QuickTherm Trockenbau-Wandheizung: Effiziente Sanierungslösung für Zuhause

Die Modernisierung von Bestandsimmobilien stellt Eigentümer und Handwerker vor die Herausforderung, Heizsysteme nachzurüsten, ohne die Bausubstanz zu gefährden oder wertvolle Altbaudielen zu entfernen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Flächenheizsysteme im Trockenbauverfahren zunehmend an Bedeutung. Ein Anbieter, der sich auf diesen Bereich spezialisiert hat, ist QuickTec mit seinem System QuickTherm. Dieser Artikel beleuchtet die technischen Eigenschaften, Montagemöglichkeiten und energetischen Vorteile dieses Wandheizsystems, basierend auf den vorliegenden Herstellerangaben.

Einführung: Das Prinzip der Wandheizung im Trockenbau

Wandheizungen funktionieren nach dem Prinzip der Flächenheizung. Anders als bei konventionellen Heizkörpern, die Luft konvektiv erwärmen und zirkulieren lassen, geben Heizflächen in Wänden oder Böden Wärme primär durch Strahlung ab. Dies führt zu einem als besonders angenehm empfundenen Raumklima und vermeidet die Aufwirbelung von Hausstaub. Das System QuickTherm nutzt diesen Effekt und kombiniert ihn mit den Vorteilen des Trockenbaus. Es handelt sich um ein vorgefertigtes System, das eine nachträgliche Installation ermöglicht, ohne dass Wände abgebrochen oder aufwendig verputzt werden müssen.

Besonders relevant ist diese Technologie für die Sanierung von Altbauten. Oft sind hier wertvolle Parkettböden vorhanden, deren Erhaltung bei einer Fußbodenheizung oft kompromissbedingt gefährdet wäre. Eine Wandheizung bietet hier eine Alternative, die den Boden unberührt lässt. Zudem sprechen die geringe Einbauhöhe und die Möglichkeit, die Räume während der Montage bewohnbar zu halten, für diese Lösung.

Technisches System und Aufbau

Das QuickTherm-System basiert auf modularen Heizelementen, die speziell für die Wandmontage konzipiert wurden. Der Kern des Systems sind gedämmte Elemente, die in der Regel aus Styropor (EPS) mit einer Wärmeleitgruppe von 035 bestehen. Diese Dämmung ist essenziell, um sicherzustellen, dass die Wärme auch in Richtung des Raumes und nicht in die dahinterliegende Wand abgegeben wird.

Ein entscheidendes Merkmal der Heizelemente ist die vordefinierte Verlegung der Rohrkanäle. Laut den Informationen beträgt der Abstand zwischen den Rohren 166 mm. Diese feste Geometrie entfällt ein aufwendiges Messen während der Montage. Die Form der Kanäle ist als Omega ausgebildet. Diese Wannenform dient dazu, das Mehrschichtverbundrohr automatisch zu fixieren, sobald es eingelegt wird. Dadurch werden zusätzliche Klammern oder Tackerarbeiten überflüssig, was die Verlegegeschwindigkeit erhöht.

Die Oberfläche der Heizelemente ist mit einer vollflächigen Aluminiumbeschichtung versehen. Aluminium zeichnet sich durch eine hohe Wärmeleitfähigkeit aus. Diese Schicht sorgt dafür, dass die im Rohr zirkulierende Wärme gleichmäßig über die gesamte Plattenfläche an den Raum abgegeben wird. Dies führt zu einer schnellen Aufheizphase und einer hohen Effizienz.

Varianten der Ausführung: GreenLine und Heizfolien

Neben dem Standard-System scheint es auch eine Variante namens „GreenLine“ zu geben. Diese wird als ökologische Wandheizung und -kühlung beschrieben. Ein Unterschied liegt in der Dämmung: GreenLine nutzt eine 30 mm starke Dämmung aus Holzfaser. Holzfaserdämmung gilt als nachhaltiger Baustoff und bietet gute Dämmeigenschaften. Das System ist laut Angaben sowohl für Putzsysteme als auch für Trockenbau geeignet.

Eine weitere Variante sind Infrarot-Heizfolien. Diese sind deutlich dünner und werden elektrisch betrieben. Sie können als Vollheizung, Komfortheizung oder zum Feuchteschutz eingesetzt werden. Ein technisches Merkmal ist der Betrieb mit Niederspannung (36 V), was Sicherheitsvorteile bieten kann.

Montageverfahren: Schritt für Schritt

Die Installation des QuickTherm-Systems kann prinzipiell auf zwei Wegen erfolgen: als klassische Trockenbauvariante oder in Kombination mit Heizputz.

Variante 1: Trockenbau mit Konterlattung

Diese Methode ist laut Herstellerangaben besonders schnell. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:

  1. Montage der Konterlattung: Zunächst werden Holzlatten (typischerweise 50 x 30 mm) an der Wand befestigt. Diese Lattung dient als Unterkonstruktion.
  2. Einbau der Heizelemente: Die gedämmten Heizelemente werden zwischen den Latten der Unterkonstruktion montiert.
  3. Verlegung der Rohre: Das Mehrschichtverbundrohr (Nennweite 16 x 2,00 mm) wird in die vorgeformten Omega-Kanäle der Elemente eingelegt und durch die Formgebung fixiert.
  4. Verschraubung der Platten: Direkt im Anschluss können Trockenbauplatten, beispielsweise Gipsfaserplatten mit einer Stärke von 12,5 mm, auf die Konterlattung verschraubt werden.

Der Vorteil dieser Variante ist die Klarheit der Arbeitsschritte und die Möglichkeit, direkt nach der Verlegung der Heizung mit der Verkleidung fortzufahren.

Variante 2: Wandheizung mit Heizputz

Die zweite Möglichkeit ist die Montage ohne Konterlattung. Hierbei werden die Systemplatten direkt auf dem Untergrund verklebt. Anschließend erfolgt der Auftrag von Heizputz. Diese Variante ist vermutlich dann zu wählen, wenn eine vollflächige Verklebung gewünscht ist oder die Raumgeometrie keine Lattung zulässt.

Allgemeine Montagevorteile

Unabhängig von der gewählten Variante betont der Hersteller mehrere Vorteile: * Wohnbarkeit: Da es sich um ein Trockenbauverfahren handelt, entstehen kaum Schmutz und Staub. Die Räume können während der Arbeiten bewohnt bleiben. * Flexibilität: Die Systemplatten verfügen über Sollbruchstellen. Sie können somit einfach an unregelmäßige Wandformen oder Ecken angepasst werden. * Bodenbelag: Im Gegensatz zur Fußbodenheizung bleibt der bestehende Bodenbelag (z. B. Parkett) erhalten.

Energetische Aspekte und Effizienz

Ein wesentliches Argument für den Einbau einer Wandheizung ist der Energieverbrauch. Das System QuickTherm wird als Niedertemperatur-System beschrieben. Das bedeutet, dass die Heizung bereits mit relativ niedrigen Vorlauftemperaturen effizient arbeitet.

Die große Heizfläche – schließlich wärmt die gesamte Wandfläche statt nur eines kleinen Heizkörpers auf – ist der Schlüssel zu diesem Effekt. Da die Wärme großflächig abgegeben wird, reichen geringere Temperaturen aus, um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Dies senkt den Energieverbrauch.

Zudem wird die Kompatibilität mit modernen Wärmequellen hervorgehoben. Das System lässt sich laut Angaben wirtschaftlich mit Wärmepumpen und Solarenergie kombinieren. Diese Wärmequellen arbeiten am effizientesten, wenn sie mit Niedertemperatur-Systemen wie Flächenheizungen verbunden werden.

Hygiene und Raumklima

Die Art der Wärmeabgabe hat direkten Einfluss auf das Raumklima. Wandheizungen arbeiten primär mit Strahlungswärme. Dies unterscheidet sich von Heizkörpern, die die Luft aufheizen und diese durch den Raum zirkulieren lassen (Konvektion).

Die Strahlungswärme der QuickTherm-Wandheizung hat zwei positive Effekte: 1. Reduzierte Luftbewegung: Es entstehen kaum Luftzirkulationen. Das verhindert, dass Hausstaub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Dies kann für Allergiker einen großen Vorteil darstellen. 2. Schimmelprävention: Eine gleichmäßige Wärme an der Wandoberfläche verhindert das Auskühlen von Wandflächen. Kalte Wände sind der Hauptgrund für Schimmelbildung, da sich dort Feuchtigkeit kondensiert. Durch die stete Wärme der Heizung bleibt die Wandtemperatur oberhalb des Taupunktes, was Feuchtigkeit effektiv vorbeugt.

Anwendungsgebiete und Zielgruppen

Das System ist explizit für die Sanierung konzipiert. Die Eigenschaften sprechen für folgende Szenarien:

  • Altbau-Sanierung: Wenn in einer Wohnung Parkett verlegt ist, der aber unter einer Fußbodenheizung leiden könnte, ist die Wandheizung die logische Wahl. Zudem ist die Montage im Trockenbau oft die einzige Möglichkeit, die Bausubstanz des Altbaus nicht zu gefährden.
  • Nachrüstung in bewohnten Räumen: Da die Montage sauber und schnell vonstatten geht, eignet sich das System für Modernisierungen, während die Mieter oder Eigentümer vor Ort sind.
  • Kombination mit Kühlfunktion: Das System GreenLine kann im Sommer auch als Kühlung genutzt werden. Hier fließt kaltes Wasser durch die Rohre und kühlt die Wandflächen ab, was in Zeiten steigender Sommertemperaturen einen Komfortgewinn bringt.

Produktpakete (Sparsets)

Für die Bestellung und Planung bietet der Hersteller sogenannte Sparsets an. Diese sind in Paketen von 5 bis 100 m² erhältlich. Ein solches Set enthält in der Regel die notwendigen Komponenten: * Heizelemente * Kopfelemente (für den Anschluss der Verteiler) * Randelemente (für den Abschluss der Fläche)

Optional kann das Mehrschichtverbundrohr (16 x 2,00 mm) mitgeliefert werden. Die genaue Zusammensetzung ist in der Regel tabellarisch beim Hersteller hinterlegt. Die Preise variieren je nach Größe des Sets und enthaltenen Komponenten (Beispiele aus dem Material: 10 m² Set oder 1,2 m² Set).

Vergleich mit klassischen Systemen

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizungsrenovierung, die das Entfernen von Bodenbelägen, das Schlitzen von Wänden oder das Aufbringen von dickem Putz erfordert, bietet der Trockenbau entscheidende Vorteile:

Merkmal Konventionelle Sanierung QuickTherm Trockenbau
Aufwand Hoch (Bauschutt, Staub) Gering (saubere Montage)
Zeit Mehrere Tage/Wochen Wenige Tage
Bodenbelag Meist zu entfernen Erhaltung des Bodens
Wohndauer Räume oft unbewohnbar Räume bewohnbar
Aufbauhöhe Hoch (Putz, Estrich) Gering (Platten + Verkleidung)
Wärmeverteilung Oft ungleichmäßig Gleichmäßig durch große Fläche

Fazit

Die QuickTherm Trockenbau-Wandheizung stellt eine praxistaugliche Lösung für die energetische Modernisierung von Wohngebäuden dar. Sie adressiert speziell die Problematik von Altbauten, in denen der Erhalt von Dielenböden und eine schonende Bauweise im Vordergrund stehen.

Durch die modulare Bauweise mit vorgeformten Heizelementen und der Omega-Rohrfixierung wird eine Montage ermöglicht, die ohne Spezialwerkzeuge und hohen Schmutzaufwand auskommt. Die Möglichkeit der Installation mit Konterlattung oder Heizputz bietet Flexibilität für verschiedene Wandtypen. Der Einsatz von Aluminiumbeschichtungen sorgt für eine effiziente Wärmeabgabe, was in Kombination mit der großen Heizfläche niedrige Vorlauftemperaturen und damit geringe Energiekosten ermöglicht.

Neben den technischen und energetischen Vorteilen überzeugt das System durch hygienische Aspekte: Die Strahlungswärme reduziert die Luftzirkulation und beugt so Schimmelbildung und Staubbelastung vor. Für Eigentümer, die eine Fußbodenheizung scheuen oder aufgrund des Bodens nicht einbauen können, ist die Wandheizung eine effiziente und bewährte Alternative.

Quellen

  1. bodenheizer.de/quicktherm-wandheizung-im-trockenbau
  2. quick-tec.com/wandheizung-kuehlung/
  3. quick-tec.com/marken-technologien/quicktherm/wand/

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