Die Instandsetzung von alten Türen, insbesondere von Haustüren, stellt eine zentrale Herausforderung im Bereich der Innenraumgestaltung und Altbausanierung dar. Besonders im Falle von Holzhaustüren, die durch jahrelangen Außen- und Innenbelag Schäden davontragen, steigt die Frage nach einer kostengünstigen und nachhaltigen Lösung. Die Firma Portas wirbt mit einem sogenannten „Renovierungs-System“, das im Prinzip eine Instandsetzung ohne kompletten Austausch ermöglichen soll. In diesem Artikel wird auf Basis der bereitgestellten Quellen eine umfassende Bewertung der Portas-Türenrenovierung vorgenommen. Es wird geprüft, wie das Verfahren funktioniert, welche Vor- und Nachteile es aufweist, wie es im Alltag eingesetzt wird und ob es sich tatsächlich lohnt, im Sinne einer nachhaltigen Sanierung über den Neukauf von Türen hinauszugehen. Ziel ist es, eine fundierte Empfehlung für Heimwerker, Bauherren und Sanierungsexperten zu geben.
Das Portas-Verfahren: Wie funktioniert die Türenrenovierung?
Das von Portas vertriebene Renovierungs-Verfahren setzt auf eine sogenannte „Systemrenovierung“, die darauf abzielt, alten Türen und Türrahmen ein neues, modernes Erscheinungsbild zu verleihen, ohne die gesamte Tür ausbauen oder gar ersetzen zu müssen. Laut den Quellen erfolgt der gesamte Prozess innerhalb eines Tages und ist damit äußerst zeitsparend. Die zentrale Vorgehensweise lautet: Die Türen werden am Vortag oder am Vormittag abgeholt, in einer hauseigenen Werkstatt oder bei einem ausgewiesenen Fachbetrieb fachgerecht renoviert und am selben Tag erneut geliefert. Dieser Vorgang ist somit ein sogenannter „Austausch- und Lieferservice“ im Sinne eines Lieferservices vor Ort.
Das Verfahren setzt sich aus mehreren Schritten zusammen. Zunächst wird die alte Tür entnommen und in die Werkstatt gelangen. Dort erfolgt die fachmännische Bearbeitung der Holz- und Oberflächenstruktur. Die Kernarbeiten umfassen das Entgraten der alten Oberfläche, das Ausbessern von Macken, Kratzern und Rissen, das Anstreichen mit einer speziellen Untergrundgrundierung und schließlich das Aufbringen einer neuen, strapazierfähigen Oberfläche. Besonders hervorgehoben wird dabei, dass die Endoberfläche dauerhaft pflegeleicht ist und keine erneute Lackierung notwendig ist. Die neuen Türen sollen somit nach der Renovierung wie neu aussehen und gleichzeitig die Langlebigkeit der ursprünglichen Holzkonstruktion erhalten.
Besonders hervorgehoben wird bei den Quellen, dass sowohl Innen- als auch Haustüren mit dem Portas-Verfahren renoviert werden können. Auch bei der Haustüren-Renovierung wird auf die hohe Qualität und Haltbarkeit der Oberflächen geachtet. So wird beispielsweise auf eine besondere Strukturoberfläche hingewiesen, die einerseits eine edle Optik verleiht, andererseits Schmutz und Verschmutzungen reduziert. Dieses Merkmal ist insbesondere bei Außen- und Eingangstüren von Bedeutung, da diese der Witterung, Sonneneinwirkung und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind. Zudem wird eine große Auswahl an Gestaltungsoptionen angeboten: Ob modern, klassisch, im Landhaus- oder Landhausstil, ob mit oder ohne Lichtausschnitt, in verschiedenen Holzoptiken oder in pulverbeschichtetem Aluminium – das Portas-System soll auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt sein. Dieses Angebot wird insbesondere für bestehende Türen empfohlen, die noch funktionsfähig, aber optisch veraltet sind.
Darüber hinaus wird in den Quellen betont, dass das Verfahren vollständig baustellenfrei ist. Es entstehen somit weder Stemm- noch Mauerarbeiten, was den Aufwand für die Mieter und Eigentümer erheblich senkt. Die komplette Arbeit erfolgt außerhalb des Wohnraums, entweder in der Werkstatt oder durch einen Fachbetrieb, der direkt vor Ort tätig ist. Dadurch entsteht weder Lärm noch Schmutz im Innenraum. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber einer kompletten Neugestaltung, bei der häufig mehrere Tage der Bauarbeiten nötig sind.
Die Fertigstellung erfolgt nach Angaben der Quellen innerhalb von 24 Stunden. Die Kundin aus Quelle 6 berichtet, dass die komplette Renovierung der Türen und Zargen innerhalb weniger Tage abgeschlossen wurde. Der Vorgang ist somit ideal für Mieter, die innerhalb einer kurzen Frist eine deutliche Verbesserung des Erscheinungsbildes der Wohnung oder des Hauses erreichen wollen, ohne sich über längere Baustellenzeiten zu ärgern.
Technische Leistungsmerkmale und Gestaltungsvielfalt
Die Portas-Türenrenovierung setzt auf mehrere technische Verfahren, um eine dauerhafte und optisch ansprechende Oberfläche zu erzielen. Laut den bereitgestellten Quellen wird das Verfahren insbesondere für den Innenbereich sowie für Außenbereiche eingesetzt. Besonders hervorgehoben wird dabei die Verwendung von hochwertigen, witterungsbeständigen Werkstoffen, die insbesondere bei Haustüren von Bedeutung sind. So wird beispielsweise auf die Verwendung von pulverbeschichtetem Aluminium hingewiesen, das sowohl eine hohe Haltbarkeit als auch eine edle Optik verleiht. Auch bei der Gestaltung von Türen mit Lichtausschnitt wird auf eine sichere und optisch ansprechende Gestaltung hingewiesen.
Die Farboptionen reichen von modernen, metallischen Oberflächen bis hin zu klassischen Holzoptiken. Die Verwendung von Holz- und Holzoptik-Designs ermöglicht eine nahtlose Integration in bestehende Innenräume, insbesondere solche, die in einem Landhaus-, klassischen oder modernen Design gestaltet sind. So wird beispielsweise von der Verwendung von Ahorn- oder Mahagoni-Optiken berichtet, die den Charme von Naturholz vermitteln, aber aufgrund der beschichteten Oberfläche pflegeleichter sind. Dies ist insbesondere für Räume mit hoher Beanspruchung, wie Fluren, Treppen, oder Flächen mit hohem Besucherstrom, von Vorteil.
Ein besonderes Merkmal ist zudem die hohe Lebensdauer der Oberfläche. Da es sich um eine strukturierte Oberfläche handelt, wird angegeben, dass sie weniger anfällig für Schlieren, Kratzer und Verschmutzungen ist. Dieses Merkmal ist besonders für Haustüren von Bedeutung, da sie häufiger als Innen- oder Flurtüren genutzt werden und somit ständiger Belastung ausgesetzt sind. Zudem wird betont, dass die Oberfläche dauerhaft pflegeleicht ist und keiner Neuanstrich notwendig ist. Dies ist ein entscheidender Punkt, da viele alte Türen durch ständige Pflege und Lackierung an Boden verlieren und dadurch ihre Optik verlieren.
Die Gestaltungsvielfalt erstreckt sich darüber hinaus auch auf die Verwendung von Beschlägen und Zusatzeinbauten. So wird beispielsweise auf die Kombination von edlen Beschlägen und einem Sicherheitspaket hingewiesen. Diese Kombination sorgt nicht nur für ein optisch anspruchsvolles Erscheinungsbild, sondern auch für eine höhere Sicherheit. Besonders bei Haustüren ist dies von Bedeutung, da die Kriminalität in Deutschland weiterhin ein großes Thema ist. So wird in Quelle 7 berichtet, dass die Kriminalpolizei in Deutschland täglich etwa 600 Einbruchdiebstähle verzeichnet, von denen vier von zehn durch schlecht gesicherte Haustüren erfolgen. Eine Portas-Renovierung soll hier Abhilfe schaffen, da die neuen Türen nicht nur optisch, sondern auch fachlich den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen.
Zusätzlich zu den Türen werden auch andere Bauteile wie Fenster, Treppen, Decken und Küchenfronten mit dem Portas-Verfahren modernisiert. So wird in Quelle 4 ausführlich auf die Renovierung von Fenstern, Treppen und Decken eingegangen. Auch hierbei wird auf eine schnelle, baustellenfreie Lösung hingewiesen. So kann beispielsweise eine alte Holztreppe durch die Anbringung neuer Treppenstufen und -wangen sowie einer neuen Bodenplatte und eines neuen Geländern auf Vordermann gebracht werden. Die Deckenverkleidung kann durch maßgefertigte Spanndecken ersetzt werden, die sich nahtlos in die Beleuchtungssteuerung integrieren lassen. Auch Küchenfronten können ausgetauscht werden, was insbesondere bei der Modernisierung alter Küchen von Bedeutung ist.
Kundenerfahrungen und Stellungnahme zu Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Kundenmeinungen zu Portas-Verfahren sind widersprüchlich und reichen von ausgesprochen positiv bis hin zu massiven Beschwerden. In Quelle 1 wird ein Fall geschildert, der als „eine einzige Katastrophe“ bezeichnet wird. Ein Nutzer berichtet, dass er im August 2009 eine Haustür über Portas in Siegburg renovieren lassen habe. Laut seiner Angabe habe die Tür danach stets Probleme mit dem Schließen und es ziehe ein. Diese Mängel se seien bereits an die Geschäftsleitung gemeldet worden, seien jedoch nicht ausreichend wahrgenommen worden. Besonders betont wird, dass das Unternehmen bereits vor Ort 100 Prozent des Betrags abgehandelt habe, was eine spätere Inanspruchnahme der Garantie erschwere.
Der Nutzer empfiehlt daher grundsätzlich, aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses auf eine Neukauftür im Baumarkt zu setzen. Er gibt an, dass solche Türen mittlerweile deutlich günstiger seien und zudem eine Garantie biete. Zudem seien sie in allen gängigen Holzarten und Farben erhältlich. Damit wird ein klares Urteil abgegeben: Der Nutzer empfiehlt die klassische Variante des Neukaufs gegenüber dem Renovierungsansatz.
Aber auch positive Erfahrungen gibt es. So berichtet ein Nutzer aus Quelle 6, dass die Türen und Zargen erneuert wurden und der Boden während der Arbeiten keinerlei Beschädigungen davongetragen habe. Dies ist ein wichtiger Punkt, da bei Sanierungsarbeiten oft der Boden Schaden nimmt. In derselben Diskussion wird jedoch auch kritisiert, dass die Kosten für ein solches Verfahren sehr hoch seien. Ein Nutzer vergleicht es mit der Renovierung einer Treppe über dasselbe Unternehmen und meint: „Ich muss zugeben, dass ich von den Preisen richtig geschockt war.“
Diese widersprüchlichen Berichte legen nahe, dass die Qualität der Leistung stark vom jeweiligen Ansprechpartner oder der vor Ort tätigen Werkstatt abhängt. Es gibt Hinweise darauf, dass Portas über ein Netzwerk regionaler Fachbetriebe verfügt, die entweder direkt über das Portas-System arbeiten oder im Auftrag tätig sind. So wird in Quelle 5 von einem Fachbetrieb in Ostrau gesprochen, der seit über 40 Jahren tätig ist und das komplette Portas-Programm anbietet. Auch in Quelle 4 wird von einem Fachbetrieb in Siegburg gesprochen, der ebenfalls über die Portas-Partner-Struktur verfügt. Diese Vernetzung könnte bedeuten, dass die Qualität der Arbeit stark von der Kompetenz des örtlichen Betriebs abhängt.
Ein weiterer Punkt ist die Inanspruchnahme von Garantien. Während bei einem Neukauf im Baumarkt eine Garantie oft selbstverständlich ist, ist dies bei einer Renovierung über ein Drittanbieter-Unternehmen nicht immer der Fall. Die Kundenmeinung aus Quelle 1 zeigt, dass gerade Mängel, die nach der Installation auftreten, schwerer einzukreisen sind, wenn die Garantie nicht ausreicht oder die Reklamationsstelle nicht regelechtlich tätig wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Portas-Türenrenovierung zwar ein attraktives Konzept darstellt, aber die Qualität der Arbeit stark vom jeweiligen Fachbetrieb abhängt. Besonders bei der Entscheidung für eine solche Maßnahme ist also Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, mehrere Angebote einzholen und gegebenenfalls auf den Ruf des Unternehmens zu achten.
Portas im Gesamtkonzept: Von Türen über Fenster bis zu Treppen und Küchen
Portas ist nicht nur auf die Renovierung von Türen beschränkt, sondern bietet ein umfassendes Modernisierungskonzept, das sich über verschiedene Baubereiche erstreckt. Laut den Quellen wird von Portas beispielsweise auch die Renovierung von Fenstern, Treppen, Küchen und Decken angeboten. So lässt sich beispielsweise ein altes Holzfenster durch die sogenannte „PORTAS-Fensterrenovierung“ in ein hochwertiges Holz-Aluminium-Fenster verwandeln. Dies ist insbesondere bei alten Häusern von Bedeutung, bei denen die Dämmwerte von alten Fenstern oft schlechter sind als bei modernen Bauteilen.
Ähnlich verhält es sich bei der Küchenmodernisierung. Laut Quelle 4 wird hierbei die Front der alten Küchenfronten durch neue ersetzt. Dieser Ansatz ist kostengünstiger als ein kompletter Austausch der gesamten Küche und ermöglicht es, dass die ursprüngliche Massivbauweise erhalten bleibt. Dies ist insbesondere bei alten, denkmalgeschützten Häusern von Bedeutung, da hier oft nur ein Austausch der Fronten erlaubt ist. Zudem wird die neue Front den individuellen Bedürfnissen angepasst – ob Farbe, Material oder Form.
Auch die Sanierung von Treppen wird von Portas angeboten. So kann eine alte Holztreppe durch die Anbringung neuer Treppenstufen, Wangen und ggf. eines neuen Geländern auf Vordermann gebracht werden. In einigen Fällen wird auch auf eine Beschichtung der Wange mit dem gleichen Material wie die Stufen geachtet. Dieser Ansatz ist besonders sinnvoll, da alte Treppen oft sehr belastet werden und Schäden aufweisen. Durch die Portas-Methode wird dennoch eine optisch ansprechende und denkmalwürdige Lösung gefunden.
Die Deckenmodernisierung ist ebenfalls ein Bestandteil des Portas-Angebots. Hierbei werden sogenannte „maßgefertigte Spanndecken“ angeboten, die sich in die Beleuchtung integrieren lassen. Dies ist insbesondere in Räumen mit hohem Lichtbedarf von Vorteil. Auch hierbei wird auf eine schnelle und baustellenfreie Lösung geachtet.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Portas ein umfassendes System zur Modernisierung von Innenräumen anbietet. Es ist also nicht nur auf Türen beschränkt, sondern bietet eine umfassende Lösung für den gesamten Innenbereich.
Fazit
Die Portas-Türenrenovierung bietet ein attraktives Konzept für die Sanierung von alten Türen, insbesondere von Haustüren. Das Verfahren ist innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen, baustellenfrei und ohne Lärm und Schmutz. Es ermöglicht eine dauerhafte Oberflächenverbesserung, die pflegeleicht und widerstandsfähig ist. Die Gestaltungsvielfalt reicht von modernen bis zu klassischen Optiken, wobei auch eine hohe Sicherheit und Witterungsbeständigkeit gewährleistet werden kann.
Allerdings gibt es auch gravierende Kritikpunkte. So berichtet ein Nutzer aus Quelle 1 von einer „einzigen Katastrophe“: Die Tür schloss nach der Renovierung nicht mehr korrekt und es zog ein. Zudem seien Mängel nicht ausreichend behoben worden, da die Zahlung bereits vor Ort erfolgt sei. Dies legt nahe, dass die Qualität stark vom einzelnen Fachbetrieb abhängt. Auch die Preise seien im Vergleich zum Neukauf im Baumarkt extrem hoch, was zu erheblichen Kosten führen kann.
Dennoch: Für jene, die eine denkmalwürdige, alte Tür erhalten und lediglich ihr Erscheinungsbild modernisieren wollen, ist Portas eine sinnvolle und nachhaltige Alternative. Besonders bei hohen Ansprüchen an die Optik und bei fehlenden Baustellenengpässen ist es eine lohnenswerte Investition. Allerdings ist eine sorgfältige Auswahl des Anbieters und die Einholung mehrerer Angebote unumgänglich.
Quellen
- GuteFrage - Hat jemand über die Firma Portas schon mal eine Haustür renovieren lassen? Erfahrungen
- Portas - Türenrenovierung
- Parents - Portas-Türenrenovierung
- AllesRegional - Portas-Fachbetrieb Armin Oberhofer
- LVZ - Portas-Fachbetrieb Joachim Herzog
- Urbia - Türzargen renovieren Portas
- Paul Luehr - Portas Türen und Türenrenovierungen