Sanierung von technischen Störfeldern: Ein Leitfaden für Bauherren, Eigentümer und Renovierer

In einer zunehmend digitalisierten Welt ist die Frage nach der Auswirkung technischer Störfelder auf die Gesundheit und das Wohlbefinden immer aktueller. Technische Störfelder – auch als Elektrosmog bezeichnet – entstehen durch den Einsatz von Elektrogeräten, Stromleitungen und Kommunikationsinfrastruktur. Sie können in Wohnräumen, Arbeitsplätzen und gewerblichen Objekten auftreten und beeinflussen laut mehreren Baubiologen und Experten das alltägliche Wohnumfeld. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Übersicht über die Entstehung, die Messung und Sanierung von technischen Störfeldern, basierend auf verfügbaren Quellen aus der Baubiologie- und Geopathologie-Praxis. Zielgruppe sind Bauherren, Eigentümer, Renovierer und Interessierte, die mehr über diese oft unterschätzten Einflüsse im Alltag erfahren möchten.

Was sind technische Störfelder?

Technische Störfelder beziehen sich auf elektromagnetische und elektrische Felder, die durch moderne Technik entstehen. Sie umfassen sowohl niederfrequente als auch hochfrequente Strahlung. Niederfrequente Strahlung entsteht hauptsächlich durch die Hauselektrik, wie Stromleitungen, Geräte oder Transformatorstationen. Hochfrequente Strahlung hingegen wird durch Mobilfunkgeräte, WLAN, 5G, Satelliten und andere Kommunikationsmittel verursacht.

Arten von technischen Störfeldern

Laut den Messmethoden, die in der Baubiologie angewandt werden, lassen sich folgende Arten von technischen Störfeldern unterscheiden:

  1. Elektrische Wechselfelder: Diese entstehen durch Wechselspannung in Kabeln, Installationen, Geräten, Wänden, Böden, Betten oder Freileitungen.
  2. Magnetische Wechselfelder: Sie sind vor allem in Stromleitungen, Transformatorstationen, Eisenbahn- oder Erdleitungen zu finden.
  3. Elektromagnetische Wellen: Diese kommen von Sendern wie Rundfunk, TV, Mobilfunk, Datenfunk, Schnurlostelefone, Radar, Militär- oder anderen Geräten.
  4. Elektrische Gleichfelder: Sie entstehen durch synthetische Materialien wie Teppiche, Gardinen, Tapeten oder Lacke.
  5. Magnetische Gleichfelder: Sie kommen von stahldurchsetzten Objekten wie Betten, Matratzen, Möbeln, Geräten oder der Baumasse.
  6. Radioaktivität: Natürliche Radioaktivität kann aus Baumaterialien, Altlasten, Lüftung oder Bodenstrahlung stammen.
  7. Schallwellen: Diese entstehen durch Straßenlärm, Industrie, Bahn, Luftfahrt, Windkraftanlagen, Maschinen oder Wärmepumpen.

Diese Felder können sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken, insbesondere in Räumen, in denen man sich lange aufhält – wie Schlaf- oder Arbeitszimmer.

Gesundheitliche Auswirkungen von technischen Störfeldern

Laut mehreren Quellen, die sich auf die Praxis der Baubiologie beziehen, können technische Störfelder eine Reihe von gesundheitlichen Beeinträchtigungen verursachen. Symptome können variieren, von leichten Beschwerden wie Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Insbesondere hochfrequente Strahlung, wie sie von Mobilfunk oder 5G-Technologie ausgeht, wird als besonders gesundheitsschädlich bezeichnet.

Einige der genannten Symptome sind: - Schlafprobleme und Erschöpfung - Konzentrationsschwierigkeiten und Reizbarkeit - Kopfschmerzen und Schwindel - Herzklopfen und Stimmungsschwankungen - Allergische oder neurologische Reaktionen

Einige Baubiologen erwähnen, dass die Wirkung dieser Felder besonders in Schlafräumen intensiv sein kann, da der Körper in der Ruhephase besonders empfänglich für Störeinflüsse ist.

Messung von technischen Störfeldern

Die Messung von technischen Störfeldern ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Sanierung. Baubiologen verwenden spezielle Messtechnik, um die Ausstrahlung von niederfrequenten und hochfrequenten Feldern zu analysieren. Diese Geräte können elektrische Wechselfelder, magnetische Wechselfelder, elektromagnetische Wellen, Gleichfelder, Radioaktivität und Schallwellen erfassen.

Methodik der Messung

Die Messung erfolgt in der Regel in mehreren Schritten:

  1. Ortsanalyse: Der Geopathologe oder Baubiologe untersucht zuerst die gesamte Immobilie, um mögliche Quellen von Störfeldern zu identifizieren, wie z.B. Stromleitungen, Geräte oder Funknetze.
  2. Detailmessung: Anschließend werden die relevanten Räume, insbesondere Schlafräume, Arbeitsräume und Badezimmer, detailliert untersucht.
  3. Berichtserstellung: Nach der Messung erhält der Auftraggeber einen schriftlichen Bericht und eine detaillierte Zeichnung der Strahlungssituation.
  4. Beratung vor Ort: Der Experte erläutert die Messergebnisse und gibt Empfehlungen zur Sanierung.

Einige Anbieter bieten auch zusätzliche Leistungen wie die Radon-Messung an. Radon ist ein radioaktives Edelgas, das aus dem Boden stammen kann und besonders in Kellerbereichen oder in Regionen mit hohem Erdstrahlungsniveau vorkommt.

Sanierung von technischen Störfeldern

Die Sanierung von technischen Störfeldern zielt darauf ab, die Ausstrahlung von niederfrequenten und hochfrequenten Feldern zu reduzieren oder zu eliminieren. Die Maßnahmen können sowohl durch Abschirmung als auch durch Vermeidung von Quellen erfolgen.

Sanierungsmethoden

  1. Abschirmung: Es gibt spezielle Abschirmmaterialien, die in Räumen installiert werden können, um elektromagnetische Felder zu reduzieren. Dazu zählen:

    • Abschirmfolien
    • Korkplatten
    • Abschirmnetze
    • Abschirmfenster
  2. Technische Anpassungen: Eine Sanierung kann auch über technische Anpassungen erfolgen, wie z.B.:

    • Umrüstung auf Erdseil-Systeme
    • Trennung von Stromkreisen
    • Auswechseln von Kabeln
  3. Raumeinteilung: Eine sinnvolle Raumeinteilung kann helfen, Störfelder zu vermeiden. Dazu gehört beispielsweise, Betten oder Arbeitsplätze von Stromleitungen oder Geräten zu trennen.

  4. Gerätevermeidung: Eine aktive Strategie kann auch darin bestehen, Geräte, die starke Störfelder verursachen, wie z.B. Mobilfunkrouter oder WLAN-Router, auszuschalten oder durch alternative Techniken zu ersetzen.

Sanierung in Mietobjekten

Auch in Mietobjekten können Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt. Laut einigen Quellen ist die Sanierung in Mietimmobilien vor allem solange durchführbar, wie das Mietverhältnis besteht. In diesem Fall können vorübergehende Abschirmungen oder kleinere Anpassungen durchgeführt werden.

Sanierung von geopathischen und geomantischen Störungen

Neben technischen Störfeldern können auch geopathische und geomantische Störungen die Gesundheit beeinträchtigen. Geopathische Störungen entstehen durch natürliche Einflüsse wie Wasseradern, Gitternetze oder Verwerfungslinien. Geomantische Störungen hingegen haben eine künstliche oder historische Ursache, wie z.B. energetische Einflüsse aus der Vergangenheit, Krieg, Grabstätten oder andere kraftvolle Emotionen, die in der Erde gespeichert wurden.

Sanierungsverfahren

Für die Sanierung solcher Störungen gibt es spezielle Techniken: - Energetische Neutralisierung: Einige Experten verwenden Methoden wie das Umleiten oder Abschirmen der Felder, um sie neutral zu machen. - Materialbasierte Abschirmung: Auch hier können Korkplatten oder andere Abschirmmaterialien eingesetzt werden. - Schlafplatzsanierung: Eine gezielte Sanierung des Schlafplatzes ist besonders effektiv, da der Körper sich dort besonders anfällig für Störeinflüsse zeigt.

Voraussetzungen für die Sanierung

Die Sanierung geopathischer oder geomantischer Störungen erfordert in der Regel folgende Voraussetzungen: - Ein Plan oder Grundriss der Immobilie - Detaillierte Analyse der Störungssituation - Abschirmung oder energetische Neutralisierung in situ

Sanierungskosten und Dauer

Die Kosten und Dauer einer Sanierung hängen stark von der Art, der Ausdehnung und der Komplexität der Störungen ab. Laut einigen Quellen liegen die Kosten für eine umfassende Sanierung inklusive Messung und Beratung im Bereich von 150 bis 280 Euro. Bei zusätzlichen Maßnahmen wie der Radon-Messung oder der Sanierung geopathischer Felder können die Kosten variieren.

Die Dauer einer Sanierung liegt in der Regel bei 1 bis 1,5 Stunden pro Objekt. Bei komplexeren Projekten oder bei der Sanierung mehrerer Räume kann die Dauer entsprechend ansteigen.

Vorteile einer Sanierung

Die Sanierung von technischen Störfeldern bringt zahlreiche Vorteile mit sich: - Gesundheitliche Verbesserungen: Eine Reduktion von Störfeldern kann zu einer Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens führen, besonders bei Menschen, die empfindlich auf elektromagnetische Strahlung reagieren. - Bessere Schlafqualität: Schlafräume, die von Störfeldern befreit wurden, ermöglichen einen tieferen und erholenderen Schlaf. - Konzentrationsförderung: Arbeitsräume, die von Störfeldern abgeschirmt sind, eignen sich besser für konzentriertes Arbeiten. - Langfristige Investition: Eine Sanierung ist oft eine langfristige Investition in die Gesundheit und das Wohnumfeld.

Wichtige Voraussetzungen für die Sanierung

Bevor eine Sanierung durchgeführt wird, sind einige Voraussetzungen zu beachten: - Messung vor der Sanierung: Eine detaillierte Analyse der Störungssituation ist unerlässlich, um gezielte Maßnahmen planen zu können. - Kooperation mit dem Eigentümer oder Mieter: In Mietobjekten ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich, um Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. - Einbeziehung von Experten: Die Sanierung sollte in der Regel durch erfahrene Geopathologen oder Baubiologen durchgeführt werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Fazit

Die Sanierung von technischen Störfeldern ist ein fachlich anspruchsvoller Prozess, der sowohl technische als auch energetische Aspekte berücksichtigt. Laut den Quellen, auf die dieser Artikel zurückgreift, kann eine gezielte Sanierung die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner signifikant verbessern. Besonders in Räumen wie Schlaf- und Arbeitszimmern ist eine Analyse der Störfeldsituation empfehlenswert. Die Sanierung erfolgt durch eine Kombination aus Abschirmung, technischen Anpassungen und energetischen Neutralisierungsverfahren. Sie ist besonders in Regionen mit hohen Strahlungswerten oder in alten Gebäuden relevant. Bauherren, Eigentümer und Renovierer sollten diese Aspekte in ihre Planung einbeziehen, um langfristige Vorteile für die Gesundheit und das Wohnumfeld zu erzielen.

Quellen

  1. Geopathologie – Messung
  2. Belastungen und Störfelder – Elektrosmog und Geopathie
  3. Technische Störfelder in der Baubiologie
  4. Neutralisieren von geopathischen und geomantischen Störungen
  5. Polyskopie – Wissenschaft und Energie
  6. Erdstrahlen und Elektrosmog – Jochen Groothoff

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