Sanierung und Modernisierung im Bestand: Der Bauverein Werne eG im Fokus

Einführung

Der Bauverein Werne eG ist eine soziale Wohnungsbaugenossenschaft, die seit 1909 im Ortsbereich Werne und Stockum aktiv ist. Mit einem Bestand von rund 1.400 Wohnungen und über 1.750 Mitgliedern ist der Bauverein Werne eG eine zentrale Institution im regionalen Wohnungsmarkt. In den letzten Jahren hat der Bauverein umfassende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, wobei besonderes Augenmerk auf Klimaschutz, Barrierefreiheit und sozial verantwortbare Wohnraumversorgung gelegt wurde.

Eine besonders herausragende Sanierungsmaßnahme war die Erweiterung und Modernisierung eines Mehrfamilienhauses in der Freigrafenstraße in Werne, bei der ein barrierefreier Außenaufzug nachträglich eingebaut wurde. Diese Maßnahme dient nicht nur der Verbesserung der Wohnqualität, sondern auch der Sicherstellung, dass auch ältere Mieter weiterhin unbeeinträchtigt in ihrem Zuhause wohnen können.

Zusätzlich ist zu erwähnen, dass für 180 Sozialwohnungen des Bauvereins die Mietpreisbindung in Kürze ausläuft. Dies wirft wichtige Fragen hinsichtlich der Zukunft der Miethöhen und des sozialen Wohnraumangebots auf.

Dieser Artikel gibt einen detaillierten Überblick über die Sanierungsmaßnahmen des Bauvereins Werne eG, mit Schwerpunkt auf technischen Aspekten, sozialen und ökologischen Zielsetzungen sowie der Rolle des Bauvereins im regionalen Wohnungsmarkt.

Der Bauverein Werne eG – Überblick

Der Bauverein Werne eG wurde im Jahr 1909 gegründet und ist seitdem auf die Sicherstellung einer sozial verantwortbaren Wohnraumversorgung fokussiert. Das Ziel der Genossenschaft ist es, ihren Mitgliedern eine gute, sichere und bezahlbare Wohnraumversorgung zu bieten. Derzeit verfügt der Bauverein über rund 1.400 Wohnungen, die sich hauptsächlich in Werne und Stockum befinden.

Über 1.750 Mitglieder vertrauen dem Bauverein und tragen so zur Stabilität des sozialen Wohnungsbaus in der Region bei. In den letzten Jahren hat der Bauverein zahlreiche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, um den Wohnungsbestand zu optimieren und die Energieeffizienz zu steigern. Ein weiteres Ziel ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes, um aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Der Bauverein ist nicht nur ein regionaler Akteur im Wohnungsmarkt, sondern auch Mitglied der Initiative Wohnen.2050, einer Initiative, die sich für nachhaltige und klimaneutrale Wohnraumstrategien einsetzt. Durch den Dialog mit dieser Initiative und anderen Stakeholdern wird der Bauverein versuchen, seinen Beitrag zur klimaneutralen Zukunft zu leisten.

Sanierungsmaßnahme an der Freigrafenstraße

Projektziele und Hintergrund

Im Jahr 2019 führte der Bauverein Werne eG eine Sanierungsmaßnahme an einem Mehrfamilienhaus an der Freigrafenstraße in Werne durch. Die Sanierung war nicht nur Teil der allgemeinen Bestandsinstandhaltung, sondern umfasste auch eine Aufstockung um ein weiteres Geschoss sowie die Nachrüstung eines barrierefreien Außenaufzugs.

Diese Maßnahme war insbesondere aus sozialen Gründen wichtig: Der Bauverein möchte sicherstellen, dass auch älter werdende Mieter weiterhin unbeeinträchtigt in ihrer Immobilie wohnen können. Barrierefreiheit ist ein zentraler Aspekt für eine altersgerechte Wohnraumversorgung und hilft dabei, die Lebensqualität der Mieter zu verbessern.

Planung und Ausführung

Die Planung der Umbau- und Erweiterungsarbeiten lag in den Händen des Architekten Michael Jardin aus Werne, der auch die Ausführung leitete. Bei der Wahl des Personenaufzugs setzte Architekt Jardin auf eine platzsparende und optisch ansprechende Lösung. Entscheidend für die Wahl war die Transparenz sowie das Maximum an Lichteinfall in das Gebäude.

Der gewählte Aufzug ist eine selbsttragende Glas- und Stahlkonstruktion, ausgestattet mit Teleskopschiebetüren aus Verbundsicherheitsglas. Diese Bauweise sorgt nicht nur für eine hohe optische Wirkung, sondern auch für eine maximale Integration in die Fassade des Hauses. Die vorhandenen Brüstungen wurden gegebenenfalls entfernt, um Platz für die Aufzugstüren zu schaffen.

Der Aufzug ist ein maßgefertigter BML 400E-Typ mit elektrischem Antrieb. Diese Bauform wurde in enger Zusammenarbeit mit Stefan Westbomke von Böcker, Vertrieb Mobil-Lift, festgelegt. Der Aufzug verfügt über fünf Haltestellen und fährt in einem selbsttragenden Glas- und Stahlschacht, der individuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst ist.

Ein spezielles Transpondersystem sorgt für die erforderliche Zutrittskontrolle an der Außentür. Diese Maßnahme ist insbesondere für die Sicherheit der Mieter relevant, da sie verhindert, dass Unbefugte in das Gebäude gelangen.

Auswirkungen der Sanierung

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten ist das Gebäude nun komplett barrierefrei erschlossen. Alle Etagen des sanierten Mehrfamilienhauses sind per Aufzug bequem und sicher erreichbar. Die Mieter profitieren nicht nur von der besseren Zugänglichkeit, sondern auch von der modernen Ausstattung und der optischen Aufwertung der Fassade.

Architekt Michael Jardin zieht eine positive Bilanz des Projekts: „Von der Planung, über die Ausführung bis zur Inbetriebnahme – wir sind mit der professionellen Begleitung des Projekts durch Böcker rundum zufrieden.“

Diese Sanierung zeigt, wie durch gezielte Investitionen in den Bestand nicht nur die Lebensqualität der Mieter verbessert werden kann, sondern auch die langfristige Nutzbarkeit und Wertschätzung des Gebäudes sichergestellt werden.

Ökologische Zielsetzungen und Klimaschutz

Reduktion des CO2-Ausstoßes

Ein weiteres wichtiges Ziel der Bauverein Werne eG ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes im eigenen Wohnungsbestand. In den letzten Jahren hat der Bauverein daher umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, um die Energieeffizienz der Gebäude zu steigern und den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Diese Zielsetzung ist in direkter Verbindung mit der Mitgliedschaft des Bauvereins in der Initiative Wohnen.2050. Der Bauverein möchte durch seine Maßnahmen aktiv zum Klimaschutz beitragen und damit eine lebenswerte Umwelt für die Zukunft sichern.

Klimaneutralität als Ziel

Der Bauverein Werne eG hat sich das Ziel gesetzt, aktiv auf dem Weg zur Klimaneutralität zu sein. Dies geschieht durch die kontinuierliche Optimierung der Energieeffizienz der Gebäude, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie durch den Dialog mit Mieterinnen und Mietern.

Die Initiative Wohnen.2050 unterstützt den Bauverein in diesem Prozess. Beide Seiten betonen die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Wohnungsbau und der Notwendigkeit, die Herausforderungen des Klimawandels aktiv zu bewältigen.

Soziale Verantwortung im Klimaschutz

Ein weiteres Aspekt ist, dass die Klimaschutzmaßnahmen nicht nur ökologische, sondern auch soziale Vorteile mit sich bringen. Durch effizientere Energieverbräuche werden die Mietkosten reduziert, was den Mieterinnen und Mietern zugutekommt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass solche Maßnahmen sozial verträglich umgesetzt werden, um die soziale Mischung im Wohnungsmarkt zu bewahren.

Die Mietpreisbindung und ihre Auswirkungen

Was ist die Mietpreisbindung?

Die Mietpreisbindung ist ein Instrument, das in Deutschland im sozialen Wohnungsbau Anwendung findet. Sie dient dazu, Mietpreise auf einem sozial verträglichen Niveau zu halten. Im Falle des Bauvereins Werne eG ist sie für 180 Sozialwohnungen im Bestand der Genossenschaft aktiv.

Diese Regelung schränkt den Mietpreis ein, sodass Mieterinnen und Mieter nicht mit hohen Mietsteigerungen konfrontiert werden. Allerdings läuft die Mietpreisbindung für diese 180 Wohnungen bald aus, was bedeutende Auswirkungen auf die Miethöhen und das soziale Angebot des Bauvereins haben kann.

Auswirkungen auf das Angebot und die Miethöhen

Nach Ablauf der Mietpreisbindung werden die Mieten in diesen 180 Wohnungen wahrscheinlich ansteigen. Nadine Ruck, Sprecherin des Bauvereins, betont, dass dies auf einem moderaten Niveau bleiben soll, wobei die genaue Entwicklung der Miethöhen abhängig von den ökonomischen Rahmenbedingungen sein wird.

Die Wohnungen bleiben jedoch im Bestand des Bauvereins, was bedeutet, dass der Bauverein weiterhin für die Versorgung mit sozial verträglichen Wohnraum sorgen kann. Zudem wird der Bauverein alles in seiner Macht Stehende tun, um die soziale Mischung in den Wohngebieten zu bewahren.

Was bedeutet das für Mieter?

Für Mieterinnen und Mieter bedeutet der Ablauf der Mietpreisbindung, dass sie mit einer moderaten Mietsteigerung rechnen müssen. Der Bauverein versucht, diese Entwicklung so transparent wie möglich zu kommunizieren und die Mieter über die geplanten Maßnahmen zu informieren. Zudem wird der Bauverein auch weiterhin auf soziale Verträglichkeit achten, um den Zugang zu sozialen Wohnraum sicherzustellen.

Der Bauverein im regionalen Wohnungsmarkt

Soziale Verantwortung und lokale Anbindung

Der Bauverein Werne eG ist eng in die lokale Gemeinschaft verwurzelt. Mit seinen über 1.400 Wohnungen und der langjährigen Erfahrung im sozialen Wohnungsbau ist der Bauverein ein zentraler Akteur im regionalen Wohnungsmarkt. Die Genossenschaft engagiert sich nicht nur für die Sicherstellung von sozial verträglichen Mietpreisen, sondern auch für die Aufrechterhaltung der sozialen Mischung in den Wohngebieten.

Durch die kontinuierlichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen trägt der Bauverein zudem dazu bei, dass der Wohnungsbestand für die Zukunft fit gemacht wird. Diese Maßnahmen sind nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus sozialen Gründen wichtig, da sie die Wohnqualität der Mieterinnen und Mieter verbessern und langfristig die Attraktivität der Wohnungen sichern.

Zusammenarbeit mit Partnern

Der Bauverein Werne eG kooperiert mit verschiedenen Partnern aus der Region, um seine Zielsetzungen zu erreichen. So ist er Mitglied der Initiative Wohnen.2050, die sich für nachhaltige und klimaneutrale Wohnraumstrategien einsetzt. Zudem arbeitet der Bauverein eng mit Architekten, Handwerksunternehmen und anderen Beteiligten im Wohnungsbau zusammen, um die Qualität seiner Projekte sicherzustellen.

Ein weiterer Partner ist Böcker, der Hersteller des eingesetzten Personenaufzugs. Der Bauverein schätzt die professionelle Begleitung des Projekts und zieht eine positive Bilanz der Zusammenarbeit.

Fazit

Der Bauverein Werne eG ist ein Beispiel dafür, wie soziale Verantwortung, ökologische Zielsetzungen und technische Innovation im Wohnungsbau erfolgreich verbunden werden können. Durch die Sanierung des Mehrfamilienhauses an der Freigrafenstraße hat der Bauverein nicht nur die Barrierefreiheit im Bestand verbessert, sondern auch die Lebensqualität der Mieterinnen und Mieter nachhaltig gesteigert.

Zudem zeigt sich, dass der Bauverein sich aktiv für den Klimaschutz einsetzt, indem er die Energieeffizienz seiner Gebäude steigert und den CO2-Ausstoß reduziert. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine lebenswerte Umwelt für die Zukunft zu schaffen und gleichzeitig die soziale Verträglichkeit der Mietpreise zu gewährleisten.

Mit dem Ablauf der Mietpreisbindung für 180 Sozialwohnungen wird der Bauverein auch in Zukunft aktiv daran arbeiten, den Zugang zu sozial verträglichen Wohnraum zu sichern. Die Mietsteigerungen sollen moderat bleiben, und der Bauverein wird alles in seiner Macht Stehende tun, um die soziale Mischung in den Wohngebieten zu bewahren.

Durch seine langjährige Erfahrung, seine enge Verbindung zur lokalen Gemeinschaft und seine Partnerschaften mit regionalen und überregionalen Akteuren hat sich der Bauverein Werne eG als verlässlicher Partner im Wohnungsmarkt etabliert. Sein Engagement für nachhaltigen und sozial verantwortlichen Wohnungsbau macht ihn zu einem Vorbild für andere Genossenschaften und Beteiligte im Wohnungsmarkt.

Quellen

  1. Bauverein Werne – Transparenter Personenaufzug bringt Bewohner barrierefrei in ihre Wohnungen
  2. Initiative Wohnen.2050 – Herzlich willkommen an unseren neuen Partnern
  3. Hochtief Bau – Bauhandwerk und Bauverein Werne
  4. Ruhrnachrichten – Mietpreisbindung für Sozialwohnungen des Bauvereins Werne läuft aus
  5. Northdata – Bauverein Werne eG

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