Die Corona-Pandemie hat viele Bereiche des täglichen Lebens verändert – nicht zuletzt auch den Handwerkssektor. Viele Bau- und Renovierungsarbeiten standen still, Handwerker waren überlastet, und persönliche Helfereinsätze führten zu Verstößen gegen die geltenden Schutzvorschriften. Selbst in geschäftlichen Bereichen, wie beispielsweise Hotels oder gastronomischen Einrichtungen, bot der Lockdown eine willkommene Gelegenheit zur Umgestaltung, zumal die üblicherweise dichte Gästeauslastung nicht eintrat. Gleichzeitig weisen Verbände und Experten darauf hin, dass Renovierungsarbeiten gerade während der Pandemie möglich sind, sofern gewisse Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Dies zeigt die Notwendigkeit, auch in unsicheren Zeiten sorgfältig zu planen und praxisnah umzusetzen. In diesem Artikel werden die spezifischen Herausforderungen, mögliche Lösungen und zukunftsrelevante Entwicklungen in Bezug auf Renovierungsarbeiten während des Corona-Lockdowns analysiert – basierend auf den vorliegenden Erkenntnissen.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere drei Fragestellungen:
- Wie können sich Hobby-Haushersteller und Privatpersonen in einer Situation helfen, in der Baumärkte geschlossen oder Personal knapp ist?
- Warum kam es dennoch in einigen Fällen zu Corona-Verstößen, beispielsweise durch zu viele Helfer bei privaten Sanierungsarbeiten?
- Welche Rolle spielte die Sanierung auch in unternehmerischen Bereichen, insbesondere in der Hotelbranche, im Rahmen der pandemischen Schließungen?
Zudem gibt es Hinweise auf staatliche Hilfsprogramme, die unternehmerische Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen unterstützten – bis 2022. Allerdings wurden Sanierungsmaßnahmen künftig nicht mehr als förderfähige Fixkosten angerechnet. Schließlich beschäftigen sich aktuelle Diskussionen auch mit der Zukunft der Renovierung – insbesondere im Badezimmerbereich, dem sogenannten Smart-Bad, das als „Gesundheitsstandort“ im Zentrum moderner Planungsansätze steht.
Im folgenden Beitrag widmen wir uns den einzelnen Aspekten genauer – unterstützt durch konkrete Beispiele aus der Praxis, verbandsnahe Aussagen sowie unternehmerische Rückmeldungen. Dabei wird stets auf die Quellen zurückgegriffen, die in der Abschlussliste weiter unten detailliert mit Angaben zu Verlässlichkeit versehen sind.
Herausforderungen privater Renovierungsarbeiten während des Lockdowns
Die zweite Welle der Corona-Pandemie brachte erhebliche Erschwernisse für private Renovierungs- und Baumaßnahmen mit sich. Bestehende Handwerkerkontakte konnten aufgrund von Überlastung nicht immer terminiert werden – und Baustoffhändler wie Baumärkte waren zu Beginn mehrerer Lockdowns geschlossen. Dies zwang viele Heimwerker dazu, eigenständig Lösungen und Anpassungen vorzunehmen.
Ein besonderes Beispiel ist Tom Rieckhoff, der sich nach wie vor die Herausforderung stellte, gleichzeitig Verputzarbeiten an seinem Eigenheim zu leisten und in der Freizeit seine fachliche Weiterbildung fortzusetzen. Seine Erfahrungen zeigen, wie sehr die Kombination aus privaten Interessen und finanziellen Einschränkungen dazu führte, dass viele Haushersteller auf Selbsttätigkeit zurückgriffen.
Allerdings setzt eine solche Umsetzung eine gewisse fachliche Grundkenntnis voraus – was nach wie vor eine wichtige Hürde darstellt. Zudem kann der Ablauf ohne ausgebildetes Personal fehleranfällig sein oder zu Verzögerungen führen, da beispielsweise verdeckte Schäden nachträglich aufgefunden und behoben werden müssen. Dennoch wurden solche selbstgenutzten Techniken nicht selten als nötige Lösungen beschrieben.
Gerade in lock-downbedingten Situationen ist die Anforderung an individuelle Flexibilität, aber auch an Planungssicherheit, stark gestiegen. Solche Umstände zeigen, dass Renovierungsarbeiten, auch ohne professionelle Mitwirkung, nur dann glücken können, wenn ausreichend Zeit, Material und Know-how zusammenfallen.
Corona-Verstöße durch zu viele Helfer bei Sanierungsarbeiten
Ein weiteres Thema, das in der Pressediskussion vielerorts aufgegriffen wurde, sind Corona-Verstöße, die während Renovierungsarbeiten begangen wurden. In Garbsen wurden am Samstag in einer Wohnhauswohnung von der Polizei vier Helfer beobachtet, die aus drei unterschiedlichen Haushalten stammten und gemeinsam Renovierungsarbeiten durchführten. Obwohl Renovieren unter gewissen Umständen als zulässige Tätigkeit für den Betrieb beziehungsweise für private Handlungen gesehen wird, ist der gleichzeitige Aufenthalt mehrerer Personen außerhalb ihres Kernhaushalts ein klarer Verstoß gegen geltende Infektionsschutzverordnungen.
Für private Haushersteller war es hier besonders wichtig, sowohl die Sicherheit ihrer Baustellen als auch die Einhaltung der Maßnahmen zu gewährleisten. Wer im zweiten Lockdown half, riskierte nicht nur Bußgelder, sondern auch die Gesundheit der Familie oder der hilfspersonen. Zudem sorgten die geringen Personalkapazitäten vieler Handwerksunternehmen für lange Wartezeiten. Dennoch führten einige zur Notwendigkeit, den Auftrag durch mehrere Personen, oft aus Familie oder Freunden, voranzutreiben – ein Vorgehen, das von Kontrollbehörden wie die Polizei in Garbsen rigoros abgemahnt werden konnte.
Es ist zu beachten, dass solche Projekte oft auf eine vorher bestehende Planung zurückgingen. Die anstehenden Arbeiten sollten dann idealerweise von Personen durchgeführt werden, die dauerhaft zusammenwohnten – oder, falls externe Unterstützung zwingend notwendig war, entsprechend den Vorgaben der jeweiligen Landesverordnungen abgesprochen und durchgeführt wurden.
Nutzung der Pandemiezeit für Sanierungsprojekte – Hotelbeispiele
Unter schärferen Lockdown-Bedingungen fanden gerade Unternehmen wie Hotels und Restaurants neue Chancen, Gebäudebereiche grundlegend zu renovieren. Ein prominentes Beispiel für aktives Nutzen der pandemiebedingten Stilllegung ist das Sorat Insel-Hotel in Regensburg. Bereits im Frühjahr 2020, während des ersten Lockdowns, startete das Hotel massive Sanierungsarbeiten in den öffentlichen Bereichen. Im zweiten Lockdown nutzte der Betreiber die umfassende Schließung als Gelegenheit, auch die Zimmer, Suiten und Hotelgänge vier Wochen lang umfassend zu renovieren.
Diese Arbeiten umfassten unter anderem:
- Schleifen und Neustrichen aller Türen und Türrahmen
- Organisation und intensivere Reinigung der Lagerräume und Tiefgarage – mit anschließender Weiße der Wände
- Sanierung der Parkettböden und Buffetschränke im Restaurantbereich
- Teilweise Fliesenarbeiten im Küchenbereich
Die umfassenden Investitionen in Grundsanierungen, Materialpflege und Umgestaltung von Erscheinungsbild sind sichtbares Resultat der Stilllegung durch coronabedingte Schließungen. Durch die Dauer der Schutzmaßnahmen gewannen Unternehmen Zeit, Investitionen vorzunehmen, die nicht während der normalen Betriebsauslastung realisierbar gewesen wären.
Für die Hotelbranche war dies nicht nur rein funktionell wichtig, um den Reinheitsstandards zu genügen, sondern auch visuell, um später die Kunden mit neuwertigen und ins Visuelle gesteigerten Räumlichkeiten anzulocken. Die Kombination aus Sicherheit, Hygiene und ansprechendem Ambiente wird auch in der Folge einen maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg solcher Einrichtungen haben.
Zudem unterstreicht dieses Beispiel die zentrale Rolle, die auch für unsichtbare Bereiche wie Tiefgarage und Lagerflächen systematische Sanierung spielte, da derartige Zonen zur allgemeinen Sauberkeit und hygienischen Sicherheit beitrugen.
Hygienische Umsetzung von Renovierungsarbeiten durch Handwerker
Obwohl die Nachfrage nach Handwerkerleistungen – so auch bei Renovierungs- oder Bauarbeiten – während des Lockdowns stark anstieg, beteuerten Verbandsvertreter wie Helmut Bramann (ZVSHK) gegenüber den Zuschauern, dass diese Tätigkeiten im Einzelfall sogar als hygienisch sinnvoll angesehen werden können. Sanitärarbeiten beispielsweise verursachen keinen großen Kunden-Umsatzkontakt, solange die Handwerker ihre Schutzmaßnahmen strikt befolgen.
In einer Pressemitteilung vom nördlichen Bundesdeutschland hieß es, dass die vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima vertretenen Betriebe vor Arbeiten abklären, ob der Kunde in häuslicher Isolierung lebt. Zudem werden von den Handwerkern folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Minimierung von direkten Kundenkontakten
- Einhaltung des gebotenen Sicherheitsabstands (1,5 Meter)
- Verzicht auf Handschlag
- Hygienische Wiederverwendung von Handschuhen und Schutzmasken
- Regelmäßige Desinfektion der Hände
Die Vorschriften seien daher nicht bloß eine formalisierte Liste, sondern tatsächlich auch ein notwendiges Hilfsmittel im Umgang mit infektiösen Risiken. Gerade private Haushersteller konnten von dieser professionalisierten Hygienestrategie profitieren, wenn sie – trotz Lockdown – professionelle Unterstützung in Anspruch nahmen.
Die Abschaffung von Handschlag, Kaffee- oder Schlafeinlagen, die sonst bei größeren Arbeiten anfallen, führte zwar zu einem gewissen Verlust am sozialen Umgang, unterstreicht jedoch die Ernsthaftigkeit der Maßnahmen: Es ging dabei nicht lediglich um Symbolakrobatik, sondern um realer Schutz durch strafbares Abstandsgehalt.
Förderung durch Hilfsprogramme – mit Besonderheiten hinsichtlich Sanierungsarbeiten
Auch auf unternehmerischer Ebene stieg das Interesse an Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten angesichts der coronabedingten Schließungen – insbesondere, wo externe Investoren oder staatliche Hilfen ergriffen wurden. Die Regierung setzte im letzten Jahr, mit Fortführung der Überbrückungshilfe III Plus, die sogenannte Überbrückungshilfe IV bis zum Ende des Frühjahres 2022 in den Raum.
Diese staatliche Unterstützung richtete sich gegen Unternehmen und Selbstorganisationsformen, die durch den Lockdown in ihrer Existenz oder Kapazitäten stark eingeschränkt wurden. Im Rahmen der Überbrückungshilfe IV konnten beispielsweise bis zu 100.000 Euro förderfähig sein, wobei die Dotation von Fixkosten abhängig von einem Umsatzrückgang zum Vergleichszeitraum festgelegt wurde.
Bis 2022 konnten auch Renovierungs- und Modernisierungsmassnahmen im Umfang der Fixkosten angerechnet werden. Dies führte dazu, dass auch bei Sanierungsarbeiten Finanzhilfen direkt einfließen konnten.
Allerdings weicht das Programm ab 2022 deutlich von dieser Praxis ab. Investitionen in Modernisierung oder Renovierung sind künftig nicht mehr als förderfähige Fixkosten zulässig – was auch mit der Neustrukturierung der Hilfsprogramme einherging. Unternehmen, die nun Investitionen vornehmen, müssen dies also ggf. ohne entsprechenden staatlichen Anschub leisten. Die Antragsfrist für die Erstanträge auf Überbrückungshilfe IV endete am 30. April 2022.
Die Vorteile der Nutzung der pandemiebedingten Stilllegezeiten
Für Betreiber wie das Sorat Insel-Hotel waren die Lockdown-Phasen, statt schlicht als wirtschaftliche Katastrophe, letztlich auch als Gelegenheit, Investitionen in Qualität und Ambiente vorzunehmen. Diese Stilllegung bot die Möglichkeit, längerfristig geplante Sanierungsmaßnahmen endlich umzusetzen und nicht mehr den üblichen Zeitdruck beim Betrieb auszusetzen.
Ein Vorteil der pandemiebedingten Arbeitszeiten besteht darin, dass die Abwicklung größerer Baumaßnahmen oft nicht zum Stillstand der üblichen Tätigkeiten führte. Im Gegenteil: Hotels nutzten die Zeiten für Vorbereitungen, die unter normalsten Betriebsbedingungen nicht durchführbar gewesen wären.
Vergleichbare Effekte könnten auch bei privaten Hausherstellern angestrebt werden. Die Notwendigkeit von Isolation beziehungsweise räumlich getrennter Nutzung führte oftmals dazu, dass Renovierungsarbeiten – insbesondere in Nebenräumen wie Badezimmer oder Gästezimmern – dennoch geplant und durchgeführt wurden. Die veränderter Arbeitsrhythmus erlaubte es beispielsweise, während Arbeiten durchliegender Bauhandwerker die eigene Zeit optimal einzusetzen.
Die Planungskapazitäten privater Bauherren wurden durch die coronabedingte Arbeitspause vieler Berufe genutzt, um die eigene Handwerkskenntnis zu expandieren – was besonders im Handwerkerjournalismus dokumentiert wird, wie auch im dritten und vierten Quellenteil.
Der Badezimmer-Sanierungstrend im Kontext der Pandemie
Ein zentrales Thema der Renovierungswellen, die gerade in privaten Haushalten stattfanden, ist die Sanierung des Badezimmers. Viele Haushalte ließen sich Zeit zu Hause dazu nutzen, um sich auf derartige Projekte zu konzentrieren, da der klassische Nutzerstrom in Ferienzeiten und Geschäftsreisen durch die globalen Reisebeschränkungen gestoppt war.
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erklärte, dass Renovierungsarbeiten an Sanitärinstallationen als besonders kontaktarm angesehen werden und daher auch bei strengen Lockdowns oft unterlaufen könnten, wenn sie im Sinne der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes durchgeführt wurden. Darüber hinaus sei auch in der Planungsszene spürbar, dass sogenannte „Smart-Bäder“ an Attraktivität gewinnen, da die Anforderungen an die Funktionen aus hygienischer und technischer Sicht stiegen.
Eine künftige Sanierungsrichtung liegt demnach darin, Bäder zu smarten Räumen umzubauen – also Räume, in denen:
- Barrierefreiheit im Sinne einer besseren Alltagstauglichkeit für ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen gesucht wird
- Dusch-WCs und komfortabel ausgestattete Toiletten installiert werden
- Lichtsysteme autonom oder intelligent gesteuert werden können
- Integrierte Alarmsysteme oder Sicherheitstechnik wie automatische Notrufentwicklung zum Schutz von Einzelpersonen genutzt werden
Diese „Smarte Entwicklung“ spiegelt den allgemeinen Trend wieder, der nicht erst durch die Pandemie entstand, aber in ihr besonders offensiv umgesetzt wurde, da viele Haushalte mehr Zeit und Kapazität für solche Projekte hatten.
Empfehlungen und Handlungsmöglichkeiten für Renovierer
Aus der Analyse der zur Kenntnis genommenen Quellen lässt sich eine Reihe von Empfehlungen ableiten, die hilfreich sind, um in coronabedingten Zeiten Renovierungsarbeiten erfolgreich und sicher zu übernehmen.
Eigenleistung planen
Im Lockdown zeigten die Wogen, dass bei fehlendem Handwerkspersonal oft mehr Eigenleistung gefragt war – besonders in Familienwohnungen. Für Heimwerker bedeutete das, dass sie im Vorfeld eine detaillierte Planung durchführen mussten, welche Materialien benötigt werden, ob das nötige Werkzeug vorhanden ist und wie man mit eventuell auftretenden Schwierigkeiten umgehen kann.
Kontaktlosigkeit und Sicherheitsabstandsrespekt
Privatpersonen, die nach wie vor professionelle Handwerker benötigten, konnten durch Vorankündigung und Hygienekonzepte beispielsweise die Voraussetzungen für den sicheren Eintritt eines Handwerkers schaffen. Zudem ist die Verzicht auf direkte Interaktionen wie Handschlag oder gemeinsame Kaffeepausen notwendig, da dies den Infektionsvorsorgungspflichten widerspricht.
Nutzen von Förderungen nutzen
Private Haushersteller konnten ebenfalls unter staatlichen Hilfsprogrammen wie der Überbrückungshilfe profitieren – allerdings vorwiegend in den ersten Phasen der Pandemie. In späteren Jahren, wie 2022, war die Förderung solcher Investitionen an Renovierung eingeschränkt, weshalb es wichtig war, im Vorfeld zu klären, ob Arbeiten als förderfähig angesehen werden.
Auf soziale Unterstützung zurückgreifen – mit Risiko
Hilfeleistungen von Familienmitgliedern oder Bekannten reduzierten zwar Kosten, führten im Falle falscher Abstimmung aber auch zum Risiko von Corona-Verstößen. Konkret war dies der Fall in Havelse, wo zu viele Helfer aus unterschiedlichen Haushalten an einem Sanierungsprojekt beteiligt waren, was zur Beanstandung durch die Polizei führte.
Offene Züge nutzen
Ein interessantes Szenario bot sich, wenn nicht nur die Bäder, sondern auch andere Räume im Haus über die Pandemiezeit modernisiert wurden. Viele Menschen begannen mit Selbstbaumaßnahmen, was sich nicht selten auch durch Online-Tutorials und Social-Media-Materialien unterstützte. Dies ist auch in einigen Berichten als kreativer Umgang mit der Situation hervorgetreten.
Vorsätze und Aktivitäten
Im Einzelnen war die Pandemiezeit auch von einer Vielzahl von Vorsätzen geprägt, wie sich aus einer allgemeinen regionalen R眉ckmeldung ergibt. Viele Menschen begannen, sich für Projekte zur Freizeitbeschäftigung und zum Nutzen zu motivieren – ganz ähnlich wie bei Neujahrsmomenten. Die Erfolgsquote variiert allerdings wie bei sportlichen oder kulinarischen Neubeginnen – was jedoch keineswegs allein durch die Pandemie bedingt ist.
Manche Projekte fanden statt, andere blieben unerfüllt. Die Regierung und regionale Stellen wie beispielsweise Schorndorf versuchten, persönliche Vorsätze und alltägliche Beschäftigungen durch Online-Plattformen der Bauleistungen und hygienischen Planung weiterzubetreuen.
Die Zukunft der Badezimmer-Renovierung
Die Herausforderungen der Pandemie ließen auch bei der Planung von Badezimmerrenovierungen neue Wege entstehen. Der Verband des Sanitär-Handwerks wies darauf hin, dass die Sanierung zum „Gesundheitsstandort“ der Haushaltsgesundheit beitragen kann – insbesondere in der Nutzung intelligenter Technologien beziehungsweise smarter Räume.
Eine der zentralen Erkenntnisse ist die technologische Weiterentwicklung, die bereits vor der Pandemie im Raum stand, allerdings durch geänderte Lebensbedingungen beschleunigt wurde. Bäder werden laut Bramann deshalb immer mehr als mehrfunktionaler Lebensraum vermarktet, in dem Hygienemaßnahmen, Wellness-Belange und Barrierereduzierung gleichermaßen in Betracht gezogen werden.
Praktische Beispiele für smarte Badezimmer
Einige dieser Vorgaben konnten in der Praxis bereits umgesetzt werden. Die folgenden Beispiele verdeutlichen den Entwicklungsstand:
- Dusch-WCs: Diese Geräte ermöglichen hygienischere und barrierefreiere Nutzung. Sie sind als Kombination aus WC und Dusche besonders bei Senioren oder Menschen mit Gelenkproblemen beliebt.
- Höhenverstellbare Systeme: Solche Anpassungen an Waschtischen und Toiletten sorgen für bessere Erreichbarkeit und Nutzbarkeit in fast allen Altersgruppen. Die Kombination aus Flexibilität und Funktion erfreut sich steigender Beliebtheit.
- Intelligente Lichtsteuerung: Lichtprogramme, die sich automatisch an den Tagesablauf anpassen und bei fehlender Aktivität Schalter übernehmen oder Notrufe lösen, werden in lückenloser Verantwortlichkeit gefragt.
Gerade solche Investments sind in der aktuellen Zeit besonders vorteilhaft, da sie langfristig zu weniger Pflegeaufwand und mehr gesunder Lebensqualität beitragen können – nicht zuletzt durch Anpassungsfähigkeit an verschiedene Nutzungsbedürfnisse.
Was ist jetzt in der Renovierung zu tun?
Die Corona-Regeln und ihre Auswirkungen auf die Sanierungsszene im privaten und beruflichen Kontext sind mittlerweile historisch vergangen. Dennoch haben die in dieser Zeit getätigten Maßnahmen oft nachhaltige Auswirkungen. Für zukünftiges Handeln in der Renovierungsplanung gilt es, aus der Erfahrung der Lockdown-Phasen zu lernen.
Planung der nächsten Projekte
Sowohl für den Einzelhaushalt als auch für die Betriebswelt ist eine sorgfältige Planung unerlässlich, um mögliche Engpässe – ob im Personalbedarf oder bei Materialversorgung – zu umgehen. Ein praxisbasiertes Modell wäre, im Vorfeld mehrere Varianten der Renovierung zu skizzieren und diese mit verschiedenen Ausführungsplattformen abzusprechen.
Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Bauhandwerkerfirmen
Die Zusammenarbeit mit Bauhandwerksbetrieben sollte durchgängig auf verlässliche Koordination gelegt werden. Im Fall von privaten Sanierungsarbeiten ist es wichtig, Termine frühzeitig zu buchen, um Engpässe zu umgehen. Zudem ist der Abschluss einer schriftlichen Vereinbarung sinnvoll, um alle Beteiligten, aber auch das Risiko einer vertragsungleichen Leistung, zu klären.
Nutzung digitaler Hilfen
Um auch in zukünftigen Krisenzeiten eine gewisse Flexibilität zu erhalten, können digitale Handwerkerplattformen und Beratungsinhalte genutzt werden, um Planungen vorzunehmen.
Investition in die Zukunft
Renovierungsarbeiten sollten nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig geplant werden. Das Begriffbild „Smart-Bad“ ist dabei ein Hinweis, wie Bauherren und Betreiber in zukünftige Anforderungen ihrer Wohn- und Arbeitsgrundflächen investiere können.
Fazit
Die Zeit des Corona-Lockdowns veränderte die bisherige Sanierungs- und Renovierungspraxis – nicht nur auf technisch-gestalterischer, sondern auch auf organisatorisch-logistischer Ebene. Obwohl in der Pandemie zahlreiche Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen galten, bot sie eine einzigartige Gelegenheit, um Investitionen in die eigene Lebensqualität vorzunehmen – durch Eigenleistung, durch professionelle Zusammenarbeit oder durch Kombination beider Wege.
Aber sie brachte auch klare Konsensvorgaben und Herausforderungen mit sich, wie der Verstoß gegen Schutzordnungen in Garbsen oder die Nutzung staatlicher Hilfspläne im Jahr 2021 zeigten.
Der Handwerkssektor, insbesondere das Sanitär- und Heizungshandwerk, bewegt sich heute in einer zunehmend technologisch abhängigen Zukunft, bei der die Badezimmer-Renovierung zu einem Schlüsselthema avanciert. Die Investition in smartere Räume, aber auch in bessere Hygienekenntnisse, ermöglicht nicht nur einen höherwertigen Lebensstandard, sondern auch eine bessere Vorbereitung auf Krisensituationen.
Von den Beteiligten werden künftig nicht nur Funktionen, sondern auch Vorbereitung und Umsetzungskompetenz gefordert. Die Lehren aus der Renovierung im Lockdown können dabei hilfreich weiterhin genutzt werden – sei es für den Einzelhaushalt oder für größere Einrichtungen wie Hotels und Industrieobjekte.
Quellen
- Renovieren im Corona-Lockdown – so helfen sich Heimwerker ohne Baumarkt
- Garbsen: Zu viele Helfer beim Renovieren – Polizei ahndet Corona-Verstoß
- Sorat Hotel Regensburg: Abgeschlossene Renovierungen während des Lockdowns
- Das Badezimmer Jetzt Renovieren Während Corona
- Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe IV und Hilfsprogrammen
- Corona-Projekt Ideen und Beschäftigungsangebote aus VS