Einleitung
Die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen hat mit einem umfangreichen Neubauprojekt eine neue Ära der medizinischen Versorgung eingeleitet. Das Projekt, das Planung, Bau und Inbetriebnahme eines modernen Klinikgebäudes umfasste, hat die Klinik zu einer der größten Fachkliniken für Neurologie und Orthopädie in der Region gemacht. Seit Mai 2019 bietet die Klinik mit ihren mehr als 440 Betten und rund 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern modernste Behandlungsmethoden auf höchstem Niveau. Dieser Artikel beleuchtet die Planungs- und Bauphase des Neubaus, die architektonischen und strukturellen Besonderheiten sowie die Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Patienten.
Planungsphase des Neubaus
Die Planung für den Umbau und die Erweiterung der Schön Klinik Bad Aibling begann bereits im Jahr 2011. Ein entscheidender Meilenstein wurde 2013 mit der Entscheidung zur Zusammenlegung mit der neurologischen Klinik erreicht. Diese Entscheidung wurde getroffen, um wirtschaftliche und strukturelle Synergien zu nutzen und eine interdisziplinäre Versorgung unter einem Dach zu ermöglichen.
Die Planung des Projekts umfasste mehrere Fachbereiche und Experten. Als Bauherr fungierte die Schön Klinik Bad Aibling selbst. Für die architektonische Gestaltung waren die Ludes Architekten-Ingenieure GmbH verantwortlich, während die Köppl Ingenieure GmbH die Tragwerksplanung übernahmen. Diese Zusammenarbeit verschiedener Fachexperten war entscheidend, um ein funktionales und ästhetisch ansprechendes Gebäude zu schaffen, das den Anforderungen moderner medizinischer Versorgung gerecht wird.
Die Planungsphase dauerte insgesamt acht Jahre, was die Komplexität und den Umfang des Unterfangens unterstreicht. In dieser Zeit wurden nicht nur die baulichen Aspekte geplant, sondern auch die zukünftige Organisation der Klinik, die Abläufe zwischen den verschiedenen Fachbereichen und die Integration der neuesten medizinischen Technologien berücksichtigt.
Umsetzung des Bauprojekts
Nach Abschluss der Planungsphase begann die Umsetzung des Bauprojekts. Das Ergebnis ist ein fünfstöckiges Gebäude mit einem Verbindungsbau und großzügigen Lichthöfen. Die Architektur des Neubaus zeichnet sich durch eine durchdachte Raumgestaltung aus, die sowohl den Anforderungen der Patienten als auch des medizinischen Personals gerecht wird.
Die Größe des Projekts ist beeindruckend: Der Neubau bietet Platz für 440 Betten und über 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Inbetriebnahme erfolgte im Mai 2019, seitdem steht die Klinik für die Patientenversorgung zur Verfügung. Die Eröffnung markierte den Beginn eines neuen Kapitels in der gemeinsamen Klinikgeschichte, wie die geschäftsführende Direktorin Dr. Kerstin Eisenbeiss und die Klinikgeschäftsführerin Daniela Cleven betonten.
Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Patientensicherheit und optimale Arbeitsabläufe gelegt. Durch die räumliche Nähe der neurologischen und orthopädischen Fachbereiche konnten Synergien genutzt werden, die eine ganzheitliche Behandlung ermöglichen. Die neue Infrastruktur unterstützt die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen.
Architektonische und strukturelle Besonderheiten
Der Neubau der Schön Klinik Harthausen beeindruckt durch seine architektonische Gestaltung und funktionale Ausstattung. Das fünfstöckige Gebäude ist mit einem Verbindungsbau versehen, der verschiedene Bereiche miteinander verbindet und kurze Wege für Patienten und Personal ermöglicht. Große Lichthöfen sorgen für natürliches Licht und eine angenehme Atmosphäre in den Innenbereichen des Gebäudes.
Die Klinik verfügt über vier moderne Operationssäle, die mit der neuesten medizinischen Technologie ausgestattet sind. Diese Operationssäle sind für die Durchführung komplexer Eingriffe in den Bereichen Neurologie und Orthopädie ausgelegt. Die räumliche Anordnung der Operationssäle und zugehöriger Bereiche wurde so gestaltet, um logistische Abläufe zu optimieren und die Patientensicherheit zu maximieren.
Die Patientenzimmer sind modern und komfortabel gestaltet, um den Aufenthalt der Patienten so angenehm wie möglich zu machen. Besonderes Augenmerk wurde auf Barrierefreiheit und behindertengerechte Ausstattung gelegt, um allen Patienten den bestmöglichen Komfort zu bieten.
Die Infrastruktur der Klinik umfasst neben den Patientenbereichen auch umfangreiche administrative, therapeutische und Forschungsbereiche. Diese Bereiche sind so angeordnet, dass sie eine effiziente Zusammenarbeit der verschiedenen Fachabteilungen ermöglichen. Die Klinik ist zudem Lehrkrankenhaus der LMU München und unterhält enge wissenschaftliche Kontakte zur TU München und TH Rosenheim, was in der räumlichen Gestaltung相应的 Berücksichtigung gefunden hat.
Auswirkungen auf die medizinische Versorgung
Der Neubau der Schön Klinik Harthausen hat die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig verbessert. Die Klinik bietet nun ein breites Spektrum an hochqualifizierter und interdisziplinärer medizinischer Versorgung am Rande der Alpen in der Nähe von Rosenheim. Die gebündelte Kompetenz in den Fachbereichen Neurologie und Orthopädie unter einem Dach ermöglicht eine ganzheitliche Behandlung von Patienten.
Die neue Infrastruktur unterstützt die Anwendung modernster Behandlungsmethoden mit spezialisierter orthopädischer und neurologischer Expertise. Die enge Zusammenarbeit der beiden Fachbereiche bietet nicht nur gebündelte Kompetenz von Kopf bis Fuß, sondern macht die Klinik zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Mit 1200 Mitarbeitern – und einer steigenden Tendenz – trägt die Klinik erheblich zur regionalen Wirtschaft bei.
Ein besonderes Merkmal der Klinik ist ihre interdisziplinäre Ausrichtung. Durch die räumliche und organisatorische Zusammenführung der neurologischen und orthopädischen Fachbereiche können Patienten umfassend und koordiniert behandelt werden. Diese ganzheitliche Behandlungsansätze haben sich besonders bei komplexen Erkrankungen als vorteilhaft erwiesen, bei denen mehrere Fachdisziplinen beteiligt sind.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und patientenorientierte Versorgung
Die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen legt großen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit und patientenorientierte Versorgung, um eine bestmögliche Genesung und Rehabilitation zu gewährleisten. Der Neubau hat diese Ausrichtung weiter gestärkt, indem er die räumliche Nähe verschiedener Fachbereiche ermöglicht und gemeinsame Behandlungskonzepte fördert.
Die patientenorientierte Versorgung zeigt sich auch in den detailliert geregelten Besuchszeiten, die auf die Bedürfnisse der Patienten und deren Familien zugeschnitten sind: - Neurologische und Orthopädische Stationen: Täglich 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr - Intensivstation: Täglich 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr - An Feiertagen: 12:00 Uhr - 19:00 Uhr
Diese Regelung ermöglicht es den Patienten, Kontakte zu ihren Angehörigen aufrechtzuerhalten, was für die Genesung von großer Bedeutung ist. Die Klinik berücksichtigt dabei die besonderen Bedürfnisse der Patienten auf der Intensivstation, die oft eingeschränktere Besuchszeiten erfordern.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf die Forschung und Lehre. Als Lehrkrankenhaus der LMU München und in enger wissenschaftlicher Austausch mit der TU München und der TH Rosenheim trägt die Klinik zur Weiterentwicklung der medizinischen Wissenschaft bei. Diese Verbindung von Forschung und Praxis ermöglicht es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Patientenversorgung einzubringen.
Zukunftsprojekte: Das "moVe-it"-Projekt
Die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen beteiligt sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft der medizinischen Versorgung. Ein Beispiel hierfür ist die Teilnahme am Projekt "moVe-it", das darauf abzielt, Schlaganfallpatienten zu helfen, die nach ihrer Erkrankung eine Spastik entwickeln.
Im Rahmen des Projekts werden Ärzte und Therapeuten digital vernetzt und tauschen sich in Videokonferenzen aus, um die Behandlung gemeinsam abzustimmen. Eine App begleitet die Patienten zusätzlich im Alltag und unterstützt sie bei der Umsetzung der Therapieempfehlungen. Das Projekt wird von der Mobil Krankenkasse geleitet und soll in einer Studie evaluiert werden, wie gut das neue Behandlungsmodell funktioniert.
Der Start des Projekts ist für Oktober 2025 geplant, ab Frühjahr 2026 sollen die ersten Patienten aufgenommen werden. Das Projekt läuft bis 2028 und wird neben der Schön Klinik auch von der Berliner Charité unterstützt. Die Teilnahme an solchen innovativen Projekten unterstreicht die Vorreiterrolle der Schön Klinik Harthausen in der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden.
Fazit
Der Neubau der Schön Klinik Harthausen stellt einen Meilenstein in der Entwicklung der medizinischen Versorgung in der Region dar. Das Projekt, das von 2011 an geplant und 2019 fertiggestellt wurde, hat nicht nur die räumlichen Möglichkeiten der Klinik erweitert, sondern auch die Grundlage für eine interdisziplinäre Versorgung von Patienten in den Bereichen Neurologie und Orthopädie geschaffen.
Die Zusammenarbeit von Schön Klinik Bad Aibling als Bauherr, Ludes Architekten-Ingenieure GmbH für die Architektur und Köppl Ingenieure GmbH für die Tragwerksplanung hat zu einem modernen, funktionalen und ästhetisch ansprechenden Gebäude geführt. Die fünfgeschossige Struktur mit Verbindungsbau und Lichthöfen schafft eine angenehme Atmosphäre für Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen.
Mit 440 Betten und rund 1300 Mitarbeitern ist die Schön Klinik Harthausen heute einer der größten Arbeitgeber in der Region und bietet modernste medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Die interdisziplinäre Ausrichtung und die enge Verbindung von Forschung und Lehre durch die Kooperation mit der LMU München, TU München und TH Rosenheim machen die Klinik zu einem wichtigen Akteur im deutschen Gesundheitssystem.
Die Teilnahme am Zukunftsprojekt "moVe-it" zeigt, dass die Klinik nicht auf vergangenen Erfolgen ruht, sondern aktiv an der Entwicklung innovativer Behandlungskonzepte mitwirkt. Der Neubau hat somit nicht nur die gegenwärtige Versorgungssituation verbessert, sondern auch die Weichen für zukünftige Entwicklungen gestellt.