieten nur ein begrenztes Blüten- und Pollenangebot und wenig Lebensraum für Insekten und Vögel.
Mit der zukünftigen Bepflanzung soll das ökologische Potenzial dieser Flächen besser ausgeschöpft werden. Besonderes Augenmerk wird auf hitzebeständige Pflanzen gelegt, die zur Reduzierung von Hitzeinseln in der Stadt beitragen. Zusätzlich sind regendurchlässige Gehwege und Sitzgelegenheiten mit Blick auf das Wasser geplant, die sowohl die Ästhetik als auch die Funktionalität der öffentlichen Räume verbessern sollen.
Projektbeteiligte und Umsetzung
Die Projektidee wurde im Rahmen der Steuerungsgruppe, dem lokalen Entscheidungsgremium des Förderprogramms "Resiliente Innenstädte", durch engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus dem ökologischen Bereich vorgeschlagen. Die Stadtverwaltung hat diese Idee aufgegriffen und im gemeinsamen Austausch die Flächen herausgearbeitet, die eine Umgestaltung benötigen.
Bei einem gemeinsamen Rundgang mit der Landesbeauftragten Karin Beckmann, Bürgermeister Wiese, Vertreterinnen der Stadtverwaltung sowie des Amtes für regionale Landesentwicklung und Pressevertretern wurden einige zentrale Projektstandorte besichtigt. Besonders prägnant sind die Bereiche Mühlen- und Luhestraße, an denen die Stadt Winsen mit der Maßnahme zur Aufwertung beginnen möchte. Bis zum Jahr 2027 sollen dann alle weiteren Flächen umgestaltet werden.
Konkrete Umgestaltungsvorhaben an ausgewählten Standorten
An der Ecke Luhestraße/Marktstraße ist vorgesehen, die Luhe optisch besser mit den angrenzenden Wegen und der Grünfläche zu verbinden. Neben einer Änderung der Bepflanzung soll auch die Betonkante unter dem Geländer verschwinden, damit das Wasser versickern kann. Ein paar Meter weiter bei der Brücke um den Luhe-Ableger ist eine Umgestaltung der Fläche unter den Bäumen durch Schaffung von Spielmöglichkeiten geplant. Dabei sollen die Flächen unter den Bäumen wasserdurchlässig bleiben.
An der Luhestraße direkt an der Luhe ist ein weiterer Ort, der mit unterschiedlichen Pflanzen möglichst pflegeleicht neu gestaltet werden soll. Hier setzt jedoch der Hochwasserschutz Grenzen für die Umgestaltung. Diese Beispiele zeigen, wie bei der Umgestaltung sowohl ökologische Aspekte als auch praktische Gegebenheiten und Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden.
Finanzielle Rahmenbedingungen und Fördermittel
Förderhöhe und -quoten
Das Projekt "Grüne Inseln in der Winsener Innenstadt" wird durch erhebliche Fördermittel unterstützt. Die Stadt Winsen hat am 27. Mai 2025 offiziell einen Förderbescheid in Höhe von gut 467.000 Euro erhalten. Diese Fördermittel stammen aus dem Programm "Resiliente Innenstädte" und werden vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Lüneburg bereitgestellt. Die Förderquote beträgt 60 Prozent der Gesamtkosten.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 780.000 Euro. Die restlichen 40 Prozent, also etwa 313.000 Euro, werden von der Stadt Winsen selbst getragen. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) des Niedersächsischen Multifonds-Programms.
Weitere Fördermittel für Winsen
Die im Programm "Resiliente Innenstädte" aufgenommenen Städte können unter Beteiligung ihrer eigens für dieses Programm eingerichteten Steuerungsgruppen Projekte umsetzen. In der laufenden Förderperiode stehen der Winsener Innenstadt damit insgesamt 3,95 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung, die eine behutsame Umgestaltung der Innenstadt ermöglichen sollen.
Neben dem Projekt "Grüne Inseln" gibt es weitere Förderprojekte in Winsen:
Das Naturbad in Winsen wird aus dem Bundesprogramm "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gefördert. Vorgesehen ist die Weiterentwicklung eines vorhandenen Parks auf einer Teilfläche zu einem Naturbad sowie die Stärkung eines schwindenden Feuchtbiotops. Die Zuwendung beträgt 3.000.000 Euro bei einer Förderquote von 81,19 Prozent.
Die Stadt Winsen (Luhe) erhält Fördermittel für den Ersatzneubau eines Jugendzentrums, wodurch die soziale Integration und der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Kommune und darüber hinaus in der umfassenden Region gefördert wird.
Ökologische und städtebauliche Bedeutung
Beitrag zur Biodiversität
Die Umgestaltung der 17 Teilflächen wird einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität in der Winsener Innenstadt leisten. Durch die Verwendung standortgerechter und vielfältiger Pflanzen werden mehr Lebensräume für Insekten und Vögel geschaffen. Die bisherige einseitige Bepflanzung bot nur ein begrenztes Blüten- und Pollenangebot, was durch die neuen Maßnahmen verbessert werden soll.
Anpassung an den Klimawandel
Das Projekt trägt maßgeblich zur Anpassung der Stadt Winsen an den Klimawandel bei. Durch die Begrünung versiegelter Flächen mit hitzebeständigen Pflanzen werden Hitzeinseln reduziert. Die regendurchlässigen Gehwege ermöglichen zudem eine bessere Versickerung von Regenwasser, was zur Entlastung des Kanalnetzes beiträgt und die Grundwasserneubildung fördert.
Aufwertung des öffentlichen Raums
Die Schaffung von mehr Aufenthalts- und Sitzgelegenheiten sowie die Integration von Spielmöglichkeiten führen zu einer Aufwertung des öffentlichen Raums und verbessern die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Die gezielte Gestaltung mit Blick auf das Wasser schafft attraktive Aufenthaltsräume, die zur sozialen Belebung der Innenstadt beitragen.
Weitere Renovierungs- und Bauprojekte in Winsen
Anbieter für Renovierungen und Sanierungen
Für Hausbesitzer und Immobilienbesitzer in Winsen und der Umgebung gibt es verschiedene Anbieter für Renovierungen und Sanierungen. Diese Unternehmen bieten Leistungen im Bereich Schlüsselfertiges Bauen, Stahlbetonarbeiten, Trockenbau und Innenausbau an. Einige spezialisierte Unternehmen konzentrieren sich auf Dachgeschossausbau, Wärmedämmung, Innenausbau, Gipsarbeiten, Leichtbauwände und Deckenarbeiten.
Ein Beispiel ist die Thaqi Akustik & Trockenbau GmbH, die mit über 13 Jahren Erfahrung in der Branche tätig ist und sich auf die genannten Fachgebiete spezialisiert hat. Solange Unternehmen können Hausbesitzer bei ihren Renovierungsprojekten unterstützen, sei es für kleinere Maßnahmen wie die Modernisierung einzelner Räume oder für größere Umbauten wie die komplette Sanierung eines Gebäudes.
Naturbadprojekt
Ein weiteres bedeutendes Bauprojekt in Winsen ist die Entwicklung eines Naturbads auf einer Teilfläche eines vorhandenen Parks. Dieses Projekt wird ebenfalls durch erhebliche Fördermittel unterstützt und zielt darauf ab, ein schwindendes Feuchtbiotop zu stärken. Das Naturbad wird nicht nur ein Naherholungsangebot für die Bevölkerung schaffen, sondern auch ökologisch wertvolle Lebensräume entwickeln.
Jugendzentrum
Der Ersatzneubau eines Jugendzentrums wird ebenfalls durch Fördermittel unterstützt. Dieses Projekt zielt darauf ab, die soziale Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Kommune und der Region zu stärken. Ein modernes und gut ausgestattetes Jugendzentrum bietet jungen Menschen einen Ort der Begegnung und des sozialen Miteinanders.
Fazit
Das Projekt "Grüne Inseln in der Winsener Innenstadt" stellt einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Winsen (Luhe) dar. Durch die Umgestaltung von 17 Teilflächen werden ökologische, soziale und städtebauliche Ziele verfolgt, die zur Verbesserung der Lebensqualität in der Innenstadt beitragen. Die erheblichen Fördermittel aus dem Programm "Resiliente Innenstädte" ermöglichen diese Maßnahmen, die bis 2027 umgesetzt werden sollen.
Neben diesem Projekt gibt es weitere bedeutende Bauprojekte in Winsen, wie die Entwicklung eines Naturbads und den Neubau eines Jugendzentrums, die ebenfalls durch Fördermittel unterstützt werden. Für Hausbesitzer und Immobilienbesitzer in Winsen stehen zudem verschiedene spezialisierte Unternehmen für Renovierungen und Sanierungen zur Verfügung.
Die Umsetzung dieser Projekte zeigt, wie Winsen aktiv auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert und seine Innenstadt zukunftsfähig gestaltet. Die Kombination aus ökologischer Aufwertung, sozialer Infrastruktur und nachhaltiger Stadtplanung schafft eine lebenswerte und resiliente Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger.
Quellen
- DAIBAU - Renovierungen und Sanierungen in Winsen
- NDR - Stadt Winsen erhält Förderbescheid für Umweltprojekt
- Winsen aktuell - Bescheidübergabe für das Förderprojekt Grüne Inseln in der Winsener Innenstadt
- Kreiszeitung Wochenblatt - Land fördert Winsener Projekt Grüne Inseln mit 467000 Euro
- Stadt Winsen - Förderungen