Einleitung
Die Stadt Lampertheim führt derzeit eine umfassende Sanierung ihrer Schwimmbadanlage durch, die erhebliche finanzielle Investitionen und eine sorgfältige Planung erfordert. Das Projekt betrifft sowohl das Hallenbad als auch das Freibad und zielt auf eine Modernisierung der Infrastruktur ab, um den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Region eine zeitgemäße Schwimminfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Die Renovierungsarbeiten haben bereits begonnen und werden voraussichtlich bis 2025 andauern, mit einer Verschiebung des ursprünglichen Zeitplans um ein Jahr. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte des Sanierungsprojekts, die finanziellen Rahmenbedingungen, den aktuellen Stand der Arbeiten und die Bedeutung der Anlage für die Region.
Umfang der Sanierungsmaßnahmen
Die Sanierung der Lampertheimer Schwimmbadanlage umfasst mehrere Bauprojekte mit unterschiedlichen Fokusbereichen. Ein zentrales Element ist die Erneuerung des Schwimmerbeckens im Freibad, das derzeit im Fokus der Baumaßnahmen steht. Für dieses Projekt wurden erhebliche Investitionen getätigt, die den Bau eines neuen Edelstahlbeckens umfassen.
Die Rohbauarbeiten für das Freibad begannen bereits im Herbst als vorbereitende Maßnahmen und wurden im Februar offiziell aufgenommen. Inzwischen ist der Rohbau abgeschlossen, und das Becken wurde bereits produziert. Die nächste Phase beinhaltet die Montage des Edelstahlbeckens vor Ort im Bad. Parallel dazu wurden die Arbeiten für den Bau einer neuen Rücklaufkammer für das Becken aufgenommen, die neben dem Becken auf der Entenwiese unterirdisch platziert wird.
Für das Hallenbad wurden ebenfalls Sanierungsmaßnahmen beschlossen, um die Funktionalität und Attraktivität der Anlage zu erhalten. Hier steht derzeit die Erneuerung der Duschen im Vordergrund, um sicherzustellen, dass die Hallsaison im September pünktlich beginnen kann. Diese Maßnahmen zeigen, dass die Stadt Lampertheim Wert darauf legt, sowohl das Hallenbad als auch das Freibad zeitnah zu modernisieren und den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Zeitplan und Projektablauf
Der ursprünglich geplante Zeitplan für die Sanierungsarbeiten musste angepasst werden. Das Schwimmerbecken im Lampertheimer Freibad wird nun voraussichtlich erst 2025 einsatzbereit sein, was eine Verzögerung von einem Jahr gegenüber den ursprünglichen Planungen darstellt. Diese Verschiebung bedeutet, dass die Badegäste noch länger auf die vollständig renovierte Freibadanlage warten müssen.
Die Baumaßnahmen schreiten jedoch planmäßig voran, wenn auch mit diesem Zeitversatz. Während die Arbeiten am Freibad voranschreiten, wird im Hallenbad parallel die Duschanlage erneuert, um einen reibungslosen Betrieb während der Hallsaison zu gewährleisten. Diese zeitliche Staffelung der Arbeiten zeigt eine durchdachte Planung, die versucht, die Beeinträchtigungen für die Badegäste so gering wie möglich zu halten.
Die vorbereitenden Bauarbeiten für das Projekt starteten bereits im Herbst, mit dem offiziellen Beginn der Hauptarbeiten im Februar. Mittlerweile ist die Rohbauphase abgeschlossen, und der Fokus liegt nun auf der Installation der spezifischen Anlagenteile wie des Edelstahlbeckens und der Rücklaufkammer. Diese sorgfältige Abfolge der Bauarbeiten deutet auf ein professionelles Projektmanagement hin, das auf Qualität und Nachhaltigkeit setzt.
Finanzielle Rahmenbedingungen und Fördermittel
Die Sanierung der Lampertheimer Schwimmbadanlage erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Die Stadt Lampertheim investiert knapp über 2 Millionen Euro in den Schwimmstandort. Diese Summe deckt die Kosten für die Rohbauarbeiten, die Produktion und Montage des Edelstahlbeckens sowie den Bau der neuen Rücklaufkammer.
Zur Unterstützung dieser Investition erhielt die Stadt bereits im Jahr 2019 eine Zuwendung der Hessischen Landesregierung in Höhe von einer Million Euro. Diese Förderung wurde im Rahmen der umfangreichen Sanierung des Hallenbads bewilligt und zeigt die Bedeutung, die das Land Hessen auf die Schwimminfrastruktur legt.
Die Unterstützung der Landesregierung ist Teil eines größeren Förderprogramms für den organisierten Sport in Hessen. Im Jahr 2022 unterstützte die Hessische Landesregierung den organisierten Sport in Hessen mit einem Volumen von rund 65,5 Millionen Euro. Für das Jahr 2023 stehen Fördermittel von mehr als 68 Millionen Euro zur Verfügung. Allein das Sonderprogramm SWIM verfügt über mindestens 10 Millionen Euro jährlich.
Besonders hervorzuheben ist das bislang bundesweit einzigartige SWIM-Programm, in das die Hessische Landesregierung 50 Millionen Euro investiert hat. Auch die Stadt Lampertheim profitiert von diesen Investitionen, wie die Unterstützung bei der Sanierung ihrer Schwimmbadanlage zeigt. Innenstaatssekretär Stefan Sauer betonte: "Wir wollen mit der Unterstützung der Sanierung, dass noch mehr Menschen in Lampertheim und der Region Schwimmen lernen können."
Bedeutung für die Bürger und Region
Das Schwimmbad in Lampertheim hat eine hohe Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der umliegenden Region. Jährlich besuchen rund 155.000 Badegäste die Anlage, was ihre zentrale Rolle im Freizeit- und Sportangebot der Region unterstreicht.
Die Modernisierung der Anlage ist daher von großer Bedeutung, um diesen wichtigen Infrastrukturbestandhalt langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Die Hessische Landesregierung betont: "Die Bürgerinnen und Bürger sollen in Hessen eine zeitgemäße und bedarfsgerechte Schwimminfrastruktur vorfinden, damit so viele Menschen wie möglich Schwimmen lernen können."
Die Stadt Lampertheim zeigt hierbei mit ihren Bädern gutes Beispiel, wie es von der Landesregierung betont wird. Im Jahr 2022 nahm die Stadt an der Aktion "Hessen lernt schwimmen" des Hessischen Schwimmverbandes und des Hessischen Innenministeriums teil. Aufgrund der vielen absolvierten Schwimmausbildungen erhielt die Stadt das Gütesiegel "Schwimmausbildungszentrum".
Diese Auszeichnung unterstreicht das Engagement der Stadt Lampertheims für die Schwimmausbildung und die gesunde Entwicklung ihrer Bürger. Die renovierte und modernisierte Anlage wird zukünftig die Grundlage für die Fortführung dieser erfolgreichen Arbeit bilden.
Technische Besonderheiten der Sanierung
Bei der Sanierung des Schwimmbads in Lampertheim kommen verschiedene technische Innovationen und hochwertige Materialien zum Einsatz, um die Langlebigkeit und Funktionalität der Anlage zu verbessern.
Ein wesentliches Element ist die Verwendung eines Edelstahlbeckens im Freibad. Edelstahl bietet im Vergleich zu herkömmlichen Baumaterialien wie Beton oder Kunststoff zahlreiche Vorteile. Es ist besonders beständig gegen Korrosion, hygienisch unbedenklich und hat eine lange Lebensdauer. Zudem lässt es sich leicht reinigen und pflegen, was den Betrieb der Anlage erleichtert und die Betriebskosten senkt.
Ein weiteres technisches Merkmal der Sanierung ist die neue Rücklaufkammer, die neben dem Becken auf der Entenwiese unterirdisch platziert wird. Diese Anlage ist für die Wasseraufbereitung und -zirkulation des Schwimmbeckens verantwortlich. Eine modernisierte Rücklaufkammer verbessert die Wasserqualität, optimiert den Energieverbrauch und erhöht die Effizienz der gesamten Wasseraufbereitungsanlage.
Die Kombination aus Edelstahlbecken und moderner Rücklaufkammer stellt sicher, dass die Schwimmanlage in Lampertheim in den kommenden Jahrzehnten den hohen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Komfort gerecht wird. Die Investition in diese langlebigen und hochwertigen Komponenten zahlt sich langfristig aus, da sie Wartungskosten reduzieren und die Lebensdauer der Anlage verlängern.
Fazit
Die Sanierung der Schwimmbadanlage in Lampertheim ist ein umfangreiches und ambitioniertes Projekt, das erhebliche Investitionen in Höhe von knapp über 2 Millionen Euro erfordert. Mit der Unterstützung von Fördermitteln der Hessischen Landesregierung in Höhe von einer Million Euro konnte die Stadt diese wichtige Maßnahme für die Infrastruktur der Region realisieren.
Das Projekt umfasst die Modernisierung des Schwimmerbeckens im Freibad mit einem Edelstahlbecken sowie den Bau einer neuen Rücklaufkammer. Die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten, wobei die Fertigstellung nun für 2025 geplant ist, was eine Verschiebung des ursprünglichen Zeitplans um ein Jahr darstellt. Parallel dazu werden im Hallenbad die Duschen erneuert, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Die Anlage hat mit 155.000 Badegästen pro Jahr eine zentrale Bedeutung für die Stadt und die Region. Lampertheim zeigt mit seiner Teilnahme am Programm "Hessen lernt schwimmen" und dem Erwerb des Gütesiegels "Schwimmausbildungszentrum" besonderes Engagement für die Schwimmausbildung. Die renovierte Anlage wird zukünftig die Grundlage für die Fortsetzung dieser Arbeit bilden und den Bürgern eine zeitgemäße Schwimminfrastruktur bieten.
Die technische Ausstattung mit einem Edelstahlbecken und einer modernen Rücklaufkammer stellt sicher, dass die Anlage in den kommenden Jahrzehnten den hohen Anforderungen gerecht wird und den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Region eine langfristig nutzbare und qualitativ hochwertige Infrastruktur für den Schwimmsport und die Freizeitgestaltung bietet.
Quellen
- Biedensand-Bäder - Sanierung unseres Schwimmerbeckens
- Mannheimer Morgen - Lampertheimer Schwimmer weiter auf dem Trockenen
- Hessisches Innenministerium - Mehr als eine halbe Millionen Euro für Freibad Lampertheim
- Mannheimer Morgen - Neue Möglichkeit in Lampertheims Schwimmbad ohne Barriere ins Becken