Generalsanierung des Gartenhallenbads in Waldenbuch: Energetische Modernisierung und zukunftsfähige Infrastruktur

Einführung

Die Generalsanierung des Gartenhallenbads in Waldenbuch ist ein zentrales Projekt der Stadt, das in den vergangenen Jahren intensiv geplant und diskutiert wurde. Mit einem Baubeschluss, der im Juli 2025 durch den Gemeinderat gefasst wurde, ist der Startschuss für die Sanierung gefallen. Das Ziel ist eine umfassende energetische Modernisierung der Gebäudehülle sowie der inneren Gebäudebereiche, um den KfW70-Standard zu erreichen. Zudem wird die gesamte Haustechnik erneuert, und regenerative Energien kommen zum Einsatz. Der Kinderbereich wird baulich komplett erneuert und an strategisch günstigere Positionen im Hallenbad verlegt.

Die Sanierung erfolgt im Rahmen des SJK-Förderprogramms und ist mit einem Förderzuschuss in Höhe von 5,22 Millionen Euro verbunden. Die Kosten-Nutzen-Abwägung und die langfristige Wirtschaftlichkeit standen im Fokus der Gemeinderatsdiskussionen. Ein besonderes Augenmerk galt der Sicherstellung, dass die Sanierung nicht nur technisch, sondern auch finanziell tragfähig ist. Dazu wurde eine externe Projektsteuerung beauftragt, um die Komplexität des Projekts mit rund 50 bis 60 Gewerken optimal zu managen.

In diesem Artikel werden die Planungsstandards, die technischen Maßnahmen, die finanzielle Rahmung sowie die gesellschaftlichen Aspekte der Sanierung detailliert beschrieben, wobei ausschließlich auf die bereitgestellten Quellen zurückgegriffen wird.

Hintergrund und Planungsgeschichte

Die Sanierung des Gartenhallenbads in Waldenbuch war bereits seit mehreren Jahren in der Diskussion. Schon in den frühen Phasen der Planung wurde deutlich, dass das Projekt nicht nur technisch, sondern auch politisch und gesellschaftlich von großer Bedeutung ist. Die Entscheidung für eine Generalsanierung fiel am 29. April 2025, als die Mehrheit des Gemeinderats sich für den Erhalt und die vollständige Sanierung aussprach. In der Rede von Stadtrat Sven Wauri wird betont, dass das Hallenbad mehr als nur ein Freizeitbad ist – es ist eine Bildungseinrichtung, an der zahlreiche Kinder jährlich ihr Schwimmtraining absolvieren, und es dient auch als Trainingsstätte für Vereine wie die DLRG und die TSV-Schwimmabteilung.

Die Entscheidung für die Sanierung war nicht leicht, da die Investitionskosten erheblich sind. Dennoch argumentierte Wauri, dass Bildungseinrichtungen nicht notwendigerweise profitabel sein müssen und dass der finanzielle Abmangel nicht gegen eine Sanierung spricht. Stattdessen sieht er in der Modernisierung eine Chance, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die Attraktivität des Bades zu steigern. Zudem ist das Hallenbad ein wichtiger Teil der städtischen Infrastruktur, der zum lebendigen Stadtleben beiträgt.

Technische Sanierungsmaßnahmen

Die Generalsanierung des Gartenhallenbads umfasst eine Vielzahl an Maßnahmen, die sowohl energetische als auch bauliche Aspekte betreffen. Die zentralen Punkte sind die Sanierung der Gebäudehülle, die Erneuerung der Haustechnik und der Neubau des Kinderbereichs.

Energetische Sanierung der Gebäudehülle

Die Sanierung der Gebäudehülle ist ein zentraler Aspekt des Projekts. Ziel ist es, den KfW70-Standard zu erreichen, was eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs bedeutet. Dazu wird die Fassade, das Dach und auch der Bereich im Kellergeschoss sowie unter dem Schwimmbecken energetisch ertüchtigt. Diese Maßnahmen sind insbesondere angesichts des Alters des Hallenbads notwendig, da die Gebäudestruktur aufgrund der Jahre umfangreiche Betonsanierungsarbeiten erfordert.

Die energetische Modernisierung wird durch die Einbindung regenerativer Energien unterstützt. Zudem kommen smarte und intelligente Steuerungen zum Einsatz, die die Unterhaltskosten senken und das Personal entlasten. Solche Systeme ermöglichen eine präzise Steuerung der Energieverbräuche und tragen somit zur langfristigen Wirtschaftlichkeit des Projekts bei.

Erneuerung der Haustechnik

Die gesamte Haustechnik wird erneuert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dazu gehören alle Anlagen, die für das Betreiben des Hallenbads erforderlich sind, einschließlich der Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie der Elektroinstallationen. Die Erneuerung der Haustechnik ist nicht nur aus Gründen der Effizienz notwendig, sondern auch, um sicherzustellen, dass das Hallenbad den heutigen Sicherheits- und Hygienestandards entspricht.

Ein besonderes Highlight der Sanierung ist die Einsetzung eines neuen Edelstahlschwimmbeckens, das Teil der Ausschreibungsgewerke ist. Der Einbau des Schwimmbeckens ist eine der ersten Maßnahmen im Rahmen der Sanierungsarbeiten, die im Januar 2026 beginnen sollen. Die Ausschreibung der Gewerkepakete 1 und 2 wurde mit 16 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen durch den Gemeinderat genehmigt.

Neubau des Kinderbereichs

Ein weiterer zentraler Punkt der Sanierung ist der Neubau des Kinderbereichs. Der Bereich wird komplett erneuert und an strategisch günstigere Positionen im Hallenbad verlegt. Er soll näher an den Schwimmmeisterraum und eine zentrale Stelle im Hallenbad gebracht werden, um den Zugang und die Überwachung zu optimieren. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit der Kinder wichtig, da der Bereich engmaschig überwacht werden muss.

Projektsteuerung und externe Unterstützung

Die Sanierung des Hallenbads ist ein komplexes Projekt, das nicht nur aufgrund seiner Umfang, sondern auch aufgrund der Anzahl der beteiligten Gewerke eine sorgfältige Projektsteuerung erfordert. Der Gemeinderat hat daher einstimmig entschieden, eine externe baubegleitende Projektsteuerung zu beauftragen. Bauamtsleiter Heiko Böttcher erklärte, dass das Rathaus personell nicht in der Lage sei, die Beaufsichtigung des Projekts optimal zu leisten. Die externe Projektsteuerung wird dafür sorgen, dass Fehler minimiert, Wirtschaftlichkeit sichergestellt und der Kosten-Nutzen-Faktor optimiert wird.

Die Ausschreibung der verschiedenen Gewerke hat bereits begonnen. Im Oktober 2025 wurden die ersten Ausschreibungen gestartet, und im September 2025 fand eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates statt, in der der Ausschreibung der Gewerkepakete 1 und 2 zugestimmt wurde. Diese Pakete umfassen Abbrucharbeiten, Gerüstbau, Rohbau, Stahlbau und den Einbau des Edelstahlschwimmbeckens.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Voruntersuchung für den Abbau des alten Kamins. Der Kamin des Gartenhallenbads ist 22 Meter hoch und 12 Tonnen schwer. Sein Abbau war am 21. November 2025 ein zentraler Schwerpunkt der Sanierungsarbeiten. Ein Schwerlasttransporter wurde eingesetzt, um den Kamin aus dem Schacht zu heben. Der Kamin war ein markantes Element des Hallenbads, das nun im Zuge der Sanierung abgebaut wird.

Finanzielle Rahmung und Förderung

Die Finanzierung der Generalsanierung ist ein zentraler Aspekt des Projekts. Mit einem Förderzuschuss in Höhe von 5,22 Millionen Euro ist das Projekt finanziell tragfähig. Die Kosten-Nutzen-Abwägung wurde im Gemeinderat intensiv diskutiert, und die Mehrheit sprach sich für die Sanierung aus. Stadtrat Sven Wauri betonte in seiner Rede, dass die Sanierung nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus gesellschaftlichen und kulturellen Gründen notwendig ist.

Die Finanzierung des Hallenbads war bereits bei seiner Errichtung Anfang der 1970er Jahre eine Herausforderung. Damals gründeten sich Fördervereine, und Privatpersonen stifteten, beispielsweise Ochsen für den Ochs am Spieß auf der Ponderosa, um Einnahmen zu generieren und das Projekt zu unterstützen. Diese Tradition der Gemeinschaftsarbeit und des Engagements ist auch heute noch relevant, da die Sanierung nicht nur aus öffentlichen Mitteln, sondern auch durch die Unterstützung der Bevölkerung ermöglicht wird.

Gesellschaftliche Bedeutung und Zukunft

Das Gartenhallenbad ist mehr als nur ein Schwimmbecken – es ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Infrastruktur und ein Ort, an dem Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen. Es dient nicht nur als Freizeit- und Sporteinrichtung, sondern auch als Bildungseinrichtung. In diesem Zusammenhang betont Stadtrat Wauri, dass Bildungseinrichtungen nicht notwendigerweise profitabel sein müssen und dass der finanzielle Abmangel nicht gegen eine Sanierung spricht.

Zudem ist das Hallenbad ein Symbol für die lebendige und vielseitige Kommune Waldenbuch. Eine attraktive Stadt besteht nicht nur aus Straßen und Häusern, sondern auch aus Infrastruktur wie Bädern, Schulen, Kindergärten und Stadtparks. Diese Einrichtungen kosten Geld, aber sie sind notwendig, um eine lebendige und attraktive Stadt zu gestalten. Wer in einer solchen Stadt leben möchte, muss sich auch anteilig an den Kosten beteiligen.

Die Sanierung des Hallenbads ist somit nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch ein gesellschaftliches Vorhaben. Sie trägt dazu bei, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und die Stadt in die Zukunft zu führen.

Fazit

Die Generalsanierung des Gartenhallenbads in Waldenbuch ist ein zentrales Projekt, das sowohl technisch als auch gesellschaftlich von großer Bedeutung ist. Mit einem Baubeschluss im Juli 2025 und einer umfassenden Planung ist der Startschuss für die Sanierung gefallen. Ziel ist es, die Gebäudehülle energetisch zu modernisieren, die Haustechnik zu erneuern und den Kinderbereich neu zu gestalten. Die Sanierung erfolgt im Rahmen des SJK-Förderprogramms und ist mit einem Förderzuschuss von 5,22 Millionen Euro verbunden.

Die Entscheidung für die Sanierung war nicht leicht, da die Investitionskosten erheblich sind. Dennoch argumentieren Stadträte wie Sven Wauri, dass Bildungseinrichtungen nicht notwendigerweise profitabel sein müssen und dass der finanzielle Abmangel nicht gegen eine Sanierung spricht. Stattdessen sieht er in der Modernisierung eine Chance, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die Attraktivität des Bades zu steigern.

Die Sanierung ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch ein gesellschaftliches Vorhaben. Sie trägt dazu bei, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und die Stadt in die Zukunft zu führen. Mit einer externen Projektsteuerung und einer sorgfältigen Ausschreibung der Gewerke ist sichergestellt, dass das Projekt wirtschaftlich und technisch tragfähig ist.

Quellen

  1. Generalsanierung des Gartenhallenbads Waldenbuch
  2. Sanierung des Hallenbads in Waldenbuch
  3. Zustimmung zur Hallenbadsanierung durch den Stadtrat Sven Wauri
  4. Waldenbucher Gemeinderat setzt auf externe Projektsteuerung
  5. Sanierung des Hallenbads: 12-Tonnen-Kamin wird aus Schacht gehoben
  6. Kamin des Gartenhallenbads wurde entfernt
  7. Informationen zur Planung der Sanierung
  8. Weitere Informationen zur Sanierung

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