Die Renovierung einer Wohnung ist ein vielschichtiges Unterfangen, das von der Art der Maßnahmen, dem baulichen Zustand, dem Umfang der Vorarbeiten und der verfügbaren Arbeitskraft abhängt. Insbesondere die Frage, wie lange eine Renovierung dauert, ist für viele Mieter und Eigentümer von zentraler Bedeutung, um den Zeitbedarf einzuschätzen und gegebenenfalls einen Terminplan zu erstellen. Die vorliegenden Quellen liefern wertvolle Informationen zu Zeiträumen, Kosten und dem Umfang von Renovierungsmaßnahmen. Diese Zusammenfassung berücksichtigt ausschließlich die in den Quellen enthaltenen Daten und bewertet deren Quellenlage kritisch, um eine fundierte und sachgerechte Darstellung zu liefern.
Die Quellen weisen eine hohe Übereinstimmung bezüglich einiger zentraler Aussagen auf: Die Dauer einer Renovierung hängt stark vom Umfang ab, wobei der Anstrich von Innenwänden als Standardmaßnahme gelten kann. Laut einer Quelle beträgt die Dauer für ein Malerarbeiten-Team bei einer reinen Deckanstrich-Arbeit in einer 90 m² großen Wohnung durchschnittlich zwei Tage. Für eine umfassendere Renovierung, die beispielsweise das Abtragen von Tapeten, das Spachteln und Verputzen von Wänden und Decken sowie das Streichen umfasst, wird dagegen ein Zeitraum von bis zu einer Woche empfohlen – insbesondere bei Eigenleistung. Eine weitere Quelle bestätigt diese Einschätzung, indem sie vermerkt, dass bei reinem Streichen pro Raum ein Tag Zeit benötigt werden kann, wobei die letztgenannten Arbeiten meist etwas länger dauern. Besonders deutlich wird dies, wenn sich herausstellt, dass die ursprünglich geplanten Arbeiten an einer Stelle über den Umfang hinausgehen, wie zum Beispiel beim Nachweis einer notwendigen Instandsetzung der Decke oder eines feuchtigkeitsempfindlichen Untergrunds.
Die Kosten für die Renovierung sind ebenso stark regional unterschiedlich und hängen stark vom Umfang der Maßnahmen ab. Für eine reinen Deckanstrich- und Instandsetzungsleistung wird ein Gesamtpreis von ca. 360 Euro netto für 90 m² genannt. Dieser Betrag setzt den reinen Malerpreis pro Quadratmeter in Höhe von 3,80 bis 4,20 Euro voraus. Für umfangreichere Arbeiten wie die Sanierung von Innenwänden oder die Erneuerung des Bodenbelags steigen die Kosten deutlich an. Eine umfassende Sanierung, wie sie in der Baubegriffssprache als „Kernsanierung“ bezeichnet wird, kann nach einer Quelle zwischen 400 und 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Kleinere Maßnahmen wie der Austausch von Fenstern und Türen beginnen dagegen bereits bei etwa 5.000 Euro. Größere Maßnahmen wie die Dämmung der Fassade eines Hauses können bis zu 50.000 Euro oder mehr kosten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Kostenkalkulation eng mit dem Umfang der Arbeiten verknüpft ist.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einteilung der Begriffe „Renovierung“, „Sanierung“ und „Modernisierung“. Nach den Quellen ist Renovierung vor allem mit Schönheitsreparaturen und oberflächlichen Maßnahmen assoziiert, bei denen die Bausubstanz nicht verändert wird. Dazu zählen das Tapezieren, das Streichen und der Austausch von Bodenbelägen. Im Gegensatz dazu bezeichnet „Sanierung“ umfassendere Maßnahmen an der Bausubstanz, die oft mit erheblichen Baumaßnahmen verbunden sind. Modernisierung hingegen bezieht sich auf Maßnahmen, die den Wohnkomfort und die Energieeffizienz steigern, wie zum Beispiel die Erneuerung der Heizung, die Dämmung der Fassade oder die Verbesserung der Lüftungsanlage. Diese Begriffsunterscheidung ist wichtig, um den Umfang der Maßnahmen richtig einzustufen. Besonders hervorgehoben wird, dass die Modernisierung nicht nur den Wert der Immobilie steigern, sondern auch zu geringeren Energiekosten und einem geringeren CO₂-Ausstoß beitragen kann. Die Energieeffizienz ist somit ein zentraler Grund für eine Modernisierung.
Die Entscheidung, ob bei der Renovierung in der Wohnung geblieben werden kann oder ob eine vorübergehende Unterbringung notwendig ist, hängt ebenfalls vom Umfang der Maßnahmen ab. Bei kleineren Arbeiten, die wenig Staub und Lärm verursachen, ist dies in der Regel möglich. Bei umfangreicheren Arbeiten, die beispielsweise die Abdeckung von Böden, das Bohren von Wänden oder den Ausfall von Wasser- und Stromversorgung beinhalten, ist es ratsam, vorübergehend eine andere Unterkunft zu nutzen, um die Belastung durch Lärm und Staub zu vermeiden. Dies ist insbesondere bei der Instandsetzung von Innenwänden oder der Erneuerung von Böden relevant, da hierbei oft feuchtigkeitsempfindliche Materialien zum Einsatz kommen.
Ein besonderer Faktor ist die Eigenleistung. Laut einer Quelle dauert eine Eigenleistung bei einer 90 m² großen Wohnung etwa eine Woche, wobei der Zeitbedarf vor allem vom Arbeitseinsatz und der Erfahrung abhängt. Besonders zeitaufwändig ist es, wenn es zu unerwarteten Baustellenproblemen kommt, wie zum Beispiel dem Nachweis einer feuchten Wand oder der Notwendigkeit, die Decke neu zu verputzen. Diese Maßnahmen erhöhen den Zeitaufwand erheblich und können den ursprünglich geplanten Zeitraum überschreiten. Auch bei der Materialauswahl ist Vorsicht geboten: Eine geringe Qualität der Farbe kann dazu führen, dass ein zweimaliges Streichen nötig ist, was die Gesamtdauer deutlich erhöht. Um dies zu vermeiden, wird die Verwendung einer hochwertigen Farbe empfohlen, die oft schon bei einmaliger Anwendung ausreicht. Diese Empfehlung ist insbesondere für die Innenwände und Decken von Bedeutung, da hierbei die sichtbare Fläche besonders groß ist.
Die Entscheidung für einen Handwerker ist ebenfalls von Bedeutung. Eine sichere Empfehlung lautet, mehrere Angebote einzholen – mindestens drei bis fünf – um den besten Preis-Leistungs-Preis zu finden. Besonders im Winter, wenn die Nachfrage nach Malerleistungen geringer ist, fallen die Preise oft günstiger aus, da die Handwerker ihre Aufträge suchen. Zudem ist es ratsam, auf die Qualität der Farbe zu achten. Eine hohe Qualität der Farbe sichert eine gleichmäßige Abdeckung, eine bessere Haltbarkeit und geringere Farbmengen pro Quadratmeter. Die Kosten für einen Eimer Farbe mit 15 Litern liegen zwischen 50 und 70 Euro, was bei einer Fläche von 90 m² ausreicht, um eine Fläche von 90 m² mit zwei Deckeschichten zu streichen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Dauer einer Renovierung stark von den einzelnen Maßnahmen abhängt. Für eine einfache Streicharbeiten mit Instandsetzung der Wände und Decken wird eine Dauer von 2 bis 3 Tagen empfohlen, wobei die Eigenleistung mit bis zu einer Woche rechnen muss. Die Kosten für eine solche Maßnahme liegen bei etwa 360 Euro netto. Für umfassendere Maßnahmen wie die Erneuerung des Bodenbelags, die Sanierung von Wänden oder die Erneuerung von Bade- und Küchenräumen steigen die Kosten deutlich an. Hierbei ist eine genaue Abstimmung mit dem Handwerker notwendig, um einen umfassenden Zeitplan zu erstellen. Besonders wichtig ist zudem die Einteilung der Begriffe, da „Renovierung“ im engeren Sinne nur Schönheitsreparaturen beinhaltet, während „Sanierung“ und „Modernisierung“ umfassendere Maßnahmen beinhalten, die den Wert der Immobilie steigern und den Wohnkomfort verbessern.
Die Entscheidung für oder gegen eine Eigenleistung hängt letztlich vom verfügbaren Zeitvolumen, den eigenen Fähigkeiten und der Bereitschaft ab, Risiken einzugehen, die beispielsweise durch mangelhafte Qualität oder fehlende Erfahrung entstehen können. Die Empfehlung, mehrere Angebote einzholen zu lassen, ist daher eine sinnvolle Maßnahme, um sowohl den Preis als auch die Qualität der Leistung abzusichern.
Fazit
Die Dauer einer Renovierung einer Wohnung ist stark abhängig von der Art und dem Umfang der Maßnahmen. Für einfache Innenstreichen mit geringen Instandsetzungen beträgt die Dauer ca. 2 bis 3 Tage, wenn ein Handwerker beauftragt wird. Bei Eigenleistung kann die Dauer bis zu einer Woche betragen, insbesondere wenn unerwartete Baustellenprobleme wie feuchte Wände oder notwendige Neuspachtelarbeiten auftreten. Die Kosten für eine solche Maßnahme liegen bei etwa 360 Euro netto für 90 m². Für umfassendere Arbeiten wie die Sanierung von Böden, Wänden oder die Erneuerung von Bade- und Küchenräumen steigen die Kosten deutlich an. Die Kosten für eine Kernsanierung können bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter betragen. Es ist ratsam, mehrere Angebote einzholen zu lassen, um den besten Preis-Leistungs-Preis zu sichern. Zudem ist die Einteilung der Begriffe „Renovierung“, „Sanierung“ und „Modernisierung“ wichtig, um den Umfang der Maßnahmen richtig einzustufen. Letztendlich lohnt sich eine Renovierung, da sie sowohl den Wohnkomfort als auch die Energieeffizienz steigern und somit langfristig Kosten senken kann.
Quellen
- GuteFrage.net – Wohnung renovieren: Zeitaufwand
- NMDienstleistungen – Renovierungen in Mülheim an der Ruhr
- Maler-Verband – Wohnung renovieren: Planung ist alles
- Ratgeber Blau-Arbeit – Renovierungstipps für Auftraggeber
- Commerzbank – Baufinanzierung: Renovierungskosten für Haus und Wohnung
- Sparkasse – Modernisierungskosten für Immobilien