Sanierung des Alpspitz-Wellenbades in Garmisch-Partenkirchen: Modernisierung mit 27-33 Millionen Euro

Einleitung

Das Alpspitz-Wellenbad in Garmisch-Partenkirchen befindet sich mitten in einer umfassenden Generalsanierung, die eine der größten Baumaßnahmen in der Geschichte der Gemeinde darstellt. Seit Februar 2023 ist das Bad geschlossen, um dringend notwendige Modernisierungsarbeiten durchzuführen. Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen investieren einen erheblichen Betrag in die Sanierung der Anlage, die seit Mitte der 1970er Jahre existiert. Das Projekt hat das Ziel, die veraltete Technik zu erneuern und das Bad für die Zukunft zu rüsten, während gleichzeitig wichtige historische Elemente bewahrt werden. Die Wiedereröffnung ist für verschiedene Zeiträume geplant, die zwischen Ende 2025 und dem ersten Halbjahr 2026 variieren.

Projektumfang und Budget

Die Generalsanierung des Alpspitz-Wellenbades stellt ein bedeutendes Bauprojekt für die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen dar. Die Investitionssumme variiert in den Quellen zwischen 27 und 33 Millionen Euro. Die Gemeindewerke, als kommunales Unternehmen, haben das Projekt mit Priorität behandelt, da öffentliche Hallenbäder im Landkreis immer seltener werden und das Bad insbesondere für Schulen und Vereine als Trainingsstätte unverzichtbar ist.

Wie Wodan Lichtmeß, Vorstand der Gemeindewerke, erklärt: "Es wird Zeit. Wir sind ständig am Flicken und Reparieren." Die marode Technik, darunter Pumpen, das gesamte Rohrsystem und Filter, die teilweise noch aus den Anfangsjahren des Bades stammen, verursachten häufige Ausfälle und machten eine umfassende Sanierung unumgänglich.

Das Projekt umfasst die Sanierung aller wesentlichen Bereiche des Bades, während der Grundriss im Wesentlichen beibehalten wird. Die Wasserfläche im Hallenbad beträgt etwa 943-945 Quadratmeter, während die Freibadfläche rund 1.062 Quadratmeter umfasst. Die Becken werden künftig aus Edelstahl bestehen, mit Ausnahme des Kleinkinderbereichs.

Technische Verbesserungen

Ein Schwerpunkt der Sanierung liegt auf der Erneuerung der gesamten Technik. Die Gemeindewerke haben eine neue Lüftungs- und Heizungsanlage installiert, die künftig für die Belüftung und Beheizung des gesamten Badbereichs sorgen soll. Die Anlage allein kostete rund 2 Millionen Euro und stellte eine technische Herausforderung dar. Die Lieferung wog 11,4 Tonnen und erforderte den Einsatz von zwei LKW, um sie an ihren Bestimmungsort zu bringen.

Besonders hervorzuheben ist die innovative Fassadengestaltung, die mit modernen In-Glas-PV-Modulen ausgestattet wird. Diese Module dienen nicht nur der Stromerzeugung, sondern wirken gleichzeitig als effektiver Blendschutz. Diese Maßnahme unterstreicht das Bemühen um nachhaltige Energieversorgung und Ressourcenschonung.

Die neue Technik ersetzt marode Anlagen aus den 1970er Jahren. Die Pumpen, das gesamte Rohrsystem und die Filter, die in den vergangenen Jahren zu ständigen Problemen und Ausfällen geführt hatten, werden vollständig erneuert. Dies soll die Betriebssicherheit und Effizienz des Bades nachhaltig verbessern.

Äußere und innere Veränderungen

Äußerlich wird sich das Alpspitz-Wellenbad nach der Sanierung deutlich verändern. Ein besonderes Augenmerk wird auf Glas und Licht gelegt. Wie Stephanie Steininger aus dem Projektteam erklärt: "Wir wollen so viel Licht wie möglich reinlassen." Diese Maßnahme ermöglicht den Besuchern zukünftig einen traumhaften Blick auf das Wettersteinmassiv.

Die dominierende orange Farbe, das Markenzeichen des Bades seit seiner Eröffnung 1975, wird weitestgehend verschwinden. Nur an zwei Stellen – in einem Raum im Eingangsbereich und an einer Wand in den Umkleiden – werden die orangefarbenen Fliesen als nostalgisches Element erhalten bleiben. "Ein bisschen Nostalgie muss sein", so Dr. Sabine Wagner, Technische Vorständin der Gemeindewerke.

Die Umkleiden, Duschbereiche und sanitären Anlagen werden großzügig neu gestaltet, darunter eine barrierefreie Umkleide, um den Bedürfnissen aller Besucher gerecht zu werden. Die Sauna, die bisher im ersten Stock untergebracht war, wird in den Erdgeschoss verlagert. Diese Maßnahme wurde notwendig, da das undichte Solebecken im ersten Stock große Probleme verursacht hatte.

Baufortschritt und Zeitplan

Die Kernsanierung des Alpspitz-Wellenbades läuft seit Frühjahr 2023. Nachdem der Rückbau bereits abgeschlossen ist, finden derzeit die Aufbauarbeiten statt. Laut Dr. Sabine Wagner, Technische Leiterin der Gemeindewerke, soll das Dach bis Herbst regendicht fertiggestellt werden, bis zum Winter soll das komplette Objekt dann verschlossen sein. Das Jahr 2025 ist für den Innenausbau vorgesehen.

Die Wiedereröffnung wird in den Quellen unterschiedlich terminiert: - Einige Quellen nennen "Anfang 2025" (Source 4, 6) - Andere berichten von "Ende 2025" (Source 2, 5) - Wieder andere sprechen vom "ersten Halbjahr 2026" (Source 1, 7)

Die Hoffnung, das Bad bereits zu Weihnachten 2025 wiedereröffnen zu können, hat sich angesichts der Verzögerungen beim Bau bereits zerschlagen. Dr. Sabine Wagner konkretisiert: "Im ersten Halbjahr 2026 wollen wir eröffnen." Konkreter will sie nicht werden, da das Projekt vor allem Kindern und Schulen wieder möglichst schnell eine Schwimmgelegenheit bieten soll – ein Ziel, das Vorrang hat.

Während der Bauzeit wirkt das Bad wie eine Ruine. Von der ursprünglichen Schwimmhalle sind nur noch die Betonstützen zu sehen, während der Trakt mit den Umkleiden zwar steht, aber vollständig eingerüstet ist. Durch den Komplex kann man bereits jetzt in Richtung Berge blicken – ein Vorgeschmack auf die zukünftige Aussicht.

Finanzierung und Fördermittel

Das Sanierungsprojekt erhält erhebliche finanzielle Unterstützung durch verschiedene Förderprogramme. 2,4 Millionen Euro für das Lehrschwimmbecken kommen vom Freistaat Bayern, während 3,4 Millionen Euro für die touristische Infrastruktur und weitere 2,5 Millionen Euro aus einem Bundesprogramm bereitgestellt werden.

Diese Fördermittel stehen im Zusammenhang mit dem Bundessonderprogramm 2023, mit dem der Bundesregierung insgesamt 400 Millionen Euro für die energetische Sanierung kommunaler Einrichtungen zur Verfügung gestellt hat. Auch Freibäder fallen in diese Förderkulisse, wie auf bmwsb.bund.de berichtet wird.

Die Investitionen setzen ein klares Zeichen für die Verbesserung der gesellschaftlichen Infrastruktur vor Ort und die Gewährleistung hochwertiger, klimaschonender Anlagen. Die energetische Sanierung soll nicht nur die Betriebseffizienz verbessern, sondern auch die Umweltbilanz des Bades nachhaltig optimieren.

Zusätzlich zur Hauptsumme für die Generalsanierung ist ein zweiter Bauabschnitt mit der Errichtung einer neuen Sauna geplant, deren Kosten auf 3 bis 5 Millionen Euro veranschlagt werden.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Das Projekt steht vor verschiedenen Herausforderungen, die zu Verzögerungen geführt haben. Laut Berichten kam es während des Baus zu Verzögerungen aufgrund von Lieferschwierigkeiten und unzureichender Qualität der Arbeiten. Diese Herausforderungen sind im öffentlichen Vergaberecht keine Seltenheit, wie in den Quellen vermerkt wird.

Die Installation der neuen Lüftungsanlage erwies sich als besonders komplex. Mit 11,4 Tonnen Gewicht erforderte die Lieferung den Einsatz von zwei LKW, was die Logistik auf der Baustelle vor erhebliche Herausforderungen stellte.

Auch die Verschiebung der Sauna vom ersten Stock in das Erdgeschoss stellt eine technische Herausforderung dar, da mit zusätzlichen Anpassungen im Rohrleitungssystem gerechnet werden muss.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Gemeindewerke optimistisch und blickt positiv in die Zukunft. Das Projekt wird als notwendige Investition in die Zukunft der kommunalen Infrastruktur gesehen, die langfristig Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Besucherfreundlichkeit sicherstellen soll.

Fazit

Die Generalsanierung des Alpspitz-Wellenbades in Garmisch-Partenkirchen ist eines der größten und bedeutendsten Bauprojekte der Gemeinde. Mit Investitionen zwischen 27 und 33 Millionen Euro wird das Bad technisch auf den neuesten Stand gebracht, während gleichzeitig wichtige historische Elemente bewahrt werden.

Die Umsetzung des Projekts steht vor verschiedenen Herausforderungen, von technischen Komplexitäten bis zu Lieferengpässen, die zu Verzögerungen führen. Die Wiedereröffnung ist für verschiedene Zeiträume zwischen Ende 2025 und dem ersten Halbjahr 2026 geplant, wobei das Hauptziel darin besteht, Kindern und Schulen wieder schnell eine Schwimmgelegenheit zu bieten.

Die Sanierung umfasst eine umfassende Erneuerung der Technik, neue Edelstahlbecken, eine innovative Fassade mit PV-Modulen sowie großzügig gestaltete Umkleide- und Sanitärbereiche. Durch die Fokussierung auf Glas und Licht wird zukünftig ein beeindruckender Blick auf das Wettersteinmassiv ermöglicht.

Die finanzielle Unterstützung durch verschiedene Förderprogramme unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts und das Bemühen um nachhaltige, energieeffiziente Lösungen. Wenn das Alpspitz-Wellenbad wiedereröffnet, werden die Besucher eine gelungene Mischung aus Tradition und Fortschritt erleben – mit modernster Technik, aber bewahrtem nostalgischem Charme an zwei Stellen.

Quellen

  1. n-ag.de
  2. radio-oberland.de
  3. ausschreibungen-deutschland.de
  4. holzmann-bauberatung.de
  5. alpin.fm
  6. merkur.de
  7. merkur.de
  8. merkur.de

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