Beteiligte Firmen und Projekte bei der Sanierung der Bundesstraße 70 – Ein Überblick

Die Sanierung der Bundesstraße 70 (B 70) zwischen Darme und Laxten sowie Alstätte und Gronau ist ein umfangreiches Infrastrukturprojekt, das sowohl technisch anspruchsvoll als auch logistisch komplex ist. In mehreren Abschnitten und mit unterschiedlichen Bauverfahren wird die Strecke saniert, um sie für die zukünftigen Verkehrsbedingungen zu stabilisieren. Ein zentraler Aspekt dieser Maßnahme ist die Beteiligung von spezialisierten Firmen, die die Planung, Durchführung und Koordination der Arbeiten übernehmen. In diesem Artikel werden die beteiligten Firmen, die konkreten Sanierungsmaßnahmen sowie die Herausforderungen, die bei der Umsetzung entstehen, detailliert vorgestellt.

Die Rolle des Landesbetriebs Straßenbau

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen – Regionalniederlassung Münsterland – ist in mehreren Abschnitten der Sanierung aktiv. Die Zuständigkeit umfasst beispielsweise den Bereich zwischen Alstätte und Gronau, wo die B 70 auf einer Länge von insgesamt 7,5 Kilometern saniert wird. Die Sanierungsarbeiten sind in drei Bauabschnitte unterteilt:

  1. Abschnitt 1: Von der Enscheder Straße in Alstätte bis zum Ahaus-Enscheder-Damm.
  2. Abschnitt 2: Vom Ahaus-Enscheder-Damm bis zum Heidehof.
  3. Abschnitt 3: Von Heidehof bis zur Kreuzung mit der B 54 bei Gronau.

Im Rahmen dieser Sanierung wird die vorhandene Fahrbahn in einer Tiefe bis zu fünf Zentimetern abgefräst, um Schäden wie Risse, Unebenheiten und Spurrinnen zu beheben. Um die zukünftigen Belastungen des Verkehrs standhalten zu können, wird eine Asphaltarmierung auf die Fräsfläche aufgetragen. Zudem wird der bestehende Radweg auf 2,50 Meter verbreitert, um den Anforderungen an die Verkehrssicherheit und den Radverkehr gerecht zu werden. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Die Arbeiten werden von der Firma G + S Straßen- und Tiefbau aus Dülmen durchgeführt, die in mehreren Abschnitten aktiv ist. Die Firma ist für die Planung, die Durchführung der Baumaßnahmen sowie für die Koordination mit anderen Beteiligten, wie beispielsweise den Salzgewinnungswerken, zuständig. Die Arbeiten in Abschnitt 1 und 2 waren im Zeitraum bis Ende August weitestgehend abgeschlossen, wobei die Markierungsarbeiten und der Aufbau der Schutzplanken unter Verkehr durchgeführt wurden. In einigen Abschnitten bestehen zudem noch Restarbeiten, die erst nach Abschluss der Leitungsverlegungsarbeiten durch die Salzgewinnungswerke abgeschlossen werden können.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

In den nördlicheren Abschnitten der B 70, insbesondere zwischen Darme und Laxten, ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Lingen zuständig. Die Sanierungsmaßnahmen hier beziehen sich auf Teile der B 70 sowie der L48 und B214. Die Arbeiten beginnen mit der Erneuerung der Fahrbahn der B214 im Anschlussstellenbereich, einschließlich der Auf- und Abfahrtsrampen. Gleichzeitig werden auch 100 Meter der Frerenerstraße (L48 Richtung Lingener Stadtmitte) erneuert.

Die B214 bleibt während der Arbeiten stadteinwärts und auswärts eingeschränkt passierbar (halbseitige Sperrung). Für die Durchführung der Arbeiten an der B214 ist eine halbseitige Sperrung mit Ampelanlage erforderlich. In bestimmten Phasen der Bauarbeiten kann es zudem zu Sperrungen der jeweiligen Auf- und Abfahrtsrampen kommen. Der zweite Bauabschnitt umfasst die Strecke von der B70 aus Darme kommend hinter der Raststätte Laxtener Sand bis zur Anschlussstelle Laxten (Höhe B214). In diesem Bereich erfolgt ein Vollausbau der Straße.

Die Arbeiten an der B 70 (Ortsumgehung Lingen) erfordern die Einrichtung einer Umleitungsstrecke, die von der B214 Richtung Ramsel über die L57 nach Messingen führt. Von dort aus weiter über die L58 nach Lünne und schließlich zurück auf die B70. Die Sanierungsarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf insgesamt rund 3,3 Millionen Euro.

Beteiligte Unternehmen und Bauverträge

Die Sanierungsarbeiten an der B 70 sind an mehrere Unternehmen vergeben worden, wobei besonders die Firma G + S Straßen- und Tiefbau aus Dülmen hervorzuheben ist. Sie ist für die Sanierung im Bereich Alstätte bis Gronau verantwortlich und hat die Arbeiten in mehreren Abschnitten durchgeführt. Die Firma ist zudem für die Koordination mit Dritten wie den Salzgewinnungswerken verantwortlich, die in einem Teilbereich des erneuerten Radweges Leitungsverlegungsarbeiten durchführen.

Zusätzlich ist festzustellen, dass bei der Sanierung der B 70 im Bereich Lingen bis zum Start der Arbeiten noch wichtige Dokumente fehlten. Dies führte zu Verzögerungen, weshalb der Start der Sanierung an dieser Stelle erst „in Kürze“ erfolgen sollte. Obwohl der Beginn der Arbeiten noch nicht vollständig dokumentiert war, war der Landesbetrieb für den Baustart bereit und hatte alle Vorbereitungen getroffen.

Herausforderungen bei der Sanierung

Die Sanierung der B 70 wirft nicht nur aus technischer, sondern auch aus wirtschaftlicher und logistischer Sicht einige Herausforderungen auf. So wurden beispielsweise Geschäftsleute in Folmhusen kurzfristig über die Sanierung und die damit verbundenen Sperrungen informiert. Obwohl die Geschäfte weiterhin angefahren werden können, führen die Baumaßnahmen zu einer erhöhten Verkehrsbelastung in Umleitungsstrecken und stellen die betroffenen Firmen vor organisatorische Herausforderungen.

Ein weiterer Punkt ist die Einrichtung von Umleitungen für den Radverkehr, die aufgrund der Leitungsarbeiten der Salzgewinnungswerke notwendig waren. Diese Maßnahmen betreffen insbesondere Zweiradfahrer, die über alternative Strecken umgeleitet werden müssen, bis die Arbeiten an der B 70 abgeschlossen sind. In diesem Zusammenhang wurden Umleitungsstrecken über das Amtsvenn eingerichtet, um den Verkehrsfluss auch in dieser Phase sicherzustellen.

Technische Aspekte der Sanierungsmaßnahmen

Die Sanierungsarbeiten an der B 70 folgen einem klaren technischen Konzept, das sich an den Anforderungen der zukünftigen Verkehrsbelastung orientiert. In mehreren Abschnitten wird die vorhandene Fahrbahn in einer Tiefe bis zu fünf Zentimetern abgefräst, um Schäden zu beheben. Danach wird eine Asphaltarmierung aufgetragen, die die Stabilität der Straße verbessert und die zukünftigen Verkehrsbelastungen aushält.

Die Breite der Fahrbahn wird in einigen Abschnitten erhöht, beispielsweise um 25 Zentimeter auf 2,50 Meter, um den Anforderungen an die Verkehrssicherheit und den Radverkehr gerecht zu werden. Die Radwege selbst werden in mehreren Abschnitten saniert und erweitert, wobei auch die Markierungsarbeiten und der Aufbau der Schutzplanken unter Verkehr durchgeführt werden, um die Störung des Verkehrsflusses so gering wie möglich zu halten.

In Abschnitten, in denen Vollsperrungen notwendig sind, wird eine Umleitungsstrecke eingerichtet, die den Verkehrsfluss über alternative Wege sicherstellt. So werden beispielsweise in Alstätte und Gronau Umleitungen über die Landesstraßen L575 und L560 eingerichtet, um den Verkehr um den Baustellenbereich herumzuleiten.

Zeitplanung und Kosten

Die Sanierungsarbeiten an der B 70 sind in mehreren Abschnitten und über einen längeren Zeitraum geplant. In Alstätte und Gronau wurde der Sanierungsabschnitt Mitte Juni begonnen, wobei die Arbeiten im mittleren Bauabschnitt bis Ende August weitestgehend abgeschlossen waren. Die endgültige Fertigstellung des Abschnitts ist für Ende August vorgesehen, sofern die Wetterbedingungen es zulassen.

In den Abschnitten zwischen Darme und Laxten und Teilen der L48 sowie B214 ist der Baustart für Anfang September geplant, wobei die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf insgesamt rund 3,3 Millionen Euro.

Fazit

Die Sanierung der Bundesstraße 70 ist ein umfassendes Projekt, das sowohl technische als auch logistische Herausforderungen mit sich bringt. In mehreren Abschnitten und mit unterschiedlichen Bauverfahren wird die Strecke saniert, um sie für die zukünftigen Verkehrsbedingungen fit zu machen. Zentrale Beteiligte sind der Landesbetrieb Straßenbau und die Firma G + S Straßen- und Tiefbau aus Dülmen, die in mehreren Abschnitten die Arbeiten durchführen. Zudem sind auch andere Unternehmen und Institutionen wie die Salzgewinnungswerke in das Projekt eingebunden.

Die Arbeiten sind mit erheblichen Kosten verbunden, wobei die Baukosten je nach Abschnitt zwischen 2,6 und 3,3 Millionen Euro liegen. Zudem müssen auch die Verkehrsbeeinträchtigungen und Umleitungen berücksichtigt werden, die für die betroffenen Firmen und Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung darstellen. Dennoch ist die Sanierung der B 70 ein notwendiger Schritt, um die Verkehrssicherheit und die Infrastruktur in diesen Regionen langfristig zu gewährleisten.

Quellen

  1. Emsvechtewelle – Sanierung der B70 zwischen Darme und Laxten
  2. DZOnline – Sanierung der B70 zwischen Alstätte und Gronau
  3. DZOnline – Sanierung der B70 – nächster Abschnitt
  4. OZ-Online – Sperrung der B70 stellt Firmen vor Herausforderungen
  5. NordNews – Ortsumgehung Lingen
  6. NOZ – Bauarbeiten an der B70 in Lingen

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