Einleitung
Die Stadt Georgsmarienhütte bekennt sich aktiv zur Schaffung von neuem Wohnraum und hat mit der Erschließung der Baugebiete südlich des Panoramabades und südlich des Schulzentrums ein bedeutendes Infrastrukturprojekt ins Leben gerufen. Die ersten Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt haben bereits begonnen und markieren einen wichtigen Meilenstein in der Stadtentwicklung. Diese neuen Wohngebiete sollen nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch modernste Infrastruktur mit nachhaltiger Energieversorgung bieten. Im Fokus steht dabei die Anbindung an das erweiterte Fernwärmenetz der Stadtwerke Georgsmarienhütte, das Abwärme aus dem örtlichen Stahlwerk nutzt. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über das Projekt, die geplanteten Maßnahmen und den Zeitplan für die Entwicklung dieser neuen Wohnquartiere.
Projektüberblick
In Georgsmarienhütte entstehen derzeit zwei bedeutende neue Baugebiete, die das Gesicht der Stadt nachhaltig verändern werden. Beide Gebiete liegen strategisch günstig unterhalb des Georgsmarienhütter Panoramabades und des Schulzentrums und umfassen die gesamten Hempen-Flächen, die sich über eine Gesamtgröße von rund 14 Hektar erstrecken. Die Entwicklung dieser Flächen wurde vom Stadtrat der Stadt Georgsmarienhütte bereits im Dezember 2022 mit der Verabschiedung der Bebauungspläne beschlossen, womit die rechtliche Grundlage für die Schaffung neuen Wohnraums geschaffen wurde.
Das Projekt wird von der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH (NLG) als Projektentwickler und Regisseur umgesetzt. Die NLG wurde von der Stadt Georgsmarienhütte mit der Entwicklung der Baugebiete beauftragt und koordiniert alle Maßnahmen von der Planung bis zur Realisierung. Für die Stadt ist die Realisierung dieser beiden Baugebiete ein "echtes Mammutprojekt", wie Bürgermeisterin Dagmar Bahlo in ihrer Erklärung zum Baubeginn betonte. Die Komplexität des Projekts resultiert nicht nur aus der Größe der zu erschließenden Flächen, sondern auch aus den topographischen Gegebenheiten und den zu lösenden wasserwirtschaftlichen Fragen.
Die Entwicklung der Hempen-Flächen wird in mehreren Bauabschnitten erfolgen, die schrittweise in den kommenden Jahren angegangen werden sollen. Der Auftakt bildet die kleinere der beiden Flächen südlich des Panoramabades, in der etwa 21 Grundstücke für eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern entstehen sollen. Die Erschließung dieses ersten Bauabschnitts hat bereits begonnen und wird nach aktuellen Planungen voraussichtlich bis ins Jahr 2027 andauern, bevor die Vermarktung der Grundstücke starten kann.
Entwicklungsprozess
Die Entwicklung der neuen Baugebiete südlich des Panoramabades und südlich des Schulzentrums ist das Ergebnis einer intensiven und zeitaufwendigen Vorbereitungsphase. Nachdem der Stadtrat der Stadt Georgsmarienhütte die Bebauungspläne im Dezember 2022 verabschiedet hatte, konzentrierten sich die städtischen und externen Projektbeteiligten auf die finalen Planungen für die Erschließungsanlagen. Diese Planungsphase umfasste nicht nur die technischen Aspekte der Infrastruktur, sondern auch die Abstimmung mit allen relevanten Stellen und Behörden.
Die Planungen für die Erschließungsanlagen wurden noch im Jahr 2024 abgeschlossen, woraufhin zu Beginn des Jahres 2025 die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen folgten. Die Stadt rechnet damit, dass im Bereich südlich des Bades im zweiten Quartal 2025 mit den Bauarbeiten gestartet werden kann, was sich nun auch bestätigt hat. Die Vergabe der Bauleistungen erfolgt unter Berücksichtigung der bereits auf der Bauinteressentenliste eingetragenen Bewerber, die über den Vergabeprozess regelmäßig informiert werden.
Die Bauarbeiten selbst gliedern sich in mehrere Phasen. Der erste Schritt umfasst den Tiefbau mit dem Bau der Entsorgungsleitungen. Im Anschluss daran folgen der Versorgungsbau und die Vorbereitung für zukünftige Bauvorhaben. Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten kann mit der eigentlichen Bebauung der Grundstücke begonnen werden. Der gesamte Prozess wird von der NLG als Projektentwickler koordiniert und überwacht.
Bürgermeisterin Dagmar Bahlo betonte bei der offiziellen Eröffnung der Bauarbeiten die Bedeutung dieser Entwicklung für die Stadt: "Mit dem heutigen offiziellen Start der Erschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt im Bereich südlich des Panoramabades ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung unserer beiden neuen Baugebiete erreicht. Und erstmals wird auch sichtbar, dass sich etwas im wahrsten Sinne des Wortes bewegt."
Für die NLG als Projektentwickler stellt der Baustart einen besonderen Moment dar, wie die zuständige Projektmanagerin Nina Wallenhorst erläuterte: "Als Projektentwickler ist für uns der Baustart immer ein besonderer Moment, weil dann die Ergebnisse aus intensiven Planungsphasen nach und nach sichtbar werden. Im nächsten Schritt werden wir nun die weiteren Bauabschnitte final planen, um auch in dem großen Gebiet südlich des Schulzentrums mit den Erschließungsarbeiten starten zu können."
Infrastruktur
Die Erschließung der neuen Baugebiete umfasst den Bau umfassender Infrastruktureinrichtungen, die eine moderne und nachhaltige Wohngegend schaffen sollen. Ein zentraler Bestandteil dieser Infrastruktur ist der Anschluss an das erweiterte Fernwärmenetz der Stadtwerke Georgsmarienhütte. Für das neue Baugebiet wird das Fernwärme-Hauptnetz der Stadtwerke Georgsmarienhütte erweitert, wodurch eine umweltfreundliche Wärmeversorgung geschaffen wird. Ein Großteil der Wärme wird dabei aus der Abwärme des Stahlwerks Georgsmarienhütte GmbH stammen, wodurch vorhandene Ressourcen sinnvoll genutzt werden.
Die Anbindung an das erweiterte Fernwärmenetz bietet den zukünftigen Bewohnern und Nutzern eine zuverlässige und nachhaltige Wärmequelle. Durch die Nutzung der Abwärme des Stahlwerks wird kein zusätzlicher CO₂-Ausstoß durch die Versorgung der neu angeschlossenen Haushalte verursacht, was einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Reduzierung der CO₂-Emissionen darstellt.
Neben der Energieversorgung umfasst die Infrastrukturplanung auch den Bau von Entsorgungsleitungen und die Erschließung der Straßen. Die Grundstücke im ersten Bauabschnitt werden über zwei Zufahrten jeweils mit Einmündungen zur Straße Sonnenpfad erreicht. Ebenso sind drei Fuß- und Radwege aus dem Baugebiet heraus in südlicher, westlicher und nördlicher Richtung geplant, die die Anbindung an das bestehende Wegenetz verbessern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Infrastruktur ist die Erneuerung des bereits vorhandenen Kanalsystems. Im Zuge der Erschließungsarbeiten wird das Kanalnetz in den Straßen Forstweg und Sonnenpfad erneuert, um die Leistungsfähigkeit der Entwässerungssicherzustellen. Diese Maßnahme ist notwendig, um den gestiegenen Anforderungen an die Abwasserentsorgung gerecht zu werden und die Funktionsfähigkeit der Kanalisation langfristig zu gewährleisten.
Umwelt und Wasserwirtschaft
Bei der Planung der neuen Baugebiete wurden von Anfang an die besonderen topographischen Gegebenheiten und die zu lösenden wasserwirtschaftlichen Fragen berücksichtigt. Das Gelände stellt durch seine Hanglage eine besondere Herausforderung dar, die eine durchdachte Planung der Entwässerungssysteme erfordert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, werden insgesamt drei neue Regenrückhaltebecken entstehen, die nicht nur das anfallende Oberflächenwasser aus den Neubaugebieten auffangen, sondern auch die Entwässerung in den Bestandsgebieten absichern werden.
Diese Regenrückhaltebecken sind ein wesentlicher Bestandteil des Hochwasserschutzes in der Region und tragen zur Sicherung der Wasserwirtschaft bei. Sie dienen der Retention von Niederschlagswasser und verhindern so eine Überlastung der Kanalisation bei Starkregenereignissen. Gleichzeitig stellen sie sicher, dass das Oberflächenwasser kontrolliert und schadlos in die Gewässer abgeleitet wird.
Die Planung und Realisierung dieser wasserwirtschaftlichen Anlagen erforderte eine intensive Abstimmung mit den zuständigen Wasserbehörden und Fachplanern. Die Stadt Georgsmarienhütte hat hierbei Wert auf eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung gelegt, die nicht nur die aktuellen Anforderungen erfüllt, sondern auch auf mögliche klimatische Veränderungen wie zunehmend Starkregenereignisse vorbereitet ist.
Die Schaffung dieser wasserwirtschaftlichen Infrastruktur ist ein weiterer Beleg für den ganzheitlichen Ansatz, mit dem die Stadt Georgsmarienhütte die Entwicklung der neuen Baugebiete angeht. Neben der Schaffung von Wohnraum wird hierbei auch großer Wert auf den Umweltschutz und die Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung gelegt.
Finanzierung und Bauabschnitte
Die Erschließung der Hempen-Flächen erfordert erhebliche finanzielle Mittel, die von der Stadt Georgsmarienhütte und den beteiligten Partnern bereitgestellt werden. In dem ersten Bauabschnitt südlich des Panoramabades werden gut eine Million Euro investiert. Diese Summe fließt in die Herstellung der notwendigen Infrastruktureinrichtungen, einschließlich der Tiefbauarbeiten, der Versorgungsleitungen und der Vorbereitung für zukünftige Bauvorhaben.
Die Finanzierung des Gesamtprojektes erfolgt über mehrere Jahre und verschiedene Bauabschnitte. Die Hempen-Flächen werden in mehrere Bauabschnitte gegliedert, die laut Stadt Georgsmarienhütte in den kommenden Jahren schrittweise angegangen werden sollen. Einen genauen Starttermin für die Arbeiten an einem weiteren Bauabschnitt gibt es nach Auskunft von Nina Wallenhorst, Projektmanagerin bei der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH (NLG), noch nicht. Die NLG ist von der Stadt mit der Entwicklung der Baugebiete beauftragt worden und verantwortlich für die Koordination der verschiedenen Bauabschnitte.
Die Investitionen in die Infrastruktur sind eine notwendige Voraussetzung für die Schaffung von neuem Wohnraum in Georgsmarienhütte. Die Stadt rechnet damit, dass durch die Entwicklung der Hempen-Flächen ein erheblicher Beitrag zur Lösung des Wohnungsproblems in der Region geleistet werden kann. Gleichzeitig werden durch die moderne Infrastruktur und die nachhaltige Energieversorgung hohe Lebens- und Wohnqualitäten für die zukünftigen Bewohner geschaffen.
Die Finanzierung des Projektes erfolgt in enger Abstimmung mit allen beteiligten Partnern, einschließlich der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH, der Stadtwerke Georgsmarienhütte und der ausführenden Bauunternehmen. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Mittel effizient eingesetzt und die Projektziele zeitnah erreicht werden.
Zukunftsperspektiven: Wohnraum und Vermarktung
Die Entwicklung der neuen Baugebiete südlich des Panoramabades und südlich des Schulzentrums ist ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von neuem Wohnraum in Georgsmarienhütte. Die Stadt plant, bis zu fünf neue Baugebiete zu realisieren, um den wachsenden Bedarf an Wohnraum zu decken. Die Hempen-Flächen sind dabei eines der ersten Projekte, das nun konkret umgesetzt wird.
Im ersten Bauabschnitt südlich des Panoramabades werden etwa 21 Grundstücke für eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern entstehen. Diese Grundstücke werden über zwei Zufahrten jeweils mit Einmündungen zur Straße Sonnenpfad erreicht sein. Die Planung sieht ebenfalls drei Fuß- und Radwege aus dem Baugebiet heraus in südlicher, westlicher und nördlicher Richtung vor, die eine gute Anbindung an das bestehende Wegenetz gewährleisten.
Die Vermarktung der ersten Grundstücke ist für Herbst 2027 geplant. Interessierte Bauherren, die bereits auf der Bauinteressentenliste eingetragen sind, werden über den Vergabeprozess informiert. Die Stadt Georgsmarienhütte rechnet damit, dass die Nachfrage nach den Grundstücken groß sein wird, da sie durch die zentrale Lage, die gute Anbindung an Infrastruktureinrichtungen und die nachhaltige Energieversorgung attraktiv sind.
Die gesamte Entwicklung der Hempen-Flächen wird sich über mehrere Jahre erstrecken, da die Flächen schrittweise erschlossen und bebaut werden. Die NLG als Projektentwickler arbeitet bereits an der Planung der weiteren Bauabschnitte, um auch in dem großen Gebiet südlich des Schulzentrums mit den Erschließungsarbeiten starten zu können.
Die Realisierung der beiden Baugebiete wird das Gesicht rund um das Schulzentrum und des Panoramabades verändern und wichtige Impulse für die Stadtentwicklung geben. Gleichzeitig wird durch die nachhaltige Energieversorgung und die moderne Infrastruktur ein Beitrag zur Energiewende und zum Umweltschutz geleistet.
Fazit
Die Entwicklung der Baugebiete südlich des Panoramabades und südlich des Schulzentrums in Georgsmarienhütte ist ein bedeutendes Projekt für die Stadt und ihre Einwohner. Mit dem Beginn der ersten Erschließungsarbeiten wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, der die Realisierung dieser Wohnquartiere nun konkret werden lässt. Die Projekte zeichnen sich durch ihre ganzheitliche Planung aus, die nicht nur die Schaffung von neuem Wohnraum, sondern auch die Entwicklung einer modernen und nachhaltigen Infrastruktur im Fokus hat.
Ein besonderes Merkmal der neuen Baugebiete ist die Anbindung an das erweiterte Fernwärmenetz der Stadtwerke Georgsmarienhütte, das Abwärme aus dem örtlichen Stahlwerk nutzt. Diese nachhaltige Energieversorgung stellt einen wichtigen Beitrag zur Energiewende dar und bietet den zukünftigen Bewohnern eine zuverlässige und umweltfreundliche Wärmequelle.
Die Entwicklung der Hempen-Flächen wird sich über mehrere Jahre erstrecken und schrittweise erfolgen. Im ersten Bauabschnitt südlich des Panoramabades entstehen etwa 21 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser, deren Vermarktung für Herbst 2027 geplant ist. Die gesamte Entwicklung ist ein Beispiel für gelungene Stadtentwicklung, die Wohnraum schafft und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt.
Die Stadt Georgsmarienhütte hat mit der Realisierung dieser Baugebiete ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit der Stadt gesetzt. Die neuen Wohnquartiere werden nicht nur Wohnraum bieten, sondern auch die Lebensqualität in der Stadt insgesamt erhöhen und wichtige Impulse für die weitere Entwicklung geben.
Quellen
- Erschließung des Neubaugebietes Hempen/Südlich Panoramabad
- Zwei neue Wohngebiete unterhalb des Georgsmarienhütter Panoramabades
- [Beginn der Erschließungsarbeiten für Neubaugebiet Südlich Panoramabad](https://www.georgsmarienhuette.de/portal/meldungen/beginn-der-erschliess