Einleitung
Die Stadthalle in Clausthal-Zellerfeld steht vor einer umfassenden Modernisierung, die in zwei Phasen erfolgt. Während die Sanierung der Beleuchtung bereits abgeschlossen wurde, steht eine umfangreiche energetische Sanierung mit Fassadenersatz an. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Modernisierungskonzepts, das sowohl die Verbesserung der technischen Infrastruktur als auch die Energieeffizienz des Gebäudes in den Mittelpunkt stellt. Das Mitte der 1960er Jahre erbaute Gebäude erhält damit nicht nur eine technische Aktualisierung, sondern soll auch zukünftigen Anforderungen an energetische Standards gerecht werden.
Abgeschlossene Sanierung der Hallenbeleuchtung
Die Sanierung der Beleuchtungssysteme in der Stadthalle Clausthal-Zellerfeld wurde bereits erfolgreich durchgeführt und markiert den ersten Schritt in der umfassenden Modernisierung des Gebäudes. Dieses Projekt konzentrierte sich auf die Erneuerung der Allgemeinbeleuchtung in der Mehrzweckhalle, die für Veranstaltungen und Schulaktivitäten genutzt wird.
Zeitplan und Durchführung
Die Beleuchtungssanierung erfolgte während der Osterferien im Jahr 2025. Der Zeitplan wurde sorgfältig geplant, um die Auswirkungen auf den Schulbetrieb und Veranstaltungen so gering wie möglich zu halten. Die Vorarbeiten begannen am 24. März 2025, die Hauptausführungsphase startete am 7. April 2025, unmittelbar nach Beginn der Osterferien. Die Arbeiten wurden planmäßig bis zum 30. April 2025 abgeschlossen, was eine termingerechte Fertigstellung vor dem Ende der Ferien sicherstellte.
Die Ausschreibung für diese Maßnahme erfolgte öffentlich, und nach einem transparenten Vergabeverfahren erhielt die Firma Elektro Gattermann am 17. Januar 2025 den Zuschlag für die Durchführung der Arbeiten. Diese Entscheidung basierte auf fachlichen Kriterien und der Einhaltung der vorgegebenen Zeit- und Qualitätsvorgaben.
Technische Umsetzung der Beleuchtungssanierung
In der Mehrzweckhalle der Stadthalle waren ursprünglich 96 Einbaudownlights als Allgemeinbeleuchtung installiert. Diese Leuchten, die als Einbaudownlight in einer Umhausung mit den Innenmaßen ca. 300 × 300 mm ausgeführt waren und in F30-Qualität geprüft wurden, waren veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Ein wesentliches Problem war, dass Ersatzteile für diesen Leuchtentyp nicht mehr verfügbar waren, was eine Sanierung anstelle einer einfachen Reparatur notwendig machte.
Die Sanierungsmaßnahmen umfassten folgende Arbeitsschritte:
Demontage und fachgerechte Entsorgung der alten Einbaudownlights: Die veralteten Leuchten wurden sorgfältig entfernt und entsprechend den umweltrechtlichen Bestimmungen entsorgt.
Verschließen der Deckenausschnitte mit MDF-Platten: Nach Entfernung der alten Leuchten wurden die entstandenen Deckenausschnitte mit MDF-Platten verschlossen, um eine ebene Oberfläche für die neue Beleuchtung zu schaffen.
Installation neuer Deckenaufbau-Tiefstrahler an den alten Positionen: Anstelle der alten Einbaudownlights wurden moderne Deckenaufbau-Tiefstrahler installiert, die an den gleichen Positionen wie die Vorgängerleuchten angebracht wurden.
Kosten und Finanzierung der Beleuchtungssanierung
Die Gesamtkosten für die Sanierung der Hallenbeleuchtung betrugen 70.000 Euro. Dank einer Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz musste die Kommune nicht den vollen Preis tragen. Die Fördermittel stammten aus dem Klima- und Transformationsfonds und wurden über die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH bewilligt. Diese finanzielle Unterstützung war entscheidend für die Realisierung des Projekts und ermöglichte die Modernisierung des Beleuchtungssystems ohne eine übermäßige finanzielle Belastung des städtischen Haushalts.
Die Förderung dieses Projekts unterstreicht die Bedeutung der energetischen Modernisierung öffentlicher Gebäude im Kontext des Klimaschutzes. Durch den Austausch veralteter Beleuchtungstechnik gegen moderne, energieeffiziente Leuchten werden nicht nur die Betriebskosten gesenkt, sondern auch der CO₂-Fußabdruck des Gebäudes reduziert.
Geplante energetische Sanierung der Stadthalle
Neben der bereits abgeschlossenen Sanierung der Beleuchtung plant die Stadt Clausthal-Zellerfeld eine umfassende energetische Sanierung der Stadthalle. Diese zweite Phase der Modernisierung ist wesentlich ambitionierter und betrifft die bauliche Substanz des Gebäudes, das seit Mitte der 1960er Jahren in Betrieb ist.
Zeitlicher Ablauf der energetischen Sanierung
Die Stadthalle in der Berliner Straße wird vom 8. Mai bis zum 31. Juli 2025 für Schulsport und Veranstaltungen geschlossen sein. In diesem Zeitraum sollen die energetischen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Für die Grundschulkinder aus Clausthal und Zellerfeld wird die August-Tiemann-Turnhalle als Ausweichturnhalle angeboten, allerdings nur montags, da die Halle an den anderen Tagen bereits von den Kindergartenkindern genutzt wird.
Die Freisportflächen unterhalb der Stadthalle bleiben von den Sanierungsarbeiten unberührt, was bedeutet, dass diese bei entsprechendem Wetter weiterhin genutzt werden können. Die Stadtverwaltung hofft, dass die Schließung der Halle daher nicht allzu gravierende Auswirkungen auf den Sportbetrieb haben wird.
Umfang der geplanten Sanierungsmaßnahmen
Die energetische Sanierung der Stadthalle umfasst mehrere verschiedene Aspekte:
Fassadenersatz: Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierung ist der Ersatz der Fassade des Gebäudes. Die bisherige Fassade entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen an Energieeffizienz und Dämmung. Durch den Austausch der Fassade soll der Wärmeverlust im Winter und die Erwärmung im Sommer deutlich reduziert werden.
Fensterfront in der Mehrzweckhalle: Geplant ist der Einbau einer neuen Fensterfront in der Mehrzweckhalle, einschließlich einer Verdunkelungsanlage. Die derzeitige Anlage gehört noch zur Erstausstattung des Gebäudes aus den 1960er Jahren und zeigt entsprechend entsprechenden Verschleiß. Die neue Fensterfront wird nicht nur die Ästhetik verbessern, sondern auch die Energieeffizienz des Raums steigern.
Bauphysikalische Optimierung: Ein Problem des Gebäudes ist der ungedämmte Anschluss der Verdunkelungsanlage (Fensterfront zum Schulhof) im Dachbereich, der einen bauphysikalischen Schwachpunkt darstellt. Im Rahmen der Sanierung sind Dämmmaßnahmen sowohl an diesem Anschluss als auch zu unbeheizten Bereichen und Räumen geplant. Diese Maßnahmen sollen das Wärmebrückenproblem lösen und die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes verbessern.
Finanzierung der energetischen Sanierung
Die Finanzierung der energetischen Sanierung der Stadthalle wird durch das Kommunalen Investitions-Programm (KIP) ermöglicht. Dieses Programm unterstützt der Bund nach einem Auswahlverfahren Investitionen finanzschwacher Kommunen in den Ländern. Die Förderung erfolgt auf Basis des Förderungsgesetzes und stellt sicher, dass auch kleinere Kommunen wie Clausthal-Zellerfeld notwendige Investitionen in die Infrastruktur tätigen können.
Die genauen Kosten für die energetische Sanierung sind den vorliegenden Quellen nicht vollständig zu entnehmen. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Kosten im Vergleich zur Beleuchtungssanierung deutlich höher ausfallen werden, da es sich um eine umfassende Sanierung der baulichen Substanz handelt. Die Stadtverwaltung hat für das Haushaltsjahr 2025 Ausgaben von bis zu 1,7 Mio. Euro für verschiedene Baumaßnahmen gemeldet, wobei ein Teil dieser Summe sicherlich für die Stadthalle-Sanierung vorgesehen ist.
Technische Details und Spezifikationen
Beleuchtungssystem
Das alte Beleuchtungssystem der Stadthalle bestand aus 96 Einbaudownlights, die als Allgemeinbeleuchtung in der Mehrzweckhalle installiert waren. Diese Leuchten hatten folgende technische Merkmale:
- Typ: Einbaudownlight
- Umhausungsmaße: ca. 300 × 300 mm
- Qualität: F30 (feuerhemmend)
- Status: Abgängig, Ersatzteile nicht mehr verfügbar
Das neue Beleuchtungssystem besteht aus modernen Deckenaufbau-Tiefstrahlern, die an den gleichen Positionen wie die alten Leuchten installiert wurden. Diese neuen Leuchten bieten nicht nur eine verbessere Lichtqualität, sondern auch eine deutlich höhere Energieeffizienz. Die genauen technischen Spezifikationen der neuen Leuchten, wie Leistung, Farbtemperatur oder Lebensdauer, sind in den vorliegenden Quellen nicht genannt.
Energetische Maßnahmen
Die geplanten energetischen Maßnahmen für die Stadthalle umfassen mehrere Bereiche:
Fassadenersatz: Der Austausch der gesamten Fassade gegen ein modernes, gedämmtes Fassadensystem. Dies wird zu einer signifikanten Reduzierung des Wärmeverlusts führen.
Fensterersatz: Einbau einer neuen Fensterfront in der Mehrzweckhalle mit integrierter Verdunkelungsanlage. Die neuen Fenster werden eine bessere Wärmedämmung aufweisen als die alten Fenster aus den 1960er Jahren.
Dämmmaßnahmen: Spezielle Dämmmaßnahmen an kritischen Punkten wie dem ungedämmten Anschluss der Verdunkelungsanlage im Dachbereich sowie zu unbeheizten Bereichen.
Wärmebrückeneliminierung: Beseitigung von Wärmebrücken, die zu erhöhtem Wärmeverlust führen und zu Schimmelbildung führen können.
Die genauen technischen Details der energetischen Maßnahmen, wie Dämmstärken, Materialien oder U-Werte, sind in den vorliegenden Quellen nicht vollständig genannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Maßnahmen den aktuellen energetischen Vorschriften und Standards entsprechen.
Fazit
Die Modernisierung der Stadthalle Clausthal-Zellerfeld erfolgt in zwei Phasen, die beide wichtige Aspekte der Gebäudeinstandsetzung abdecken. Die bereits abgeschlossene Sanierung der Beleuchtungssysteme hat die technische Infrastruktur des Gebäudes auf den aktuellen Stand gebracht und dabei von Fördermitteln des Bundes profitiert. Die geplante energetische Sanierung wird das Gebäude energetisch deutlich verbessern und seine Zukunftsfähigkeit sichern.
Die Sanierung der Beleuchtungssysteme zeigt, wie gezielte Modernisierungsmaßnahmen nicht nur die Funktionalität verbessern, sondern auch Energie einsparen können. Die Kosten von 70.000 Euro, von denen ein erheblicher Teil durch Fördermittel gedeckt wurde, stehen im Verhältnis zu den langfristigen Vorteilen durch niedrigere Betriebskosten und verbesserte Lichtqualität.
Die geplante energetische Sanierung ist umfassender und wird die baulische Substanz des Gebäudes grundlegend verbessern. Durch den Austausch der Fassade, die Modernisierung der Fenster und die Verbesserung der Dämmung wird der Energieverlust des Gebäudes signifikant reduziert. Die Maßnahmen werden nicht nur die Betriebskosten senken, sondern auch das Komfortgefühl für die Nutzer verbessern.
Die Finanzierung durch das Kommunalen Investitions-Programm (KIP) ermöglicht der Stadt Clausthal-Zellerfeld, diese notwendigen Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen, die sie allein möglicherweise nicht hätte stemmen können. Die geplante Sperrzeit von drei Monaten im Sommer ist ein notwendiger Kompromiss, um die Sanierung ohne ständige Unterbrechungen durchführen zu können.
Die Modernisierung der Stadthalle ist ein wichtiges Signal für den Erhalt öffentlicher Gebäude und zeigt, dass auch kleinere Kommunen in die energetische Modernisierung ihrer Infrastruktur investieren. Die Maßnahmen werden nicht nur die Stadthalle für die nächsten Jahrzehnte fit machen, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.