Sanierungsprojekte in Höhenkirchen-Siegertsbrunn: Von der Mehrzweckhalle bis zum Seniorenheim

Einleitung

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn im südlichen Münchner Umland befindet sich in einer intensiven Phase der baulichen Erneuerung. Mehrere Großprojekte zur Sanierung und Erweiterung laufen parallel, die die Gemeinde finanziell und organisatorisch vor große Herausforderungen stellen. Von der zentralen Mehrzweckhalle über das Seniorenheim bis hin zum Gemeindebauhof – die Bauaktivitäten sind vielfältig und komplex. Dieser Artikel gibt einen detaillierten Überblick über die wichtigsten Sanierungsprojekte in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, ihre Bedeutung für die Gemeinde und die damit verbundenen Herausforderungen.

Die Sanierung der Mehrzweckhalle - Ein zentrales Projekt für die Gemeinde

Die Mehrzweckhalle in Höhenkirchen-Siegertsbrunn stellt ein zentrales Begegnungszentrum für die Bevölkerung dar. Ende der 1980er Jahre errichtet, liegt die Halle mittig zwischen den historischen Ortskernen und erfüllt eine wichtige Funktion im Gemeindeleben. Da es vor Ort kein Bürgerhaus gibt, bietet sie die einzige Möglichkeit, kulturelle, soziale und sportliche Ereignisse durchzuführen. Die Halle wird von den Grundschulen, unterschiedlichen Sportvereinen und für die Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen genutzt.

Die Sanierung der Mehrzweckhalle wurde als dringend notwendig erachtet und soll die Halle für zukünftige Anforderungen fit machen. Im Fokus stehen die energetische Sanierung mit Erneuerung der Dämmung und der Wärmeversorgung, die Reduzierung des Energiebedarfs und die Unterstützung der Umwelt- und Klimaschutzziele des Bundes. Gleichzeitig sollen Unfall- und Brandschutz verbessert sowie ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

Die Sanierungsarbeiten begannen bereits 2019 und werden voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 3.032.038 Euro, wovon 1.000.000 Euro als Bundesförderung zur Verfügung stehen. Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn trägt die restlichen 2.032.038 Euro aus Eigenmitteln.

Nach Abschluss des Bauabschnitts II und aller Außenarbeiten wurde die Mehrzweckhallen mittlerweile wiedereröffnet. Der neu vorgebaute Eingangsbereich mit Aufzug erleichtert nun den Zugang zur Hallenebene. Die Glasfassade wurde komplett überarbeitet und mit einem Blendschutz- und Akustikvorhang ausgestattet.

Dennoch sind die Arbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen. Lieferschwierigkeiten und Handwerkermangel haben das Projekt verzögert. Für die Schulen und Sportvereine gibt es jedoch bereits eine positive Nachricht: Seit dem 4. November 2024 ist wieder Sportbetrieb in der Halle möglich. "Innen ist alles so gut wie fertig, dass der Umzug in die Herbstferien über die Bühne gehen kann", erklärt Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD).

Großveranstaltungen sind in der Mehrzweckhalle jedoch auch in den kommenden Monaten nicht möglich. Weil einige Arbeiten, insbesondere am neuen Eingangsbereich und Aufzug, noch nicht abgeschlossen sind, ist vorerst nur ein eingeschränkter Betrieb möglich. "Für Großveranstaltungen ist eine funktionierende Brandmeldeanlage unerlässlich", erläutert Konwitschny. Diese dürfe erst eingerichtet werden, wenn sämtliche Sanierungsarbeiten abgeschlossen seien.

Mit Blick auf die positive demografische Entwicklung der Gemeinde und die damit einhergehende steigende Zahl der Schülerinnen und Schüler wird nach Abschluss der Sanierung eine nachhaltige und multifunktional nutzbare Halle zur Verfügung stehen, die als zentraler Ort der Begegnung und Integration dient.

Komplexe Sanierung des Seniorenheims "Wohnen am Schlossanger"

Das Seniorenzentrum "Wohnen am Schlossanger" stellt eines der komplexesten Sanierungsprojekte in Höhenkirchen-Siegertsbrunn dar. Die Bauarbeiten sind höchst kompliziert und teuer, wie Bürgermeisterin Mindy Konwitschny betont: "Da sprechen wir langsam fast von einer Runderneuerung."

Die Herausforderungen für das Projekt sind vielfältig. Zog sich zunächst der komplizierte Einbau des zweiten Aufzugs hin, lief plötzlich Wasser über das Dach ins Gebäude. Noch bevor im Herbst vergangenen Jahres die umfangreiche Flachdachsanierung startete, setzte ein Unwetter mit Sturm, Starkregen und Hagel am Leonhardi-Wochenende das Untergeschoss des Seniorenzentrums völlig unter Wasser.

Die Folgeschäden sind erheblich. Die Küche musste wegen Wasserschäden entfernt werden, weshalb im Haus nicht mehr selbst gekocht werden kann. Auch die im Keller untergebrachte Mittagsbetreuung musste ausgelagert werden. Die Kinder wurden zunächst bei der Siegertsbrunner Feuerwehr untergebracht, finden die Betreuung inzwischen in den Kinderhäusern Pfiffikus und Arche Noah statt.

Die Sanierung des Untergeschosses wird voraussichtlich ein Jahr dauern. Parallel zur baulichen Instandsetzung soll heuer auch die wirtschaftliche Sanierung des Alten- und Pflegezentrums vorangetrieben werden, da die finanziellen Mittel der Gemeinde knapp sind.

Betroffen von den Unwetterschäden ist auch die benachbarte Sigoho-Marchwart-Schule. Dort konnten mit Sofortmaßnahmen und der Hilfe einer Fachfirma für Bodentrocknung die Schäden über die Sommerferien beseitigt werden.

Das Seniorenheim-Proekt zeigt exemplarisch, wie sich verschiedene Herausforderungen bei Sanierungen叠加n können: Alte Bausubstanz, unvorhergesehene Schäden durch Witterungseinflüsse und die Notwendigkeit, während der Bauzeit alternative Lösungen für die Bewohner zu schaffen.

Bauhof-Erneuerung: Moderne Arbeitsbedingungen schaffen

Der Bauhof in Höhenkirchen-Siegertsbrunn feiert 2025 seinen 40. Geburtstag. Wie dem Anlage an der Sportplatzstraße die Jahrzehnte zugesetzt haben, entschied sich der Gemeinderat für eine umfassende Sanierung samt Teilerneuerung des Bauhofs. Das Projekt wurde einstimmig beschlossen und soll in zwei Abschnitten erfolgen. Die Gesamtkosten werden auf zwei Millionen Euro geschätzt, wobei die Arbeiten noch 2025 beginnen und die Fertistellung für das Jahr 2027 vorgesehen ist.

Aktuell sind 16 Männer und zwei Frauen im gemeindlichen Bauhof beschäftigt. Die Arbeitsbedingungen entsprechen jedoch nicht den "Anforderungen an eine gesunde und geschlechtertrennende Arbeitsweise". Die Gemeinde plant daher den Anbau eines zusätzlichen Gebäudes an den Bestand, in dem Aufenthalts-, Schulungs- und Lagerräume, Büros für Hausmeister und Verwaltung, je eine Umkleide für Frauen und Männer sowie diverse Dusch- und Waschräume vorgesehen sind.

Die Kosten für diesen Anbau werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Dieser Anbau wird jedoch als "Zukunftsprojekt" bezeichnet und soll erst in einem zweiten Schritt errichtet werden.

Dringlicher ist der Neubau einer Lagerhalle, die aufgrund von Mängeln im Bestandsgebäude benötigt wird. In der Halle sollen nicht nur ein Salz- und Splittlager unterkommen, sondern auch eine Schreiner-Werkstatt. Dieser knapp 500.000 Euro teure Neubau muss "zeitnah realisiert werden", wie aus dem Rathaus verlautet.

Die Bauhof-Erneuerung zeigt die Notwendigkeit, die kommunale Infrastruktur nicht nur funktional, sondern auch unter Berücksichtigung moderner Arbeits- und Lebensbedingungen zu gestalten. Die Investition in die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten spiegelt den Wert wider, den die Gemeinde auf gute Arbeitsverhältnisse legt.

Herausforderungen bei der Kinderbetreuung: Provisorien beenden

Ein weiteres Thema in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist die Kinderbetreuung. Das Caritas-Kinderhaus Teresa Maria ist derzeit provisorisch in Containern untergebracht. Die Gemeinde zahlt dafür teures Geld: Neben der Miete für die Modulräume muss sie auch noch Pacht für das Grundstück hinblättern, weil es ihr nicht selbst gehört.

Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) gibt unumwunden zu: "Die ganze Flickschusterei geht ans Geld." Deshalb hat die Gemeinde beschlossen, teure Notbehelfe abzuschaffen. Im Fall des Kinderhauses Teresa Maria bedeutet das einen Umzug im Sommer 2025. Eine Kindergartengruppe hat bereits ihr neues Zuhause unterm Dach des Caritas-Horts am Bahnhof gefunden, im Sommer sollen alle an der Kramerstraße verbliebenen Kinder dort unterkommen.

Allerdings wird auch der Standort am Bahnhof nur eine Zwischenlösung sein, wie die Rathauschefin betont. Langfristig ist eine dauerhafte Lösung für die Kinderbetreuung notwendig, die die Gemeinde nicht nur finanziell, sondern auch pädagogisch überzeugt.

Das Beispiel des Kinderhauses zeigt, wie Provisorien auf Dauer teurer sein können als durchdachte, nachhaltige Lösungen. Die Gemeinde will daher 2025 konsequent daran arbeiten, solche Notlösungen zu beenden und stattdessen dauerhafte, zukunftsfähige Konzepte zu realisieren.

Professionelle Sanierungsdienstleistungen für private und gewerbliche Objekte

Neben den großen kommunalen Projekten spielt auch die Sanierung privater und gewerblicher Immobilien in Höhenkirchen-Siegertsbrunn eine wichtige Rolle. Die Gemeinde zählt zu den gefragten Wohnorten im Süden von München, weshalb viele Eigentümer bewusst in die Werterhaltung und funktionale Weiterentwicklung ihrer Immobilien investieren.

Die Anforderungen an Räume verändern sich ständig, wächst doch der Bedarf an strukturierten, hochwertigen und individuell angepassten Ausbau- und Sanierungslösungen. Spezialisierte Unternehmen wie die Manovic GmbH bieten maßgeschneiderte Leistungen in Trockenbau und Sanierung, die Wohnqualität schaffen, energetisch optimieren und auf stilistische Feinheiten achten.

Im Trockenbaubereich werden abgehängte Decken und kreative Deckensysteme installiert, die für eine ansprechende Optik sorgen, die Akustik optimieren und Platz für die unsichtbare Verlegung von Leitungen bieten. Mit individuellen Raum-im-Raum-Konzepten werden abgetrennte, funktionale Bereiche geschaffen, die besonders in offenen Büroflächen und Gewerberäumen ideal eingesetzt werden können.

Bei der Komplettsanierung übernehmen solche Unternehmen alle Arbeiten von der Entkernung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Die Kombination aus moderner Raumgestaltung, kluger Materialwahl und sauberer Umsetzung macht Sanierungsprojekte wertbeständig. Besonders in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, wo viele Eigentümer langfristig denken, ist eine durchdachte Renovierung der Schlüssel zu dauerhaftem Wohnkomfort und stabiler Immobilienentwicklung.

Trockenbau ist heute weit mehr als eine schnelle Lösung für neue Wände – er ist ein flexibles Instrument für intelligente Raumgestaltung. Professionelle Unternehmen schaffen damit klare Strukturen, neue Nutzungsbereiche und gestalterische Akzente, die sich nahtlos in bestehende Bausubstanz einfügen. Ob neue Innenwände, verbesserte Raumakustik mit abgehängten Decken, Integration eines Homeoffice-Bereichs in einen offenen Wohnraum, Maßnahmen zur Schall- und Wärmedämmung oder technische Ausbauten – alle diese Anforderungen lassen sich im Trockenbau effizient realisieren.

Fazit

Höhenkirchen-Siegertsbrunn befindet sich in einer intensiven Phase der baulichen Erneuerung. Die Sanierung der Mehrzweckhalle als zentrales Begegnungszentrum, die komplexe Runderneuerung des Seniorenheims, die Modernisierung des Bauhofs mit Fokus auf moderne Arbeitsbedingungen und die Beendigung teurer Provisorien bei der Kinderbetreuung zeigen die vielfältigen Herausforderungen, vor denen die Gemeinde steht.

Die Projekte verdeutlichen, wie wichtig eine vorausschauende Planung und die Bereitschaft zur Investition in die Zukunft sind. Gleichzeitig zeigen sie die Risiken und Herausforderungen, die mit Sanierungen verbunden sind – sei es durch unvorhergesehene Schäden, Lieferengpässe oder den Mangel an Fachkräften.

Die Gemeinde reagiert auf diese Herausforderungen mit einem klaren Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit. Ob bei der energetischen Sanierung der Mehrzweckhalle, der barrierefreien Gestaltung oder der Schaffung moderner Arbeitsbedingungen im Bauhof – die Projekte sind darauf ausgerichtet, die Lebensqualität in Höhenkirchen-Siegertsbrunsch nachhaltig zu verbessern.

Die Sanierungsprojekte zeigen auch die Bedeutung von Fachkompetenz bei der Umsetzung. Egal ob bei großen kommunalen Bauvorhaben oder bei der Sanierung privater Immobilien – nur eine professionelle Planung und Ausführung kann sicherstellen, dass Investitionen in die Zukunft nachhaltig wirken und die Erwartungen der Nutzer erfüllen.

Quellen

  1. Höhenkirchen-Siegertsbrunn: Sanierung der Mehrzweckhalle
  2. Asbest, Hagelschaden & Co. gemeistert: Sanierung der Mehrzweckhalle Höhenkirchen abgeschlossen
  3. Optimale Lösungen für Trockenbau, Renovierung und Sanierungen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn
  4. "Am Ende wieder auf Level Neubau": Sanierung des Seniorenheims ist höchst kompliziert – Küche muss raus
  5. Der Bauhof in Höhenkirchen-Siegertsbrunn feiert heuer seinen 40. Geburtstag
  6. Sanierung der Mehrzweckhalle dauert noch länger: Großveranstaltungen weiterhin nicht möglich
  7. Mehr sanieren, weniger improvisieren: Das passiert 2025 in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

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