Badezimmerrenovierung mit Putz: Faktoren, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten

Die Renovierung eines Badezimmers ist eine umfangreiche Aufgabe, die oft um eine Balance herum konzentriert ist: zwischen Ästhetik, Funktion und Kosten. Eine zunehmend beliebte Alternative zu Fliesen ist das Verputzen der Wände mit speziell dafür vorgesehenen Putzarten. Diese gestalterisch flexible Lösung ist nicht nur optisch äußerst vorteilhaft, sondern überzeugt auch mit besonderen feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften. Der folgende Artikel analysiert die Anwendbarkeit, Vorteile und Nachbereitung von Putz im Badezimmer sowie deren Einfluss auf das Raumklima, Schimmelbildung und die Gestaltungsmöglichkeiten.


Die Rolle des Putzes bei der Badezimmerrenovierung

Was ist ein geeigneter Putz für das Badezimmer?

In der Badezimmerrenovierung steht der Putz in aller Munde. Insbesondere mineralische Putzarten sind hier empfohlen, da sie gut mit zeitweise vorhandener Feuchtigkeit umgehen können, wie sie in einem Badezimmer bei einer Nutzung als Nassbereich üblich ist. Nach dem Standard DIN V 18550 zählt das Badezimmer nicht offiziell zu einem Feuchtraum, da die Feuchtigkeitsbelastung vorübergehend bleibt. Dennoch ist es entscheidend, eine Putzart zu wählen, die den speziellen Anforderungen des Rufs gerecht wird und langfristig standhält.

Zu den am häufigsten empfohlenen Putzarten gehören:

  • Kalkputz: Hat aufgrund seiner Alkalität Schimmelbildung entgegenwirkt.
  • Lehmputz: Zwar weniger feuchtigkeitsbeständig, birgt aber bei richtiger Anwendung durch geeignete Trockenmischungen und nachfolgende Imprägnierung Potential.
  • Abwaschbare Putze: Zeigen sich durch den Anteil an Latexfarbe oder -bindemittel besonders feuchtigkeitsundurchlässig und einfach in der Reinigung.
  • Strukturputz: Bietet eine vielseitige Gestaltung mit einer optisch differenzierten Wandoberfläche.
  • Tadelakt: Ein mineralischer Dekorputz, der sich durch seine wasserfeste, glatte und fugenlose Oberfläche bestens für Nassbereiche eignet.

Die Beschaffenheit der Wand ist entscheidend für die Wahl der Putzart. Sowohl Trockenbauwände als auch bestehende Fliesenschaften müssen bezüglich Verträglichkeit und Haftung geprüft werden, um ein stabiles und langlebiges Finish zu gewährleisten.

Es ist zu beachten, dass nicht jede Putzart automatisch einwandfrei für Nassbereiche geeignet ist. Eine fachliche Beratung – etwa bei Sanierungsexperten oder bei Putzherstellern wie Volimea – ist daher sinnvoll, um langfristige Probleme zu vermeiden.


Badezimmer modernisieren durch verputzte Wände

Ein großer Pluspunkt des Putzes ist die optische Wirkung, die er bereits nach dem Auftragen erzielt. Verputzte Wände wirken glatt, fugenlos und verleihen dem Badezimmer das Gefühl von Weite und Räumlichkeit. Vor allem in kleineren Bädern kann diese Effekte wohltuend wirken und die Wahrnehmung der Raumgröße optisch beeinflussen.

Gleichzeitig steigert der Putz den Wohlfühlfaktor deutlich. Ein grob strukturiertes oder fein glattes Putzfinish vermittelt nicht nur ein luxuriöses Ambiente, sondern kann darüber hinaus individuell an Architektur, Einrichtungsstil oder auch persönlichen Vorlieben angepasst werden. Während glänzender Flieseneinsatz oft kühl und unpersönlich wirkt, bietet Putz die Möglichkeit, durch Texturen und Farbgestaltung ein persönliches und warmes Bad zu schaffen.


Vorteile des Putzauftrags in Nassräumen

Feuchtigkeitsregulierung durch mineralische Putze

Mineralische Putze, insbesondere solche mit Kalk- oder Gipsbasis, absorbieren Wasserdampf aus der Luft und geben ihn bei geringerer Luftfeuchtigkeit wieder ab. Dieser Effekt trägt wesentlich zur Regulation des Raumklimas bei, was in Badezimmern – Räumen mit hohem Feuchtigkeitsgehalt – ausgesprochen nützlich ist. Durch die natürliche Diffusion verhindert der Putz Kondenswasseransammlungen an den Wandoberflächen, wodurch die Gefährdung durch Schimmelbildung minimiert wird.

Dieses Prinzip ist besonders in Bädern aus Altbautagen nützlich, wo die Bausubstanz oft nicht auf Gips- oder Polymerbasis konditioniert ist. Lehm- und Kalkputze fördern eine gleichmäßige Feuchtigkeitsausbreitung in der Wand, sodass die Gefahr von Schäden durch zu starke Durchfeuchtung reduziert wird. Aus diesem Grund sind diese Putzarten auch bei der Sanierung älterer Häuser im Badezimmerbereich oft bevorzugt.


Schimmelprävention durch spezialisierte Putzarten

Ein weiterer Vorteil des Einsatzes von Putz in Bäder ist seine fähigkeit, der Schimmelbildung vorzubeugen. Insbesondere Kalkputze sind hier aufgrund ihrer Alkalität besonders effektiv. Der pH-Wert, der typischerweise zwischen 10 und 12 liegt, unterbindet oder zumindest verringert die Entwicklung von Schimmelpilzen, die in feuchten Räumen ein alltägliches Problem sind.

Diese Wirkung ist überlegen gegenüber konventionell gefliesten Wänden, bei denen die Feuchtigkeitsbelastung imputz- und fugebedingt zu Schadstellen führen kann. Tadelakt, ein spezieller Typ von Kalkputz mit einer sehr glatten und wasserfesten Oberfläche, eignet sich hervorragend für Nassbereiche wie Dusche, Badewanne oder WC-Wandbereiche. Er absorbiert im Gegensatz zu Fugenfarbe kein Wasser, ist damit sehr einfach zu reinigen und ideal für Hygiene.

Doch die Schimmelprävention ist auf das Material und die korrekte Verarbeitung angewiesen. Nicht luftdurchlässige Putze, insbesondere abwaschbare, verlieren ihre Diffusionsfähigkeit und können im Laufe der Zeit Feuchtigkeitsprobleme verdecken. Bei Altbauten, die nicht durchgängig undluftdurchlässig sind, muss besonders geachtet werden, dass die Materialien atmungsfähig bleiben.


Kostenaspekte: Putz als wirtschaftliche Alternative

Wer im Rahmen einer Badezimmerrenovierung Kosten sparen möchte, ist mit einem Putzfinish oft besser beraten als mit Fliesen. Ganz gleich, ob es um die Materialkosten geht oder um den Aufwand bei der Verlegung – spezielles Fliesensortimente sind deutlich teurer in Verarbeitung und Material.

Dekorputze sind in der Regel einfacher anzuwenden und benötigen weniger Material, da sie in mehreren Schichten in Dicken zwischen 1 und 2 Millimetern aufgetragen werden. Das führt nicht nur zu tieferen Kosten, sondern ermöglicht auch eine schnellere Renovierungszeit.

Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch stark von der ausgewählten Putzsorte ab. Tadelakt kann hier beispielsweise zwar eine fugenlose und optisch hochwertige Lösung darstellen, ist gleichzeitig aber auch im Materialkauf und im Verarbeitungsaufwand recht anspruchsvoll und daher oftmals mit den Kosten von Fliesen zu vergleichen. Soll es dagegen ein strukturiertes Ergebnis auf Kalk- oder Gipsbasis sein, sind die Investitionskosten üblicherweise niedriger und der Putz bleibt atmungsaktiv, was im Langfristeffekt günstig wirkt.


Praktische Tipp: Putz auf gefliesten Wänden

Ein weiterer Vorteil von Putz ist, dass er auf vielen bestehenden Wänden ohne großflächige Arbeiten aufgetragen werden kann. So ist es beispielsweise möglich, verputzten Dekorputz auf Fliesen direkt aufzutragen, vorausgesetzt die Fliesen wurden richtig vorbereitet.

Vor der Anwendung ist eine Haftgrundierung entscheidend. Diese verhindert, dass der Putz auf der glatten Fliesenoberfläche abplatzt oder unzweckmäßige Ergebnisse hervorruft. Zudem sollte der Putz, soweit möglich, mit drei Schichten aufgetragen werden, um eine stabile und gleichmäßige Oberfläche zu erzielen.

Der Hauptvorteil dieses Verfahrens ist, dass der Fliesenabtrag vermieden werden kann – mit all den dadurch entstehenden Staub, Schutt und Zeitaufwand. Für den Eigenheimbesitzer und Selbermacher ist dies eine besonders praktikable Lösung. Dennoch erfordert das Vorarbeiten (Entfernen alter Silikons, Reinigen der Flächen und Schutz der Boden- und Armaturenteile) gründliche und systematische Vorbereitungen.


Verarbeitungstechniken: Kalkmörtel und Feinputze

Ein Aspekt, der bei der Renovierung nicht unterschätzt werden darf, ist die Verarbeitung des Putzes. Bei der Verlegung von Kabeln oder bei anderen notwendigen Eingriffen in die Wandstruktur ist zu beachten, dass nicht jeder Putz zur Kabelverlegung geeignet ist. Für diese Arbeiten eignet sich oft mineralischer Kalkmörtel, der flexibel genug ist, um nachträglich geöffnet und wieder verputzt zu werden.

Mineralischer Kalkmörtel ist auch besonders wichtig bei Feinputzen, die dünn aufgetragen und daher in der Wandtiefe begrenzt sind. Die richtige Auftragetechnik ist hierbei essentiell. Die Verwendung von Kelle oder Rolle ist je nach Struktur möglich und beeinflusst die Endästhetik maßgeblich. So können durch feine Pinselstriche oder raffinierte Anwendungsmuster moderne und einzigartige Raumgestaltungen entstehen.

Auch hier gilt: Putzen im Bad ist technisch einfacher, da keine spezifische Handwerkerausbildung erforderlich ist, im Gegensatz zu Fliesenarbeiten. Dies macht die Verputztechnik besonders beliebt bei DIY-Projekten im privaten Bereich.


Tadelakt: Ein Spezialputz für Nassbereiche

Tadelakt zählt zu den besonders anspruchsvollen, aber zugleich effektvollen Putzarten, die im Badezimmer eingesetzt werden können. Er ist ein Kalkputz mit hoher Flexibilität und Widerstandsfähigkeit, der durch die feuchtigkeitsdurchlässige, wasserabweisende Oberfläche bis zur Decke gefliesten Wände ersetzen kann.

Zu seiner Applikation zählt die Verwendung von speziellen Bürsten und Pinseln sowie eine präzise Ausführung. Besonders bei der Korngröße und Dichte ist auf eine gleichmäßige Verarbeitung zu achten. Die Kosten könnten zwar auf den ersten Blick hoch erscheinen, sind jedoch bei längerfristiger Haltbarkeit und geringer Pflegebedarf oftmals rechtfertigbar.

Zusätzlich bringt Tadelakt eine natürliche Formgestaltung in den Raum mit. Wohntexturen, die den charakteristischen, dichten und glatten Look erzeugen, erweitern den Gestaltungsspielraum erheblich. Ein kleiner Kreativitätsspielraum reicht aus, um diese Strukturen individuell zu variieren und somit einzigartige Einrichtungen zu schaffen.


Die richtige Wandvorbereitung

Warum eine sorgfältige Untergrundvorbereitung wichtig ist

Bevor Putz aufgetragen werden kann, ist eine ordnungsgemäße Vorbehandlung notwendig, um eine sichere Haltbarkeit und optimale Haftung zu gewährleisten. Bestehende Wände müssen sauber, trocken und schadensfrei sein. Altmaterial wie Fliesen, beschädigter Putz oder fehlhafte Grundierungen müssen entweder vollständig entfernt oder, falls noch tragfähig, sorgfältig vorberarbeitet werden.

Die Schadensbeobachtung und Sanierung bereits erledigter Flächen sollten durch den Eigentümer konsequent durchgeführt werden, um spätere Schäden vorzubeugen. Besonders wichtig ist die Prüfung auf Nässe oder Durchfeuchtung, da Wasserresten der Untergrund beim Ansetzen neuer Putzschichten zu Schäden führen könnten.


Grundierung und Schichten – die Schlüssel zu einer dauerhaften Putzschale

Die Grundierung ist die erste technische Etappe vor dem eigentlichen Putz. Die Verwendung eines aus dem gleichen Putzsystem stammenden Grundierers ist hier besonders empfohlen. Nur so kann eine optimale Haftung und Farbtreue gewährleistet sein. Verfärbungen oder Ablösungen gehen meist von unterschiedlichen Materialsystemen aus.

Es ist entscheidend, diese Komponenten sorgfältig zu befolgen, da die Anhaftung des Putzes an der Wand die Lebensdauer des Renovierungsverbs maßgeblich beeinflusst. Für den Selbermacher ist dies eine wichtige Aufgabe, die nicht umgangen werden sollte, um langfristige Erfolge zu sichern.

Bei Anwendung von Feinputzen oder Kalk-Marmor-Puten wie bei Volimea ist eine gleichmäßige Schichtaufteilung entscheidend. Die Verarbeitung in mehreren dünnen Schichten verhindert Verwerfungen und Luftlöcher, die den Schutz im Nassraum beeinträchtigen könnten.


Schutzmaßnahmen und Hygienisierung

Um die verputzten Bereiche während der Renovierungsarbeiten vor Schäden zu schützen, sind verschiedene Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. So sollte der Boden, wie auch Sanitäreinrichtungen und Armaturen, mit Abdeckmaterial geschützt werden. Vor dem Ansetzen der Putzschichten ist sicherzustellen, dass alle Flächen trocken und gründlich vorgeschliffen sind.

Bei feuchten Bäderwänden, insbesondere in älteren Häusern, kann es bei einer falschen Vorbereitung leicht dazu kommen, dass Durchfeuchtungen oder Schadstoffe aus dem Untergrund nach oben ziehen. Dies führt manchmal zu Verfärbungen oder feuchten Schäden. Um solche Risiken zu minimieren, ist der Putz auch optisch auf Textur und Farbbruch zu prüfen, da diese Aspekte oft anzeigende Role spielen können.


Putz im Badezimmer: Typische Fragestellungen und Antworten

Ist Putz für die gesamte Badezimmerfläche geeignet?

Nein. Obwohl mineralische Putze generell für Bäder geeignet sind, je nach Nutzung hängt es von der Feuchtigkeitbeanspruchung ab. Bei direkter Kontaktbereichen, wie Dusche oder Badewannen, sind spezielle Putzarten wie Tadelakt oder abwaschbare Putze besser geeignet. In Bereichen mit weniger Feuchtigkeit – wie beispielsweise die Wand neben dem Waschbecken – können Feinputze auf Kalk- oder Gipsbasis verwendet werden. Wichtig ist die Aufteilung in Nass- und Nassraumzone, die mit dem Raumgefüge und der Luftzirkulation zu koordinieren ist.


Dauert das Verputzen im Bad länger als das Fließen?

Eher nicht. Im Gegenteil – die Verputztechnik ist schneller als das Verlegen neuer Fliesen, da Putze in dünnen Schichten appliziert und schneller aushärten können. Zudem entfällt bei Verwendung auf bestehenden Fliesen der Mehraufwand und der Schutt durch das Entfernen, sodass die Renovierungszeit erheblich verkürzt werden kann.


Welche Putzsorten sind bei Altbauten besonders vorteilhaft?

Bei Altbauten ist meist eine atmungsaktive Bausubstanz vorgegeben. Daher eignen sich insbesondere Kalkputze und Lehmpute, die die Feuchtigkeit über die Wand diffundieren können. Ein nicht diffusionsfähiger Putz – insbesondere abwaschbare Sorten – kann auf Altbauten zu Ausblühungen führen, da das Gebäude nicht in der Lage ist, Feuchtigkeit konsequent von der Oberfläche abzuleiten. Alte Mauern sind hier sensibel und erfordern deshalb atmungsaktive Lösungen.


Vorteil: Flexibilität an der Wand

Texturen und Optiken durch Putz

Ein weiterer Pluspunkt, der Putz besonders attraktiv macht, ist die mögliche Gestaltung durch Muster-, Struktur- und Farbeffekte. Durch die Verwendung unterschiedlichsten Pinsel, Schalen oder Düsen können Texturen entstanden, die die Raumwirkung grundlegend verändern. Strukturputze mit mediterranem Effekt oder Kalkfeinputze mit weichen Farbmustern erlauben es, ein Bad zu personalisieren.

Gerade in Bädern, in denen Fliesen bis zur Decke verlegt wurden, bietet Dekorputz eine Alternative zur Einheitsfläche. Die Struktur und Farbigkeit verhindern oft die Einöde, die sich bei flächiger Fliesenausrichtung entwickeln kann. Zudem können durch das Lackieren oder Wachsen der Putz in gewissem Maße noch feuchtigkeitfester gestaltet werden, was bei bestimmten Anforderungen nötig sein kann.


Deckkraft und Optik durch mehrere Schichten

Um die gewünschte Optik zu erzielen, werden Putze oftmals in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Dies vermeidet nicht nur Unebenheiten, sondern erlaubt auch eine schichtweise Farbgestaltung. Beispielsweise können durch mehrere Schichten lebhafte Effekte erzeugt werden, die bei Gips- oder Kalkputz typisch sind.

Die richtige Schichtdicke ist jedoch ein Gesundheits- und Haltbarkeitsfaktor. Zu dicke Schichten könnten sich ablösen oder die Porizität reduzieren, was bei Nassräumen problematisch sein kann. Nach Angaben im Material des Expertenstands ist die Schichtdicke 1–2 Millimeter im Idealbereich, um eine optimale Versiegelung zu gewährleisten, ohne die Diffusion zu behindern.


Kalk-Marmor-Putz: Ein besonderes Produkt für Badezimmer

Vorteile von Kalk-Marmor-Putz

Der Kalk-Marmor-Putz von Volimea ist besonders dafür entwickelt, bei der Sanierung von Bädern eingesetzt zu werden. Er ist nicht bloß attraktiv in der Optik, sondern auch bei der Feuchtigkeitsregulation aktiv.

Die Besonderheit dieser Putzart ist, dass sie Wasserdampf aufnimmt und im trockenen Zustand wieder abgibt, wodurch sie das Raumklima gleichmäßig reguliert. Dies ist insbesondere bei feuchten Räumen wie beim Badezimmer von Vorteil. Hohe Luftfeuchte kann so übermäßigen Schimmelbildung vorbeugen.

Außerdem unterliegt dieser Putz in seiner Struktur keinen schärften Temperaturschwankungen, was bei den typischen Nassbereichen im Bad von erheblicher Bedeutung ist. Eingesetzt als Deckputz kann er dabei helfen, die Endgestaltung durch schlichte oder komplexe Applikationen optisch abzurunden.


Farbvielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten

Nicht nur die Feuchtigkeitseigenschaften, sondern auch die Farbvielfalt des Kalk-Marmor-Putzes spielt eine große Rolle. Zahlreiche Hersteller bieten individuelle Farbtöne an, die sich direkt im Nassbereich eingesetzt lassen.

Diese Farbtiefe setzt auch auf die Anwendungstechnik, die zur Schichtdicke und zum Farbrhythmus durch mehrere Putzschichten führen kann. Die Farbigkeit kann so individuell gestaltet werden, sodass ein Bad in jedem Einrichtungsstil gut umgesetzt wird.


Praxis: Schritt-für-Schritt-Planung beim Badezimmerputzen

1. Raumplanung und Feuchtigkeitsanalyse

Beginnen Sie mit einer Analyse der Feuchtigkeitsverteilung im Bad. Wo sind die stärksten Feuchtigkeitsquellen? Um Dusche und Wanne ist stets Spritzwasser zu erwarten. Diese Bereiche werden am besten mit abwaschbarem Putz (z. B. Tadelakt oder feinmineralischen Kalkputzen) ausgestattet.

Andere Bereiche – wie hinter dem Waschbecken oder in Duschabtrennungen – können mit atmungsaktiven Feinputzen versehen werden. Beachten Sie die Abgrenzung der Nasszonen, um die Putztypen gezielt einzusetzen.


2. Wandvorbereitung

Für die Putzanwendung ist eine sorgfältige Wandvorbereitung unerlässlich:

  • Alte Fliesen oder beschädigten Putz entfernen.
  • Untergrund schädenfrei und sauber vorbereiten.
  • Altmaterialien wie Silikonfugen abtragen.
  • Badezimmerarmaturen, Böden und empfindliche Flächen abdecken.
  • Bei Verwendung auf Fliesen: diese mit Haftgrund versehen.

Die Vorbereitung ist hierbei eine kostenintensive Phase, die vor allem bei großflächigen Wänden oder Altbauten Zeit und Aufmerksamkeit verlangt.


3. Putzauswahl

Basierend auf der Wandbeschaffenheit und Raumverwendung:

Putztyp Empfehlung Kommentar
Kalkputz Standard Schimmelbeständig, atmungsaktiv
Lehmputz bei Altbauten weniger feuchtebeständig, benötigt Aushärtungszeit
Abwaschputz Nassbereiche feuchtigkeitsdicht, nicht atmungsfähig
Tadelakt Dusche, WC wasserfest, optisch hochwertig
Gipsputz trockene Bereiche kann bei falscher Anwendung durch Feuchtigkeit schadhafte Ausblühungen zeigen

Ein unbestätigter Bericht legt nahe, dass Lehmputz im Badezimmer, besonders in Altbautypen, mit speziellen Imprägnierungen oder Wachsanwendungen eine gute Alternative zu Fliesen sein kann.


4. Putzauftrag

Wichtig ist, den Putz in gleichmäßigen Schichten zu applizieren. Je nach Putzgestaltung kann der Antrag mit Kelle, Rolle oder Düse erfolgen. Bei kreativ gestalteten Räumen ist oft die Kombination von Techniken sinnvoll, um interessante Texturen herzustellen.

Strukturputze und Dekorputze erlauben eine höhere gestalterische Vielfalt, wobei Tadelakt durch seine Konsistenz und glatte Struktur besonders schwierig in der Anwendung ist. Hier ist meist eine Fachperson oder Expertenberatung nötig, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.


5. Nacharbeiten und Pflege

Nach dem Auftrag des Putzes können weitere Schichten wie Imprägnierung, Lack oder Wachs aufgebracht werden. Besonders bei Tadelakt oder abwaschbarem Putz ist dies bei der Verwendung notwendig, um die Haltbarkeit zu maximieren. Allerdings senkt der Eintrag zusätzlicher Schichten oft den Porizitätsgrad und damit die Diffusionseigenschaften ab.

Bei mineralischen Putzen empfehlen sich natürliche Wachsen oder Imprägnierstoffe, die diffusionsoffen bleiben. Diese sind auf langlebige und hygienisch positive Effekte ausgelegt, sodass das Bad auch nach Jahren optisch und klimatisch attraktiv bleibt.


Die Haltbarkeit von Putz in Nassräumen

Die Haltbarkeit von Putz hängt stark von der Wandbeschaffenheit, dem Putztyp und der Nutzungsintensität ab. Abwaschbare Putze, wie sie in vielen Nassräumen angewandt werden, sind sehr robust und peu in peu anwendbar, doch auch hier ist die richtige Verarbeitung entscheidend.

Ein wichtiges Merkmal ist die Nichtstrebung von Mikroorganismen. Kalkputze und Tadelakt sind hierbei besonders hautverträglich und reizstofffrei, was für die Gesunderhaltung auch in sensiblen Haushalten wie bei Allergikern eine Pluspunktgabe darstellt.

Zusätzlich müssen bei der Putzanwendung Regelungen im Hinblick auf Bausubstanz und Luftzirkulation eingehalten werden. Ein trockenes Klima, durch die Raumgestaltung begünstigt, ist der Schlüssel zu dauerhaft sauberen Wänden.


Fazit

Die Renovierung eines Badezimmers mit Putz statt Fliesen bietet zahlreiche ästhetische, funktionale und wirtschaftliche Vorteile. Mineralische Putze, insbesondere Kalkputze, regulieren die Luftfeuchtigkeit optimal, was zu einer Verbesserung der Bausubstanz und zum Verhindern von Schimmel führt. Spezielle Arten wie Tadelakt oder Kalk-Marmor-Putz eignen sich bestens für Nassbereiche und können auch einen fugenlosen Raum verputzen, der optisch eine Weite schafft.

Die Verarbeitung ist technisch gesehen etwas einfacher als bei Fliesen und ermöglicht durch Texturen, Farben und Deckkraft individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings ist auch hier die Vorbereitung der Wände und die richtige Verwendung von Grundierungen sowie Schutzmaßnahmen ausschlaggebend für eine langlebige und gute Endresultate.

Es gilt daher, den richtigen Putz für den richtigen Bereich auszuwählen, um eine harmonische und funktionale Lösung zu schaffen. Vertrauen Sie bei unsicherer Putztechnik auf Beratungen durch Experten, die – im Gegensatz zu unverifizierten Berichten – oftmals den besten Weg für die Sanierung im Bad kennen.


Quellen

  1. bad-und-dusche.com – Bäder Wandverputzen
  2. selbermachen.de – Wände im Bad mit Kalkputz verputzen
  3. volimea.de – Badezimmerrenovierung mit Kalk-Marmor-Putz
  4. sanier.de – Welcher Putz ist für das Bad geeignet?
  5. badezimmer.com – Putz im Bad – Tipps und Gestaltung
  6. hausjournal.net – Praxis des Badezimmerputzens

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