Sanierung des Seedammbades in Bad Homburg: Ein Projekt mit staatlicher Förderung

Einleitung

Die Sanierung kommunaler Schwimmbäder stellt eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung und Modernisierung der städtischen Infrastruktur dar. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Sanierung des Seedammbades in Bad Homburg, die durch erhebliche finanzielle Unterstützung des Landes Hessen ermöglicht wird. Dieser Artikel beleuchtet die Aspekte der Sanierung, von den finanziellen Rahmenbedingungen über technische Lösungen bis hin zu gestalterischen Elementen.

Hintergrund und Bedeutung des Seedammbades

Das Seedammbad in Bad Homburg dient als wichtige städtische Freizeiteinrichtung für die Bürger. Die Bedeutung dieser Anlage wird von der Stadtverwaltung betont, die das Bad als zentralen Ort der Erholung und des Freizeitvergnügens ansieht. Mit der Zeit jedoch wurde Sanierungsbedarf deutlich, der eine umfassende Modernisierung erforderlich machte.

Die Entscheidung für eine umfassende Sanierung fiel, da die bestehende Anlage nicht mehr den heutigen Anforderungen und Erwartungen der Badegäste entsprach. Ähnlich wie bei vielen privaten Schwimmbädern, die stillgelegt werden, weil die bauliche Ausführung nicht mehr zeitgemäß ist, zeigte sich auch beim kommunalen Seedammbad der Bedarf für eine grundlegende Erneuerung.

Finanzielle Rahmenbedingungen

Ein entscheidender Faktor für die Realisierung der Sanierung war die finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen. Im Februar 2020 überreichte der Hessische Innenminister Peter Beuth der Stadt Bad Homburg einen Landeszuschuss in Höhe von 473.000 Euro. Diese Mittel sind speziell für die anstehende Sanierung des Seedammbades vorgesehen und decken etwa 30 Prozent der gesamten Investitionskosten ab.

Oberbürgermeister Alexander Hetjes zeigte sich erfreut über die Zuwendung des Landes Hessen, die die Umsetzung des wichtigen Projekts ermöglicht. Bürgermeister Meinhard Matern betonte die große Bedeutung des Seedammbades als städtische Freizeiteinrichtung, deren Erhalt und Modernisierung für die Stadt von hoher Priorität ist.

Sanierungsprozess und Methoden

Die Sanierung des Seedammbades umfasst verschiedene Aspekte, von der technischen Erneuerung bis hin zur gestalterischen Aufwertung. Bei der Planung und Umsetzung werden bewährte Methoden der Schwimmbadsanierung angewendet, die eine dauerhafte und moderne Nutzung gewährleisten.

Technische Sanierung

Ein wesentlicher Teil der Sanierung betrifft die technische Infrastruktur des Schwimmbades. Dazu gehören:

  • Schwimmbadtechnik: Erneuerung der Pumpen, Filteranlagen und anderer technischer Komponenten
  • Wärmedämmung und Dampfsperre: Verbesserung der Energieeffizienz durch moderne Dämmmaßnahmen
  • Heizungsbau: Installation effizienter Heizsysteme zur Gewährleistung einer angenehmen Wassertemperatur
  • Fliesenarbeiten: Erneuerung der Fliesen an Wänden und Böden für ein modernes Erscheinungsbild

Alternative Sanierungsmethoden

Bei der Sanierung von Schwimmbädern haben sich verschiedene Methoden bewährt, die je nach Zustand des Beckens und den Anforderungen zum Einsatz kommen können:

  1. PVC-Auskleidung: Eine Möglichkeit ist die Verkleidung des Beckens mit einer extrem reißfesten und strapazierfähigen PVC-P-Auskleidung mit hochwertiger Gewebeverstärkung. Diese kann auf jedem tragfähigen Untergrund verlegt werden - egal ob auf Fliesen, Beton, Metall, Kunststoff oder Holz. Aufwändige Unterkonstruktionen sind mit dieser Methode nicht erforderlich. Die Oberfläche der Schwimmbadwand wird vor dem Verlegen lediglich mit einer Schutz- und Trennlage aus PES-Vlies versehen, auf der die Folienbahnen schnell und einfach zu einer fugenlosen, homogenen und 100% wasserdichten Oberfläche verschweißt werden können.

  2. Becken-in-Becken-Konstruktion: Eine alternative Methode ist die Becken-in-Becken-Konstruktion, die für eine saubere und dauerhafte Sanierung sorgen kann. Diese kann beispielsweise in Edelstahl- oder GFK-Ausführung ausgeführt werden und eignet sich besonders, wenn das ursprüngliche Becken erhalten bleiben soll, aber eine neue, dichte Hülle benötigt wird.

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