Einführung
Die Neubrandenburger Straße in Rostock-Brinkmansdorf, bislang als „Hoppelpiste“ bekannt, steht im Fokus einer umfassenden Sanierung. In den kommenden Monaten wird der Abschnitt südlich des Bahnübergangs auf einer Länge von 220 Metern grundlegend saniert. Die Arbeiten, die unter der Federführung des Rostocker Tiefbauamtes stattfinden, beinhalten nicht nur die Erneuerung der Fahrbahn, sondern auch die Anpassung von Rad- und Gehwegen sowie die Installation neuer Straßenbeleuchtung. Die Sanierung ist Teil eines größeren Plans, den Verkehrsfluss in diesem Stadtteil nachhaltig zu verbessern und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Die Bauarbeiten sind in mehrere Phasen unterteilt, wobei die erste Bauphase bereits im Februar 2025 begonnen hat und voraussichtlich bis Ende November 2025 andauern wird. Der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft hat für das Vorhaben einen Etat von ca. 720.000 Euro genehmigt, wobei die Hansestadt Rostock die Kosten vollständig trägt, ohne auf zusätzliche Fördermittel zurückzugreifen. Um den Verkehrsfluss während der Bauphase zu gewährleisten, sind mehrere Umleitungen für Pkw, Busse, Fußgänger und Radfahrer vorgesehen, die in den folgenden Abschnitten detailliert beschrieben werden.
Ausbau der Neubrandenburger Straße
Zielsetzung der Sanierung
Die Neubrandenburger Straße war in den vergangenen Jahren aufgrund ihres schlechten Zustands für viele Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung. Die Fahrbahn war in mehreren Abschnitten von Schäden betroffen, was zu erhöhtem Lärmausstoß und Sicherheitsproblemen führte. Um diese Situation zu verbessern, plant die Stadt Rostock den Austausch des bestehenden Kopfsteinpflasters gegen eine Asphaltdecke. Der Austausch hat mehrere Vorteile: Er verbessert die Fahrbahnqualität, reduziert den Lärmpegel und ermöglicht eine bessere Wartung in den kommenden Jahren.
Neben der Erneuerung der Fahrbahn ist auch die Modernisierung der Infrastruktur geplant. So werden neue Straßenlampen installiert, die das Stadtbild aufpeppen und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen. Zudem ist die Errichtung neuer Bushaltestellen beiderseits der Straße vorgesehen, wodurch der öffentliche Nahverkehr verbessert und der Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel erleichtert wird.
Umfang der Bauarbeiten
Die Sanierung erfolgt in mehreren Phasen. Der erste Bauabschnitt betrifft den Abschnitt südlich des Bahnübergangs und umfasst eine Länge von 220 Metern. Dabei werden die bestehenden Natursteinpflastersteine entfernt und durch eine moderne Asphaltdecke ersetzt. Der zweite Bauabschnitt, der im August 2025 begonnen hat, konzentriert sich auf die Umgestaltung der westlichen Fahrspur, einschließlich der Geh- und Radwege sowie der Haltestelle Röthsoll.
Die Baumaßnahme ist geplant für die Dauer von etwa zehn Monaten, wobei die Arbeiten voraussichtlich im November 2025 abgeschlossen sein sollen. Die Bauarbeiten werden von der Firma Georg Koch GmbH durchgeführt, was auf die Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens im Bereich Straßenbau hindeutet. Diese Firma wurde bewusst ausgewählt, um die Qualität der Sanierung sicherzustellen.
Umleitungsplan und Verkehrsführung
Pkw-Verkehr
Da die Sanierung im Bereich südlich des Bahnübergangs stattfindet, sind in dieser Zeit halbseitige Sperrungen erforderlich. Für den Pkw-Verkehr sind mehrere Umleitungen vorgesehen. Der stadteinwärts fahrende Verkehr nutzt eine bereits eingerichtete Umleitung, während für den stadtauswärts fahrenden Verkehr eine Fahrspur offen bleibt. Eine detaillierte Karte für die Umleitungen ist öffentlich zugänglich und kann von Verkehrsteilnehmern abgerufen werden, um die Route optimal zu planen.
Laut dem Tiefbauamt sind die Umleitungen so gestaltet, dass sie den Verkehrsfluss so weit wie möglich aufrechterhalten. Für den Durchgangsverkehr über die A19 oder die Tessiner Straße werden Prioritäten gesetzt. Allerdings ist zu erwarten, dass es aufgrund der Bauarbeiten zu Verzögerungen kommen kann, insbesondere in Stoßzeiten.
Öffentlicher Nahverkehr
Im Zusammenhang mit der Sanierung der Neubrandenburger Straße sind auch Änderungen im öffentlichen Nahverkehr vorgesehen. So sind einige Bushaltestellen im Zuge der Bauarbeiten vorübergehend nicht verfügbar. Der Linienverkehr wird jedoch so weit wie möglich umgeleitet, sodass die Versorgung mit Bussen im Wohngebiet Kassebohm gewährleistet bleibt.
Nur Linienbusse dürfen durch das Wohngebiet Kassebohm fahren, während die restlichen Fahrzeuge andere Wege nehmen müssen. Das Tiefbauamt betont, dass der Busverkehr trotz der Bauphase weitgehend gewährleistet bleibt, um die Mobilität der Einwohner nicht übermäßig einzuschränken.
Fußgänger- und Radverkehr
Für Fußgänger und Radfahrer wurde im August 2025 eine Umleitung eingerichtet, die über den Kassenbohmer Weg und den parallel zur Bahnanlage verlaufenden Gehweg verläuft. Diese Umleitung betrifft die westliche Fahrspur inklusive Geh- und Radweg sowie die Haltestelle Röthsoll. Die Umleitung gilt ab 7:30 Uhr und ist bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen in Kraft.
Diese Maßnahme ist notwendig, um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten, da der reguläre Geh- und Radweg während der Sanierungsarbeiten nicht nutzbar ist. Der Tiefbauamt betont, dass die Umleitung so gestaltet wurde, dass sie den Weg für Radfahrer und Fußgänger so kurz wie möglich hält und gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet.
Auswirkungen auf die Region
Verkehrssituation und Umleitungen
Die Sanierung der Neubrandenburger Straße hat direkte Auswirkungen auf die Verkehrssituation in Rostock-Brinkmansdorf. Insbesondere in den ersten Monaten der Bauphase, die voraussichtlich bis Mitte 2025 andauert, wird es zu Engpässen und Verzögerungen kommen. Die Umleitungen, die bereits in Kraft sind, sind so konzipiert, dass sie den Verkehrsfluss so weit wie möglich aufrechterhalten, doch es bleibt unvermeidlich, dass sich die Verkehrssituation für Pendler und Geschäftsleute verändert.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Sanierung der Neubrandenburger Straße hat auch wirtschaftliche Auswirkungen auf die Region. Einerseits entsteht durch die Bauarbeiten eine Arbeitsnachfrage, die lokale Unternehmen und Handwerker profitiert. Andererseits kann der temporäre Verkehrsausfall und die Notwendigkeit von Umleitungen vorübergehend den Handel und die Betriebsfähigkeit kleinerer Unternehmen beeinflussen. Dennoch ist es gelungen, den Störfaktor so gering wie möglich zu halten, indem die Bauphasen geplant und koordiniert wurden.
Umwelt und Lärmschutz
Die Sanierung der Neubrandenburger Straße beinhaltet auch umwelttechnische Vorteile. Der Austausch des Kopfsteinpflasters gegen Asphalt hat laut dem Tiefbauamt lärmschutztechnische Vorteile. Asphaltdecken sind laut Studien weniger laut als unebenes Kopfsteinpflaster und tragen somit zur Verbesserung der Lebensqualität in den umliegenden Wohngebieten bei. Zudem wird durch die Modernisierung der Straßenbeleuchtung die Energieeffizienz verbessert, was langfristig positive Auswirkungen auf die CO2-Bilanz der Stadt haben könnte.
Fazit
Die Sanierung der Neubrandenburger Straße in Rostock-Brinkmansdorf ist ein zentraler Baustein der städtischen Infrastrukturplanung. Mit dem geplanten Austausch des Kopfsteinpflasters gegen Asphalt, der Erneuerung der Straßenbeleuchtung und der Anpassung der Geh- und Radwege wird die Verkehrssicherheit und -qualität in diesem Stadtteil deutlich verbessert. Die Bauphase, die voraussichtlich bis Ende 2025 andauert, ist in mehrere Abschnitte unterteilt, um den Verkehrsfluss so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.
Zwar kommt es in der Zeit der Sanierung zu Umleitungen und Verzögerungen, doch die Planung der Stadt Rostock zeigt, dass der Störfaktor bewusst minimiert wird. Die finanzielle Ausstattung der Baumaßnahme ist mit 720.000 Euro geplant, wobei die Stadt alle Kosten trägt, ohne auf externe Fördermittel zurückzugreifen. Dies unterstreicht die Priorität, die der Stadtentwicklung und der Verbesserung der Infrastruktur in Rostock eingeräumt wird.
Auch für die Region hat die Sanierung mehrere Vorteile. Sie stärkt die lokale Wirtschaft durch Arbeitsplätze im Bauwesen, verbessert die Verkehrssituation und trägt langfristig zur Verbesserung der Lebensqualität in den umliegenden Wohngebieten bei. Die Neubrandenburger Straße wird nach der Sanierung nicht nur sicherer und komfortabler, sondern auch ein modernes Stadtbild präsentieren – ein positives Signal für die Zukunft Rostocks.