Tom Hanks und die Baufalle: Was Heimwerker von „Geschenkt ist noch zu teuer“ lernen können

Die Geschichte von Walter Fielding und Anna, die mit gutem Willen und einem Haufen Enthusiasmus ein altes, scheinbar günstiges Haus erwerben, um darin ihr gemeinsames Leben zu beginnen, ist weniger eine Erzählung über die Traumwohnung, sondern vielmehr ein lakonisches Plädoyer für Vorsicht im Heimwerkeralltag. In der Komödie „Geschenkt ist noch zu teuer“ (1986) wird der Alltag eines jungen Paares, das sich auf den Weg macht, ein Zuhause zu gestalten, auf die Pointe gebracht, dass bei jeder Baumaßnahme, die im Sinne von „das schaffe ich allein“ beginnt, die Wahrscheinlichkeit, dass es schiefgeht, nahezu 100 Prozent beträgt. Die Handlung, die auf der Grundlage von Ereignissen in der Realität und der physischen Realität des Altbauseinsatzes aufgebaut ist, ist nicht nur eine humorvolle Auseinandersetzung mit dem Baugeröchle, sondern auch eine pointierte Aufforderung an alle, die an einer Renovierung arbeiten, ihre Vorbereitungen ernst zu nehmen.

Die Handlung beginnt mit der Beziehung von Walter (gespielt von Tom Hanks) und Anna (gespielt von Shelley Long). Beide sind auf der Suche nach einer Bleibe, die sie mit ihrem Einkommen tragen können. Walter leidet unter den finanziellen Folgen eines Vaters, der das Elternhaus verlassen hat und offene Rechnungen hinterlassen hat. Als ihnen ein preiswertes, aber scheinbar makelloses Landhaus in einer ruhigen Waldgegend angeboten wird, ergreifen sie die Gelegenheit, ohne lange zu überlegen, und unterschreiben den Kaufvertrag. Doch bereits kurz nach dem Einzug zeigt sich, dass es sich um eine totale Baubrüchigkeit handelt, die von den ersten Handgriffen an spürbar wird.

Die ersten Anzeichen einer maroden Baustelle sind in der Handlung deutlich sichtbar: Verrostete Wasserleitungen, die beim ersten Öffnen der Hahngriffe Wasser in alle Ecken der Wohnung verteilen, die Decken, die in sich zusammenfallen, und die Treppe, die in einem einzigen Moment zusammenbricht, als Walter versucht, sie zu sichern. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der die Eingangstür mit ihrem gesamten Türrahmen aus der Wand reißt – ein Vorgang, der weniger durch mangelhafte Baumängel, sondern durch fehlende fachgerechte Planung und fehlende Kenntnisse über Bauphysik erklärt wird. Auch der Versuch, die Küchenbeleuchtung zu reparieren, führt zu einer Eskalation: Der Backofen explodiert, und der Truthahn fliegt durch das Fenster, was die Situation in eine komödienhafte, aber dennoch realitätsnahe Skizze einer fehlgeleiteten Heimwerkeraktion verwandelt.

Diese Szenen sind nicht nur humorvoll, sondern enthalten eine tiefgründige Botschaft: Jede Baumaßnahme, die ohne fundiertes Wissen und fachgerechte Vorbereitung durchgeführt wird, kann zu erheblichen Schäden führen. Die Komödie zeigt, wie schnell ein „kleiner Schönheitsfehler“ zu einem gesamten Bauteil werden kann, das ersetzt werden muss. So wird beispielsweise die Treppe, die in der ursprünglichen Bauweise als massiv und tragfähig gedacht war, bei der fachmännischen Betrachtung als mangelhaftes Material mit mangelhaften Verbindungen entlarvt. Die Folge: Beim Versuch, sie zu sichern, stürzt sie zusammen, da das Fundament nicht ausreicht, um die Last zu tragen. In der Realität bedeutet das: Ohne fachgerechte Baugenehmigungen, ohne fachkundige Beratung und ohne die Einhaltung von Baugesetzen kann jede Maßnahme zu erheblichen Schäden und Folgekosten führen.

Besonders eindrücklich ist zudem die Darstellung der Beziehung von Walter und Anna. Ihre Liebe, die zunächst von der Vorfreude auf ein gemeinsames Zuhause geprägt ist, gerät unter Druck, als die Baustelle immer mehr an ihre Grenzen stößt. Jeder neue Schaden, jedes neue Chaos, das auftritt, belastet ihre Beziehung. Die Spannung steigert sich, da beide versuchen, gemeinsam mitzumachen, aber nicht wissen, wie sie vorgehen sollen. Dies zeigt eindrücklich, dass eine Renovierung nicht nur physische, sondern auch emotionale Belastung ist. Die Komödie macht damit deutlich, dass bei der Gestaltung eines Eigenheims mehr als nur handwerkliches Können notwendig ist – es ist auch Kommunikation, Geduld und die Fähigkeit, zu teilen, was man nicht kann.

Die Aussage der Komödie, dass „Geschenkt ist noch zu teuer“ sein kann, trifft auch auf die Bauphysik zu: Was anfangs als günstiges Schnäppchen erscheint, erweist sich später als teuerer Albtraum. Die Bauherren müssen sich stets fragen: „Ist das, was ich sehe, wirklich das, was ich bekomme?“ In der Realität bedeutet das: Eine fachliche Begutachtung vor dem Kauf ist unverzichtbar. Ohne eine umfassende Prüfung der Bauteile wie Dach, Dämmung, Dachgeschoss, Fundament, Fassade und Innenraumgestaltung kann man schnell in eine teure Falle geraten. Besonders auffällig ist in der Handlung, dass der Kaufpreis zwar niedrig ist, aber die Folgekosten für die Sanierung weit über dem Kurs liegen.

Besonders auffällig ist zudem die Darstellung der Handwerker. Die Charaktere derer, die die Arbeiten durchführen sollen, sind entweder faul, unfähig oder stellen die Aufträge nicht sauber um. Dies ist in der Realität kein Fremdwort, sondern ein alltägliches Phänomen. Viele Bauherren berichten von Handwerkerfirmen, die ihre Arbeit nicht fachgerecht erledigen, wodurch Folgekosten entstehen. In der Komödie wird dies überzogen dargestellt: Der Dachdecker taucht nicht auf, der Elektriker verlegt die Leitungen falsch, der Tischler arbeitet mit billigen Materialien. Doch gerade deshalb ist die Botschaft klar: Auch, wenn man einen günstigen Preis zahlt, kann die Gesamtkostenrechnung sehr hoch sein, wenn man nicht auf Qualität achtet.

Die Darstellung der Handwerker ist zudem ein Hinweis auf eine weitere, oft unterschätzte Herausforderung: Die Komplexität der Baumaßnahmen. In der Realität ist es unmöglich, alleine die komplette Sanierung eines Hauses durchzuführen. Jede Maßnahme erfordert Fachwissen, Materialkenntnisse, Kenntnisse über Baugesetze, Brandschutz, Schallschutz und Energieeffizienz. Ohne fundiertes Wissen und fachliche Beratung ist die Gefahr von Fehlern hoch. Die Komödie zeigt dies durch die ständigen Fehler, die Walter begeht: Er versucht, eine Treppe zu sichern, ohne zu wissen, dass das Fundament bröckelt. Er versucht, eine elektrische Leitung zu verlegen, ohne zu wissen, dass sie überlastet wird. Jeder Schritt, den er unüberlegt unternimmt, führt zu einem neuen Schaden.

Die Botschaft der Komödie ist klar: Wer ein Haus umbaut, muss mit Vorsicht und Vorbereitung beginnen. Ohne Baugenehmigung, ohne Planung, ohne fachliche Beratung und ohne Berücksichtigung von Baugesetzen kann eine Sanierung schnell zu einem Fiasko werden. Die Komödie zeigt dies am Beispiel von Walter und Anna: Beide wollen ihr Zuhause retten, aber sie tun es ohne Planung, ohne fachliches Wissen und ohne Beratung. Die Folge: Jeder Versuch, etwas zu verbessern, führt zu neuem Schaden.

Ein weiterer Punkt, der in der Komödie deutlich wird, ist die emotionale Belastung, die durch eine Baumaßnahme entsteht. Die Beziehung von Walter und Anna leidet unter der ständigen Unsicherheit, dem Stress, dem Druck, dem Geld zu fehlen, dem ständigen Schaden, dem sie begegnen. In der Realität ist das genauso: Viele Bauherren berichten von Spannungen in der Ehe, wenn die Sanierung nicht reibungslos läuft. Deshalb ist es wichtig, dass sowohl der Bauleiter als auch der Bauherr bereit sind, die Verantwortung zu teilen, und dass beide bereit sind, sich aufzuteilen, wenn es um Entscheidungen geht.

Insgesamt zeigt die Komödie „Geschenkt ist noch zu teuer“ eindrücklich, dass eine Sanierung eines Hauses eine große Herausforderung ist, die nicht unterschätzt werden darf. Die Komödie zeigt, dass jeder Schritt, der ohne Planung, ohne fachliches Wissen und ohne Beratung unternommen wird, zu Schäden führen kann. Die Botschaft der Komödie ist klar: Weniger ist manchmal mehr. Und Vorsicht ist die größte Stärke.

Quellen

  1. Geschenkt ist noch zu teuer – Filmstart
  2. Geschenkt ist noch zu teuer – MoviePilot
  3. Geschenkt ist noch zu teuer – bluray-disc.de
  4. Geschenkt ist noch zu teuer – Frankfurt-Tipp
  5. Tom Hanks – Passion: Das Seehundlachen

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