Sanierung der Bundesstraße B44 zwischen Biebesheim und Stockstadt: Planung, Umsetzung und Auswirkungen

Einführung

Die Sanierung der Bundesstraße B44 zwischen Biebesheim und Stockstadt ist ein umfangreicher Bauprojekt, das sich über mehrere Bauabschnitte erstreckt und sowohl technische als auch organisatorische Herausforderungen beinhaltet. Ziel des Projekts ist die Erneuerung der Fahrbahn, die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und die Sicherstellung einer langfristigen Verkehrsfähigkeit. Die Arbeiten finden in enger Kooperation mit Hessen Mobil statt und werden in mehreren Phasen durchgeführt, um den Verkehrsfluss so weit wie möglich zu erhalten. Im Folgenden werden die Planung, die technischen Maßnahmen, die zeitliche Abwicklung und die finanzielle Planung des Projekts detailliert beschrieben.

Planung und Projektumfang

Die Sanierung der Bundesstraße B44 zwischen Biebesheim und Stockstadt umfasst eine Gesamtstreckenlänge von etwa 3,7 Kilometern. Der Projektbereich erstreckt sich von dem Abzweig der Landesstraße L3361 in Biebesheim bis zur Kreisstraße K153 in Stockstadt. Die Maßnahme ist in vier Bauabschnitte unterteilt, wobei in einigen Abschnitten die Asphalttragschicht ausgetauscht und in anderen Abschnitten lediglich eine Deckschicht aufgebracht wird.

Technische Maßnahmen

Die Sanierungsarbeiten beinhalten eine tiefgehende Erneuerung der Fahrbahndecke. In den Abschnitten zwischen den Knotenpunkten L3361 und K153 sowie K154 und K153 wird die Fahrbahn bis zu einer Tiefe von 13 Zentimetern abgefräst. Danach wird eine 9 Zentimeter dicke Asphaltbinderschicht und eine 4 Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht aufgebracht. In den restlichen Abschnitten erfolgt zusätzlich der Austausch der Asphalttragschicht.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verlängerung der Linksabbiegespur am Knotenpunkt B44/L3361/K163 in Biebesheim. Diese Maßnahme beinhaltet die Verbreiterung der Fahrbahn sowie die grundhafte Sanierung des Kreuzungsbereichs. Die Fahrbahn wird im Bereich des Knotenpunktes bis zu 70 Zentimeter tief ausgekoffert und in Betonbauweise neu aufgebaut. Zudem werden die Anschlussäste in Asphaltbauweise saniert und die gesamte Ampelanlage im Knotenpunktbereich erneuert.

Verkehrsregelung und Bauorganisation

Die Bauarbeiten werden unter Berücksichtigung der Verkehrsbedingungen geplant und durchgeführt. In mehreren Abschnitten erfolgt eine halbseitige Sperrung der B44 mit Ampelregelung. Diese Maßnahme ist insbesondere im Knotenpunktbereich notwendig, um die Sicherheit der Baustellenarbeiter und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. In einigen Phasen wird es zudem zu Vollsperrungen kommen, wie etwa zwischen den Knotenpunkten K154 und K153 oder zwischen L3361 und K153. In diesen Fällen erfolgt eine Umleitung über alternative Strecken, darunter die L3361, die K153, die Oberstraße und die Rheinstraße.

Die Vollsperrungen sind zeitlich begrenzt und finden jeweils an Wochenenden statt. Sie beginnen Freitagabend um 18:00 Uhr und enden am Montagmorgen um 5:00 Uhr. In diesen Zeiten wird der Verkehr umgeleitet, um die Durchfahrbarkeit der Hauptstrecke zu gewährleisten.

Zeitplanung und Projektverlauf

Die Sanierungsarbeiten an der B44 wurden im Oktober 2022 begonnen und sollen voraussichtlich im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein. Der aktuelle Projektstatus sieht eine Baudurchführung bis voraussichtlich Juni 2023 vor, wobei die Arbeiten in mehreren Phasen und Abschnitten weiterlaufen. Die Verlängerung der Linksabbiegespur und die Erneuerung des Kreisverkehrsplatzes in Biebesheim verzögerten sich aufgrund von Witterungsbedingungen und organisatorischen Herausforderungen. So konnten in den Wintermonaten 2022/2023 die nötigen Bodentemperaturen nicht erreicht werden, um die Betonfahrbahn einsetzen zu können. Zudem führten Regentage in den Monaten Januar, Februar und März 2023 zu weiteren Verzögerungen.

Aktuelle Bauabschnitte

Im Herbst 2023 standen die Arbeiten an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße im Vordergrund. In diesem Abschnitt wurde die Straße halbseitig gesperrt, sodass die Ein- und Ausfahrt in die K158 nicht möglich war. Die Umleitung erfolgte über die B44 bis Goddelau, die Bahnhofsstraße und die Starkenburger Straße. Gleichzeitig wurden Restarbeiten an den Geh- und Radwegen durchgeführt. Der Fuß- und Radverkehr wurde umgeleitet. Diese Bauphase ist voraussichtlich bis Februar 2024 geplant.

Die Arbeiten an den Knotenpunkten B44/K153 und K154/K158 verlaufen derzeit wie geplant. Die halbseitige Sperrung der B44 im Knotenpunktbereich bleibt bis Mitte Dezember bestehen. Eine Zufahrt von der B44 nach Stockstadt ist ab Ende November nicht mehr möglich. Eine Umleitung wird ab dem Knotenpunkt B44/Waldstraße ausgeschildert.

Finanzierung und Kosten

Die gesamten Baukosten der Sanierungsmaßnahme belaufen sich auf etwa 2,3 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund, der auch der Kostenträger des Projekts ist. Diese Investition unterstreicht die Bedeutung der B44 als Verkehrsader und die Notwendigkeit einer langfristigen Instandhaltung. Die Kosten verteilen sich auf die verschiedenen Bauabschnitte, wobei die Erneuerung der Asphaltdeckschicht, der Austausch der Asphalttragschicht und die Betonbauweise der Fahrbahn in den Knotenpunkten die hauptsächlichen Kostenfaktoren bilden.

Auswirkungen auf die Region

Die Sanierung der B44 hat nicht nur technische, sondern auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auf die Region. Der verbesserte Zustand der Fahrbahn wird den Verkehrsfluss optimieren und somit die Verkehrsicherheit erhöhen. Zudem wird die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur den regionalen Wirtschaftsstandort stärken, indem die Erreichbarkeit von Unternehmen und Einrichtungen verbessert wird.

Für die Anwohner und Pendler in Biebesheim und Stockstadt bedeutet die Baumaßnahme jedoch auch Einschränkungen. Die halbseitigen Sperrungen und Vollsperrungen führen zu Verzögerungen und Umwegen. Insbesondere die Umleitung über die L3361 und die K153 kann den Verkehr in den umliegenden Gemeinden beeinflussen. Die Bauarbeiten an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße und im Kreisverkehrsplatz Waldstraße/Justus-Liebig-Straße haben zudem Auswirkungen auf den lokalen Verkehr und den Fuß- und Radverkehr.

Fazit

Die Sanierung der Bundesstraße B44 zwischen Biebesheim und Stockstadt ist ein umfangreiches Bauprojekt, das sich über mehrere Bauabschnitte und mehrere Jahre erstreckt. Ziel ist die Erneuerung der Fahrbahn, die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und die Sicherstellung einer langfristigen Verkehrsfähigkeit. Die Maßnahme umfasst eine tiefgehende Sanierung der Fahrbahndecke, die Verlängerung der Linksabbiegespur und die Erneuerung von Knotenpunkten in Betonbauweise. Die Bauarbeiten werden in mehreren Phasen durchgeführt, wobei die Verkehrsregelung und die Umleitungen sorgfältig geplant und durchgeführt werden, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 2,3 Millionen Euro, die vom Bund getragen werden. Die Sanierung hat nicht nur technische, sondern auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auf die Region. Mit der Fertigstellung des Projekts im Frühjahr 2024 wird die B44 wieder in einem erstklassigen Zustand sein und den Verkehrsfluss optimal unterstützen.

Quellen

  1. Fahrbahnsanierung der B44 geht in die finale Phase
  2. B 44 – Fahrbahnerneuerung zwischen L 3361 und K 154 bei Stockstadt
  3. B 44 – Verlängerung der Linksabbiegespur am Knotenpunkt L 3361/K 163 in Biebesheim
  4. B 44 – Vollsperrung zwischen L 3361 und K 154 bei Stockstadt
  5. B 44 – L 3361 – K 163 – Waldstraße – Knotenpunkt in Biebesheim

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