Sanierung des größten Kreisverkehrs Deutschlands in Landsberg: Auswirkungen, Umleitungen und Bauabläufe

Einführung

Der Kreisverkehr im Westen der bayerischen Stadt Landsberg, der laut Google als „größter Kreisverkehr Deutschlands“ gelistet ist, befindet sich aktuell in einer umfassenden Sanierung. Diese Baumaßnahme, die ab dem 28. Juli 2024 für drei Wochen andauert, betrifft nicht nur den Kreisel selbst, sondern auch den weiteren Verlauf der Bundesstraße 17 bis zur Anschlussstelle Igling. Aufgrund der notwendigen Vollsperrung und der hohen Verkehrsaufkommen in der Region entstehen erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen, die sich über mehrere Städte und Gemeinden erstrecken.

Ziel der Sanierung ist es, die zwei oberen Asphaltschichten – die Deck- und Binder-Schicht – zu erneuern, da diese sich im Laufe der Jahre durch das intensive Verkehrsaufkommen abgenutzt haben. Die Arbeiten umfassen die Entfernung von ca. 125.000 m² alten Asphaltbelags sowie die Verlegung von rund 16.800 Tonnen neuem Asphalt. Der Kreisel selbst ist dreispurig und wird in der Nacht durchgeführt, um die Auswirkungen auf den Tagverkehr so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig ist geplant, auch der Ost-Kreisel in Landsberg in den letzten Tagen des September saniert zu werden.

Diese Artikel beschäftigt sich detailliert mit den Hintergründen, der technischen Umsetzung, den Umleitungen, den beteiligten Unternehmen sowie den Auswirkungen auf die Region.

Hintergrund der Sanierungsmaßnahme

Die Bedeutung des Kreisverkehrs

Der Kreisverkehr im Westen von Landsberg ist nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern auch seiner Funktion von besonderer Bedeutung. Pro Tag passieren dort etwa 30.000 Fahrzeuge, was den Verkehrsfluss in und um die Stadt stark beeinflusst. Der Kreisel verbindet die Bundesstraße 17 mit der A 96 und dient als entscheidender Knotenpunkt für den regionalen und überregionalen Verkehr.

Ausgangslage der Sanierung

Andreas Lenker, zuständig für Straßenbaumaßnahmen im Staatlichen Bauamt Weilheim, bestätigt, dass der Kreisel ursprünglich vor etwa 15 Jahren errichtet wurde. Seither haben sich die zwei oberen Asphaltschichten durch die hohe Verkehrslast stark verschlechtert. Um die Verkehrssicherheit und die Langlebigkeit der Fahrbahn zu gewährleisten, ist eine grundlegende Sanierung erforderlich.

Die Sanierung umfasst nicht nur den Kreisel selbst, sondern auch eine Strecke von insgesamt rund 4,6 Kilometern entlang der B 17 bis zur Anschlussstelle Igling. Insgesamt wird die Sanierung aufgrund der umfangreichen Arbeiten als „schon groß“ bezeichnet, was den Ausmaßen der Maßnahme Rechnung trägt.

Technische Umsetzung der Sanierung

Arbeiten am Kreisel

Die Sanierungsarbeiten am Kreisel umfassen die Entfernung der beiden oberen Asphaltschichten. Die Arbeiten erfolgen in zwei Schichten – tagsüber und in der Nacht –, um die Dauer der Vollsperrung so kurz wie möglich zu halten. Insgesamt werden ca. 125.000 m² Asphalt abgefräst und durch ca. 16.800 Tonnen neuen Asphalt ersetzt. Die Arbeiten am Kreisel selbst sollen ausschließlich bei Nacht durchgeführt werden, wodurch der Kreisverkehr nur von 19 Uhr bis 6 Uhr gesperrt bleibt.

Arbeitsablauf und Maschinentechnik

Die Sanierung erfolgt in einem kontinuierlichen Prozess. Kippfahrzeuge liefern das Asphaltgemisch an, das in den Aufnahmebehälter eines sogenannten Beschickers geladen wird. Über ein Förderband gelangt das Material zum Asphaltfertiger, der das Material dann in die Fahrbahn einbringt. Die Maschinen legen dabei etwa drei Meter pro Minute zurück, wodurch ein kontinuierlicher Arbeitsfluss gewährleistet wird.

Beteiligtes Unternehmen

Die Arbeiten werden von der Firma Kutter aus Bad Wörishofen durchgeführt. Dieses Unternehmen ist laut Pressemitteilung für die Durchführung der Sanierung verantwortlich. Es hat bereits Erfahrung mit ähnlichen Großbaustellen und verfügt über die nötige Ausrüstung und Planungsfähigkeit, um die Maßnahme in der geplanten Zeit abzuschließen.

Umleitungen und Verkehrsbeeinträchtigungen

Vollsperrung des Kreisverkehrs

Aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten ist der Kreisel im Westen Landsbergs für drei Wochen, ab 28. Juli 2024, bis voraussichtlich 18. August 2024, voll gesperrt. Dieser Zeitraum umfasst sowohl die Dauer der Arbeiten an der B 17 als auch die Sanierung des Kreisverkehrs selbst. Die Vollsperrung betrifft die Bundesstraße 17 sowie die Anschlussstelle Landsberg West auf der A 96.

Umleitungsroute

Während der Sperrung wird für beide Fahrtrichtungen eine Umleitung über Landsberg, Kaufering bis Hurlach eingerichtet. Die Anschlussstellen der A 96 werden bereits vor der Vollsperrung informiert, um Fahrzeugführer frühzeitig auf die Änderungen vorzubereiten. Die Verkehrsteilnehmer werden dringend gebeten, die Baustelle großräumig zu umfahren, um die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss zu minimieren.

Auswirkungen auf den regionalen Verkehr

Die Vollsperrung des Kreisverkehrs führt zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in der Region. Besonders in der Augsburger Straße in Landsberg entstehen Staus, insbesondere während der Stoßzeiten. Der Umleitungsverkehr belastet auch die Hauptplätze und die Holzhausener Straße, wo die Stadt parallel dazu Ausbesserungsarbeiten durchführt. Dies trägt zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung bei und kann zu weiteren Störungen führen.

Kommunikationsstrategie

Um die Fahrzeugführer über die Sperrung zu informieren, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Die Anschlussstellen der A 96 wurden bereits vorbereitet, um Fahrer frühzeitig auf die Sperrung hinzuweisen. Zudem wird empfohlen, wo immer möglich, die Baustelle großräumig zu umfahren. Die Verantwortlichen betonen, dass die Vollsperrung notwendig sei, um die Sanierung in der geplanten Zeit durchführen zu können.

Zukunft: Sanierung des Ost-Kreisels

Planungssituation

Neben der Sanierung des West-Kreisels ist auch der Ost-Kreisel in Landsberg geplant. Laut Andreas Lenker wird auch dort der Asphalt erneuert. Allerdings handelt es sich hierbei um eine sogenannte „Flickasphaltierung“, bei der keine Vollsperrung notwendig ist. Die Arbeiten sollen ausschließlich in der Nacht durchgeführt werden, weshalb der Kreisel nur von 19 Uhr bis 6 Uhr gesperrt sein wird.

Zeitplan

Die Sanierung des Ost-Kreisels ist für Ende September vorgesehen. Ein genauer Termin ist derzeit noch nicht festgelegt. Sollte das Wetter die Arbeiten behindern, kann die Sanierung bis ins nächste Jahr verschoben werden. Sowie die genaue Planung feststeht, will man die Öffentlichkeit informieren.

Auswirkungen und Kritik

Kritik an der Baumaßnahme

Die Vollsperrung und die damit verbundenen Verkehrsbeeinträchtigungen haben in den sozialen Medien zu heftigen Diskussionen geführt. Viele Verkehrsteilnehmer äußern Frustration über die Staus und die umfangreichen Umleitungen. Die Kritik ist jedoch nicht überraschend, da solche Großbaustellen in dicht besiedelten Regionen immer für Verärgerung sorgen.

Notwendigkeit der Maßnahme

Trotz der Kritik betonen die zuständigen Behörden die Notwendigkeit der Sanierung. Der Kreisverkehr wurde vor 15 Jahren gebaut und hat sich seither stark abgenutzt. Eine grundlegende Sanierung ist erforderlich, um die Verkehrssicherheit und die Lebensdauer der Infrastruktur zu gewährleisten. Zudem ist die Maßnahme notwendig, um langfristig Kosten zu sparen, die durch eine nicht durchgeführte Sanierung entstehen würden.

Fazit

Die Sanierung des größten Kreisverkehrs Deutschlands in Landsberg ist eine umfangreiche und notwendige Baumaßnahme, die jedoch erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen in der Region verursacht. Die Vollsperrung des West-Kreisels ab dem 28. Juli 2024 für drei Wochen hat zu Staus und Umleitungen geführt, wobei die Arbeiten tagsüber und in der Nacht durchgeführt werden, um die Auswirkungen zu minimieren. Die Sanierung umfasst die Entfernung von 125.000 m² alten Asphaltbelags und den Einbau von 16.800 Tonnen neuem Asphalt. Die Maßnahme wird von der Firma Kutter aus Bad Wörishofen durchgeführt und ist Teil einer umfassenden Sanierung entlang der B 17 bis zur Anschlussstelle Igling.

Zusätzlich ist für Ende September eine Sanierung des Ost-Kreisels geplant, die ebenfalls in der Nacht durchgeführt werden soll. Die Notwendigkeit der Maßnahmen wird betont, um die Verkehrssicherheit und die Langlebigkeit der Infrastruktur zu gewährleisten. Obwohl die Maßnahmen in der Öffentlichkeit zu Kritik geführt haben, ist die Sanierung notwendig, um die langfristigen Kosten einer nicht durchgeführten Wartung zu vermeiden.

Quellen

  1. Sanierung Kreisverkehr-West folgt bald Ost-Kreisel
  2. Kreisel Landsberg-West wird ab 28. Juli saniert
  3. Versinkt Landsberg in Verkehrschaos?
  4. Baustelle am Kreisverkehr A96 Landsberg
  5. PRESSEMITTEILUNG 85/2024 – Sperrung großer Kreisverkehr Landsberg West und B 17
  6. Sperrung großer Kreisverkehr Landsberg-West und B17
  7. Sanierung des großen Kreisverkehrs und der B17
  8. Kommentar: Verkehrschaos um Landsberg

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