Ennigerloh stärkt ältere Menschen durch gezielte Hilfsangebote im Alltag und bei Baumaßnahmen

Die Stadt Ennigerloh setzt gezielt auf soziale Infrastruktur, um ältere Bürgerinnen und Bürger aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und sie bei Herausforderungen im Alltag zu unterstützen. Besonders auffällig ist das umfassende Engagement in den Bereichen Altenhilfe, Seniorenförderung und sozialen Beratungsleistungen. Die Bereitstellung von Hilfsangeboten reicht von der Begleitung bei der Wohnraumgestaltung über die Unterstützung bei der Entsorgung von Altgeräten und Altbeständen bis hin zur Beratung im Bereich der Pflege und Palliativversorgung. Besonders hervorzuheben ist dabei das kontinuierliche Engagement des Arbeitskreises Senioren, der seit Jahrzehnten als treibende Kraft für soziale Integration älterer Menschen in der Stadt agiert. Zudem zeigen aktuelle Baumaßnahmen wie die Umbaumaßnahme im Landgasthof Hoher Hagen, die ab dem Jahr 2024 auf eine Versorgung von Senioren mit Mahlzeiten ausgerichtet ist, eindrücklich, wie soziale Ziele in der Stadtplanung und Baumaßnahmen verankert werden. In Kombination mit regionalen Hilfsorganisationen wie der Tafel, der Familienförderung und der Altersvorsorge im Sinne einer ganzheitlichen Unterstützung zeigt sich ein differenziertes und nachhaltiges Netzwerk, das insbesondere auf den Bedarf älterer Menschen ausgerichtet ist.

Die Gründung der Seniorenbegegnungsstätte im sogenannten Kleinen Drubbelhaus im Jahr 1972 markiert den Beginn einer nachhaltigen sozialen Entwicklung in Ennigerloh. Als 1969 erstmals der Antrag auf Errichtung einer Altentagesstätte gestellt wurde, war dies ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung der Themen Altenhilfe und soziale Teilhabe im kommunalen Alltag. Die Initiative ging von der Ennigerloherin Christa Frede aus, die als treibende Kraft den sozialen Austausch und das Miteinander unter Älteren fördern wollte. Unterstützt wurde sie unter anderem von der örtlichen Arbeiterwohlfahrt, Kirchengemeinden und dem Dichter und Unternehmer Andreas J. Rottendorf, der das Grundstück zur Verfügung stellte. Die Eröffnung der Begegnungsstätte 1972 wurde durch eine klare Ausrichtung auf Selbstbestimmung und Selbstorganisation der Betroffenen geprägt. Die Gründung des Arbeitskreises Senioren wurde 1973 erstmals im Haushaltsplan der Stadt Ennigerloh festgehalten, was die institutionelle Verankerung der Maßnahme unterstrich. Die Richtlinien für den Arbeitskreis wurden 1974 unter dem Motto „Miteinander – füreinander“ erarbeitet, wobei bewusst sichergestellt wurde, dass die Einrichtung weder einer politischen Partei noch einer bestimmten sozialen Schicht zuzuordnen war.

Die räumliche Erweiterung des Angebots erfolgte 1976 mit dem Umzug in das sogenannte Große Drubbelhaus, das ehemals als Brennerei genutzt wurde. Die Stadt Ennigerloh erwarb das Gebäude von der Landesentwicklungsagentur für 300.000 Euro. Dieses Gebäude diente fortan als zentrale Anlaufstelle für soziale Aktivitäten und soziale Kontakte unter älteren Menschen. Die Tätigkeit der Leiterin des Arbeitskreises, Christa Frede, war prägend für das soziale Engagement in der Stadt. Bis zu ihrem Ausscheiden 1980 blieb sie als Vorsitzende tätig, bevor sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen zurücktrat. Danach übernahm Liane Schürkmann das Amt und führte das Konzept über acht Jahre hinweg weiter. Diese kontinuierliche Führung und der enge Austausch mit der Bevölkerung haben dazu beigetragen, dass sich die Einrichtung zu einer tragenden Säule der sozialen Infrastruktur entwickelte.

Neben der sozialen Unterstützung und sozialen Verankerung der älterer Bürgerinnen und Bürger in der Stadt gibt es in Ennigerloh zudem konkrete Hilfsangebote im Bereich der Baumaßnahmen, der Wohnraumbegleitung und der Entsorgung von Altbeständen. Insbesondere bei Umbaumaßnahmen, die auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet sind, spielen verschiedene Institutionen eine zentrale Rolle. So zeigt sich beispielsweise in der Sanierung des Landgasthauses Hoher Hagen, die ab Oktober 2023 durchgeführt wurde, ein eindrückliches Beispiel dafür, wie soziale Ziele in die Stadtentwicklung eingebunden werden. Ab dem 1. Januar 2024 soll dort eine Kücheneinrichtung für die Versorgung von Senioren aus den Altersheimen der St. Anna GmbH in Neubeckum und Beckum genutzt werden. Der Geschäftsführer des Hauses, Josef Mersmann, betont, dass die Neuausrichtung des Hauses dazu führen werde, dass es zu einem vielfältigeren und gesellschaftlich bedeutsameren Ort werde. Die Maßnahme ist damit nicht nur eine Sanierung des Gebäudes, sondern eine echte soziale Neuorientierung des Ortes.

Die Sanierung des Landgasthauses Hoher Hagen umfasst umfangreiche Arbeiten an der Küche und im Kellerbereich. Der reguläre Betrieb wurde vorübergehend eingestellt, um die notwendigen Arbeiten durchführen zu können. Die Entscheidung, künftig Mahlzeiten für Senioren zu liefern, zeigt, wie gut geplant soziale Versorgungsleistungen und bauliche Maßnahmen ineinander greifen können. Die Maßnahme ist ein klares Zeichen dafür, dass Ennigerloh bei der Gestaltung sozialer Infrastruktur nicht nur auf die Bedürfnisse der Gegenwart, sondern auch auf zukünftige Herausforderungen im demografischen Wandel setzt. Die enge Kooperation mit der St. Anna GmbH und der regionalen Verankerung der Einrichtung im Gesundheits- und Sozialbereich ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Integration älterer Menschen.

Neben der sozialen Verankerung und der Unterstützung im Alltag gibt es in Ennigerloh zudem ein umfangreiches Hilfsnetzwerk für Bürgerinnen und Bürger, die Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Baumaßnahmen benötigen. Dies umfasst sowohl die Beratung im Bereich der Wohnraumbegleitung als auch die Unterstützung bei der Entsorgung von Altgeräten, Altbeständen und Sondermüll. Insbesondere bei der Entsorgung von Küchen und anderen Möbeln im Haushalt ist Vorsicht geboten, da es dabei nicht nur um die fachgerechte Beseitigung von Sperrmüll, sondern auch um die Berücksichtigung von Elektrogeräten, Wasseranschlüssen und ggf. um Sondermüll wie Kühlschränke oder Herde gehen kann. In diesem Zusammenhang ist die Leistungsstärke des Anbieters AWL Zentrum hervorzuheben, der in Ennigerloh und Umgebung über ein umfangreiches Netzwerk von über 1.500 regionalen Entrümpelungsunternehmen verfügt. Die umfassende Abdeckung in Deutschland und die enge Kooperation mit lokalen Betrieben sichern kurze Anfahrzeiten, keine Zusatzkosten und eine termingerechte Abwicklung.

Für die Kosten einer solchen Entrümpelung gibt es nach Angaben von AWL Zentrum für verschiedene Haushaltsgrößen und Rauminhalte durchgängige Kalkulationen. So liegt der Preis für eine 1-Personen-Wohnung mit 40 m² Fläche zwischen 950 € und 1.150 €, bei einer 2-Personen-Haushaltsgrößeneinschätzung mit 60 m² zwischen 1.250 € und 1.650 €. Für Haushalte mit drei Erwachsenen und einem Kind (80 m²) liegt der Preis zwischen 1.650 € und 2.100 €, während bei einem Vier-Personen-Haushalt mit 100 m² Fläche die Kosten zwischen 2.000 € und 2.600 € liegen. Besonders auffällig ist dabei, dass durch die enge Kooperation mit gewerblichen Entsorgungslieferanten und der Optimierung der Tourenplanung insgesamt Ersparnisse von bis zu 40 % erzielt werden können. Dies macht die Leistung für die Nutzerinnen und Nutzer insbesondere im Bereich der Haushaltsentrümpelung attraktiv und kostensparend.

Für den Fall, dass es zu einer Wohnungsauflösung oder einem Umzug kommen soll, ist es sinnvoll, frühzeitig die notwendigen Genehmigungen und Genehmigungswege abzusichern. Besonders betroffen sind hierbei die Behörden, die für die Entsorgung von Elektrogeräten, Heizungsanlagen, Kühlschränken oder Dunstabzugshauben zuständig sind. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Stellen wie dem Jobcenter, Sozialamt, Pflegestützpunkten oder Melde- und Zulassungsstellen ist daher ratsam. In Ennigerloh beispielsweise sind folgende Stellen im Einsatz: Das Jobcenter in der Raiffeisenstraße 11 in 59229 Ahlen übernimmt gegebenenfalls die Kosten für die Entrümpelung, insbesondere bei Bezug von Leistungen nach dem Sanktionsgesetz (z. B. ALG II). Die genaue Kalkulation erfolgt über direkte Abwicklung über AWL Zentrum. Für soziale Hilfen im Bereich der Pflege und sozialer Notlagen ist das Sozialamt in der Geiststraße 47 in 59555 Lippstadt zuständig. Auch die Beratung für pflegebedürftige Personen und deren Angehörige erfolgt hier, beispielsweise über das Zentrum für soziale Beratung in Kamen (Nordenmauer 18, 59174 Kamen). Dort werden sowohl die Themen Pflege, als auch die Umsetzung von Umbaumaßnahmen im häuslichen Bereich umfassend beraten.

Auch in der engen Nachbarschaft zu Ennigerloh, beispielsweise in Sendenhorst und Albersloh, gibt es weitere Hilfsangebote, die für ältere Menschen und ihre Familien von Bedeutung sind. Der Verein „Familien im Zentrum“ (FiZ) wurde 2006 gegründet und hat die Aufgabe, ein umfassendes Netzwerk für Familien und Generationen in der Region aufzubauen. In Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Trägern und sozialen Einrichtungen unterstützt FiZ beispielsweise bei der Suche nach Betreuung, der Rückkehr in den Beruf oder der Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen. Ansprechpartner sind in Sendenhorst unter der Rufnummer 0 25 26 / 9 38 22 68, in Albersloh unter 0 25 35 / 9 59 97 80 erreichbar. Sowohl in Sendenhorst als auch in Albersloh gibt es zudem Kontaktkstellen für soziale Beratung, die ebenfalls Hilfestellung bei der Planung von Umbaumaßnahmen und der Gestaltung des Wohnraums geben können.

Ein weiteres wichtiges Hilfsangebot ist die Ennigerloher Tafel e.V., die beispielsweise Lebensmittel an bedürftige Haushalte verteilt. Die Tafel ist an der Schleedahlstraße 2a in 59320 Ennigerloh beheimatet und hat dort eine Ausgabestelle eingerichtet. Auch in Sendenhorst besteht seit dem 04. November 2008 eine weitere Ausgabestelle der Ennigerloher Tafel. Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden, um an den Leistungen teilnehmen zu können. Dieses Engagement zeigt, dass soziale Hilfsangebote auch im Bereich der Versorgung mit Lebensmitteln und der sozialen Absicherung eine zentrale Rolle spielen.

Ein weiteres herausragendes Hilfsangebot ist das Seniorenbüro in Sendenhorst, das von der Heinrich und Rita Laumann-Stiftung getragen wird. Es bietet eine unabhängige und kostenlose Beratung rund um Themen wie Altenhilfe, Pflege, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuung und Demenz. Die Kontaktdaten lauten: Weststr. 6, 48324 Sendenhorst, Telefon: 0 25 26 / 30 0-31 31. Öffnungszeiten sind montags bis freitags jeweils von 10:00 bis 11:30 Uhr sowie donnerstags von 16:00 bis 17:30 Uhr. Zudem ist das Seniorenbüro offizielle Infostelle der Alzheimergesellschaft und Ansprechpartner für das DemenzNetz Sendenhorst und Albersloh. Die Kontaktdaten sind über die Website www.demenznetz-sendenhorst.de abrufbar.

Ein weiteres Anliegen der Stiftung ist die Begleitung sterbender Menschen im Palliativbereich. Das Palliativnetz Sendenhorst, das ebenfalls von der Heinrich- und Rita-Laumann-Stiftung getragen wird, setzt sich dafür ein, dass Menschen in der letzten Lebensphase ein würdiges und erfülltes Sterben genießen können. Dazu zählen die Beratung im Bereich Schmerztherapie, die Unterstützung bei Beschwerdebildern und die psychosoziale Betreuung. Die Gründung des Palliativnetzwerks ist damit ein weiterer wichtiger Baustein im sozialen Miteinander in der Region.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Ennigerloh und die angrenzenden Städte in der Region ein umfassendes, auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmtes Hilfs- und Unterstützungsnetzwerk aufgebaut haben. Von der sozialen Integration über die soziale Beratung bis hin zu konkreten Baumaßnahmen und der Versorgung mit Lebensmitteln reicht das Spektrum der Hilfsangebote. Insbesondere die enge Kooperation zwischen sozialen Einrichtungen, Behörden und privaten Anbietern wie AWL Zentrum zeigt, dass die soziale Verantwortung in der Stadtgemeinde verankert ist. Für ältere Bürgerinnen und Bürger, die Unterstützung bei der Wohnraumbegleitung, der Entsorgung von Altbeständen oder der Planung von Umbaumaßnahmen benötigen, ist eine Vielzahl an Ansprechpartnern vor Ort verfügbar.

Fazit
Ennigerloh zeigt mit den vielfältigen Hilfsangeboten, die auf soziale Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind, ein herausragendes Beispiel für eine ganzheitliche soziale Versorgung im ländlichen Raum. Von der Gründung der Seniorenbegegnungsstätte 1972 über die Sanierung des Landgasthauses Hoher Hagen zur Versorgung von Senioren mit Mahlzeiten bis hin zu umfassenden sozialen Beratungsangeboten und der Beseitigung von Altbeständen durch professionelle Dienstleister wie AWL Zentrum wird ein umfassendes Netzwerk aufgebaut. Besonders hervorzuheben ist dabei die enge Kooperation zwischen sozialen Einrichtungen, Behörden und privaten Anbietern, die eine dauerhafte und nachhaltige Unterstützung für ältere Bürgerinnen und Bürger sichert.

Quellen

  1. AWL Zentrum – Entsorgen einer alten Küche in Ennigerloh
  2. Die Glocke – Arbeitskreis Senioren fördert Zusammenhalt in Ennigerloh
  3. Die Glocke – Renovierung am Hohen Hagen in Ennigerloh gestartet
  4. St. Martinus- und Ludgerus-Stiftung – Weitere Hilfsangebote in Ennigerloh

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