Einleitung
Das Parkhotel Jordanbad in Biberach an der Riß steht vor einem bedeutenden Wandel. Nach über 20 Jahren unter der Führung der Parkhotel Jordanbad GmbH wird das renommierte Hotel im September 2025 einen neuen Betreiber erhalten. Die Dorint Hotelgruppe aus Köln wird die Leitung übernehmen und plant umfassende Sanierungsmaßnahmen, um das Hotel für die Zukunft zu rüsten. Dieser Wechsel markiert nicht nur einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Hotels, sondern auch eine Investition in die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur der Region. Der vorliegende Artikel beleuchtet die geplanten Veränderungen, die Hintergründe des Betreiberwechsels und die Vision für die Zukunft des Parkhotel Jordanbad.
Aktuelle Situation des Parkhotel Jordanbad
Das Parkhotel Jordanbad in Biberach an der Riß ist eine etablierte Einrichtung mit langer Tradition. Das Hotel befindet sich in ruhiger Lage inmitten der Natur Oberschwabens und bietet seinen Gästen eine einzigartige Kombination aus Unterkunft und Wellness. Die Anlage umfasst insgesamt 122 Zimmer, die auf drei Gebäudeteile verteilt sind. Neben den Übernachtungsmöglichkeiten verfügt das Hotel über mehrere Tagungsräume, zwei Restaurants sowie eine Bar, die sowohl Hotelgäste als auch externe Besucher anziehen.
Seit über zwei Jahrzehnten wird das Hotel von der Parkhotel Jordanbad GmbH unter der Leitung von Geschäftsführer Thomas Lerch betrieben. In dieser Zeit hat sich das Hotel einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet und ist bei Gästen aus dem In- und Ausland beliebt geworden. Die bisherige Betreiberin hat das Hotel "mit viel Herzblut und großem Engagement" geführt, wie Matthias Stöckle, Vorstand der St.-Elisabeth-Stiftung, in einer Erklärung betont.
Das Parkhotel Jordanbad ist eng mit dem angrenzenden Jordanbad verbunden, das ebenfalls zur St. Elisabeth-Stiftung gehört. Diese Kombination aus Hotel- und Wellnessangebot macht den Standort zu einem attraktiven Ziel für Erholungssuchende, Familien, Aktivurlauber und auch Businessgäste. Die direkte Verbindung zwischen Hotel und Therme ermöglicht es Gästen, ohne zusätzliche Wege zwischen Übernachtung und Wellnessangeboten zu wechseln.
Der Betreiberwechsel: Dorint übernimmt das Management
Zum 1. September 2025 wird die Dorint Hotelgruppe aus Köln den Betrieb des Parkhotel Jordanbad übernehmen. Dieser Webecerfolgt nach dem Auslaufen des bestehenden Pachtvertrags zwischen der St. Elisabeth-Stiftung und der bisherigen Betreiberin, der Parkhotel Jordanbad GmbH. Die Dorint Hotelgruppe hat mit dem Eigentümer der Immobilie, der St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee, einen langfristigen Pachtvertrag über 15 Jahre mit einer Option auf Verlängerung abgeschlossen.
Die Dorint Hotelgruppe ist ein etablierter Player in der deutschen Hotellandschaft. Das Unternehmen existiert bereits seit 1959 und hat seinen Hauptsitz in Köln. Unter verschiedenen Marken betreibt Dorint derzeit 60 Hotels, die meisten davon in Deutschland. Daneben hat das Unternehmen sechs Hotels in der Schweiz und zwei in Österreich. Insgesamt beschäftigt die Dorint Gruppe rund 3.800 Menschen und thus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Tourismusbranche.
Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender von Dorint, zeigt sich erfreut über die Übernahme: "Wir freuen uns, dass wir mit dem neuen Dorint Parkhotel Jordanbad Biberach an der Riß unsere kontrollierte Expansion wie geplant fortsetzen und unser Hotel-Portfolio optimal ergänzen können." Gleichzeitig dankt er dem Eigentümer für das Vertrauen, das der langjährige Pachtvertrag symbolisiert.
Ein wichtiges Versprechen des neuen Betreibers ist die Übernahme aller Mitarbeiter des bisherigen Hotels. Dorint hat zugesagt, das gesamte Personal in den neuen Betrieb zu übernehmen, was für die Belegschaft eine wichtige Kontinuität bedeutet und den Übergang für die Mitarbeiter erleichtert.
Die geplante Sanierung: Investition in die Zukunft
Mit dem Betreiberwechsel geht auch eine umfassende Sanierung und Revitalisierung der Bestandsimmobilie einher. Dorint plant, erhebliche Investitionen in das Hotel zu tätigen, um es zukunftsfähig zu machen und den gestiegenen Erwartungen der Gäste gerecht zu werden. Die Sanierungsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet, sowohl die Ästhetik als auch die Funktionalität des Gebäudes zu verbessern.
Konkret sollen einige Hotelzimmer, die Lobby sowie beide Restaurants zeitnah renoviert werden. Diese Bereiche sind für den ersten Eindruck der Gäste und deren Aufenthaltsqualität besonders relevant. Durch die Modernisierung dieser Flächen wird das Hotel nicht nur optisch attraktiver, sondern auch funktionaler gestaltet werden. Die Renovierung der Restaurants wird es ermöglichen, den Gästen ein modernes und ansprechendes Ambiente für ihre Mahlzeiten zu bieten.
Die genauen Details der Sanierungspläne, darunter auch mögliche architektonische Veränderungen oder die Einführung neuer technischer Systeme, wurden bisher nicht vollständig veröffentlicht. Dorint hat jedoch betont, dass bei der Planung Wert auf eine hohe Qualität und Langlebigkeit der Materialien gelegt wird. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich schrittweise durchgeführt, um den laufenden Hotelbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Die Investition in die Sanierung des Parkhotel Jordanbad ist Teil einer Strategie von Dorint, sein Portfolio an hochwertigen Hotels in Deutschland weiter auszubauen. Durch die Übernahme und Modernisierung etablierter Häuser in attraktiven Lagen kann die Hotelgruppe ihre Marktposition stärken und gleichzeitig die touristische Infrastruktur der Region verbessern.
Das Jordanbad: Ein historisches Wellness-juwel
Das Jordanbad, das direkt an das Parkhotel angrenzt, ist ein historisch gewachsener und bedeutender Teil des Gesamtgeländes. Die Anlage gehört ebenfalls zur St. Elisabeth-Stiftung und ist bei Gästen aus dem Umland äußerst beliebt. Die Geschichte des Jordanbads reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, urkundlich wurde das Bad zum ersten Mal im Jahr 1470 erwähnt.
Eine besondere Bedeutung erlangte das Jordanbad im Jahr 1889, als die Franziskanerinnen dort die erste ärztlich geleitete Kneipp'sche Wasserheilanstalt in Deutschland eröffneten. Diese Tradition der Wasserkur und der medizinischen Begleitung prägt den Charakter des Jordanbads bis heute. Die Verbindung von historischer Tradition und modernem Wellness-Ansatz macht das Jordanbad zu einem besonderen Ort der Entspannung und Gesundheitsvorsorge.
Das Jordanbad erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 9.000 Quadratmetern. Davon entfallen 6.000 Quadratmeter auf das Thermal-, Sole- und Familienbad, während 3.000 Quadratmetern auf die Saunalandschaft entfallen. Das Thermalbad bietet Gästen die Möglichkeit, sich in wohlig warmem Wasser zu entspannen und die heilende Wirkung des Thermalwassers zu erfahren. Die Solebecken ergänzen das Angebot durch die konzentrierte Salzlösung, die besonders für die Hautpflege bekannt ist.
Die Saunalandschaft des Jordanbads ist als textilfreie Zone konzipiert und bietet Besuchern eine intime Atmosphäre für die Entspannung. Hier finden sich verschiedene Saunatypen, ein Aromapool, 12 Erlebnisduschen und zwei Rutschen. Für Gäste, die sich zusätzlich verwöhnen lassen möchten, steht das "Vital Spa" mit einem umfangreichen Angebot an Massagen und Beauty-Behandlungen zur Verfügung.
Neben den reinen Wellness-Angehalten bietet das Jordanbad auch gesundheitsorientierte Programme an. Das "Gesund & Fit"-Zentrum ermöglicht es Gästen, unter fachkundiger Anleitung an ihrer Fitness und ihrem Wohlbefinden zu arbeiten. Ergänzt wird dieses Angebot durch Fortbildungen in Sozialkompetenz und Krisenprävention sowie vielseitige Tages- und Mehrtagesprogramme für Gruppen.
Für Gäste des neuen Dorint Parkhotel Jordanbad wird der direkte, kostenfreie Zugang zur Therme Jordanbad ein besonderes Highlight darstellen. Diese Verbindung ermöglicht es Hotelgästen, ohne zusätzliche Wege und Kosten von der Unterkunft direkt in die Wellnesswelt zu wechseln – ein Vorteil, der die Attraktivität des Standorts weiter erhöht.
Zukunftsaussichten für Hotel und Region
Die Übernahme durch die Dorint Hotelgruppe und die damit verbundenen Sanierungsmaßnahmen schaffen positive Aussichten für die Zukunft des Parkhotel Jordanbad und der Region Biberach. Die langfristige Vertragslaufung von 15 Jahren mit Option auf Verlängerung gibt Planungssicherheit und ermöglicht eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Anlage.
Für die Gäste bedeutet der Wechsel eine Modernisierung der Einrichtungen und die Zugehörigkeit zu einer etablierten Hotelgruppe mit hohen Qualitätsstandards. Dorint bringt Erfahrung im Betrieb von Hotels in verschiedenen Segmenten mit, was sich in der Ausrichtung des Parkhotel Jordanbad positiv auswirken wird. Die Kombination aus der ruhigen Lage in Oberschwaben und dem direkten Zugang zur Therme Jordanbad bleibt dabei das Alleinstellungsmerkmal des Hauses.
Auch für die Mitarbeiter des Hotels bietet der Betreiberwechsel Perspektiven. Dorint hat zugesagt, alle Mitarbeiter zu übernehmen und sie in den neuen Betrieb zu integrieren. Die Größe der Hotelgruppe bietet darüber hinaus Möglichkeiten für Weiterbildungen und Karrierechancen innerhalb des Unternehmens.
Für die Stadt Biberach an der Riß und die Region stellt die Weiterentwicklung des Parkhotel Jordanbad eine Stärkung der touristischen Infrastruktur dar. Das Hotel ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region. Die Modernisierung der Anlage wird dazu beitragen, die Attraktivität Biberachs als touristisches Ziel weiter zu erhöhen und Gäste aus verschiedenen Segmenten anzuziehen – von Geschäftsreisenden über Familien bis hin zu Wellness- und Aktivurlaubern.
Die Dorint Hotelgruppe plant, das Hotel unter dem Namen "Dorint Parkhotel Jordanbad Biberach an der Riß" weiterzuführen. Dieser Name betont die Verbindung zwischen der Hotelmarke und dem historischen Jordanbad und unterstreicht die Einzigartigkeit des Standorts. Die strategische Ausrichtung des Hotels wird sich voraussichtlich an den Stärken des Standorts orientieren: die Kombination aus Naturerlebnis, Wellness und guter Erreichbarkeit.
Fazit
Die bevorstehenden Veränderungen am Parkhotel Jordanbad in Biberach an der Riß markieren einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der traditionsreichen Einrichtung. Der Wechsel von der bisherigen Betreiberin zur Dorint Hotelgruppe nach über 20 Jahren Betriebszeit bringt nicht nur eine neue Ära des Managements, sondern auch eine umfassende Sanierung der Immobilien mit sich. Die geplanten Maßnahmen zur Modernisierung der Hotelzimmer, Lobby und Restaurants werden dazu beitragen, das Angebot an aktuelle Gästeerwartungen anzupassen.
Die langfristige Vertragsbindung von 15 Jahren schafft eine stabile Grundlage für die Weiterentwicklung des Hotels. Die Erfahrung und die Ressourcen der Dorint Gruppe werden dabei helfen, das Potenzial des Standorts voll auszuschöpfen. Die direkte Verbindung zum historischen Jordanbad bleibt dabei ein zentrales Alleinstellungsmerkmal, das durch den Betreiberwechsel weiter gestärkt wird.
Für die Region Biberach an der Riß bedeutet die Weiterentwicklung des Parkhotel Jordanbad eine Stärkung der touristischen Infrastruktur und die Sicherung wichtiger Arbeitsplätze. Die Investitionen in die Sanierung der Immobilie werden nicht nur die Qualität des touristischen Angebots verbessern, sondern auch positive Effekte auf die lokale Wirtschaft haben.
Mit der Übernahme durch Dorint und den geplanten Sanierungsmaßnahmen ist das Parkhotel Jordanbad gut für die Zukunft gerüstet. Die Kombination aus modernem Hotelmanagement, hochwertigen Einrichtungen und dem einzigartigen Wellnessangebot des Jordanbads wird es dem Hotel ermöglichen, auch in Zukunft erfolgreich zu agieren und Gäste aus verschiedenen Segmenten anzuziehen.