B19-Renovierung bei Künzelsau: Umfangreiche Baumaßnahmen für Verkehrssicherheit

Einleitung

Die Bundesstraße 19 im Hohenlohekreis erfährt derzeit umfangreiche Renovierungs- und Neubaumaßnahmen, die die Verkehrssicherheit nachhaltig verbessern sollen. Mehrere Projekte laufen parallel oder nacheinander ab, darunter der Neubau von Brücken über die Kupfersenke, die Sanierung der Kocherbrücke und die Erneuerung der Fahrbahnbeläge. Diese Maßnahmen führen zu zeitweiligen Verkehrseinschränkungen für die Anwohner und durchreisenden Verkehrsteilnehmer. Dieser Artikel gibt einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Bauprojekte, deren Zeitpläne, technischen Aspekte und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen.

Brückenneubau über die Kupfersenke

Ein der zentralen Bauprojekte im Rahmen der B19-Renovierung ist der Neubau von zwei Brücken über die Kupfersenke zwischen Kupferzell und Gaisbach. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Erneuerung der Bundesstraße in diesem Abschnitt und hat bereits erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen zur Folge.

Projektumfang und Zeitplan

Die ursprüngliche Planung sah vor, die Bauarbeiten bereits Anfang 2025 abzuschließen. Nach aktuellen Angaben wird die Fertigstellung nun erst zum Ende des Sommers 2025 erwartet. Diese Verzögerung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Das Regierungspräsidium Stuttgart als Bauträger nennt insbesondere die ungünstige Witterung im Winter sowie eine aufwendigere Planung der Gründungsarbeiten an den Bohrpfählen der Kupferbrücke als Ursachen.

Dennoch geht das Regierungspräsidium davon aus, dass sich der neue, verzögerte Zeitplan einhalten lässt, sofern keine weiteren Probleme auftreten. Die Bauarbeiten an den Brücken sind bereits weit fortgeschritten. Die kleinere Brücke über die Kreisstraße von Kupferzell nach Ulrichsberg und Füßbach befindet sich bereits im Rohbau. Die Arbeiten konzentrieren sich derzeit auf die große Brücke über die Kupfer und den Wirtschaftsweg zur Kläranlage.

Technische Details

Aktuell laufen die Bewehrungsarbeiten am südlichen Brückenwiderlager. Dabei wird das Stahlskelett errichtet, das später mit Beton ausgegossen wird und einen Baukörper aus Stahlbeton ergibt. Das nördliche Widerlager ist bereits fertiggestellt. Nach Abschluss der südlichen Bewehrungsarbeiten und dem Betonieren wird voraussichtlich ab Mitte Mai der Versatz der Fertigteile des Brückenüberbaus erfolgen.

Kostenentwicklung

Interessant ist die Entwicklung der Projektkosten. Zu Beginn der Bauarbeiten im Herbst 2023 wurden die Kosten auf sechs Millionen Euro für beide Brücken und die derzeit genutzte Behelfsumfahrung geschätzt, die sich durch die Kupfersenke schlängelt. Die aktuellste Kalkulation sieht jedoch nur noch rund 4,8 Millionen Euro vor, davon etwa vier Millionen Euro allein für die Brücken. Diese Kostensenkung könnte trotz der Zeitverzögerung als positiver Aspekt des Projekts gewertet werden.

Kocherbrücke in Künzelsau: Gehwegbeschichtungserneuerung

Ein weiteres wichtiges Bauprojekt im Zusammenhang mit der B19-Renovierung ist die Erneuerung der Gehwegbeschichtung auf der Kocherbrücke in Künzelsau. Diese Maßnahme ist technisch und verkehrstechnisch eine eigenständige Baustelle, die jedoch Teil der umfassenden Instandhaltungsmaßnahmen an der B19-Infrastruktur ist.

Projektstart und Dauer

Das Regierungspräsidium Stuttgart wird am Montag, den 21. Juli 2025, mit der Erneuerung der Kunststoffbeschichtung des Gehwegs auf der Kocherbrücke entlang der B19 in Künzelsau beginnen. Die Baumaßnahme soll voraussichtlich am Freitag, den 19. September 2025, abgeschlossen sein. Die Dauer der Arbeiten beträgt somit etwa drei Monate.

Ursache für die Maßnahme

Die Kocherbrücke wurde im Jahr 1948 erbaut. Bei einer Bauwerksprüfung im Jahr 2023 wurden Schäden in Form von Rissen, Blasen und Abplatzungen an der Beschichtung des Gehwegs festgestellt. Diese Schäden beseitigen zu müssen, ist die Hauptursache für die jetzige Maßnahme. Die Erneuerung der Beschichtung dient nicht nur der Beseitigung dieser sichtbaren Schäden, sondern auch der Gewährleistung der Verkehrssicherheit für Fußgänger.

Verkehrsauswirkungen

Während der Baumaßnahme muss die Kocherbrücke halbseitig gesperrt werden. Dies bedeutet, dass der Verkehr nur in eine Richtung über die Brücke geführt werden kann. Für Fußgängerinnen und Fußgänger ist die Brücke jedoch weiterhin einseitig nutzbar. Verkehrsteilnehmer in Richtung Schwäbisch Hall werden während der Bauzeit umgeleitet.

Fahrbahnsanierung der B19

Neben den Brückenbauprojekten steht die Sanierung des Fahrbahnbelags der B19 auf dem Programm. Diese Maßnahme betrifft einen etwa 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Rechbacher Kreuzung (K2372) und dem Abzweig nach Kupferzell und Belzhag (L1036).

Vorbereitende Untersuchungen

Um die genaue Vorgehensweise für die Fahrbahnsanierung zu planen, wurden bereits am 12. März Vorarbeiten aufgenommen. Dabei wurde entlang der Strecke Asphalt aufgebohrt, um Proben zu entnehmen. Das Regierungspräsidium möchte durch diese Untersuchungen erfahren, wie die einzelnen Schichten der Straße aufgebaut sind, welche Materialien bei der ursprünglichen Bauweise verwendet wurden und wie der Asphalt insgesamt zusammengesetzt ist. Die Bohrkerne werden in einem Labor untersucht, um diese Informationen zu gewinnen.

Ursache für die Sanierung

Die alte Fahrbahn weist zu viele Schäden auf, weshalb eine Erneuerung notwendig ist. Das Regierungspräsidium hat den ursprünglichen Zeitplan für dieses Vorhaben jedoch komplett einkassiert. Konkrete Zeitpunkte für die Fertigstellung der neuen Fahrbahn können derzeit nicht genannt werden, da noch Abstimmungen mit der Verkehrsbehörde stattfinden. Einziges Faktum ist: Wenn die Straßensanierung durchgeführt wird, muss die Bundesstraße dafür komplett gesperrt werden.

Verkehrseinschränkungen

Bereits jetzt finden auf der B19 zwischen dem Ortsschild Künzelsau und dem Kaufland Sanierungsarbeiten am Straßenbelag statt. Wegen starker Straßenschäden muss die B19 in diesem Abschnitt bis voraussichtlich Donnerstag, 24. Oktober, halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel regelt den Verkehr. Der Schwerverkehr von Gaisbach kommend wird über Kemmeten - Neufels und Niedernhall umgeleitet.

Weitere Baumaßnahmen: Grünpflege

Neben den großen Bauprojekten finden auf der B19 in Künzelsau auch regelmäßig kleinere Maßnahmen statt, wie zum Beispiel die Grünpflege. Solche Arbeiten führen zwar nur zu kurzzeitigen, aber dennoch spürbaren Verkehrseinschränkungen.

Aktuelle Maßnahme am 7. November 2025

Am Freitag, den 7. November 2025, finden auf der Stuttgarter Straße/B19 in Künzelsau Arbeiten zur Grünpflege statt. Diese Maßnahme führt zu einer Reduzierung der Fahrstreifen über eine Länge von 970 Metern. Die Durchfahrtsbreite beträgt dabei 3,25 Meter. Die Arbeiten finden in Richtung Igersheim-Abtsgmünd statt und sind für den Zeitraum von 06:30 Uhr bis 14:30 Uhr geplant. Verkehrsteilnehmer müssen in diesem Zeitraum mit Behinderungen und angepasster Verkehrsführung rechnen.

Verkehrsmanagement und Umleitungen

Die zahlreichen Baumaßnahmen an der B19 bei Künzelsau erfordern ein umfassendes Verkehrsmanagement, um sowohl die Sicherheit der Bauarbeiter als auch der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen die Beeinträchtigungen für die Anwohner und Pendler so gering wie möglich gehalten werden.

Regelungen während der Baumaßnahmen

Während der verschiedenen Bauphasen kommen unterschiedliche Verkehrsführungen zum Einsatz:

  1. Halbseitige Sperrungen: Bei Arbeiten an der Kocherbrücke und anderen Abschnitten der B19 wird die Straße halbseitig gesperrt. Eine Ampelregelung oder temporäre Einbahnstraßenregelungen sorgen für einen geregelten Verkehrsfluss.

  2. Komplette Sperrungen: Bei der geplanten Sanierung der Fahrbahn zwischen Rechbacher Kreuzung und dem Abzwei nach Kupferzell/Belzhag ist eine komplette Sperrung der Bundesstraße vorgesehen. Für solche Maßnahmen werden Umleitungsstrecken eingerichtet.

  3. Fahrstreifenreduzierungen: Bei kleineren Arbeiten wie der Grünpflege wird die Anzahl der Fahrstreifen reduziert, wobei jedoch eine Mindestbreite für die Durchfahrt gewährleistet wird.

Umleitungsstrecken

Für den Schwerverkehr sind spezielle Umleitungsstrecken eingerichtet. So wird der Verkehr von Gaisbach kommend über Kemmeten - Neufels und Niedernhall umgeleitet. Solche Umleitungen sind notwendig, um die Wohngebiete vor zu hohem Durchgangsverkehr zu schützen und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Projektmanagement und Herausforderungen

Die Koordination der verschiedenen Bauprojekte an der B19 bei Künzelsau stellt das Regierungspräsidium Stuttgart vor erhebliche Herausforderungen. Die Maßnahme umfasst nicht nur die Bauphysik und den Verkehr, sondern auch die Abstimmung mit verschiedenen Behörden und die Einhaltung von Zeit- und Kostenplänen.

Zeitmanagement und Verzögerungen

Wie bereits erwähnt, hat sich das Projekt bereits verzögert. Ursachen hierfür waren sowohl unvorhergesehene externe Faktoren wie die ungünstige Witterung im Winter als auch interne Herausforderungen bei der Planung der Gründungsarbeiten. Das Regierungspräsidium arbeitet jedoch daran, den neuen Zeitplan einzuhalten.

Kostenkontrolle

Interessant im Vergleich zur ursprünglichen Planung ist die Reduzierung der Projektkosten. Während zunächst von sechs Millionen Euro ausgegangen wurde, liegt die aktuelle Kalkulation bei etwa 4,8 Millionen Euro. Diese Einsparungen könnten auf optimierte Planungsprozesse, angepasste Bauverfahren oder auch auf geänderte Materialpreise zurückzuführen sein.

Fazit

Die Renovierungsmaßnahmen an der B19 bei Künzelsau umfassen ein breites Spektrum an Bauprojekten, vom Neubau von Brücken über die Sanierung bestehender Bauwerke bis hin zur Erneuerung der Fahrbahnbeläge. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Lebensdauer der Infrastruktur zu verlängern.

Die Bauarbeiten führen zu erheblichen Verkehrseinschränkungen für die Anwohner und durchreisenden Verkehrsteilnehmer. Das Regierungspräsidium Stuttgart setzt auf eine transparente Kommunikation und ein durchdachtes Verkehrsmanagement, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Trotz anfänglicher Verzögerungen beim Zeitplan und einer Reduzierung der Projektkosten zeigt sich, dass die Maßnahmen im Wesentlichen nach Plan verlaufen. Die Fertigstellung der Brückenbauwerke ist für Ende September 2025 vorgesehen, während die Sanierung der Fahrbahnbeläge noch für einen unbestimmten Zeitpunkt geplant ist.

Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer ist es wichtig, sich über aktuelle Baumaßnahmen und Verkehrseinschränkungen zu informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Das Regierungspräsidium und die beteiligten Behörden bemühen sich, die notwendigen Informationen zeitnah und umfassend zu kommunizieren.

Quellen

  1. Verzögerung bei Brückenneubau auf Bundesstraße zwischen Kupferzell und Künzelsau
  2. Verkehrsbehinderungen auf der B 19
  3. B 19: Kocherbrücke in Künzelsau (Landkreis Hohenlohe)
  4. B19 Künzelsau: Grünpflege heute, am 07.11.2025

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