Einleitung
Der Bahnhof Dortmund-Aplerbeck Süd hat eine umfassende Modernisierung erfahren, die im September 2022 begann und erhebliche Investitionen in Höhe von rund 9,6 Millionen Euro umfasste. Dieses Projekt konzentrierte sich auf die Steigerung der Barrierefreiheit und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Reisende. Die Modernisierung wurde von der Deutschen Bahn (DB) in Zusammenarbeit mit dem Bund durchgeführt und ist Teil des Bundesprogramms "Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen" (FABB). Nach einigen Verzögerungen bei der Fertigstellung präsentiert sich der Haltepunkt nun als moderner, barrierefreier Verkehrsknotenpunkt im Dortmunder Süden.
Projektumfang und Investitionen
Die Modernisierung des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck Süd stellt ein signifikantes infrastrukturelles Vorhaben für den Stadtbezirk Aplerbeck dar. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 8 bis 9,6 Millionen Euro, wobei die Finanzierung durch mehrere Partner erfolgt. Der Bund stellt den größten Teil der Mittel bereit, die aus dem FABB-Programm stammen. Zusätzlich beteiligen sich das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn an den Kosten.
Diese Investitionen zielen darauf ab, den Haltepunkt nicht nur funktional zu verbessern, sondern auch die Attraktivität für die täglichen Pendler und Anwohner zu steigern. Die Mittel werden gezielt für Maßnahmen eingesetzt, die die Barrierefreiheit erhöhen und die allgemeine Aufenthaltsqualität am Bahnsteig verbessern.
Bauphasen und Zeitplan
Die Bauarbeiten für die Modernisierung des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck Süd starteten im September 2022. Ursprünglich war die Fertigstellung für den Herbst 2023 geplant. Während der Bauarbeiten kam es jedoch zu Verzögerungen, die eine Verschiebung des Termins erforderlich machten. Lately Quellen sollte die Fertigstellung nun im 2. Quartal 2024 erfolgen, während andere Berichte kurz vor den Weihnachtsfeiertagen 2023 als Abschlussdatum nennen.
Die Bauarbeiten umfassten mehrere Phasen, darunter die Erweiterung des Bahnsteigs, den Bau einer neuen Personenunterführung, die Installation eines Aufzugs und die Anlegung einer Rampe. Während der Baupass mussten die Reisenden über eine provisorische Überführung zum Bahnsteig gelangen. Die Arbeiten wurden schrittweise durchgeführt, um den Bahnbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Technische Details der Modernisierung
Die Modernisierung des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck Süd umfasst eine Reihe technischer Verbesserungen, die den Haltepunkt für moderne Anforderungen rüsten:
Bahnsteigverlängerung: Der Bahnsteig wurde auf eine Gesamtlänge von 125 Metern erweitert, sodass Reisende entlang der gesamten Zuglänge stufenfrei ein- und aussteigen können können.
Bahnsteighöhe: Die Höhe des Bahnsteigs wurde auf 76 Zentimeter angepasst, was einen stufenlosen Einstieg in Züge ermöglicht.
Barrierefreie Zugänge: Eine neue Rampe zur Personenunterführung sowie ein moderner Aufzug stellen sicher, dass der Bahnhof barrierefrei erreichbar ist.
Beleuchtungssystem: Eine neue Beleuchtung wurde installiert, die die Sicherheit und die Aufenthaltsqualität auf dem Bahnsteig verbessert.
Wetterschutz: Zwei Wetterschutzhäuschen bieten den Reisenden Schutz vor Witterungseinflüssen.
Weitere Ausstattung: Der renovierte Bahnhof erhält neue Sitzbänke, Vitrinen und Abfallbehälter, die den Komfort für die Fahrgäste erhöhen.
Diese Maßnahmen stellen eine umfassende Modernisierung dar, die den Bahnhof an die aktuellen Standards für Barrierefreiheit und Fahrgastkomfort anpasst.
Herausforderungen und Verzögerungen
Wie bei vielen Bauprojekten gab es auch bei der Modernisierung des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck Süd Herausforderungen und Verzögerungen. Ursprünglich war die Fertigstellung für den Herbst 2023 vorgesehen, doch die Arbeiten verzögerten sich. Die Gründe für diese Verzögerungen wurden in den Quellen nicht explizit genannt, jedoch wurde berichtet, dass die Bauarbeiten trotz des Fortschrits nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.
Während der Bauphase mussten die Anwohner und Pendler mit provisorischen Lösungen zurechtkommen. So erfolgte der Zugang zum Bahnsteig über eine provisorische Überführung. Diese Umstände sorgten bei den Nutzern für Unmut, insbesondere da die Straßen Eiderstraße und Mondstraße, die die einzigen Zugänge zum Bahnhof darstellen, ebenfalls in schlechtem Zustand waren.
Ein weiteres Thema war die Diskussion um die Zukunft des Bahnhofs. Stadtplaner schlugen ursprünglich vor, den Bahnhof komplett neu zu bauen und an die Fuldastraße zu verlegen. Die Aplerbecker Bewohner lehnten diesen Vorschlag jedoch ab und bevorzugten die Renovierung des bestehenden Bahnhofs. Diese lokale Diskussion zeigt die Bedeutung des Bahnhofs für die Identität und das Leben im Bezirk.
Verbindung zur Straßeninfrastruktur
Mit der Fertigstellung der Bahnhofmodernisierung rückt nun die Sanierung der angrenzenden Straßen in den Fokus. Die Eiderstraße und Mondstraße, die die einzigen Zugänge zum Bahnhof Aplerbeck Süd darstellen, sind in schlechtem Zustand und dringend einer Sanierung bedürftig.
Dirk Schwiening, Bezirksleiter des Tiefbauamtes der Bezirksvertretung Aplerbeck, kündigte an, dass nach der Fertigstellung des Bahnhofs "jetzt an die Straße gegangen werden sollte". Die Straßenoffensive 2026/27 soll als "gewisser Neustart" dienen und die Priorisierung der Straßensanierung im Stadtbezirk regeln.
Die Planung sieht folgende Reihenfolge für die Straßensanierungen vor:
Zunächst soll die bereits seit langem eingeplante Gevelsbergstraße von der Bergmeisterstraße bis zur Marsbruchstraße hergerichtet werden.
Anschließend sind die Eiderstraße und Mondstraße an der Reihe, die als Zugänge zum modernisierten Bahnhof dienen.
Danach folgen die Aplerbecker-Mark-Straße auf dem Abschnitt von der Schwerter Straße bis zur DB-Brücke und die Sölder Waldstraße zwischen den Hausnummern 22 und 43.
Als nächstes soll das Quartier in Lichtendorf zwischen Römerstraße, Lichtendorfer Straße, Eichholzstraße und Gehrenbach für 1,25 Millionen Euro saniert werden.
Abschließend ist die Aplerbecker Straße zwischen der Köln-Berliner-Straße und der Leni-Rommel-Straße an der Reihe.
Das Schürener Quartier rund um die Bergmeisterstraße soll zuletzt saniert werden.
Bezirksleiter Schwiening versprach, dass die ersten Bautätigkeiten bereits 2026 beginnen werden. Diese umfassende Straßenoffensive soll nicht nur die Infrastruktur verbessern, sondern auch die Lebensqualität für die Anwohner steigern.
Vergleich mit anderen Projekten in der Region
Die Modernisierung des Bahnhofs Aplerbeck Süd steht im Kontext weiterer Bahnhofsbauprojekte in der Region, wie etwa der Renovierung in Sölde. Die Fortschritte bei diesen Projekten könnten unterschiedlicher nicht sein:
Während die Arbeiten in Aplerbeck Süd zügig vorankamen und bald abgeschlossen sein sollen, gestaltet sich der Umbau in Sölde deutlich schwieriger. Für Sölde war ebenfalls eine Fertigstellung im Jahr 2023 geplant, doch es bewarb sich kein Unternehmen auf die Ausschreibung für die notwendigen Bauarbeiten. Dies führte dazu, dass die beantragte Sperrpause für den Bahnverkehr wieder freigegeben werden musste.
Eine solche Sperrung benötigt in der Regel drei Jahre Vorlauf, um den Personen- und Güterverkehr umzuleiten. Zusätzlich steht die Sölder Bahnstrecke dann nicht mehr als Umleitung für andere Baumaßnahmen zur Verfügung. Der gesamte Prozess der Suche nach einer Sperrzeit beginnt somit von vorne. Die Bauzeit wird von der DB auf etwa ein Jahr geschätzt.
Da der Baustart in Sölde noch nicht absehbar ist, sollen in der Zwischenzeit die Unterführung und der Bahnhof regelmäßig gewartet werden. Dies zeigt, wie unterschiedlich die Realisierung von Infrastrukturprojekten verlaufen kann und wie von äußeren Faktoren abhängig sie sind.
Fazit
Die Modernisierung des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck Süd stellt eine erfolgreiche Investition in die Infrastruktur des Dortmunder Südens dar. Mit einem Kostenaufwand von 8 bis 9,6 Millionen Euro wurde der Haltepunkt barrierefrei gestaltet und die Aufenthaltsqualität für Reisende erheblich verbessert. Trotz einiger Verzögerungen bei der Fertigstellung präsentiert sich der Bahnhof nun als moderner Verkehrsknotenpunkt, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.
Die Erweiterung des Bahnsteigs auf 125 Meter und die Anpassung auf eine Höhe von 76 Zentimetern ermöglichen einen stufenlosen Einstieg in die Züge. Die Installation eines Aufzugs und einer Rampe zur neuen Personenunterführung gewährleistet die Barrierefreiheit des gesamten Bahnhofsgeländes. Zusätzlich wurden neue Beleuchtung, Wetterschutzhäuscher und Sitzmöbel installiert, die den Komfort für die Fahrgäste erhöhen.
Mit der Fertigstellung des Bahnhofs rückt nun die Sanierung der angrenzenden Straßen in den Fokus. Die Straßenoffensive 2026/27 soll die Eiderstraße und Mondstraße sowie weitere Straßen im Bezirk sanieren, um die Gesamtsituation für Anwohner und Pendler weiter zu verbessern.
Im Vergleich zu anderen Projekten in der Region, wie der Renovierung in Sölde, zeigt sich, dass die Modernisierung in Aplerbeck Süd zügig vorankam. Dies unterstreicht die Bedeutung einer effizienten Planung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten.
Die Modernisierung des Bahnhofs Dortmund-Aplerbeck Süd ist somit ein positives Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung von Bauprojekten im öffentlichen Raum, die nicht nur die Funktionalität verbessern, sondern auch die Lebensqualität für die Anwohner steigern.