Schwörer FlyingSpaces Preisstrukturen und modulare Wohnkonzepte

Die Entscheidung für ein modulares Wohnkonzept stellt in der modernen Architektur einen signifikanten Wendepunkt dar, weg von starren Bauweisen hin zu einer dynamischen, skalierbaren Lebensform. Die Serie FlyingSpaces von SchwörerHaus, einem renommierten Fertighaushersteller mit Sitz in Löhne (NRW) und Produktionsstätte in Hohenstein-Oberstetten, definiert den Begriff des Tiny House durch industrielle Präzision und hochwertige Materialwahl neu. Dabei handelt es sich nicht um einfache Fertiggaragen oder einfache Containerhütten, sondern um vollendete Architekturmodule in Holztafelbauweise, die eine Brücke zwischen dem minimalistischen Tiny-House-Trend und dem klassischen Einfamilienhaus schlagen. Die Preisgestaltung dieser Einheiten ist hochgradig differenziert und hängt von der gewählten Modulgröße, der Ausstattungsvariante sowie der spezifischen Konfiguration ab, wobei die Flexibilität der Zusammenstellung eines der Kernargumente für potenzielle Käufer darstellt.

Die preisliche Staffelung der FlyingSpace-Modelle

Die Kosten für ein FlyingSpace variieren stark je nach Grundriss, Fläche und gewünschtem Komfortniveau. Die Preisspanne reicht von kompakten Einzellösungen für den Einstieg bis hin zu komplexen Modulkombinationen, die als vollwertige Bungalows fungieren.

Die preisliche Aufschlüsselung der verschiedenen Planvarianten verdeutlicht die Korrelation zwischen Wohnfläche und Investitionskosten.

Modell / Plan Preis (ab) Wohnfläche Besonderheiten / Raumaufteilung
Plan F 10-031.6 119.729 € kompakt 2,5-Zimmer-Wohnung, ideal für Baulücken
Modul S (Basis) 120.276 € ca. 24 m² Bezugsfertig in „Edition Extra“, inkl. Bad/Küche
Plan F 10-037.1 127.753 € ca. 30-50 m² Loftcharakter, offenes Wohnkonzept, Design-Schreinerei
Modul-Kombination (2 Stk) 169.596 € 50 m² Preis exklusive Photovoltaikanlage
Plan F 10-049.27 168.367 € 50 m² 3,5-Zimmer-Wohnung, Maße 14,50 x 4,35 m
Plan F 10-053.1 207.451 € modular Zwei versetzte Module, geschützte Terrassen
F 10-049.9.1 (Winkelbungalow) 236.170 € 49 m² 3 Zimmer, schlüsselfertig, Effizienzhaus 55

Diese Preisstruktur zeigt, dass bereits mit einem Investment von etwa 120.000 Euro ein voll funktionsfähiges, hochwertiges Wohnmodul erworben werden kann. Die Steigerung der Kosten bei größeren Modellen wie dem F 10-053.1 oder dem Winkelbungalow resultiert primär aus der Erhöhung der Wohnfläche sowie der komplexeren geometrischen Anordnung der Module, welche zusätzliche architektonische Anforderungen an die Verbindung und die Außenhülle stellt.

Detaillierte Analyse der Preisবর্তীfaktoren

Der Endpreis eines FlyingSpace setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Es ist essenziell zu verstehen, dass die genannten Katalogpreise oft Startwerte sind, die durch individuelle Anforderungen beeinflusst werden.

Der Untergrund und die Gründung Die Wahl des Standorts hat massiven Einfluss auf die Gesamtkosten. Es muss unterschieden werden, ob das Modul als alleinstehendes Haus im Garten platziert wird oder ob es als Aufstockung auf ein bestehendes Gebäude oder ein anderes FlyingSpace gesetzt wird. Je nach Bodenbeschaffenheit kann eine einfache Punktfundament-Lösung ausreichen, was kostengünstig ist. In Fällen instabiler Böden ist jedoch eine Pfahlgründung erforderlich, die die Baukosten signifikant erhöht. Ein professionelles Bodengutachten wird hier dringend empfohlen, um böse Überraschungen bei der Gründung zu vermeiden.

Die Wohnfläche und Modulgröße Die Dimensionen der Module reichen von einem kleinen Modul S mit ca. 24 Quadratmetern bis hin zu einem Modul XXL. Während das Modul S einen multifunktionalen Raum für Schlafen, Kochen und Wohnen sowie ein Bad bietet, verfügt das Modul XXL über zwei getrennte Räume, ein Badezimmer von circa sechs Quadratmetern und einen eigenen Technik- bzw. Hauswirtschaftsraum. Die Skalierung der Fläche korreliert direkt mit dem Materialverbrauch und den Montagekosten.

Ausstattungsstufen und Technik Ein wesentlicher Faktor ist die gewählte Ausbaustufe. Die „Edition Extra“ bietet bereits einen bezugsfertigen Standard. In die technische Ausstattung fließen zudem hochwertige Komponenten ein, wie etwa Luft-Luft-Wärmegeräte und eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, welche die Energieeffizienz steigern und somit die langfristigen Betriebskosten senken.

Konstruktionsmerkmale und energetische Standards

Die Qualität eines FlyingSpace basiert auf der bewährten Fertighaus-Expertise von SchwörerHaus. Die Module werden computerunterstützt im Werk in Hohenstein-Oberstetten produziert, was eine millimetergenaue Fertigung garantiert.

Die Bauweise Alle Bauelemente werden in Holztafelbauweise konstruiert. Diese Methode ist nicht nur nachhaltig, sondern bietet auch hervorragende statische Eigenschaften. Die Zwischenräume werden mit einer mineralischen Dämmung ausgefacht, was einen optimalen Brandschutz gewährleistet und gleichzeitig die thermische Isolierung optimiert.

Energetische Kennwerte Ein herausragendes Merkmal vieler FlyingSpaces ist der Energiestandard. Beispielsweise wird beim Modell F 10-049.9.1 das Effizienzhaus 55 (EE) realisiert. Dies bedeutet, dass der Primärenergiebedarf deutlich unter dem eines Standardhauses liegt, was insbesondere bei den steigenden Energiekosten ein entscheidendes finanzielles Argument darstellt. Die Kombination aus Flachdach-Konstruktion und moderner Dämmung sorgt für ein ganzjährig behagliches Raumklima.

Logistik und Transportkosten: Die verborgene Preiskomponente

Da die FlyingSpaces als Fertigmodule produziert werden, ist der Transport ein kritischer Teil der Kostenkalkulation. Die Logistik ist komplex und wird individuell berechnet.

Transportvariablen Die Kosten für den Transport hängen primär von der Entfernung zum Werk in Hohenstein-Oberstetten und der Größe des Moduls ab. Für den Transport wird in der Regel ein Tieflader sowie ein BF3-Begleitfahrzeug benötigt.

Spezialtransporte und Genehmigungen Bei Modulen mit Standardmaßen bis zu 12,50 x 3,32 m ist eine spezielle Begleitung nur in seltenen Ausnahmefällen nötig. Sobald jedoch die Abmessungen eines Moduls 14,50 x 4,35 m erreichen (wie beim Plan F 10-049.27), ist eine Polizeibegleitung oder der Einsatz mehrerer BF4-Begleitfahrzeuge zwingend erforderlich. Diese Kosten sind im Vorfeld schwer kalkulierbar, da sie oft von behördlichen Vorgaben und verkehrsleitenden Maßnahmen wie Halteverboten oder Straßensperrungen abhängen.

Grenzüberschreitende Lieferungen SchwörerHaus liefert auch über die deutschen Landesgrenzen hinaus. Dies ist insbesondere für Regionen wie Österreich, die Schweiz, Norditalien oder das Elsass in Frankreich realistisch. Hierbei müssen jedoch die jeweiligen nationalen Spezialtransport-Regelungen beachtet werden, was eine individuelle Transportkostenberechnung für jedes Auslandsprojekt erforderlich macht.

Finanzierung und Zahlungsmodalitäten

Die Investition in ein FlyingSpace wird durch attraktive Konditionen unterstützt, die insbesondere bei Gesprächen mit Kreditinstituten von Vorteil sind.

Sicherheit durch Festpreisgarantie Käufer profitieren von einer 12-monatigen Festpreisgarantie. Dies schützt vor unvorhersehbaren Preissteigerungen bei den Baumaterialien während der Planungsphase.

Zahlungsplan Ein besonderes Merkmal der Zahlungsmodalitäten ist die Sicherheit für den Kunden: 90 % des Gesamtpreises müssen erst nach der Montage und der erfolgreichen Abnahme des FlyingSpace bezahlt werden. Dies minimiert das finanzielle Risiko für den Käufer erheblich.

Anwendungsbereiche und Nutzungsmöglichkeiten

Die Vielseitigkeit der FlyingSpaces ermöglicht unterschiedliche Einsatzszenarien, die jeweils eigene preisliche und baurechtliche Implikationen haben.

Wohnnutzung und Nachverdichtung Die Module eignen sich hervorragend als Erstwohnsitz auf kleiner Fläche, als Gästehaus im Garten oder zur städtischen Nachverdichtung. Besonders attraktiv ist das Aufsetzen von Modulen auf bestehende Gebäude, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne die Grundfläche zu vergrößern.

Gewerbliche Nutzung Neben dem Wohnen werden die Module gezielt als „Flying Space Büro“ oder „Flying Space Anbau“ vermarktet. Diese kommerziellen Anwendungen ermöglichen eine schnelle Erweiterung von Bürokapazitäten ohne langwierige klassische Bauphasen.

Feriennutzung Die Eignung als Ferienhaus ist durch bestehende Anlagen belegt. Beispiele hierfür sind:

  • Obsthof Sporrädle in 88142 Wasserburg am Bodensee
  • Ferienwohnanlage Harbrecht in 91077 Ermreuth (Fränkische Schweiz)

Zusammenfassende Analyse der Kostenstruktur

Die preisliche Analyse der Schwörer FlyingSpaces ergibt ein differenziertes Bild. Während die Einstiegspreise bei etwa 120.000 Euro liegen, steigen die Kosten bei komplexeren Modulkombinationen und höheren energetischen Standards auf über 230.000 Euro an.

Ein wesentlicher Kostenfaktor bleibt die Individualisierung. Die Nutzung der Schwörer-Design-Schreinerei für Einbaumöbel optimiert zwar den Stauraum und die Struktur auf kleiner Fläche, erhöht jedoch die Investitionssumme. Die Kombination aus schlüsselfertiger Übergabe und dem Status eines „Effizienzhaus 55“ macht die FlyingSpaces zu einem wertstabilen Investment.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Gesamtkosten nicht allein aus dem Kaufpreis des Moduls bestehen, sondern durch die Faktoren Untergrund/Gründung, Transportlogistik (insbesondere bei Überbreite) und die finale technische Ausstattung definiert werden. Die industrielle Vorfertigung in Hohenstein-Oberstetten sichert dabei eine Qualitätsstandardisierung, die im Vergleich zu individuellen Tiny-House-Eigenbauprojekten eine höhere Planbarkeit und Sicherheit bietet.

Quellen

  1. SchwörerHaus - FlyingSpace Winkelbungalow
  2. Hausbaukurs - Tiny House Hersteller
  3. SchwörerHaus - FlyingSpaces Preise
  4. SchwörerHaus - FlyingSpaces Übersicht

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