Einleitung
Nach einer rund siebenmonatigen Schließzeit hat das Hallenbad in Germering wieder seine Pforten geöffnet. Die Sanierungsarbeiten, die notwendig wurden, nachdem bei einer routinemäßigen Überprüfung im Frühjahr gravierende Mängel an der abgehängten Decke festgestellt wurden, sind nun abgeschlossen. Das Projekt umfasste den Austausch der gesamten Deckenkonstruktion, die Verbesserung der Akustik und die Installation eines neuen, farbenfrohen Designs. Die Wiedereröffnung wurde mit einem besonderen Event gefeiert, der das ganze Wochenende über andauerte. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die durchgeführten Sanierungsarbeiten, die dabei gemachten Erfahrungen und die Verbesserungen, die die Badbesucher nun genießen können.
Hintergrund der Sanierung
Das Germeringer Hallenbad war bereits im März 2025 für den Betrieb gesperrt worden. Bei einer gutachterlichen Untersuchung der abgehängten Deckenkonstruktion wurden erhebliche Mängel festgestellt, die eine sofortige Schließung erforderlich machten. Wie Zweite Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair bei der Wiedereröffnung erklärte, waren bereits rostige Nägel und Schrauben an der Decke entdeckt worden. Zwar sei die Decke nicht einsturzgefährdet gewesen, so Kreuzmair, "aber es musste gehandelt werden".
Stadtwerkechef Andreas Robrecht hatte das Hallenbad von einem auf den anderen Tag schließen lassen, da die nach Norm erforderliche dreifache Sicherheit nicht vollumfänglich vorhanden war. Diese Sicherheitsbedenken waren der Hauptgrund für die umgehende Schließung des Bades, das für Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer eine zentrale Einrichtung in Germering darstellt.
Das Germeringer Hallenbad besitzt ein 25-Meter-Becken, das auch für Wettkämpfe geeignet ist. Der erfolgreiche örtliche Schwimmverein, die SSG Neptun, und auch die Wasserwacht Germering trainieren im Bad. Montags und donnerstags – außerhalb der Schulferien – haben die Vereine Vorrang und geben auch die begehrten Schwimmkurse für Kinder. Diese intensive Nutzung durch Vereine und Schulen machte die schnelle Sanierung des Bades besonders dringend.
Der Sanierungsprozess
Die Sanierungsarbeiten umfassten im Wesentlichen den Einbau einer komplett neuen Abhangdecke mit verbesserter Akustik und einem neuen, farbenfrohem Design. Die Maßnahme war hochkomplex und erforderte eine sorgfältige Planung und Durchführung.
Bei dem maroden Element handelte es sich um einen nichttragenden abgehängten Baukörper, der akustische und optische Zwecke erfüllte. Nach der Renovierung sei die Akustik sogar viel besser, versicherte Bäderleiter Gerd Felder. "Das ist für die Nutzer und die Mitarbeiter deutlich angenehmer." Vor allem sei die neue Abhängung feuchte- und chlorbeständig, was ihre Langlebigkeit im Hallenbadumfeld deutlich erhöht.
Zunächst wurde das Wasser im Bad abgelassen, um die Baustelle vorzubereiten. Besondere Herausforderungen ergaben sich dadurch, dass auf dem Beckenboden kein schweres Baufahrzeug stehen konnte. Aus diesem Grund musste ein spezieller Laufboden unterhalb der Decke eingezogen und ein fünf Meter hohes Großraumgerüst über dem Becken errichtet werden. Wie Stadtwerkereferent und Gemeinderat Christian Ganslmaier beschrieb, "das ganze Hallenbad war voller Gitterstäbe. Das sah aus wie auf einer Dombaustelle".
Die alte Decke wurde im Juli rückgebaut, die neue im August montiert. Die Arbeiten mussten unter laufendem Betrieb des angrenzenden Freibads stattfinden, das als Übergangslösung für die Badegäste diente. Um weiterhin eine Schwimmmöglichkeit für Schulen und Vereine in Germering anzubieten, wurde Ende April, ein Monat früher als sonst, das 25-Meter-Becken im Freibad in Betrieb genommen.
Herausforderungen bei der Durchführung
Die Sanierung stellte die beteiligten Fachfirmen vor besondere Herausforderungen. Die komplexe Gerüstkonstruktion erschwerte die Arbeiten erheblich, da sie den Arbeitsbereich stark einschränkte. Wie Christian Ganslmaier berichtete, "das ganze Hallenbad war voller Gitterstäbe. Das sah aus wie auf einer Dombaustelle". Diese Einschränkung erforderte eine besonders sorgfältige Planung der Arbeitsabläufe.
Die Bauarbeiten selbst erforderten Präzision und Sorgfalt. Da das Hallenbad während der gesamten Bauphase nicht genutzt werden konnte, mussten die Arbeiten zügig durchgeführt werden, um die lange Schließzeit so kurz wie möglich zu halten. Die enge Terminierung führte dazu, dass die alten Deckenelemente im Juli rückgebaut und die neuen bereits im August montiert wurden.
Ein weiteres Problem stellte die Entsorgung der alten Deckenkonstruktion dar. Durch den Feuchtigkeitsgehalt im Hallenbad waren viele Bauteile verschlissen und mussten fachgerecht entsorgt werden. Gleichzeitig musste darauf geachtet werden, dass keine Baustoffe in die Becken gelangten, die eventuell die Wasserqualität beeinträchtigt hätten.
Während der Schließzeit suchten viele Badbesitzer und Vereine alternative Trainingsmöglichkeiten. Ein Teil der Wassersportler ist während dieser Zeit auf das Germeringer Freibad oder nach Fürstenfeldbruck ausgewichen. Die Wasserwacht Germering und der Schwimmverein SSG Neptun mussten ihre Trainingspläne anpassen und teilweise auf andere Einrichtungen ausweichen.
Ergebnisse und Verbesserungen
Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten präsentiert sich das Germeringer Hallenbad mit einer vollständig neuen Deckenkonstruktion. Bäderleiter Gerd Felder versicherte, dass die Akustik nach der Renovierung sogar viel besser sei als zuvor. "Das ist für die Nutzer und die Mitarbeiter deutlich angenehmer", so Felder.
Besonders hervorgehoben wird die neue Farbgestaltung der Decke. Manuela Kreuzmair gefallen besonders die blauen Quadrate, die als Farbakzente zwischen die Holzwolleplatten gesetzt wurden. Diese gestalterischen Elemente verleihen dem Hallenbad einen frischen, modernen Look und verbessern gleichzeitig die Akustikverhältnisse.
Die neue Abhängung ist nicht nur optisch ansprechender, sondern auch funktional überlegen. Sie ist feuchte- und chlorbeständig, was ihre Langlebigkeit im Hallenbadumfeld sicherstellt. Zudem erfüllt die neue Konstruktion alle Sicherheitsanforderungen und bietet die nach Norm erforderliche dreifache Sicherheit.
Die Badbesucher können nun wieder das gesamte Angebot des Hallenbads nutzen. Neben dem 25