Vergütung und Karriereaussichten für Trockenbaumonteure in der Ausbildung

Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur stellt einen soliden und zukunftssicheren Karriereweg im Bauwesen dar. Insbesondere im Innenausbau und bei der Errichtung von Leichtbauwänden ist die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal hoch. Für angehende Auszubildende und deren Eltern ist neben den schulischen und praktischen Inhalten vor allem die finanzielle Vergütung während der Ausbildungsjahre von großem Interesse. Die vorliegenden Informationen aus diversen Ausbildungsportalen und Gehaltsvergleichen beleuchten die Höhe der Ausbildungsvergütung, die regionalen Unterschiede sowie die Einstiegsgehälter und Weiterbildungsmöglichkeiten nach Abschluss der Ausbildung.

Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur

Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt im dualen System, das heißt, die praktische Ausbildung im Betrieb wird durch den Unterricht in der Berufsschule ergänzt. Ein Hauptschulabschluss ist in der Regel die einzige formale Voraussetzung, um diese Ausbildung zu beginnen. Wichtig für den Beruf ist jedoch eine gewisse körperliche Belastbarkeit, da die Arbeit oft bei Wind und Wetter im Freien oder auf Baustellen unter schwierigen Bedingungen stattfindet.

Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden, Baugruben und Schalungen herzustellen und das passende Werkzeug auszuwählen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Innenausbau, wo Trockenbaumonteure als Experten für Leichtbauwände gelten. Die Ausbildung ist zweistufig konzipiert: In den ersten zwei Jahren erlernt man den Beruf des Ausbaufacharbeiters, im dritten Jahr folgt die Spezialisierung zum Trockenbaumonteur.

Höhe der Ausbildungsvergütung

Die Vergütung während der Ausbildung zum Trockenbaumonteur ist vergleichsweise gut und bewegt sich im oberen Bereich der Vergütungen im Baugewerbe. Die konkreten Beträge variieren jedoch stark und sind von mehreren Faktoren abhängig. Zu diesen Faktoren gehören die Wahl des Ausbildungsbetriebs, die Region (Bundesland), und ob der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist.

Vergütung nach Ausbildungsjahren

Die Vergütung steigt in der Ausbildung in der Regel von Jahr zu Jahr an. Verschiedene Quellen geben unterschiedliche Spannen für die Brutto-Vergütung an.

Eine Quelle gibt folgende durchschnittliche Werte für die Brutto-Vergütung pro Monat an: * 1. Ausbildungsjahr: 920 € * 2. Ausbildungsjahr: 1.230 € * 3. Ausbildungsjahr: 1.495 €

Eine andere Quelle nennt folgende Spannen: * 1. Ausbildungsjahr: 880 € bis 935 € * 2. Ausbildungsjahr: 1.095 € bis 1.230 € * 3. Ausbildungsjahr: 1.305 € bis 1.495 €

Weitere Angaben variieren leicht und nennen folgende Beträge: * 1. Lehrjahr: 850 € (West) / 765 € (Ost) * 2. Lehrjahr: 1.200 € (West) / 970 € (Ost) * 3. Lehrjahr: 1.475 € (West) / 1.190 € (Ost)

Eine Quelle gibt eine Spanne für das erste Jahr von „zwischen und Euro brutto“ an, was auf eine hohe Varianz hindeutet.

Durchschnittsgehälter im Vergleich

Das durchschnittliche Gehalt während der Ausbildung wird in einer Quelle mit 1.215 € brutto pro Monat angegeben. Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen im Baugewerbe ist dies ein gutes Gehalt. Beispielsweise erhalten Auszubildende zum Feuerungs- und Schornsteinbauer oder zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten durchschnittlich 100 € bis 200 € weniger pro Monat.

Einflussfaktoren auf die Vergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung wird maßgeblich durch folgende Aspekte beeinflusst:

  • Tarifbindung: Betriebe, die an Tarifverträge gebunden sind, zahlen in der Regel höhere Vergütungen. Die Vergütung ist dann vertraglich festgelegt und variiert je nach Tarifgebiet. Für das Baugewerbe gibt es zwei Tarifgebiete: West und Ost.
  • Unternehmensgröße: Größere Unternehmen bieten im Durchschnitt bessere Verdienstmöglichkeiten.
  • Region: In den alten Bundesländern (West) ist die Vergütung in der Regel höher als in den neuen Bundesländern (Ost). Ein Grund dafür ist die unterschiedliche Auftragslage. In Großstädten Westdeutschlands wird im Schnitt mehr Geld verdient als in den neuen Bundesländern.
  • Branche: Verschiedene Branchen unterliegen unterschiedlichen Tarifverträgen, was sich auf die Höhe des Ausbildungsgehalts auswirkt.

Sollte ein Betrieb nicht tarifgebunden sein, gilt der Mindestlohn für Auszubildende. Seit dem 1. Januar 2020 gilt dieser gesetzliche Mindestlohn auch für Auszubildende.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung steigt das Gehalt signifikant an. Das Einstiegsgehalt wird üblicherweise nach dem Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe geregelt. Dieser Tarifvertrag legt einen Mindeststundenlohn fest, der nicht unterschritten werden darf.

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt wird in einer Quelle mit 2.691 € brutto pro Monat angegeben. Mit etwas Berufserfahrung kann das durchschnittliche Gehalt auf bis zu 2.997 € steigen.

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Um das Gehalt weiter zu steigern und die Karrierechancen zu verbessern, stehen Trockenbaumonteuren verschiedene Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zur Verfügung. Durch entsprechende Qualifikationen können höhere Positionen in der Bauleitung oder im Management übernommen werden.

Folgende Weiterbildungen sind beispielhaft möglich:

Berufsbezeichnung Art der Weiterbildung
Industriemeister/in – Akustik- und Trockenbau Meisterweiterbildung
Polier/in – Hochbau Meisterweiterbildung
Techniker/in – Bautechnik (Ausbau) Technikerweiterbildung
Techniker/in – Bautechnik (Hochbau) Technikerweiterbildung
Techniker/in – Bautechnik (Baubetrieb) Technikerweiterbildung
Techniker/in – Bautechnik (ohne Schwerpunkt) Technikerweiterbildung
Werkpolier/in – Ausbau Andere Weiterbildung
Werkpolier/in – Hochbau Andere Weiterbildung
Technische/r Fachwirt/in Kaufmännische Weiterbildung
Ausbilder/in – Anerkannte Ausbildungsberufe Andere Weiterbildung
Bauingenieurwesen (grundständig) Studienfach

Zusätzlich zu diesen formalen Weiterbildungen besteht die Möglichkeit, durch interne Schulungen oder spezifische Kurse die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und sich auf neue Technologien und Materialien im Bauwesen zu spezialisieren.

Zusammenfassung der Marktsituation

Der Bedarf an Trockenbaumonteuren ist hoch. Viele Firmen im Trockenbau und Stuckateurhandwerk suchen händeringend nach Auszubildenden und Fachkräften. Dies unterstreicht die gute Position von angehenden Trockenbaumonteuren auf dem Arbeitsmarkt. Auch wenn die körperliche Belastung nicht zu unterschätzen ist, bieten die soliden Vergütungen während der Ausbildung und die guten Einstiegsgehälter nach der Ausbildung eine attraktive Perspektive.

Fazit

Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ist ein lohnender Weg im Handwerk. Die Vergütung während der Ausbildung bewegt sich auf einem für Handwerksberufe soliden Niveau und liegt im Vergleich zu anderen Bauberufen im oberen Bereich. Die Unterschiede in der Vergütung sind jedoch erheblich und hängen stark von der Region, der Unternehmensgröße und der Tarifbindung des Ausbildungsbetriebs ab. Insbesondere in den alten Bundesländern und in tarifgebundenen Betrieben sind die Vergütungen höher.

Nach Abschluss der Ausbildung stehen die Einstiegsgehälter in einem guten Verhältnis zur erlernten Tätigkeit, und durch Weiterbildungen zum Meister, Techniker oder Studium sind weitere deutliche Gehaltssteigerungen möglich. Die hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt sichert zudem die Beschäftigungsaussichten. Für Interessierte mit handwerklichem Geschick und körperlicher Belastbarkeit ist der Beruf des Trockenbaumonteurs daher eine empfehlenswerte Berufswahl.

Quellen

  1. Ausbildungsgehalt Trockenbaumonteur/in
  2. Gehalt in der Ausbildung als Trockenbaumonteur/in
  3. Ausbildung zum Trockenbaumonteur
  4. Gehalt als Trockenbaumonteur /-in

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