Sanierungsprojekte in Au-Gebieten: Straßen, Infrastruktur und Gebäudeerneuerung

Einleitung

In verschiedenen Gemeinden mit dem Namen "Au" across Deutschland und Österreich finden derzeit umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsprojekte statt. Diese reichen von Straßen- und Infrastruktursanierungen bis hin zur Gebäudeinstandhaltung und städtebaulichen Erneuerung. Die Projekte werden teilweise durch Förderprogramme des Landes finanziert und haben unterschiedliche Laufzeiten und Umfänge. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen Sanierungsprojekte in verschiedenen Au-Gebieten, die technischen Anforderungen, die durchgeführten Maßnahmen und die Auswirkungen auf die Anwohner.

Straßen- und Infrastruktursanierungen

Asphaltdeckensanierung in Niedergailbach

Im Rahmen des Förderprogramms Kommunale Straßen 2023-2024 wird die Sanierung des Asphaltbelags der Straße "Auf der Au" in Niedergailbach durchgeführt. Das Projekt umfasst die Erneuerung des Straßenbelags ab der Einmündung Von-Bolanden-Straße bis zur Adresse Auf der Au Nr. 39. Die Arbeiten werden unter Vollsperrung der Einmündung Von-Bolanden-Straße und der Straße Auf der Au bis Nr. 39 durchgeführt. Die ursprünglich für Ende Oktober 2024 geplantten Arbeiten konnten nicht mehr ausgeführt werden. Die Fräsarbeiten sind nun für Mittwoch, 27.11.2024, und die Asphaltarbeiten für Donnerstag, 28.11.2024 vorgesehen. Die Vollsperrung wird am Mittwoch, 27.11.2024, eingerichtet und voraussichtlich am Freitag, 29.11.2024, wieder entfernt. Witterungsbedingt kann es allerdings noch zu Verschiebungen kommen. Für die Arbeiten ist die Gemeindeverwaltung Gersheim, Abteilung IV Bauen, Umwelt, Verkehr, unter der Leitung von Herrn Homberg verantwortlich. Die Gemeinde bittet um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Einschränkungen und Behinderungen.

Wehrstraße in Au am Rhein

In der Gemeinde Au am Rhein läuft die Ortkernsanierung, die mit Mitteln des Förderprogramms des Landes Baden-Württemberg finanziert wird. Derzeit werden die Bauarbeiten im Bauabschnitt 9 in der Wehrstraße von der Kirchstraße bis unmittelbar vor das Grundstück der Wehrstraße 10 durchgeführt. Die Arbeiten umfassen die Erneuerung und Sanierung der Fahrbahn, Gehwege und Platzbereiche. Des weiteren werden einzelne Kanalanschlüsse saniert, die Straßenentwässerung erneuert und Leerrohre neu verlegt. Auch vereinzelte Wasserversorgungshausanschlüsse werden saniert.

Die Bauarbeiten führen zu einer vollständigen Sperrung des betroffenen Straßenabschnitts. Das Parken sowie die Zufahrt zu den Grundstücken sind im Bauabschnitt während der Bauarbeiten nicht möglich. Die Zugänge zu den Häusern werden über Provisorien gewährleistet. Im Juli 2024 wurden unter anderem das Pflaster des Parkplatzes in der Wehrstraße verlegt und die Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen. Bereits im Juni 2024 wurden Pflasterrinnen hergestellt, die Fundamente der Baumscheiben gesetzt und Sandsteinbänke installiert.

Hauptstraßensanierung in Freising

In der Marktgemeinde Au in Freising läuft die Sanierung der Hauptstraße. Das erste Stück des Bauabschnitts 2 des Ausbaus der Hauptstraße ist bis auf einen kleinen Rest fertiggestellt, der demnächst asphaltiert werden soll. Die Ortsdurchfahrt über das Provisorium soll zumindest bis zum Frühjahr des kommenden Jahres passierbar sein. Zudem soll im Februar der Faschingszug die Hauptstraße entlangfahren können.

Die jüngste Etappe der Erneuerung der Ortsmitte hat etwa 4,3 Millionen Euro gekostet. Die Arbeiten begannen im April und zwei Monate später waren die Arbeiter am wichtigsten Teilstück, der Zufahrt zur Schlossbrauerei, zugange. An diese grenzen das frühere Pförtnerhäuschen und die Schlossmauer an, die beide denkmalgeschützt sind. Für einen Archäologen und einen Bauforscher gab es bei diesen Arbeiten alle Hände voll zu tun. Der Archäologe war überwiegend im Marktgarten beschäftigt, von dem aus bald eine wie ein "L" geschwungene Treppe hinauf zur Gaststätte Straßberger führen soll.

An einem denkmalgeschützten Gebäude behinderte ein Stück Putz die Bauarbeiten. Ein Bauforscher stellte fest, dass die Fassade an dem Haus in den Dreißigerjahren verändert worden war, sodass der hinderliche Beton beseitigt werden durfte. Über den Winter soll nun am Bereich hinter dem Rathaus gearbeitet werden. Das Verwaltungsgebäude soll einen Hintereingang bekommen, und es sind eine E-Ladesäule und ein Stellplatz für Fahrräder sowie eine Reparaturstation geplant.

Im Frühjahr 2025 sollen die Arbeiten an der nächsten Etappe des zweiten Bauabschnitts beginnen, der vom Rathaus bis zur Einmündung der Kooperator-Schmid-Straße reicht. Der Marktplatz soll durch Sonnenschirme und Trinkbrunnen mehr Aufenthaltsqualität bekommen. Für die benachbarte Bäckerei besteht die Möglichkeit, ein paar Tische im Freien aufzustellen. Die Ampel, die noch aus der Zeit stammt, als die Bundesstraße 301 mitten durch Au verlief, wird durch eine kleinere ersetzt.

Bei den Arbeiten wird aller Voraussicht wieder auf den alten Bohlenweg gestoßen, ähnlich wie das schon in der Unteren Hauptstraße der Fall war. Die beprobten Bohlen wurden auf die Jahre 1720 und 1763 datiert. Sobald das Holz aus dem Untergrund herausgeholt wird, beginnt der Zerfall, weshalb Eile bei der Konservierung geboten ist. Dies wurde bei den bereits geborgenen Holzbohlen versäumt.

Gebäudeinstandhaltungen

Bankgebäudesanierung in Vorarlberg

In der Vorarlberger Gemeinde Au wurde das bestehende Bankgebäude der Raiffeisenbank Mittel- und Hinterbregenzerwald generalsaniert. Das Gebäude aus den 1990er Jahren wurde energetisch ertüchtigt und räumlich umstrukturiert. Der zweigeschossige Massivbau hat eine Nutzfläche von rund 800 Quadratmetern. Der nun mittig an der Nordfassade liegende Haupteingang verleiht dem Bankgebäude an der Verkehrsader Faschina Straße mehr Präsenz. Während Ziegelwände, Betondecken und das Satteldach erhalten blieben, wurde die kleinteilige Bürostruktur durch offene, helle Räume ersetzt.

Im Erdgeschoss mit Natursteinboden liegt die Eingangshalle mit Empfangspult sowie der etwas zurückgezogenere Beratungsschalter. Im Obergeschoss findet dieser Raum seine Entsprechung im Warte- und Aufenthaltsbereich, um den gleichwertige Büros organisiert sind. Wie bereits bei früheren Projekten in Voralberg oder dem Bregenzerwald setzten die Architekten von firm Architekten auf Holz als Baumaterial.

Flüchtlingshausinstandhaltung in Au

Ein weiteres Gebäudeprojekt ist die umfassende Sanierung des Hauses für Flüchtlinge und sozial schwache Personen in der Dorfstraße 22a in Au. Das erst 2017 errichtete Haus gilt bereits als marode. Der Gemeinderat hat Mehrausgaben für die Sanierung der sechs Wohnungen beschlossen. Während der Arbeiten ziehen die Bewohner in Container um. Zudem plant die Gemeinde einen Hausmeister für künftige Kontrollen.

Städtebauliche Erneuerungsprojekte

Sanierungsgebiet "In der Au" in Rottweil

In Rottweil wurde das Sanierungsgebiet "In der Au" eingerichtet. Das Gebiet hat eine Größe von 11,49 Hektar und läuft von Januar 2020 bis Dezember 2031. Der Satzungsbeschluss wurde am 20. Mai 2020 gefasst. Im August 2023 wurde das Gebiet erweitert, und im Juni 2024 folgte eine zweite Erweiterung. Für die Projektleitung sind Sabine Morar und Tanja Hetterich von der LBBW Immobilien Projektentwicklung verantwortlich.

Ein weiteres Sanierungsgebiet "In der Au" in Rottweil hat eine Fläche von 15,19 Hektar. Der Bewilligungszeitraum läuft vom 1. Januar 2020 bis zum 30. April 2029. Der Satzungsbeschluss datiert ebenfalls vom 20. Mai 2020.

Ortskernsanierung in Au am Rhein

In Au am Rhein läuft die umfassende Sanierung der Ortsmitte, die in mehreren Bauabschnitten erfolgt. Ein Bautagebuch dokumentiert den Fortschritt der Arbeiten. Im September 2023 wurden die Pflasterarbeiten in der Schulstraße vorangetrieben, und der Rathausvorplatz begann bereits in neuem Glanz zu erstrahlen. Die Sanierung der Ortsmitte dient nicht nur einer optischen Verschönerung, sondern erfolgt hauptsächlich zur Verbesserung der Infrastruktur.

Im Juli 2023 wurden die Laternenmasten in der Schulstraße hinter dem Rathaus gesetzt, und der Rathausplatz wurde für die Arbeiten vorbereitet. Die Gestaltung des Rathausvorplatzes nahm Formen an, und die neuen Sitzbänke wurden gesetzt. Im August 2023 wurden die Sandsteinblöcke auf dem Rathausvorplatz installiert, und es fehlte noch die Sitzfläche aus Holz, die angebracht werden sollte. Die Pflasterarbeiten in der Schulstraße waren bereits weit voran geschritten, sodass der Eingang zu den Gebäuden wieder hergestellt werden konnte.

Im September 2023 wurden die Markierungsarbeiten für 20 Stellplätze durchgeführt, und die Parkplätze konnten zum Teil schon wieder genutzt werden. In der Kirchstraße ging die Sanierung der alten Kanäle weiter. Im Oktober 2023 wurden auf dem Kirchplatz Fahrradständer montiert, und es wurde ein Vorher-Nachher-Vergleich der Ortsmitte präsentiert.

Im Juli 2024 wurde das Pflaster des Parkplatzes in der Wehrstraße verlegt, und die Asphaltierungsarbeiten wurden abgeschlossen. Im Juni 2024 wurden Pflasterrinnen hergestellt, die Fundamente der Baumscheiben gesetzt und Sandsteinbänke installiert. Bereits im Mai 2024 wurden die Baumpflanzgruben hergestellt, das Planum für die Herstellung der Gehwege gerichtet und die Schottertragschicht eingebracht.

Herausforderungen und Besonderheiten bei Sanierungsprojekten

Denkmalschutz und archäologische Funde

Bei Sanierungsprojekten in historischen Ortskernen wie in Freising kommt es häufig zu Herausforderungen im Zusammenhang mit Denkmalschutz und archäologischen Funden. So mussten in Freising bei der Hauptstraßensanierung Experten hinzugezogen werden, um den historischen Wert von Bauteilen zu überprüfen. In einem Fall konnte ein hinderlicher Putz entfernt werden, da die Fassade in den 1930er Jahren verändert worden war.

Archäologische Funde wie die auf die Jahre 1720 und 1763 datierten Holzbohlen erfordern besondere Maßnahmen zur Konservierung. Da das Holz nach dem Ausgraben schnell zu zerfallen beginnt, ist Eile bei der Bearbeitung geboten. In Freising wurde dies bei den bereits geborgenen Holzbohlen jedoch versäumt.

Witterungsbedingte Verzögerungen

Bei Bauprojekten im Freien spielen Witterungsbedingungen eine entscheidende Rolle. So musste bei der Asphaltdeckensanierung in Niedergailbach der ursprüngliche Zeitplan angepasst werden. Die Arbeiten konnten im Zuge der ersten Bauphase Ende Oktober nicht mehr ausgeführt werden und wurden auf Ende November verschoben. Auch für diesen neuen Termin besteht die Möglichkeit witterungsbedingter Verschiebungen.

Förderprogramme und Finanzierung

Viele der vorgestellten Sanierungsprojekte werden durch Förderprogramme des Landes finanziert. In Niedergailbach erfolgt die Finanzierung im Rahmen des Förderprogramms Kommunale Straßen 2023-2024. In Au am Rhein wird die Ortkernsanierung mit Mitteln des Förderprogramms des Landes Baden-Württemberg finanziert. Förderprogramme haben jedoch oft ein Auslaufdatum, wie im Fall der Sanierung der Grünen Au in Hof, wo eine Förderzusage über knapp eine Million Euro erteilt wurde, aber noch unklar war, wann die ersten Schritte erfolgen würden.

Fazit

Die Sanierungsprojekte in den verschiedenen Gemeinden mit dem Namen "Au" zeigen die Bandbreite der notwendigen Maßnahmen im Bereich der Gebäude- und Infrastrukturerneuerung. Von der Asphaltdeckensanierung über die komplette Umgestaltung von Ortskernen bis hin zur energetischen Sanierung von Gebäuden sind vielfältige Arbeiten erforderlich. Die Projekte werden durch verschiedene Förderprogramme des Landes unterstützt, was die Finanzierung für die Gemeinden erleichtert.

Besondere Herausforderungen ergeben sich bei Sanierungen in historischen Ortskernen, wo Denkmalschau und archäologische Funde berücksichtigt werden müssen. Witterungsbedingungen können zu Verzögerungen führen, was die Planung erschwert. Die Kommunikation mit den Anwohnern und die Bereitstellung von Provisorien während der Bauarbeiten sind wichtige Aspekte, um die Akzeptanz der Maßnahmen zu sichern.

Die Sanierungsprojekte dienen nicht nur der Erhaltung des baulichen Bestands, sondern auch der Verbesserung der Lebensqualität in den Gemeinden. Durch moderne Infrastruktur, gestaltete öffentliche Räume und energetisch optimierte Gebäude werden die "Au"-Gemeinden zukunftsfähig gemacht.

Quellen

  1. Gersheim: Asphaltdeckensanierung auf der Au in Niedergailbach
  2. Sanierungsgebiet "In der Au" in Rottweil
  3. Sanierung und Umbau in Au von firm Architekten
  4. Au plant umfassende Sanierung im Haus für Flüchtlinge
  5. Sanierung in Au am Rhein
  6. Sanierung in Au (Hof)
  7. Sanierung Hauptstraße in Au (Freising)
  8. Bautagebuch zur Sanierung der Ortsmitte in Au am Rhein

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