Renovierung mit Charme: Das Rex-Kino Langenfeld bewahrt sein historisches Erbe

Einleitung

Das Rex-Kino in Langenfeld ist nicht nur ein Kino, sondern ein kulturelles Wahrzeichen mit über 60 Jahren Geschichte. Gegründet 1958 an der Hauptstraße, hat das Lichtspielhaus eine besondere Stellung im Stadtleben von Langenfeld eingenommen. In den vergangenen Jahren wurde das Gebäude mehreren Renovierungen unterzogen, die es geschafft haben, den Charme der Gründerjahre zu bewahren, während gleichzeitig moderne Technik Einzug hielt. Dieser Artikel beleuchtet die jüngsten Renovierungsarbeiten, die geplanten Zukunftsinvestitionen und wie diese Maßnahmen das Kino-Erleben für Besucher verbessert haben.

Geschichte und Bedeutung des Rex-Kinos

Das Rex-Kino eröffnete 1958 an der Hauptstraße 122 in Langenfeld und prägt seitdem das kulturelle Leben der Stadt. Mit seiner schlichten aber eleganten Architektur aus den 1950er-Jahren verkörpert das Gebäude einen typischen Kinobau dieser Ära. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich das Kino zu einem geschätzten Treffpunkt für Filmfans aller Altersgruppen entwickelt, der nicht nur aktuelle Filme zeigt, sondern auch Film-Kunst-Tage veranstaltet.

Das Kino besteht aus fünf Leinwänden und bietet insgesamt 440 Sitzplätze. Es liegt mitten in der Langenfelder Innenstadt und ist somit gut erreichbar. Für die Bewohner Langenfelds hat das Kino eine besondere Bedeutung, wie in zahlreichen Kommentaren erwähnt wird. Viele Besucher schätzen die persönliche Atmosphäre und die Tatsache, dass man für die meisten Filme, auch für Blockbuster-Premieren, in der Regel keine Reservierung benötigt.

Aktuelle Renovierungsmaßnahmen

In den letzten Jahren hat das Rex-Kino umfangreiche Renovierungsarbeiten erlebt, die in mehreren Phasen stattfanden. Der größte Kinosaal, Rex 1, wurde bereits vor drei Jahren mit 220 neuen gepolsterten Sitzplätzen ausgestattet. In jüngster Zeit folgten weitere Maßnahmen in diesem Saal: Der Teppichboden und die Wandbespannung wurden erneuert, sowie die Lautsprecher und Scheinwerfer modernisiert.

Im kleinen Rex 3 wurden 22 neue Kinosessel installiert, die laut Georg Huff von der Schauplatz GmbH, die das Kino betreibt, später wieder ausgebaut werden können, wenn die vor Jahren entworfene Umbauplanung realisiert wird. Diese Flexibilität in der Planung zeigt, dass die Betreiber langfristig denken und zukünftige Veränderungen bereits bei aktuellen Entscheidungen berücksichtigen.

Die Gesamtkosten für die jüngsten Sanierungsmaßnahmen beliefen sich nach Aussage von Georg Huff auf fast 300.000 Euro. Diese Investition konzentrierte sich vor allem auf die Beseitigung technischer Mängel, insbesondere im Hinblick auf Brandschutz und Belüftung. Diese Aspekte sind bei alten Gebäuden besonders kritisch und müssen regelmäßig erneuert werden, um den aktuellen Sicherheitsstandards zu entsprechen.

Erhalt des 50er-Jahre-Charmes

Ein besonderes Anliegen der Renovierung war es, den historischen Charme des Kinos aus den 1950er-Jahren zu bewahren. "Das war uns sehr wichtig", betont Georg Huff. Diese Philosophie zeigt sich in vielen Details der renovierten Räumlichkeiten. Besonders auffällig ist die eigens angefertigte Theke im Foyer, die im Stil der 50er Jahre gestaltet wurde. Hier können Besucher mit frischem Popcorn, Getränken und Süßigkeiten versorgt werden.

Die Renovierung der drei Kinosäle wurde dezent und mit Liebe zum Detail durchgeführt, ohne dass ein Stilbruch entstand. Diese Vorgehensweise zeigt den Respekt vor der bauhistorischen Substanz des Gebäudes und schafft eine einheitliche Atmosphäre, die Besucher seit Jahrzehnten schätzen. Der Retro-Charme, der auch dem Film "Stan und Ollie", der aktuell im Kino läuft, entspricht, bleibt somit erhalten.

Zukünftige Renovierungspläne

Trotz der umfangreichen jüngsten Sanierung handelt es sich bei den durchgeführten Maßnahmen nicht um die ursprünglich geplanten Komplettumbauten. Die Schauplatz GmbH hält nach Aussage von Georg Huff an den langfristigen Plänen fest, die ein Investitionsvolumen von über einer Million Euro umfassen würden.

Ein zentraler Bestandteil dieser Zukunftspläne ist die Wiederherstellung der ursprünglichen Breite des Eingangsbereichs aus dem Jahr 1958. Der schlauchartige Eingangsbereich soll durch den Abriss des 1980 vom Foyer abgetrennten Minisaals wieder seine ursprüngliche Dimension erhalten. Dieser Minisaal soll stattdessen in einem Anbau an den hinteren Gebäudetrakt verlegt werden. Dadurch würde ein großzügiges Vor-Foyer entstehen, das den Eingangsbereich repräsentativer gestaltet.

Der Düsseldorfer Investor Andreas Witting, der das Gebäude 2013 erworben hat, ist nach wie vor an diesem großen Umbau interessiert. Diese Pläne scheinen realistisch, da die Schauplatz GmbH unlängst den Pachtvertrag für das Kino mit Hauseigentümer Witting auf 20 Jahre verlängert hat. Diese langfristige Planungssicherheit ermöglicht es den Betreibern, in die Zukunft zu investieren.

Technische Modernisierung

Die Renovierung des Rex-Kinos beinhaltete auch eine umfassende technische Modernisierung. Neben der Erneuerung der Lautsprecher und Scheinwerfer in den Sälen wurde auch die Projektionstechnologie auf digitale Systeme umgestellt. Das Kino verfügt nun über digitale Projektion und 3D-Fähigkeiten, was die Filmqualität erheblich verbessert und den Betreibern ermöglicht, aktuelle Filme in bester Qualität zu zeigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Verbesserung der Belüftungssysteme. Alte Kinos haben oft mit unzureichender Belüftung zu kämpfen, was besonders in den Sommermonaten für unangenehme Temperaturen und schlechte Luftqualität sorgen kann. Durch die Modernisierung der Lüftungsanlagen wurde das Kinoklima deutlich verbessert, was den Komfort für die Besucher erhöht.

Herausforderungen und Lösungen bei der Renovierung

Bei der Renovierung des historischen Kinos trafen mehrere Herausforderungen aufeinander. Einerseits sollte der historische Charakter bewahrt werden, andererseits mussten moderne Sicherheits- und Technikstandards umgesetzt werden. Eine besondere Herausforderung stellte der Brandschutz dar.

Nach Angaben des Schauplatz-Chefs ist geplant, den vorgeschriebenen Rettungsweg auf das Nachbargrundstück hinter dem Kino zu verlegen. Auf diesem Gelände zwischen Bach- und Dietrich-Bonhoeffer-Straße entstehen derzeit drei große Wohn- und Geschäftshäuser, was diese Lösung möglich macht. Andernfalls wäre eine große Sprinkleranlage nötig gewesen, die mit geschätzten Mehrkosten von rund 160.000 Euro zu Buche geschlagen hätte.

Wirtschaftliche Aspekte der Renovierung

Die Renovierung des Rex-Kinos ist nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine wirtschaftliche Entscheidung. Die Investition von fast 300.000 Euro für die jüngsten Sanierungsmaßnahmen sowie die geplanten Millionen-Investitionen für die Komplettrenovierung zeigen das Vertrauen der Betreiber in die Zukunft des Kinos.

Die Verlängerung des Pachtvertrags um weitere 20 Jahre durch die Schauplatz GmbH unterstreicht dieses Vertrauen. Die Betreiber sind offenbar davon überzeugt, dass das renovierte Kino auch in Zukunft Besucher anziehen wird und wirtschaftlich tragfähig ist. Diese langfristige Planungssicherheit ermöglicht es auch, in die Qualität der Einrichtungen und den Service zu investieren, was wiederum die Kundenzufriedenheit erhöht.

Besuchererfahrung nach der Renovierung

Die Renovierung hat die Besuchererfahrung im Rex-Kino nachhaltig verbessert. Viele Besucher loben die Qualität des Popcorns und der Nachos mit warmer Käsesoße, die zu bezahlbaren Preisen angeboten werden. Dieser kulinarische Aspekt trägt erheblich zum Kinogenuss bei, wie in zahlreichen Kommentaren hervorgehoben wird.

Auch die technische Qualität hat sich verbessert. Die digitale Projektion und der neue Surround-Sound sorgen für ein immersives Kinoerlebnis. Gleichzeitig bleibt die besondere Atmosphäre des Kinos erhalten, die viele Besucher schätzen. Die beschränkte Besucherzahl in den Sälen sorgt für eine ruhige Umgebung, in der man Filme ungestört genießen kann, wie ein Kommentar betont: "was mich meistens stört ist die Geräuschkulisse in den Kinos. Kinder die ihr Popcorn schmatzen, Jugendliche die labern, lachen und mit dem Handy spielen. All das hat man im Rex Kino Langenfeld nicht, da die Besucherzahl immer sehr beschränkt ist."

Fazit

Die Renovierung des Rex-Kinos in Langenfeld gelingt eindrucksvoll darin, historischen Charme mit moderner Technik zu verbinden. Die jüngsten Investitionen von fast 300.000 Euro haben vor allem technische Mängel behoben, den Retro-Stil der 50er-Jahre aber bewahrt. Die geplante Komplettrenovierung mit Kosten von über einer Million Euro verspricht eine weitere Aufwertung des Gebäudes, ohne seinen charakteristischen Charakter zu verlieren.

Für die Besucher bedeutet dies ein verbessertes Kinoerlebnis bei gleichbleibend einzigartiger Atmosphäre. Die Kombination aus moderner Technik, gutem Service und bezahlbaren Preisen macht das Rex-Kino zu einem attraktiven Ziel für Filmfans in Langenfeld und der Region. Langfristig gesichert durch den verlängerten Pachtvertrag, kann das Kino seine Rolle als kulturelles Zentrum der Stadt weiter ausbauen und für die kommenden Generationen erhalten bleiben.

Quellen

  1. kino-zeit.de
  2. kinoprogramm.com
  3. rp-online.de

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