A44-Sanierung zwischen Büren und Soest: 36-Kilometer-Strecke wird zur Dauerbaustelle

Einleitung

Die A44 zwischen den Anschlussstellen Büren und Soest-Ost steht vor einer der größten Baumaßnahmen in der jüngeren Geschichte der Region. Auf einer Gesamtlänge von rund 36 Kilometern wird die marode Autobahn grundhaft saniert. Das Projekt, das einen dreistelligen Millionenbetrag verschlingen wird, wird voraussichtlich über zehn Jahre dauern und die wichtige West-Ost-Verbindung für die Region zu einer Dauerbaustelle machen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat nun erste Details zur geplanten Sanierung veröffentlicht und den Baustart für das erste Halbjahr 2025 angekündigt. Für die Anwohner, Pendler und Unternehmen in der Region bedeutet dies weitreichende Veränderungen und Beeinträchtigungen im Verkehr.

Projektumfang

Die grundhafte Sanierung der A44 betrifft den gesamten Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Büren und Soest-Ost auf einer Länge von insgesamt etwa 36 Kilometern. Dieser umfangreiche Streckenabschnitt wird in sechs separate Bauabschnitte unterteilt, die nacheinander saniert werden. Die Autobahn GmbH des Bundes plant damit eine der größten Infrastrukturmaßnahmen in der Region für die kommenden Jahre.

Die A44 gilt sowohl als hoch belastet als auch als marode, was eine umfassende Sanierung notwendig macht. Bei einer grundhaften Sanierung wird nicht nur die oberste Deckschicht, sondern der komplette Straßenaufbau in der Tiefe erneuert. Dies geht weit über herkömmliche Instandhaltungsarbeiten hinaus und erfordert eine langfristige Planung und Umsetzung.

Die Aufteilung in sechs Abschnitte soll eine schrittweise Sanierung ermöglichen, die den Verkehrsfluss so gut wie möglich aufrechterhält. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Für den ersten Bauabschnitt zwischen Büren und Geseke allein sind bereits 40 Millionen Euro veranschlagt, was die Dimension des gesamten Vorhabens verdeutlicht.

Erster Bauabschnitt

Los geht die Sanierung mit dem ersten Abschnitt im Osten, der sich von Büren bis Geseke erstreckt und eine Länge von etwa sechs Kilometern aufweist. Dieser Abschnitt bildet den Auftakt für die umfassende Sanierung der gesamten Strecke. Die Bauarbeiten für diesen ersten Abschnitt beginnen am Montag, dem 5. Mai 2025.

Laut Mirko Heuping von der Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen in Hamm, ist dieser erste Bauabschnitt besonders bedeutsam, da er den Startschuss für die gesamte Maßnahme darstellt. Die Kosten für diesen ersten Abschnitt werden auf voraussichtlich 40 Millionen Euro geschätzt, was zeigt, dass bereits dieser Teil des Projekts eine erhebliche finanzielle Investition darstellt.

Für den ersten Abschnitt zwischen Büren und Geseke plant die Autobahn GmbH, dauerhaft je zwei verengte Fahrspuren pro Fahrtrichtung für den Verkehr aufrechtzuerhalten. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass die wichtige Verbindung trotz der Bauarbeiten weiterhin genutzt werden kann, auch wenn mit Einschränkungen zu rechnen ist.

Bauarbeiten

Die geplante Sanierung der A44 ist als "grundhafte Sanierung" konzipiert, was bedeutet, dass der gesamte Straßenaufbau in der Tiefe erneuert wird. Diese umfassende Maßnahme geht weit über eine reine Oberflächenbehandlung hinaus und betrifft verschiedene Komponenten der Infrastruktur.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten ist der Austausch der stark beschädigten Betonfahrbahn durch eine neue Asphaltfahrbahn. Die bisherige Betonkonstruktion weist erhebliche Schäden auf, die durch den Austausch gegen eine mehrschichtige Asphaltkonstruktion behoben werden sollen. Diese Maßnahme ist notwendig, um die Langlebigkeit der Fahrbahn zu erhöhen und die Sicherheit für den Verkehr zu gewährleisten.

Zusätzlich zur Erneuerung der Fahrbahndecke sind weitere umfangreiche Arbeiten geplant:

  • Instandsetzung aller Autobahnbrücken im Baustellenbereich, einschließlich Erneuerung der Abdichtungen, des Fahrbahnbelags, der Kappen (äußeren Ränder), der Fahrbahnübergänge, der Schutzeinrichtungen und des Geländers
  • Erneuerung der Schutzplanken entlang der A44
  • Sanierung der Kanalisation und Entwässerungssysteme
  • Erneuerung der Beschilderung
  • Modernisierung der Lärmschutzeinrichtungen

Diese umfassenden Arbeiten stellen sicher, dass nicht nur die Fahrbahn selbst, sondern auch alle zugehörigen Infrastrukturkomponenten auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Die Grundsanierung ist daher eine langfristige Investition in die Qualität und Sicherheit der wichtigen Verkehrsader.

Verkehrliche Auswirkungen

Die umfangreichen Bauarbeiten werden für Verkehrsteilnehmer erhebliche Auswirkungen haben. Bereits für den ersten Bauabschnitt zwischen Büren und Geseke sind erhebliche Einschränkungen zu erwarten.

Ab dem 5. Mai 2025 wird der Verkehr zwischen Geseke und dem Autobahnkreuz Wünnenberg/Haaren auf jeweils zwei verengten Spuren pro Fahrtrichtung umgeleitet. Diese Umleitung erfolgt über die Richtungsfahrbahn Dortmund, was bedeutet, dass beide Fahrtrichtungen über eine Fahrbahn geführt werden. Die Geschwindigkeit im Baustellenbereich wird auf 80 km/h beschränkt, um die Sicherheit für Arbeiter und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Während der Bauarbeiten bleibt die Anschlussstelle Büren in beiden Fahrtrichtungen geöffnet. Allerdings wird der Parkplatz Steinhausen in Fahrtrichtung Dortmund gesperrt, was für Pendler und Reisende eine Einschränkung darstellt.

Bereits vor dem Hauptbeginn der Arbeiten wird es zu nächtlichen Einschränkungen kommen. Am Montag, den 28. April, und Dienstag, den 29. April 2025, wird die Auffahrt zur A44 in Richtung Dortmund an der Anschlussstelle Geseke jeweils zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens gesperrt. In dieser Zeit erfolgt eine Umleitung über die Anschlussstelle Büren.

Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit für jede Bauphase individuell angeordnet wird, abhängig von Parametern wie der Spurbreite. Genauere Angaben dazu liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor, da die Planungen noch auf Hochtouren laufen.

Zeitplan und Kosten

Die Sanierung der A44 zwischen Büren und Soest-Ost wird ein langfristiges Projekt, das weit über zehn Jahre in Anspruch nehmen wird. Die Autobahn GmbH teilt mit, dass pro Bauabschnitt mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren zu rechnen ist. Bei sechs geplanten Abschnitten ergibt sich somit ein Gesamtbauzeitraum von mindestens 12 bis 18 Jahren, wobei die Arbeiten parallel an verschiedenen Abschnitten erfolgen könnten.

Der Baustart für den ersten Abschnitt ist für den 5. Mai 2025 geplant. Die Arbeiten schreiten dann schrittweise in Richtung Soest vor. Der genaue Zeitplan für die weiteren Abschnitte steht laut Mirko Heuping noch nicht fest, da die Planungen dafür noch auf Hochtouren laufen. "Noch laufen die Planungen der Maßnahme auf Hochtouren und es fehlen etwa verlässliche Daten für eine genauere Zeitschiene", so Heuping.

Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Allein für den ersten Bauabschnitt zwischen Büren und Geseke sind 40 Millionen Euro veranschlagt. Für die weiteren Abschnitte liegen noch keine konkreten Kostenschätzungen vor, da diese sich noch in der Planungsphase befinden.

Unabhängig von der Großsanierung finden derzeit bereits nächtliche Sanierungsarbeiten zwischen Werl und Unna-Ost statt. Bei diesen "Wanderbaustellen" wird jeweils eine Spur auf Höhe der Baustelle geöffnet. Die Arbeiten an den massiv beschädigten Fahrbahnplatten in diesem Bereich kosten drei Millionen Euro und umfassen die Ausbesserung von 140 registrierten Einzelschäden an den Fahr- und Stadtspuren.

Weitere Bauvorhaben an der A44

Neben der Sanierung zwischen Büren und Soest-Ost gibt es weitere Bauvorhaben an der A44, die für Verkehrsteilnehmer relevant sind. Die Autobahn GmbH hat Informationen über verschiedene Projekte entlang der A44 veröffentlicht.

So soll die Sanierung der A4 zwischen Vetschau und dem Kreuz Aachen nach einer Pause wieder aufgenommen und voraussichtlich bis Winter 2026/27 abgeschlossen werden. Auch für die Sanierung der A44 zwischen der belgischen Grenze und Aldenhoven seien Finanzierungen vorgesehen.

Für Mitte 2026 ist der Beginn der Arbeiten für die Brücke an der Anschlussstelle Aachen-Lichtenbusch an der A44 geplant. Ob all diese Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden können, hängt jedoch von den Beratungen zum Bundeshaushalt 2026 ab, wie die Autobahn GmbH weiter mitteilt.

Diese zusätzlichen Bauvorhaben verdeutlichen, dass die A44 in den kommenden Jahren an zahlreichen Stellen mit Baustellen und Verkehrseinschränkungen zu rechnen ist. Für Pendler und Reiseverkehr bedeutet dies eine langfristige Planung der Routen und ausreichend Zeit für Fahrten einzurechnen.

Fazit

Die grundhafte Sanierung der A44 zwischen Büren und Soest-Ost ist eines der größten und langfristigsten Infrastrukturprojekte in der Region. Die umfassende Erneuerung der 36 Kilometer langen Strecke in sechs Abschnitten wird über zehn Jahre dauern und einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet dies, dass die wichtige West-Ost-Verbindung zu einer Dauerbaustelle wird.

Der erste Bauabschnitt zwischen Büren und Geseke startet am 5. Mai 2025 und wird bereits 40 Millionen Euro kosten. Die Arbeiten umfassen den Austausch der Betonfahrbahn gegen Asphalt, die Instandsetzung von Brücken, die Erneuerung von Schutzplanken, Entwässerungssystemen und der Beschilderung.

Verkehrsteilnehmer müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen, einschließlich verengter Spuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen und nächtlichen Sperrungen. Die Anschlussstelle Büren bleibt in beide Richtungen geöffnet, während der Parkplatz Steinhausen in Fahrtrichtung Dortmund gesperrt wird.

Die Autobahn GmbH plant, das Gesamtprojekt im Herbst öffentlich vorzustellen. Bis dann werden weitere Details zum Zeitplan und zu den Auswirkungen auf den Verkehr erwartet. Für Anwohner, Pendler und Unternehmen in der Region bedeutet das Projekt eine lange Phase der Anpassung und Umstellung. Die Sanierung ist jedoch notwendig, um die Sicherheit und Qualität dieser wichtigen Verkehrsader für die Zukunft zu gewährleisten.

Quellen

  1. A44 wird über Jahre zum Nadelöhr – Sanierung auf 36 Kilometern Länge
  2. Maßnahmen greifen ab 5. Mai
  3. Sanierung der A 44 zwischen Büren und Soest-Ost beginnt 2025
  4. Endlich beginnen die Sanierungsarbeiten auf der A44
  5. Grundsanierung der A44 bei Büren startet
  6. Bauarbeiten auf der A44 und A4

Ähnliche Beiträge