Die Sanierung der Dreikönigschule (DKS) in Dresden ist ein langfristiges Projekt, das seit mehreren Jahrzehnten im Fokus von Eltern, Schulvertretern und Architekten steht. Dabei ist Tolkewitz nicht nur als Provisorium während der Sanierung ein zentraler Ablagepunkt, sondern auch ein Beispiel für die Kooperation zwischen pädagogischer Arbeit, städtischer Planung und Baumaßnahmen – letztere u.a. von der Firma DKS GmbH umgesetzt. In diesem Artikel beleuchten wir den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten, den Ablauf der zeitlichen Planung, die Rolle des Elternrats, die Einbindung der DKS GmbH und die technischen Lösungen, die bei der Sanierung großer Bestandsgebäude, besonders im kommunalen Bereich, zum Einsatz kommen.
Einführung
Die Dreikönigschule, eine der größten staatlichen Grund- und Oberschulen in Dresden, unterliegt seit mehreren Jahren umfangreichen Sanierungsmaßnahmen. Der Elternrat hat sich aktiv in die Planung eingebunden und hat bedeutende Arbeit geleistet, um das Vorhaben voranzutreiben. Etwa ab 2013 begann die Planung für die Sanierung der Gebäudekomplexe A, B und C sowie des Schulhofs. Die aktuelle Auslagerung und der Ablauf der temporären Nutzung der Schulgebäude in Tolkewitz erfolgen aufgrund der Umsetzung dieser Sanierungspläne. Dabei werden sowohl die technischen Herausforderungen als auch die organisatorische Umsetzung, insbesondere aus Sicht der pädagogischen Struktur, eng beobachtet und dokumentiert.
Die Sanierungsarbeiten selbst – insbesondere die Fassaden- und Gebäudehüllessanierung – werden von der DKS GmbH nach modernsten Industriestandards durchgeführt. Dieses Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Holzbau, Elementbau und hybriden Konstruktionen sowie über eine komplette Systemlösung, die vorgefertigte Fassaden- und Dachsysteme nach digital aufgenommenen Bestandsmaßen einsetzt.
Im Folgenden wird der Prozess der DKS Sanierung in Tolkewitz genauer beschrieben, mit Fokus auf den zeitlichen Ablauf, die beteiligten Akteure, die technischen Methoden und die organisatorischen Herausforderungen.
Zeitschema und Ablaufplanung
Die Sanierung der Dreikönigschule ist in mehrere Phasen unterteilt, wobei die Gebäude A, B und C aufgrund ihrer Nutzung jeweils unterschiedlich geplant wurden. Die aktuelle Umsetzung ist weitestgehend getreu dem Zeitplan aus dem Jahr 2018. Die folgenden Meilensteine zusammenfassend den Sanierungsverlauf:
- 2013: Beginn der Planung der Sanierung der Gebäude A, B und C sowie des Schulhofs.
- 2015: Einweihung der neuen Turnhalle, die ein Erfolg der Elterninitiative war.
- 2016: Start der Sanierung von Haus C mit Teilaufstellung der 5. bis 7. Klassen am Terassenufer.
- 2018: Start der vollständigen Auslagerung nach Tolkewitz. Die 5. bis 7. Klassen bleiben auch weiterhin in Tolkewitz, die 8. bis 12. Klassen ziehen nach Louisenstraße.
- 2019: Sanierung von Haus A ist planmäßig im Gange.
- 2020/2021: DKS bestätigt die geplante Fertigstellung der Sanierungsarbeiten zu den ursprünglich vorgesehenen Zeiten. Haus B wird in den Sommermonaten des Jahres 2021 abgeschlossen.
- 2022/2023: Rückzug der Klassen in die Louisenstraße ist für das Schuljahr 2020/21 geplant. Aktuell ist die Auslagerung bereits erfolgt, und Sanierungsarbeiten werden von der DKS GmbH intensiv vorangetrieben.
Die Auslagerung in Tolkewitz bringt auch organisatorische Veränderungen mit sich, insbesondere hinsichtlich der Essensversorgung, der Nahverkehrsbindung und der pädagogischen Struktur. Die Arbeit in Tolkewitz verlief laut einem Bericht aus September 2018 "holperig", was auf organisatorische Komplexität hinweist, die sich jedoch im Laufe der Zeit verbessert zu haben scheint.
Die Rolle des Elternrats
Zu Beginn der Sanierungsplanungen war der Elternrat ein stark einflussreiches Gremium. Dessen engagierte Arbeit war für die erfolgreiche Durchsetzung der Sanierungspläne maßgeblich. Im Jahr 2016 war beispielsweise ein intensives Bündnis mit der Stadt möglich, um die Sanierung von Haus B zu sichern, was damals als „Ergebnis intensiver Bemühungen“ gefeiert wurde. Der Elternrat ist weiterhin aktiv, besonders in der Arbeitsgruppe Sanierung, welche Baustellenbesichtigungen durchführt und den Fortschritt eng beobachtet.
Zusammen mit der Schülervertretung und der Schulleitung war der Elternrat stets ein Kommunikationspartner der Stadt, des Schulplanungsamts und der DKS GmbH. Besonders in der Phase der Podiumsdiskussion und bei der Sicherstellung der Finanzierung und des Genehmigungsverfahrens war die Elternratstätigkeit von entscheidender Bedeutung.
Ein weiterer Betätigungsbereich für den Elternrat ist die Initiative zur Neugestaltung der Louisenstraße. In diesen Prozess soll nach der endgültigen Rückkehr der Schüler eine neue Planung mit einbezogen werden, die den räumlichen und infrastrukturellen Bedingungen der Stadt entsprechen soll.
Tolkewitz als vorübergehender Ablageort
Der Standort in Tolkewitz (Wehlener Straße 38) wurde von der Dresdner Verwaltung als idealer Ablageort für die 5. bis 10. Klassen während der Sanierungsarbeiten identifiziert. Die Verkehrsanbindung ist gut, besonders mit dem öffentlichen Nahverkehr, was für viele Eltern und Schüler eine Alternative zum Auto bedeutet. Fahrradfahrer werden gebeten, die bezeichneten Stellplätze zu nutzen, da eine hohe Anzahl an Radfahrern erwartet wird.
Im Jahr 2016 wurde in Tolkewitz bereits Erfahrung mit der Notstandsbedingung gewonnen – die Sanierung von Haus C fand parallel zur Nutzung in Tolkewitz statt. Insgesamt ist Tolkewitz kein reines Provisorium, sondern dient als Teil einer durchdachten Sanierungsstrategie. Es ermöglicht es, kontinuierlich Unterricht zu gewährleisten, während zentrale Sanierungsarbeiten an den jeweiligen Schulgebäuden laufen.
Zum Zeitpunkt des Auszuges nach Tolkewitz standen auch organisatorische Herausforderungen an: Der Wechsel des Essenanbieters, die Umsetzung von Schülerbeförderungen und die Beantragung von Kostenerstattungen wurden in Elternsprechstunden thematisiert.
Die Firma DKS GmbH: Techniken und Vorzüge der Sanierungsarbeiten
Die Sanierungsarbeiten an den Gebäuden A, B und C der Dreikönigschule werden von der DKS GmbH nach modernsten Industriestandards durchgeführt. Die Firma ist auf die Sanierung und Renovierung von Bestandsgebäuden spezialisiert, wobei ein besonderer Fokus auf Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit liegt.
DKS GmbH ist Teil der DKS Group, die sich unter der Führung von Jan Jörgenshaus und Holger Zinn als marktführender Anbieter in der Kanal- und Gebäudehüllessanierung etabliert hat. Die Firma setzt dabei auf eine langjährige Erfahrung im Holzbau – insbesondere im Elementbau – und kombiniert diese mit modernen digitalen sowie industrialisierten Fertigungsverfahren.
Fassaden- und Dachsysteme
Ein zentraler Bestandteil des Sanierungsansatzes von DKS ist die Erneuerung der Gebäudehülle durch vorgefertigte Fassaden- und Dachsysteme. Die DKS GmbH bietet hier spezielle Seriensanierungslösungen an, die sich besonders für die Thermischen Sanierung großer Wohnbauten eignen. Beim Einsatz dieser Systeme kann der Heizenergiebedarf um bis zu 75 % gesenkt werden. Das ist eine wesentliche Argumentation für die Sanierung anstelle des Abrisses von Bestandsimmobilien.
Die Sanierung beginnt mit einem digitalen Bestandsaufmaß, das als Grundlage für die komplette Planung genutzt wird. In modernen Produktionslinien werden anschließend die Bauteile gefertigt, systematisch verlastet und transportiert. Auf der Baustelle erfolgt die Montage extrem schnell – es werden bis zu 1.000 m² Fassadenfläche täglich abgedeckt können. Ein solcher Ablauf sorgt für eine zeitliche und wirtschaftliche Effizienz, die in herkömmlichen Sanierungsverfahren oft nicht erreicht wird.
Vorteile des DKS-Systems
Das DKS-System wird in der Branche oft als Paradebeispiel für serielle Sanierung gesehen. Es vereint:
- Kurzzeitsanierung: Durch Fertigung und Vorarbeit in der Werkstatt können Arbeiten vor Ort auf ein Minimum reduziert werden.
- Energieeffizienz: Die moderne Dämmung und die Optimierung der Gebäudehülle sorgen für eine drastische Reduzierung des Energieverbrauchs.
- Wirtschaftlichkeit: Die Systeme sind so konzipiert, dass sie sich schnell amortisieren und langfristig Wirtschaftlichkeit und Kosteneinsparung ermöglichen.
- Wiedernutzbarkeit: Viele Bauteile können nach der Fertigung individuell angepasst werden, was Flexibilität ermöglicht.
Ein weiteres Plus des DKS-Systems ist die Digitalisierung des gesamten Prozesses – von der Planung bis zur Montage. Durch digitale Aufnahme können Fehler minimiert und eine präzise Planung ermöglicht werden.
Sanierungsstand Gebäude A, B und C
Laut den Berichten des Elternrats und der Schulleitung verläuft die Sanierung im vergleichbaren Zeitraum:
- Gebäude A: Die Sanierung verläuft planmäßig. Die offizielle Fertigstellung war für Mai 2020 vorgesehen.
- Gebäude C: Die Sanierung wurde bereits vollständig abgeschlossen. Das Gebäude ist stark genutzt und zeigt bereits erste Nutzungserscheinungen.
- Gebäude B: Die Sanierungsarbeiten waren im Jahr 2018 mit einer ursprünglichen Fertigstellung 2020 geplant. Wegen veränderter Bauanforderungen verzögerte sich der Start, eine Fertigstellung wurde in den Sommer 2021 vorgezogen. Nach aktuellen Angaben im Jahr 2020/21 ist Gebäude B als vorübergehend für die Nutzung der 15. GS genutzt nicht saniert, was zu einer Verzögerung der Sanierungsplanung führte.
Der Elternrat betont, dass das Sanierungskonzept gelungen ist und dass sich Eltern, Pädagogen und Bauingenieure über die aktuelle Umsetzung einig sind. Allerdings gilt es, die weiteren Projektabläufe genau zu beobachten, um etwaige Rückstände aufzudecken.
Kooperation zwischen Akteuren
Die Sanierung der Dreikönigschule ist ein komplexes Projekt, das auf einer engen Zusammenarbeit verschiedener Akteure basiert. Im Vordergrund stehen dabei der Elternrat, die DKS GmbH, das Schulverwaltungsamt und die Dresdner Stadtrat.
- Elternrat: Als einflußreiches Gremium steht der Elternrat für die Interessen der Elternschaft. Er koordiniert die Arbeit in Arbeitsgruppen, verfolgt den Fortschritt der Sanierung und tritt bei Bedarf als Ansprechpartner der Stadt auf.
- DKS GmbH: Träger der Bauarbeiten ist die Firma DKS GmbH, die mit einem weitreichenden Spektrum an Leistungen und Systemen arbeitet. Die Sanierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Architekten und dem Schulverwaltungsamt.
- Schulverwaltungsamt: Verantwortlich für die Schulstruktur und die logistische Umsetzung der Sanierungsarbeiten. Es sorgt für die Umsetzung der pädagogischen Struktur während der Auslagerungen.
- Stadtrat: Die endgültigen Entscheidungen zur Sanierung und zur Finanzierung bleiben bei der kommunalen Ebene – vor allem beim Dresdner Stadtrat. Insbesondere bei der Zustimmung zur Sanierung von Haus B während der Auslagerungsphase war die Zustimmung des Stadtrats notwendig.
Die Kooperation zwischen diesen Parteien ist zwar komplex, ermöglicht es aber, auch in langfristigen Projekten wie der DKS Sanierung, strukturierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen und die Interessen verschiedener Gruppen zu berücksichtigen.
Herausforderungen und Risiken
Auch bei der Sanierung der Dreikönigschule blieben Herausforderungen nicht aus. Eine davon ist die rechtliche, politische und kommunale Abstimmung. Bei der Sanierung von Haus B kam es u.a. zu einer Planungsverzögerung, da Entscheidungsträger anderer Auffassungen waren. Zudem bestehen bei einer komplexen Bauarbeit stets Risiken – wie Materialverzögerungen, Baustellenprobleme und der Einfluss von Wetter und Personelle.
Auch organisatorisch stellte sich Tolkewitz auf verschiedene Momente hin als eine Herausforderung dar. Die Arbeit dort benötigte eine enge Planung hinsichtlich der Unterrichtszeiten (insbesondere der Mittagspause), Logistik und des Essensangebots. Allerdings gelang es den Akteuren, auch diese Hürden weitestgehend erfolgreich zu meistern.
Fazit
Die Sanierung der Dreikönigschule in Dresden ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie komplexe Bauvorhaben erfolgreich umgesetzt werden können – insbesondere bei der Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren wie Elternrat, Stadt, Architekten und Unternehmenspartnern wie der DKS GmbH. Die technische Vorgehensweise im Zuge der Sanierung durch den Einsatz moderner Systeme für Fassaden, Dächer und Thermie unterstreicht, wie solche Maßnahmen nicht nur baulich, sondern auch ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Die Auslagerung in Tolkewitz, obschon vorübergehend, hat bewiesen, dass es möglich ist, innerhalb kürzester Zeit pädagogische Auswirkungen zu minimieren und trotzdem bauliche Fortschritte zu erzielen. Zudem bot Tolkewitz eine gute Gelegenheit, sowohl organisatorische als auch pädagogische Herausforderungen zu testen und Verbesserungen vorzunehmen.
Im Zuge der Sanierung wurden auch langfristige Ziele, wie die Energieeffizienz oder die nachhaltige Nutzung bestehender Architekturstile, berücksichtigt. Die DKS GmbH beweist mit ihr, dass eine moderne Sanierung nicht bedeutet, traditionelle Gebäudehülle und Grundrisse zu vernichten. Vielmehr geht es darum, diese mit modernen Techniken aufzuwerten, um sie für künftige Generationen attraktiv und leistungsfähig zu erhalten.
Insgesamt ist die Sanierung der Dreikönigschule ein Projekt, das sowohl pädagogische als auch bauliche und soziale Herausforderungen aufgreift. Ihre Umsetzung kann ein Vorbild für andere größere Schulstandorte oder kommunale Gebäude sein. Die Erfahrungen mit dem Elternrat und der DKS GmbH könnten in Zukunft gezielt in andere städtische oder regionale Sanierungen übertragen werden.