Die Sanierung bestehender Gebäude ist ein zentraler Bestandteil der Energiepolitik in Deutschland. Mit dem Ziel, den Energiebedarf zu senken und den Wohnkomfort zu verbessern, wird zunehmend auf moderne Heiztechnologien wie die Fußbodenheizung zurückgegriffen. Im Rahmen der Sanierung bieten sich hierbei spezialisierte Unternehmen wie Klassen Sanierung an, die sich auf das Nachrüsten von Fußbodenheizungen und die energetische Optimierung von Gebäuden fokussieren. In diesem Artikel wird der Fokus auf die Technologie, Vorteile, Anwendung und energieeffiziente Lösungen im Zusammenhang mit der Fußbodenheizung gelegt, ergänzt durch praktische Beispiele und Empfehlungen.
Einführung: Die Rolle der Sanierung in der Energiepolitik
Die Sanierung von Gebäuden ist nicht nur eine Maßnahme zur Verbesserung des Wohnkomforts, sondern auch eine zentrale Strategie, um den Primärenergiebedarf zu reduzieren und den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen. Laut den Energieeffizienzklassem, wie sie seit 2014 im Energieausweis festgehalten werden, ist der energetische Zustand vieler bestehender Gebäude noch weit vom aktuellen Neubaustandard entfernt. Oftmals sind Schwachstellen wie unzureichende Dämmung, alte Fenster oder ineffiziente Heizkessel verantwortlich für einen hohen Energieverbrauch.
Eine energieeffiziente Sanierung beinhaltet nicht nur die Verbesserung der Gebäudehülle, sondern auch die Modernisierung der Heiztechnik. Hier setzt Klassen Sanierung an, indem sie auf den Einsatz von Fußbodenheizungen und modernen Heizkesseln wie Niedertemperaturkesseln mit Brennwerttechnik oder Wärmepumpen im Zusammenspiel mit Solarthermie setzt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, Energiekosten zu senken und den Wohlfühlfaktor im Gebäude zu erhöhen.
Fußbodenheizung: Technologie und Anwendung
Die Fußbodenheizung ist ein Heizsystem, das die Wärme über den Boden abgibt, anstelle von Heizkörpern. Dabei wird Wärme über Rohre, die in den Estrich eingebettet sind, übertragen. In den meisten Fällen handelt es sich um Wasserführende Heizsysteme, wobei der Estrich als Wärmespeicher dient. Die Vorteile dieser Technologie liegen insbesondere in der gleichmäßigen Wärmeverteilung, der Energieeffizienz und dem hygienischen Aspekt.
Vorteile der Fußbodenheizung
Laut den Angaben von Klassen Sanierung sind folgende Vorteile der Fußbodenheizung besonders hervorzuheben:
- Gleichmäßige Wärmeverteilung: Die Wärme wird nicht punktuell, sondern über die gesamte Bodenfläche gleichmäßig abgegeben. Dies führt zu einem angenehmen Wohlfühlfaktor und minimiert die Bildung von kalten oder zu warmen Zonen im Raum.
- Energieeffizienz: Im Vergleich zu Heizkörpern kann die Fußbodenheizung bis zu 10 % energieeffizienter arbeiten. Dies liegt an der geringeren Wärmeabgabe über die Fenster und Wände und der besseren Nutzung des Estrichs als Wärmespeicher.
- Hygienischer Aspekt: Bei der Installation einer Fußbodenheizung entsteht weniger Staub, was besonders für Allergiker vorteilhaft ist. Dies ist ein weiterer Pluspunkt, der bei der Sanierung von Wohnräumen besonders relevant ist.
- Designflexibilität: Da die Heizrohre unter dem Estrich verlegt werden, ist die Installation der Fußbodenheizung äußerlich unsichtbar. Das erlaubt größere Freiheit bei der Gestaltung des Raumes und der Wahl der Bodenbeläge.
Technische Voraussetzungen und Vorgehensweise
Um eine Fußbodenheizung nachträglich in ein bestehendes Gebäude einzubauen, muss der Estrich vorab überprüft und ggf. instandgesetzt werden. Ein zentraler Schritt ist das Fräsen des Estrichs, um Platz für die Verlegung der Heizrohre zu schaffen. Die Rohre werden in einer Schneckenform verlegt, mit einem Abstand von ca. 12,5 cm. In engen Räumen wie Bädern oder WCs kann der Abstand auf 8 cm reduziert werden.
Nach der Verlegung der Rohre werden die Kanäle gespachtelt, und anschließend können die gewünschten Bodenbeläge wie Fliesen, Laminat oder Vinyl verlegt werden. Diese Arbeitsweise ermöglicht eine saubere, schnelle und effiziente Sanierung, die sich auch für den süddeutschen Raum bewährt hat.
Energieeffiziente Heiztechnologien und Sanierungsmöglichkeiten
Austausch alter Heizkessel
Ein zentraler Faktor bei der energetischen Sanierung ist der Austausch alter Heizkessel. Viele ältere Gebäude verfügen noch über Konstanttemperaturkessel, die aufgrund ihres schlechten Wirkungsgrads hohe Energiekosten verursachen und gesetzlichen Vorgaben unterliegen. Der Austausch solcher Kessel gegen moderne Niedertemperaturkessel mit Brennwerttechnik oder Wärmepumpen kann den Energieverbrauch erheblich senken.
Kombination mit Solarthermie
Ein weiterer Schritt zur Energieeinsparung ist die Kombination der Fußbodenheizung mit Solarthermie. Solarenergie kann dazu genutzt werden, die Wärmeenergie für das Heizsystem zu bereichern und so den Bedarf an fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Dies ist insbesondere in Kombination mit einer Wärmepumpe ein effektives System, das sich besonders für bestehende Gebäude eignet.
Energieeffizienzklasse und Förderung
Die Energieeffizienzklasse ist ein entscheidender Faktor bei der Bewertung des Energieverbrauchs eines Gebäudes. Die Klassen A+ bis H ermöglichen einen schnellen Überblick über den energetischen Zustand. Je weiter hinten im Alphabet die Klassifizierung liegt, desto schlechter ist der Zustand des Gebäudes.
Durch eine Sanierung, die beispielsweise die Dachdämmung, Fassadenisolierung, Fenstertausch und den Austausch der Heizung beinhaltet, kann ein Sprung in eine bessere Energieeffizienzklasse erreicht werden. In Kombination mit einer neuen Heizung und Solarthermie kann ein Gebäude aus dem Bestand bis hin zu einer Energieeffizienzklasse C saniert werden.
Zudem bietet Klassen Sanierung ihren Kunden Beratung zu möglichen Fördermitteln an. Dies ist ein entscheidender Faktor, da staatliche Förderprogramme wie das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ oder die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine finanzielle Unterstützung ermöglichen.
Der KfW-Standard und der Begriff „Effizienzhaus“
Ein weiterer Begriff, der in der Energiepolitik eine zentrale Rolle spielt, ist der KfW-Standard. Dieser Standard wurde von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der KfW entwickelt. Ein KfW-100-Haus entspricht dem aktuellen Neubaustandard, während ein KfW-85-Haus beispielsweise maximal 85 % des Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes aufweisen darf.
Auch im Zuge der Sanierung können Gebäude durch den Einbau moderner Heiztechnik und der Verbesserung der Gebäudehülle in den KfW-Standard gebracht werden. Dies ist insbesondere für Eigentümer von Altbauten von Bedeutung, da die Förderung von Sanierungsmaßnahmen oft von der Einhaltung solcher Standards abhängt.
Passivhaus und Nullenergiehaus: Höhere Standards
Für Gebäude, die über den KfW-Standard hinaus gehen, gibt es auch den Standard des Passivhauses. Passivhäuser nutzen passive Energiequellen wie Sonnenstrahlung und interne Wärmequellen (z. B. Wärme von Haushaltsgeräten oder Menschen) und sind stark gedämmt sowie dicht gebaut. Zudem weisen sie große Fensterflächen nach Süden auf und benötigen eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Auch in Passivhäusern kann eine Fußbodenheizung eingesetzt werden, solange der Primärenergiebedarf von maximal 60 kWh/m²a nicht überschritten wird. Dies zeigt, dass die Fußbodenheizung nicht nur in energieeffizienten Neubauten, sondern auch in modernisierten Bestandsbauten eine Rolle spielen kann.
Ein weiterer Standard ist das Nullenergiehaus, bei dem der externe Energiebezug durch eigene Energieerzeugung (z. B. Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung) ausgeglichen wird. Je weniger Heizwärme und Haushaltstrom ein Gebäude benötigt, desto weniger Strom muss durch technische Anlagen erzeugt werden.
Praktische Anwendung: Sanierung von Klassenräumen
Ein weiteres Beispiel, das die Wichtigkeit der Sanierung unterstreicht, ist die Sanierung von Klassenräumen. Laut einem Leitfaden, der von Aachener Forschenden und Ingenieur:innen erstellt wurde, sind fast jede zweite Schule in Deutschland dringend saniert. Die Sanierung beinhaltet hier nicht nur die Verbesserung der Energieeffizienz, sondern auch die Optimierung des Lernumfelds durch bessere Luftqualität, Beleuchtung und Akustik.
Der Leitfaden empfiehlt, sogenannte „SMART Sanierung“-Maßnahmen durchzuführen, die auf einem Baukastenprinzip basieren. Dies ermöglicht es, Sanierungsmaßnahmen schnell und effizient umzusetzen, ohne den Überblick über die verschiedenen Raumfaktoren zu verlieren. Praktische Beispiele mit Vorher-Nachher-Vergleichen und Kostenbetrachtungen sind ebenfalls enthalten.
Fazit
Die Sanierung bestehender Gebäude ist ein entscheidender Schritt, um den Energiebedarf zu senken und den Wohn- oder Arbeitskomfort zu verbessern. In diesem Zusammenhang spielt die Fußbodenheizung eine zentrale Rolle, da sie nicht nur eine gleichmäßige Wärmeverteilung ermöglicht, sondern auch energieeffizient und hygienisch vorteilhaft ist.
Unternehmen wie Klassen Sanierung bieten hier eine umfassende Lösung an, die von der Estrichfräsung über die Verlegung der Heizrohre bis hin zur Beratung zu Fördermitteln reicht. Durch den Einsatz moderner Heiztechnik wie Niedertemperaturkesseln, Wärmepumpen oder der Kombination mit Solarthermie kann die Energieeffizienz der Gebäude erheblich gesteigert werden.
Zusätzlich ist die Einhaltung von Energieeffizienzstandards wie dem KfW-Standard oder dem Passivhaus-Standard ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft. Insbesondere in Kombination mit staatlichen Förderprogrammen kann die Sanierung von Gebäuden nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Die Sanierung von Klassenräumen zeigt zudem, dass die Themen Energieeffizienz und Sanierung nicht nur im Privatsektor, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen von großer Bedeutung sind. Durch praxisnahe Lösungen und eine systematische Vorgehensweise können Sanierungsprojekte effizient und nachhaltig umgesetzt werden.