Umfassende Sanierung der B26 in Darmstadt: Bauarbeiten, Verkehrsbeeinträchtigungen und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit

Einführung

Die Bundesstraße 26 (B26) in Darmstadt spielt eine zentrale Rolle im regionalen Verkehrsnetz. Sie verbindet wichtige Verkehrsknotenpunkte und dient sowohl dem Pendlerverkehr als auch dem Gütertransport. In den letzten Monaten und Jahren hat der Zustand der B26, insbesondere im Bereich der Brücke am Eifelring, auf die Darmstädter Rheinstraße, aufmerksam gemacht. Hessen Mobil, als zuständige Behörde, hat umfassende Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Diese beinhalten nicht nur die Erneuerung der Brücke, sondern auch die Installation moderner Schutzplanken und die Optimierung von Verkehrsleitsystemen, um die Verkehrssicherheit und -flüssigkeit zu verbessern.

In diesem Artikel wird detailliert beschrieben, welche Bauphasen und Maßnahmen durchgeführt werden, welche Verkehrsbeeinträchtigungen damit einhergehen und welche langfristigen Ziele verfolgt werden. Der Fokus liegt dabei auf der aktuell durchgeführten Sanierung der Brücke und den damit verbundenen Herausforderungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer.

Brückensanierung am Eifelring

Projektziele und Hintergrund

Die Brücke am Eifelring, die über die B26 (Rheinstraße) führt, wurde in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert. Der Spritzbeton, der auf das Bauwerk aufgetragen worden war, störte eine umfassende Bauwerksprüfung und machte eine genaue Beurteilung der Schäden schwierig. Ziel der Sanierung ist es, den Zustand der Brücke zu beurteilen, Schäden zu beheben und die Langlebigkeit des Bauwerks zu sichern.

Bauphasen und zeitliche Planung

Die Sanierung der Brücke am Eifelring erfolgt in mehreren Bauphasen. Die Arbeiten begannen im September 2024 und sollen bis Ende November 2024 andauern. Eine abschließende Fertigstellung ist für Ende Dezember 2024 geplant.

Erste Bauphase

Die erste Bauphase konzentrierte sich auf das südliche Brückenwiderlager. Im Zuge der Arbeiten wurde der rechte Fahrstreifen stadteinwärts gesperrt. Der Verkehr wurde über die verbleibenden beiden Fahrstreifen geleitet, die im Baustellenbereich verengt und verschwenkt wurden. Die Geschwindigkeit wurde auf 50 km/h reduziert.

Zweite Bauphase

In der zweiten Bauphase, die im Oktober 2024 beginnt, wird der äußere Fahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Pro Richtung stehen somit zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Die Geschwindigkeitsbeschränkung bleibt bei 50 km/h. Der Fuß- und Radweg entlang der B26 bleibt uneingeschränkt nutzbar. Allerdings wird er vor der Brücke in Richtung Stadtmitte auf den rechten Fahrstreifen umgeleitet, der für den motorisierten Verkehr gesperrt wurde. Nach der Brücke wird die Umleitung für 350 Meter auf einen daneben liegenden Weg führen und anschließend zurück auf den Geh- und Radweg der Rheinstraße.

Dritte Bauphase

In der dritten Bauphase, die voraussichtlich im November 2024 beginnt, wird der innere Fahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen gesperrt, sodass pro Richtung nur die beiden äußeren Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird an einem Samstag im November (30. November) der mittlere Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung gesperrt, sodass an diesem Tag nur ein Fahrstreifen pro Richtung verfügbar ist.

Arbeiten an der Brücke

Im Rahmen der Sanierung wird der Spritzbeton vom Bauwerk entfernt, um eine umfassende Bauwerksprüfung zu ermöglichen. Zunächst wird der Spritzbeton an der Unterseite des Spannbetonüberbaus abgetragen, um mögliche Risse und tiefliegende Schäden freizulegen. Anschließend werden die Bereiche nach Hohlstellen abgeklopft und die Betonoberflächen gereinigt. Die Instandsetzung beinhaltet die Beton- und Betonstahlerneuerung sowie das Verpressen von vorhandenen Rissen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 520.000 Euro und werden vom Bund getragen.

Verkehrsbeeinträchtigungen

Einschränkungen in der zweiten Bauphase

In der zweiten Bauphase, die im Oktober 2024 beginnt, sind die folgenden Einschränkungen zu erwarten:

  • In beiden Fahrtrichtungen wird der äußere Fahrstreifen gesperrt. Pro Richtung stehen somit zwei Fahrstreifen zur Verfügung.
  • Die Geschwindigkeit im Baustellenbereich ist auf 50 km/h reduziert.
  • Der Geh- und Radweg entlang der B26 bleibt uneingeschränkt nutzbar, wird aber vor der Brücke in Richtung Stadtmitte auf den rechten Fahrstreifen umgeleitet.
  • Nach der Brücke wird die Umleitung für 350 Meter auf einen daneben liegenden Weg führen und anschließend zurück auf den Geh- und Radweg der Rheinstraße.

Einschränkungen in der dritten Bauphase

In der dritten Bauphase, die voraussichtlich im November 2024 beginnt, sind die folgenden Einschränkungen zu erwarten:

  • In beiden Fahrtrichtungen wird der innere Fahrstreifen gesperrt. Pro Richtung stehen somit nur die beiden äußeren Fahrstreifen zur Verfügung.
  • An einem Samstag im November (30. November) wird zusätzlich der mittlere Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung gesperrt, sodass an diesem Tag jeweils nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung steht.
  • Der Geh- und Radweg entlang der B26 bleibt uneingeschränkt nutzbar.

Wochenendarbeiten

An mehreren Wochenenden im November 2024 wird die Verkehrsfläche weiter eingeschränkt:

  • Vom 1. bis 3. November, vom 8. bis 10. November, vom 15. bis 17. November und vom 22. bis 24. November wird an den Wochenenden der mittlere Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung zusätzlich gesperrt. Dies gilt von Freitag 20:00 Uhr bis Montag 06:00 Uhr.
  • An diesen Tagen ist somit jeweils nur ein Fahrstreifen pro Richtung verfügbar.

Schienenverkehr

Im Rahmen der Bauphasen wird der Schienenverkehr der Straßenbahn entlang der B26 an mehreren Wochenenden pausieren. Die genauen Termine und Details werden von Hessen Mobil gesondert kommuniziert.

Sanierung der B26 im Bereich der Stadteinfahrt

Hintergrund

Im Bereich der Stadteinfahrt, insbesondere im Trogbauwerk, wurde eine Notsanierung durchgeführt. Das Bauwerk, das 1985 errichtet wurde, war durch den Verkehr, Tausalze und Witterung stark beansprucht worden. Eine umfassende Sanierung war ursprünglich geplant, wurde aber aufgrund von Protesten und der hohen Dauerbelastung im sensiblen Bereich um Darmstadt abgeändert. Statt einer umfassenden Sanierung wurde eine „Sanierung light“ durchgeführt.

Arbeiten an der Stadteinfahrt

  • Die korrodierte Bewehrung wurde freigelegt, entrostet und die Schadstellen wieder verschlossen.
  • Am Brückenbauwerk wurde das Geländer abgebrochen und erneuert, ebenso der Betonbelag der Brücke. Die Brücke blieb für den gesamten Zeitraum der Baumaßnahme gesperrt.
  • Die zweistreifige Fahrbahn der B26 im Trogbauwerk musste halbseitig gesperrt werden.

Kosten und Umsetzung

Die Kosten der Maßnahme beliefen sich auf rund 400.000 Euro und wurden vom Bund getragen. Die Arbeiten begannen am 3. Juli 2024 und endeten am 16. August 2024. Die Baumaßnahme war bewusst in die hessischen Sommerferien gelegt, um den Verkehrsfluss so gering wie möglich zu stören.

Schutzplanken-Nachrüstung

Projektziele

Eine weitere Maßnahme im Rahmen der Sanierung der B26 ist die Nachrüstung von Schutzplanken. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit deutlich zu erhöhen. Insbesondere sollen Bäume entlang der Strecke, die bislang nicht abgesichert waren, durch moderne Rückhaltesysteme geschützt werden.

Arbeiten und Einschränkungen

  • Die Bauarbeiten erfolgen als Tagesbaustellen. Dabei wird jeweils der Standstreifen und eine Fahrspur auf rund 200 Metern Länge gesperrt.
  • Der Verkehr wird über die verbleibende Fahrspur geleitet. Zu- und Abfahrten an der B26 sind zeitweise betroffen: Hier müssen Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren kurzzeitig gesperrt werden.
  • Die Arbeiten sollen bis Ende November 2024 abgeschlossen sein.

Entscheidungsgrundlage

Ob eine Schutzeinrichtung erforderlich ist, wird nach den Richtlinien für Fahrzeug-Rückhaltesysteme entschieden. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Folgen von Unfällen mit Aufprall auf Hindernisse zu reduzieren.

Verkehrsleitsysteme und Technik

Wechselampelschaltung

Um die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren, wird im Bereich der Trogpassage eine sogenannte Wechselampelschaltung eingesetzt. Die Baustellenampeln werden in beide Richtungen mit einem Stauradar ausgestattet. Wenn dieses aktiv wird, werden LED-Vorwegweiser aktiviert, die auf die Umleitung über die Erbacher Straße verweisen. Diese Maßnahme soll die Verkehrsteilnehmer auf die Umleitungen hinweisen und den Verkehrsfluss so weit wie möglich stabilisieren.

Umleitungen

Für die Baustelleneinrichtung wurde die B26 zwischen dem Abzweig der Heinrichstraße und dem Ostbahnhof von Freitag, 3. Juli 2024, 22 Uhr, bis Samstagmorgen, 4. Juli 2024, 5:30 Uhr vollständig gesperrt. Die Umleitung erfolgte in dieser Zeit über die Erbacher Straße.

Auswirkungen auf das Edelsteinviertel

Die Baumaßnahme hätte im ursprünglichen Plan für den Bereich und das angrenzende Edelsteinviertel eine hohe Dauerbelastung bedeutet. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) zeigte sich erleichtert, dass diese Belastung durch den intelligenten Einsatz von Technik entschärft werden konnte. Die Wechselampelschaltung soll dazu beitragen, dass sich die Verkehrsteilnehmer nach wenigen Tagen an die neuen Bedingungen gewöhnen.

Langfristige Planungen

Erweiterung der B26

Neben den aktuellen Sanierungsmaßnahmen ist eine langfristige Erweiterung der B26 geplant. Ziel ist es, dem Autoverkehr mehr Stauraum zu bieten und den Trog selbst staufrei zu machen. Der ÖPNV-Busverkehr soll zügig durch und auf einer Extraspur am Reststau vorbeigeführt werden.

Projektstand

Die Erweiterung der B26 zwischen Trogbauwerk und Darmstädter Ostbahnhof ist noch in der Planungsphase. Es wird mehr als zwei Jahre dauern, das notwendige Planungsrecht zu schaffen. Hessen Mobil hat den Trog im Jahr 2024 grundlegend saniert, um den Verkehrsfluss so weit wie möglich zu optimieren.

Kosten und Umsetzung

Die Kosten für die Erweiterung der B26 sind noch nicht bekannt. Es wird jedoch erwartet, dass die Maßnahme in den kommenden Jahren umgesetzt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Leistungsfähigkeit in den Spitzenstunden und der Verkehrssicherheit.

Fazit

Die Sanierung der B26 in Darmstadt ist ein komplexes Projekt, das mehrere Bauphasen und Maßnahmen umfasst. Die Brückensanierung am Eifelring, die Schutzplanken-Nachrüstung und die Verkehrsleitsysteme sind zentrale Elemente, um die Verkehrssicherheit und -flüssigkeit im Bereich der B26 zu verbessern. Die Verkehrsbeeinträchtigungen, die im Zuge der Baumaßnahmen entstehen, sind unvermeidbar, doch Hessen Mobil hat alles in die Wege geleitet, um diese so gering wie möglich zu halten.

Die Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, um die Infrastruktur in Darmstadt zu modernisieren und den Anforderungen des zunehmenden Verkehrs zu entsprechen. Die Zusammenarbeit zwischen Hessen Mobil, den zuständigen Behörden und den Anwohnern hat dazu geführt, dass die Maßnahmen in der Praxis so umgesetzt werden, dass sie den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen.

Die Fertigstellung der Brückensanierung am Eifelring ist für Ende Dezember 2024 geplant. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob die Maßnahmen ihre Ziele erreichen und ob weitere Investitionen erforderlich sind, um die Verkehrssituation in Darmstadt nachhaltig zu verbessern.

Quellen

  1. wegen-bauarbeiten-an-wochenenden-nur-eine-spur-auf-der-b26-4096341
  2. b26-darmstadt-brueckeninstandsetzung-am-eifelring-zweite-bauphase-beginnt-am-01-november/
  3. b26-verkehrsbehinderungen-kurz-vor-darmstadt-13818541.html
  4. B61S.ABBB0004.00.html
  5. b-26-brueckeninstandsetzung-am-eifelring-in-darmstadt
  6. b-26-brueckeninstandsetzung-am-eifelring-in-darmstadt-2
  7. b26-schutzplanken-darmstadt-dieburg/

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