Team Massivhaus: Transparenz im Bauzeitenplan, Wandaufbau und konkrete Kostenstruktur

Der Neubau eines Einfamilienhauses stellt für Bauherren nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine zeitliche Investition von erheblichem Umfang dar. In einer Branche, die häufig von Unsicherheiten bezüglich der termingerechten Fertigstellung geprägt ist, gewinnt die vertragliche Fixierung von Meilensteinen an entscheidender Bedeutung. Team Massivhaus positioniert sich dabei mit einem konventionellen, handwerksgerechten „Stein-auf-Stein“-Bauverfahren, das auf Massivität und Langlebigkeit setzt. Ein zentraler Aspekt dieser Bauweise ist der im Werkvertrag festgelegte Bauzeitenplan, welcher den Ablauf von der ersten Planung bis zum tatsächlichen Baubeginn detailliert regelt. Trotz vertraglicher Vorgaben zeigen Praxisbeispiele, dass die Realisierung dieser Zeitfenster nicht immer linear verläuft, was eine kritische Betrachtung der Planungs- und Vorbauphase erforderlich macht. Parallel dazu differenziert sich der Hersteller durch spezifische technische Standards in der Wandaufbau-Technologie, die im Vergleich zu anderen Anbietern eine andere Materialkombination nutzt, sowie durch ein preistransparentes Angebotsspektrum für Standardhaustypen.

Vertragsliche Fixierung und Ablauf der Planungsphase

Ein wesentlicher Bestandteil des Werkvertrags bei Team Massivhaus ist der zeitliche Ablauf für die Planungs- und Vorbaubeginnphase. Diese Phase legt den Grundstein für das gesamte Vorhaben und bestimmt maßgeblich, wann das Fundament gesetzt werden kann. Der Prozess beginnt formal mit der Unterschrift des Bauvertrags und der Terminierung des ersten Planungsgesprächs. Innerhalb von zwei bis drei Wochen nach diesem Vertragsschluss findet ein erstens Termin beim Architekten statt. In der praktischen Umsetzung kann dieser Zeitraum jedoch variieren; in dokumentierten Fällen verschob sich dieser erste Kontakt auf etwa fünf Wochen nach Vertragsunterzeichnung, was bereits einen Hinweis auf die Dynamik in der frühen Projektphase gibt.

Nach dem Planungsgespräch folgt die Erstellung der ersten Entwurfszeichnungen. Der Hersteller gibt hierfür ein Zeitfenster von vier bis sechs Wochen vor. Dieser Zeitraum ist kritisch, da er die visuelle und funktionale Basis des Hauses definiert. Sollten die Bauherren Änderungen am Entwurf wünschen, ist ein weiterer Bearbeitungsschritt erforderlich. Für die Umsetzung dieser Änderungen und die anschließende Versendung der korrigierten Zeichnungen sind etwa fünf bis acht Werktage angesetzt. Diese Bearbeitungszeit ist jedoch ausschließlich für die technische Anpassung vorgesehen und beinhaltet nicht notwendigerweise weitere Beratungsgespräche, wenn diese explizit vereinbart werden müssen.

Sobald die Entwurfsfreigabe vorliegt und alle erforderlichen Unterlagen durch die Bauherren bereitzustellen sind, beginnt die Erstellung der Bauantragsunterlagen. Dieser Schritt dauert in der Regel zwei Wochen. Die daraus resultierenden Dokumente dienen als Grundlage für die Einreichung beim zuständigen Bauamt. Erst nach dem Erhalt der notwendigen Genehmigungen rückt der Baubeginn in den Fokus. Team Massivhaus plant hier mit einem Zeitraum von fünf bis sieben Wochen zwischen der Vorlage aller Genehmigungen und dem tatsächlichen Baubeginn.

In der Praxis weicht die Realität jedoch oft von den idealisierten Zeitfenstern ab. Ein dokumentierter Fall zeigt, dass der tatsächliche Baubeginn erst zehn Wochen und drei Tage nach der Vorlage der Genehmigungen erfolgte, obwohl nur fünf bis sieben Wochen geplant waren. Zudem wurde der gesamte Planungsprozess insgesamt länger als vorgesehen, da einige der vorgegebenen Zeitfenster nicht eingehalten und teilweise übertrieben hinausgezögert wurden. Diese Diskrepanz unterstreicht, dass die vertraglichen Fristen zwar Orientierungswerte darstellen, aber in der Ausführung durch externe Faktoren wie Bürokratie, Personalauslastung oder baugrundabhängige Verzögerungen beeinflusst werden können.

Konventionelle Bauweise und garantierte Bauzeit

Die philosophische Basis der Häuser von Team Massivhaus ist die konventionelle Massivbauweise. Dies bedeutet, dass die Wände „Stein auf Stein“ errichtet werden, was als handwerksgerechte und solide Ausführung beworben wird. Im Gegensatz zu modernen Hochbaukonzepten, die oft auf schnelle Montage von Fertigmodulen oder leichteren Strukturen setzen, priorisiert dieser Ansatz die Stabilität und den schalltechnischen sowie thermischen Massivkomfort. Für ein Standard-Einfamilienhaus wird die Bauzeit in der Regel auf 21 bis 26 Wochen geschätzt. Dieser Zeitraum beinhaltet die gesamte Errichtung bis zur schlüsselfertigen Übergabe, sofern keine außergewöhnlichen Komplikationen auftreten.

Diese solide Ausführung wird durch eine zehnjährige Garantie abgedeckt, die als selbstverständlich gilt und dem Bauherren eine gewisse Sicherheit gegenüber Mängeln in der tragenden Struktur und der Ausführung bietet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die genannte Bauzeit von 21 bis 26 Wochen ein Richtwert ist. Je nach Größe des Hauses, der gewählten Ausstattung und spezifischen baulichen Randbedingungen kann sich die Bauzeit verlängern. Besonders bei individuellen Anpassungen, die über den Standardkatalog hinausgehen, oder bei schwierigen Baugrundverhältnissen sind Puffer einzuplanen. Die Qualität der Arbeit wird durch hoch qualifizierte Fachkräfte sichergestellt, die laufend geschult werden, um die Anforderungen der modernen Normen zu erfüllen.

Ein zentraler Bestandteil der Planung ist die energetische Effizienz. Alle Häuser werden nach dem aktuell geltenden Gebäudeenergiegesetz (GEG) geplant und erstellt. Dies stellt sicher, dass die Gebäude nicht nur den rechtlichen Mindestanforderungen entsprechen, sondern auch eine hohe Energieeffizienz aufweisen. Die Architekten von Team Massivhaus sind auf Einfamilienhäuser spezialisiert und verstehen das Handwerk, was zu einer nahtlosen Integration der technischen Anforderungen in den architektonischen Entwurf führen soll.

Wandaufbau und technische Spezifikationen der Shell

Der Wandaufbau ist ein kritischer Faktor für die Energieeffizienz und die Haltbarkeit eines massiven Hauses. Team Massivhaus verwendet hier eine spezifische Materialkombination, die sich von anderen Anbietern unterscheidet. Im Vergleich zum Beispiel mit dem Hersteller Heinz von Heiden, der porisierte Hochlochziegel (d=24 cm) kombiniert mit Polystyrol-Dämmplatten (d=16 cm, WLG 035) einsetzt, wählt Team Massivhaus einen anderen Ansatz.

Die Wände bei Team Massivhaus bestehen aus:

  • Porenbetonstein der Marke H+H mit einer Dicke von 17,5 cm
  • Mineralfaserdämmung (KD) mit einer Dicke von 12 cm und einer Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLG) von 035
  • Verkleidung mit Markenverblendstein

Die Gesamtwandstärke beträgt damit etwa 45,0 cm. Die Entscheidung für Porenbeton anstelle von Hochlochziegeln und für Mineralfaser anstelle von Polystyrol hat Auswirkungen auf die Diffusionsoffenheit und die Brandschutzkennwerte des Wandaufbaus. Porenbeton ist bekannt für seine guten schall- und wärmedämmenden Eigenschaften sowie seine Diffusionsoffenheit, was die Feuchtigkeitsregulierung im Wandquerschnitt unterstützt. Die Mineralfaserdämmung bietet zudem einen verbesserten Brandschutz im Vergleich zu synthetischen Dämmstoffen wie Polystyrol. Die äußere Verblendung mit Markenverblendstein dient nicht nur der Ästhetik, sondern bietet einen zusätzlichen Schutz gegen Witterungseinflüsse.

Im Fundamentbereich setzt Team Massivhaus auf die „Team Waterproof-Sohle“. Diese besteht aus einer 17 cm dicken Bodenplatte aus wasserundurchlässigem Beton. Ein besonderer Aspekt ist die Rissbreitenbeschränkung, die durch einen erhöhten Stahlanteil in den unteren und oberen Lagen der Bodenplatte erreicht wird. Dies soll langfristige Schäden durch Setzungen oder Spannungen minimieren. Schmutzwasserdurchführungen durch die Sohle werden mit druckwasserdichten Schmutzwassertrichtern bzw. Anschluss-Manschetten ausgeführt, um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten. Unter den Wänden wird zudem eine Abdichtungsbahn gegen aufsteigende Feuchtigkeit montiert, was eine weitere kritische Barriere für die Bausubstanz darstellt.

Individuelle Grundrissplanung und Ausstattung

Ein wichtiges Verkaufsargument von Team Massivhaus ist die Möglichkeit einer freien Grundrissplanung ohne Aufpreis. Die Berechnungsgrundlage für das Angebot bildet dabei der gewählte Haustyp, die Wohnfläche, die Ausstattung, die Fliesenfläche, die Raumanzahl und Art sowie die Anzahl und Art der Fenster des jeweiligen Kataloghauses. Durch Mehr- oder Minderleistungen, die im Beratungs- und Planungsgespräch festgelegt werden, können die persönlichen Wohnwünsche der Bauherren berücksichtigt werden. Dies ermöglicht es, standardisierte Konzepte an individuelle Bedürfnisse anzupassen, ohne dass dies zwangsläufig zu hohen zusätzlichen Kosten für die Grundrissanpassung führt.

Die Ausstattung im Innenbereich folgt einem definierten Standard, der jedoch hohe Markenqualitäten einschließt. Im Badezimmerbereich werden folgende Komponenten standardmäßig verbaut:

  • WC-Anlagen: Vorwandinstallation mit wandhängenden WCs, spülrandlos, rund oder eckig, als Tiefspüler mit Abmauerung und Drückerplatte in weiß.
  • Duschtasse: Ein Modell der Firma Kaldewei aus Stahl, in der Größe 90x90x15 cm, mit Polystyrol Wannenträger.
  • Badewanne: Eine Stahlbadewanne in der Größe 170x75 cm.
  • Armaturen: Sämtliche Armaturen stammen von der Firma Grohe. An den Waschtischen sind Einhebelmischer verbaut, während die Dusche mit einer Thermostat-Brausebatterie vom Typ Grohtherm ausgestattet ist.

Die Elektrik wird individuell und praxisgerecht geplant. Es findet immer eine Abstimmung mit dem jeweiligen Elektro-Fachbetrieb während der Bauphase statt, um die Positionierung der Elektroinstallationen an die tatsächlichen Bedürfnisse der Bewohner anzupassen. Zur Auswahl stehen mehrere Schaltermodelle der Hersteller Busch-Jaeger und Berker, was den Bauherren eine gewisse Freiheit bei der optischen Gestaltung der Wohnräume gibt.

Die Boden- und Wandbelagsarbeiten werden ebenfalls von Team Massivhaus ausgeführt. Dazu gehören Wandfliesen, die im Bad und im Gäste-WC in einer Höhe von 2 Metern umlaufend verlegt werden (ausgenommen Dachschrägen). Zudem werden Bodenfliesen in Bad und WC eingearbeitet. Dies entlastet die Bauherren von der Organisation und Koordination von externen Fliesenlegern für die Feuchträume.

Preisübersicht und Baugrunduntersuchungen

Die Kostenstruktur für die Standardhaustypen von Team Massivhaus ist transparent dargestellt und variiert je nach Größe und Verblendvariante. Es werden vier Haupttypen angeboten: das Familienhaus 120, 140, 160 und 190. Die Preise beziehen sich auf den Basispreis für die Putzvariante bzw. die teurere Verblendvariante.

Haustyp Basispreis (Putzvariante) Basispreis (Verblendvariante) Wohnfläche Erdgeschoss Wohnfläche Dachgeschoss Gesamtwohnfläche (DIN) Gesamtwohnfläche (WoFIV)
Familienhaus 120 214.900 € 218.900 € 58,10 m² 43,52 m² 115,52 m² 101,62 m²
Familienhaus 140 222.900 € 226.900 € 67,67 m² 51,43 m² 135,01 m² 119,10 m²
Familienhaus 160 222.900 € 226.900 € 76,30 m² 58,98 m² 151,11 m² 135,28 m²
Familienhaus 190 262.900 € 267.900 € 93,53 m² 71,91 m² 183,01 m² 165,44 m²

Die Preise sind als „ab“-Preise anzusehen und bilden die Basis für die weitere Kalkulation. Dabei ist zu beachten, dass die Wohnflächenangaben sowohl nach DIN als auch nach WoFIV (Wohnungsflächenverordnung) unterschiedlich berechnet werden. Die DIN-Werte umfassen dabei in der Regel mehr Flächenbestandteile, was zu höheren Gesamtangaben führt.

Vor dem Baubeginn ist eine sorgfältige Überprüfung des Baugrunds unerlässlich. Team Massivhaus empfiehlt, Geländehöhen durch einen anerkannten Gutachter überprüfen zu lassen und kann entsprechende Fachbetriebe zu günstigen Konditionen empfehlen. Die Kosten für eine solche Baugrunduntersuchung belaufen sich auf zirka 900,- EUR. Je nach Bodenbeschaffenheit können jedoch zusätzliche Untersuchungen oder Analysen notwendig sein, wodurch die Gesamtkosten für die Baugrunderkundung auf bis zu 2.000,- EUR ansteigen können. Diese Kosten sind nicht im Hauspreis enthalten und müssen von den Bauherren separat budgetiert werden. Sie sind jedoch ein kritischer Schritt, um spätere Probleme wie Setzungen oder Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

Fazit

Der Bauzeitenplan von Team Massivhaus bietet eine strukturierte vertragliche Grundlage für die Planungs- und Bauphase, wobei die praktische Umsetzung zeigen kann, dass die vorgegebenen Fristen nicht immer exakt eingehalten werden. Die Verzögerungen in der Vorbauphase, insbesondere zwischen Genehmigung und Baubeginn, erfordern von den Bauherren eine realistische Pufferplanung. Die konventionelle Massivbauweise mit Porenbeton und Mineralfaserdämmung bietet eine solide, diffusionsoffene und brandgerechte Alternative zu Dämmstoffen aus dem Kunststoffbereich, was für viele Bauherren ein wichtiges Qualitätskriterium darstellt. Die transparente Preisdarstellung der Standardhaustypen und die Möglichkeit zur freien Grundrissplanung ohne Aufpreis machen das Angebot attraktiv für Familien, die nach einer individuellen, aber dennoch planbaren Lösung suchen. Die Einbeziehung hochwertiger Standardausstattungen wie Grohe-Armaturen, Kaldewei-Badewannen und Berker- bzw. Busch-Jaeger-Schalter reduziert den Koordinationsaufwand für die Bauherren und sichert ein konsistentes Qualitätsniveau im Innenausbau. Kritisch bleibt jedoch die Notwendigkeit, externe Kosten für Baugrunduntersuchungen und mögliche Bauzeitverlängerungen bereits im frühen Stadium des Projektplanungsprozesses zu berücksichtigen.

Quellen

  1. Anna und Ole bauen
  2. Musterhaus Süderelbe - Team Massivhaus
  3. Hausbau-Forum - Wandaufbau Vergleich

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