Fördertarif für die energetische Sanierung: Wie viel Geld bekommt man zurück, wenn man sein Haus modernisiert?

Die energetische Sanierung von Wohnimmobilien ist in Deutschland ein zentrales Anliegen, um die Klimziele zu erreichen und langfristig Energiekosten zu senken. Für Hausbesitzer, die ihre Immobilie modernisieren möchten, sind staatliche Förderungen ein wichtiger Baustein, um die hohen Investitionskosten zu senken. Insbesondere bei umfangreichen Sanierungen, wie der Dämmung von Fassade, Dach oder Kellerdecke, dem Austausch von Fenstern oder dem Aust Austausch der Heizungsanlage, können erhebliche Zuschüsse und günstige Kredite gewährt werden. Der vorliegende Artikel beleuchtet die derzeit geltenden Fördermöglichkeiten für die energetische Sanierung deutscher Wohngebäude anhand aktueller Quellen und klärt, wie viel Geld Hausbesitzer tatsächlich zurückbekommen können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Förderprogrammen des Bundes, insbesondere auf der Kombination aus Bundsförderung, KfW- und BAFA-Maßnahmen sowie dem neuen Programm „Jung kauft Alt“. Die Analyse berücksichtigt zudem die Anforderungen, Voraussetzungen und die praktische Umsetzung solcher Maßnahmen.

Förderung für einzelne Sanierungsmaßnahmen: 15 Prozent Zuschuss vom Bund

Die Bundesregierung hat verschiedene Programme zur Unterstützung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden aufgelegt, die insbesondere auf die Reduzierung des Energieverbrauchs abzielen. Eine zentrale Förderung erfolgt über die sogenannte „Förderung einzelner Maßnahmen“, die vom Bund über die Deutsche Energieagentur (dena) abgewickelt wird. Laut Quelle [1] erhält die Maßnahme einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben, wenn es um die Umsetzung einzelner Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle oder in der Anlagentechnik geht. Dazu zählen beispielsweise die Dämmung der Außenwände, der Austausch von Fenstern, die Installation von Lüftungsanlagen, Sonnenschutzsystemen oder die Optimierung des Energiebedarfs durch intelligente Steuerungssysteme.

Die förderfähigen Kosten pro Jahr sind auf insgesamt 30.000 Euro begrenzt. Dies bedeutet, dass ein Haushalt, der beispielsweise 25.000 Euro für die Dämmung der Fassade und 8.000 Euro für neue Fenster aufwendet, die vollen 15 Prozent Zuschuss auf die Gesamtkosten von 33.000 Euro erhalten würde – also insgesamt 4.950 Euro Zuschuss. Die Förderung ist jedoch an eine Voraussetzung geknüpft: Die Maßnahmen müssen von einem anerkannten Energieberater bestätigt werden, der auf der offiziellen Liste der Deutschen Energieagentur (dena) eingetragen ist. Diese Bescheinigung ist notwendig, um die Zulassung zur Förderung zu sichern. Ohne diese Bestätigung durch einen registrierten Experten wird die Antragstellung abgelehnt.

Ein besonderer Anreiz liegt in der Kombination mit einem individuellen Sanierungsfahrplan. Wer diesen zusammen mit der Antragstellung einreicht, erhält einen zusätzlichen Bonus von fünf Prozentpunkten. Damit erhöht sich die Gesamtförderquote auf 20 Prozent. Die Obergrenze der förderfähigen Gesamtkosten steigt auf 60.000 Euro pro Jahr. Für einen Haushalt, der beispielsweise 60.000 Euro für eine umfassende Modernisierung aufwendet, ergibt sich damit ein Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro. Diese Summe deckt fast ein Drittel der Gesamtkosten ab. Der Sanierungsfahrplan dient dabei als Nachweis, dass die Maßnahmen nachhaltig und flächendeckend auf die Energieeffizienz des Gebäudes abzielen. Er ist somit ein zentraler Bestandteil der Förderung und dient zugleich als Leitfaden für die Sanierungsreihenfolge.

Das Programm „Jung kauft Alt“: Förderung beim Kauf und Anschluss-Neubau

Neben der Förderung einzelner Maßnahmen setzt das Bundesbauministerium zudem auf eine ganzheitliche Herangehensweise: Das Programm „Jung kauft Alt“ soll Familien dabei unterstützen, Altbauten zu erwerben und zu sanieren. Es richtet sich gezielt an Haushalte mit minderjährigen Kindern, die sich im Besitz eines Eigenheims befinden und eine Sanierung vorhaben. Laut Quelle [2] gelten folgende Voraussetzungen: Es muss mindestens ein Kind im Haushalt leben, das noch nicht volljährig ist. Zudem gibt es eine Einkommensobergrenze: Für ein Kind liegt die zulässige Einkommenshöhe bei 90.000 Euro pro Jahr. Für jedes weitere Kind steigt diese Schwelle um jeweils 10.000 Euro an. Damit ist ein Haushalt mit drei Kindern maximal 120.000 Euro pro Jahr einkommensbegrenzt.

Neben diesen Voraussetzungen gibt es weitere Auflagen: Bisherige Empfänger des sogenannten Baukindergeldes sind von der Förderung ausgeschlossen. Auch Besitzer von bereits bestehenden Immobilien können am Programm nicht beteiligt werden, da es ausschließlich der Erwerb einer bestehenden Immobilie mit anschließender Sanierung dienen soll. Darüber hinaus muss der Käufer selbst im Haus einziehen. Die Immobilie darf nicht zur Vermietung genutzt oder innerhalb kürzester Zeit wieder verkauft werden. Diese Auflagen sollen Missbrauch verhindern und die Förderung an den eigentlichen Bedarf der Familien anpassen.

Trotz dieser Bemühungen gibt es Kritik an dem Programm. Wie Quelle [2] berichtet, meinen beispielsweise die Landesbausparkassen, dass viele Familien mit der Förderung allein trotz günstiger Konditionen Schwierigkeiten haben, die notwendigen Finanzmittel für umfangreiche Sanierungen bereitzustellen. Besonders im Falle von Altbauten mit hohem Energieverbrauch sei es schwierig, innerhalb von vier bis fünf Jahren eine umfassende Modernisierung abzuschließen – sei es aufgrund des Zeitdrucks oder mangels finanzieller Ressourcen. Einige Experten plädieren daher dafür, die Fristen zu verlängern und auch die Energieeffizienzklasse C oder D in die Förderung einzubeziehen, um den Sprung zum effizienten Gebäude zu erleichtern. Die Begründung lautet, dass jede Sanierung, egal wie groß das Einsparpotenzial ist, dem Klimaschutz dient und zudem zu einer Reduzierung des Wohnungsmarktdrucks beiträgt.

Förderung über KfW, BAFA und regionale Fördereinrichtungen

Neben den bundesweiten Förderprogrammen des Bundes gibt es eine Vielzahl weiterer Förderquellen, die insbesondere über die KfW, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhraushilfe (BAFA) sowie über regionale Förderprogramme der Bundesländer, Städte oder Kommunen anlaufen. Laut Quelle [4] können Hausbesitzer über einen umfassenden Sanierungsvergleich bis zu 28.000 Euro sparen, wenn sie die passenden Förderangebote nutzen. Die KfW-Kredite gel gelten dabei als zentrales Instrument, da sie einen hohen Förderanteil an der Gesamtinvestition abdecken können – bis zu 70 Prozent der Sanierungskosten. Diese Zahlen beziehen sich auf die Gesamtförderung, die aus mehreren Quellen entsteht, darunter KfW-Darlehen mit Zinsszinsen ab 0 Prozent, KfW-Zuschläge und ggf. Zuschläge über das BAFA für Maßnahmen wie die Installation von Photovoltaik oder die Modernisierung der Heizungsanlage.

Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), das beispielsweise die Inbetriebnahme neuer Heizungsanlagen oder die Installation von Wärmepumpen fördert. Die Kombination aus KfW, BAFA und Bundsförderung ermöglicht eine umfassende Finanzierungshilfe. So kann ein Haushalt, der beispielsweise eine Wärmepumpe installiert, über mehrere Förderquellen gleichzeitig Geld erhalten. Die Antragsstellung übernehmen Experten wie Enter, die den gesamten Prozess begleiten und die Anträge für den Kunden stellen. Dadurch entfällt ein hoher bürokratischer Aufwand für die Betroffenen, was die Umsetzung der Maßnahmen erleichtert.

Darüber hinaus empfiehlt sich die Nutzung regionaler Förderprogramme. Quelle [3] weist darauf hin, dass auch Bundesländer, Städte und Kommunen Förderungen für die energetische Sanierung anbieten. Diese finden sich in regionalen Förderdatenbanken oder können direkt über die zuständige Behörde abgerufen werden. Besonders sinnvoll ist es, mehrere Förderquellen miteinzubeziehen, da sich die Zuschläge häufen und die Gesamtförderung deutlich steigt.

Dach-, Fassaden- und Dämmung: Schwerpunkt der Energieeinsparung

Die Energieeffizienz eines Gebäudes hängt entscheidend von der Wärmedämmung ab. Besonders deutlich zeigt sich dies an der Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke. Quelle [4] berichtet, dass eine effektive Wärmedämmung bis zu 50 Prozent der Heizkosten einsparen kann. Dies führt zu einem angenehmen Wohngefühl, da das Haus im Winter wärmer und im Sommer kühler bleibt. Besonders effektiv ist beispielsweise die Einblasdämmung, bei der Dämmstoffe wie Zellulose oder Mineralwolle in Hohlräume der Wände eingeblasen werden. Diese Methode ist zeitsparend, kostengünstig und erfordert nur geringe Baumaßnahmen an der Fassade. Besonders bei Nachrüstungen ist die Methode ideal geeignet, da die Bausubstanz kaum beeinträchtigt wird.

Das Dach ist dabei eine der größten Flächen, über die Wärme verloren geht. Eine gute Dämmung des Daches sorgt dafür, dass Wärme im Innenraum verbleibt und der Energiebedarf gesenkt wird. Besonders bei älteren Gebäuden mit ungedämmten oder schlecht gedämmten Dächern besteht ein hohes Einsparpotenzial. Laut Quelle [4] ist daher eine Sanierung des Daches eine der wirksamsten Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs. Auch bei der Fassadendämmung gilt: Je nach Ausführung und Dämmstoffart können die Kosten je nach Material variieren. Allerdings ist die Wirkung deutlich messbar und steigert den Wohnkomfort erheblich.

Zusätzlich ist die Sanierung von Fenstern und Türen ein zentraler Baustein der Modernisierung. Neueren Fenstern mit Doppel- oder Mehrfachverglasung ist ein hoher Wirkungsgrad zuzurechnen, der den Wärmeschutz verbessert. Auch hier wirkt sich eine Sanierung positiv auf die Energiebilanz aus. Laut Quelle [4] ist die Kombination aus Fassaden- und Dachdämmung, Fensteraustausch und moderner Heizung die wirksamste Kombination, um den Energiebedarf zu senken. Die Kombination aus allen Maßnahmen führt zu einer deutlichen Erhöhung der Energieeffizienzklasse und damit zu geringeren laufenden Kosten.

Der Weg zur Förderung: Antragstellung, Nachweise und Experten

Um die staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen, ist eine fachgerechte Vorgehensweise notwendig. Ohne Nachweise durch einen zertifizierten Energieberater ist die Antragsstellung nicht möglich. Laut Quelle [1] muss der Energieberater auf der Liste der Deutschen Energieagentur (dena) geführt sein. Nur dann ist die Bestätigung für die Förderung gültig. Zudem ist es ratsam, einen umfassenden Sanierungsfahrplan zu erstellen, da dieser einen zusätzlichen Bonus von fünf Prozentpunkten sichert. Dieser Fahrplan dient als Nachweis, dass die Sanierung umfassend und zielorientiert durchgeführt wird.

Für die Geltendmachung von Fördergutscheinen ist zudem eine Bescheinigung eines Fachunternehmens notwendig, die bestätigt, dass die Arbeiten gemäß den geltenden Anforderungen durchgeführt wurden. Quelle [3] betont, dass der sogenannte Steuerbonus nur greift, wenn die Anschaffungskosten nicht bereits als Betriebsausgaben, Sonder- oder außergewöhnliche Absetzungen berücksichtigt wurden. Daher ist eine klare Abgrenzung der Ansprüche wichtig.

Ein weiterer Punkt ist die Beantragung über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das einen „Förderwegweiser Energieeffizienz“ bereitstellt. Dieser hilft, passende Förderungen über eine einfach zu bedienende Online-Oberfläche zu finden. Quelle [3] empfiehlt, den Wegweiser zu nutzen, um sich innerhalb weniger Klicks über die passenden Fördermöglichkeiten zu informieren.

Fazit

Die energetische Sanierung von Wohngebäuden ist eine notwendige Maßnahme, um den Energiebedarf zu senken und langfristig Energiekosten zu senken. Für Hausbesitzer gibt es eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten, die insbesondere durch staatliche Zuschüsse und günstige Kredite entfalten. Die Bundesförderung über 15 Prozent Zuschuss auf förderfähige Ausgaben, die bis zu 30.000 Euro pro Jahr betragen, ist ein zentraler Baustein. Mit der Erstellung eines Sanierungsfahrplans steigert sich die Förderquote auf 20 Prozent, wodurch insgesamt bis zu 12.000 Euro Zuschuss pro Jahr möglich sind. Das neue Programm „Jung kauft Alt“ richtet sich gezielt an Familien mit Kindern, die einen Altbau erwerben und sanieren wollen. Es bietet insbesondere bei der Finanzierung von Modernisierungen Unterstützung, setzt aber strenge Voraussetzungen.

Durch Kombination mehrerer Förderquellen – wie KfW-Darlehen, BAFA-Zuschüsse, regionale Förderungen und den Bundszuschuss – können die Sanierungskosten deutlich gesenkt werden. Insbesondere die Kombination aus Dämmung von Fassade, Dach und Fenstern wirkt sich positiv auf den Energiebedarf aus und senkt die Heizkosten um bis zu 50 Prozent. Die Antragsstellung ist mit Unterstützung von Fachleuten und über den Förderwegweiser des BMWK vereinfacht. Für alle, die eine Sanierung planen, ist daher eine umfassende Beratung und Abstimmung der Fördermöglichkeiten essenziell. Jede Sanierung ist ein Schritt in Richtung Energieeffizienz und Klimaschutz – und viele Förderungen machen es möglich, diesen Schritt wirtschaftlich zu stemmen.

Quellen

  1. Förderung einzelner Maßnahmen – KfW
  2. Förderprogramm „Jung kauft Alt“ – WDR
  3. KfW-Förderung und Steuerbonus – GEV Versicherung
  4. Sanierung mit Enter – Enter Blog
  5. Wohnungsbau-Förderung – Dr. Klein

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