Fassadensanierung: Wichtige Schritte, Kosten und Fördermöglichkeiten

Die Sanierung von Fassaden ist eine entscheidende Maßnahme, um die Langlebigkeit, Energieeffizienz und Ästhetik eines Gebäudes zu gewährleisten. Fassaden sind den äußeren Einflüssen wie Witterung, Feuchtigkeit und UV-Licht ausgesetzt und benötigen daher in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung und ggf. eine Sanierung. In diesem Artikel werden die Schritte einer fachgerechten Fassadensanierung, die Kosten, notwendige Handwerker, sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten detailliert erläutert.

Warum ist eine Fassadensanierung notwendig?

Eine Fassade dient nicht nur der optischen Gestaltung eines Gebäudes, sondern auch als Schutz vor Witterungseinflüssen. Im Laufe der Zeit kann die Fassade jedoch Schäden davontragen, die sowohl die Funktion als auch das Erscheinungsbild beeinträchtigen. Typische Anzeichen, dass eine Fassadensanierung erforderlich ist, sind:

  • Verwitterung durch Regen, Schnee, Sonne oder Feuchtigkeit
  • Undichte Stellen, durch die Feuchtigkeit eindringen kann
  • Risse und Spalten
  • Abblätternde Farbe
  • Akkumulation von Schmutz und Algen
  • Ablösung von Putz oder Verkleidungen
  • Veraltete Energieeffizienz
  • Ästhetische Gründe

Eine Fassadensanierung ist auch dann sinnvoll, wenn bauliche Standards geändert wurden oder der Gebäudebestand nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Regelmäßige Inspektionen sind hierbei unerlässlich, um Schäden frühzeitig zu erkennen und eine kostengünstigere Sanierung zu ermöglichen.

Wichtige Schritte bei der Fassadensanierung

1. Zustandsanalyse und Gutachten

Eine professionelle Fassadensanierung beginnt mit einer detaillierten Begutachtung des Objekts. Hierbei wird der Zustand der Fassade hinsichtlich Schäden, Materialverlusten, Feuchtigkeitseintrittsstellen und Energieverlusten analysiert. Experten von Fassadenbauunternehmen wie Heinrich Schmid oder FIDI Bausanierung empfehlen, bei Unklarheiten immer einen Fachmann hinzuzuziehen, um langfristige Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden.

2. Erstellung eines Sanierungskonzepts

Basierend auf dem Gutachten wird ein individuelles Sanierungskonzept entwickelt. Dieses beinhaltet Maßnahmen wie Fassadenreinigung, Reparatur von Rissen und Löchern, Erneuerung von Fugen oder den Einbau von Wärmedämmung. Je nach Zustand der Fassade und den individuellen Zielen kann auch eine vollständige Verkleidung oder Dämmung vorgenommen werden.

3. Vorbereitung und Gerüstbau

Vor Beginn der eigentlichen Sanierungsarbeiten wird ein Baugerüst errichtet. Dieses dient der Sicherheit der Arbeiter und ermöglicht den Zugang zu allen Bereichen der Fassade. Die Kosten für das Gerüst hängen von der Größe der Fassade und der Dauer der Arbeiten ab. In der Regel fallen hier Kosten von 6 bis 12 € pro Quadratmeter an, die sich auf ca. 600 bis 1.200 € für eine 100 m² große Fassade belaufen.

4. Sanierungsarbeiten an der Fassade

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten umfassen mehrere Schritte:

  • Fassadenreinigung: Hierbei werden Verschmutzungen, Algen oder Schimmel mit Hochdruckreinigern oder speziellen Reinigungsmitteln entfernt.
  • Putzreparatur: Rissige oder abgebrochene Putzstellen werden ausgebessert, um ein undichtes Fassadenbild zu vermeiden.
  • Fugenreparatur: Dauerelastische Verfugungen gleichen Bewegungen in der Fassade aus und verhindern Durchfeuchtungsschäden.
  • Wärmedämmung: Bei energetischen Sanierungen wird eine Dämmung wie Wärmeverbundsysteme oder Hinterlüftete Vorhangfassaden eingesetzt, um den Wärmeschutz zu verbessern.
  • Neuanstrich: Nach der Sanierung erfolgt in der Regel ein neuer Fassadenanstrich, um die Fassade optisch zu verschönern und sie vor weiterer Verwitterung zu schützen.

5. Baubegleitung und Qualitätssicherung

Professionelle Unternehmen wie Heinrich Schmid oder FIDI Bausanierung begleiten die Arbeiten und stellen sicher, dass alle Maßnahmen fachgerecht durchgeführt werden. Insbesondere bei KfW-Fördermaßnahmen ist eine Baubegleitung zwingend erforderlich, um die Förderung zu erhalten.

Welche Handwerker sind für eine Fassadensanierung zuständig?

Die Fassadensanierung erfordert meistens die Zusammenarbeit verschiedener Handwerker, je nach Ausmaß der Arbeiten:

  • Maurer: Bei Reparaturen von Ziegelsteinen, Fugen oder der Erneuerung von Verputz.
  • Fassadenbauer: Für die Planung und Umsetzung von Fassadenverkleidungen und -verzierungen.
  • Restauratoren: Bei historischen Gebäuden, um ursprüngliche Materialien und Techniken zu erhalten.
  • Maler: Für die Imprägnierung oder den Neuanstrich der Fassade.
  • Wärmedämmfachleute: Bei der Installation von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) oder Hinterlüfteten Fassaden.

Für eine umfassende Sanierung wird oft ein Team von mehreren Handwerkern eingesetzt, um alle notwendigen Arbeiten abzudecken.

Kosten für eine Fassadensanierung

Die Kosten einer Fassadensanierung hängen stark vom Umfang der Arbeiten ab. Einige Beispiele für typische Kosten pro Quadratmeter sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Maßnahme Kosten pro m² Kosten für 100 m²
Baugerüst (4 Wochen) 6 € – 12 € 600 € – 1.200 €
Fassadenreinigung 10 € – 20 € 1.000 € – 2.000 €
Grundierung und Anstrich 7 € – 25 € 700 € – 2.500 €
Putzreparatur 20 € – 30 € 2.000 € – 3.000 €
Dämmung: Einblasdämmung 60 € 6.000 €
Dämmung: Wärmeverbundsystem 120 € 12.000 €
Dämmung: Hinterlüftete Vorhangfassade 250 € 25.000 €
Verkleidung 150 € – 250 € 15.000 € – 25.000 €
Verklinkerung / Kunststoffverkleidung 40 € – 80 € 4.000 € – 8.000 €

Die Gesamtkosten für eine Fassadensanierung können zwischen 2.300 € und 30.000 € für 100 m² liegen. Es ist wichtig, ein Angebot von einem qualifizierten Betrieb einzuholen, um die genauen Kosten für das eigene Projekt zu ermitteln.

Finanzierung und Förderung einer Fassadensanierung

Die Sanierung einer Fassade ist eine Investition, die sich durch günstige Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten unterstützen lässt.

1. KfW-Förderung

Die KfW fördert innerhalb der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die Sanierung von Fassaden, insbesondere im Zuge einer energetischen Modernisierung. Hier sind einige Beispiele:

  • Programm 261 (Effizienzhaus): Bietet einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 150.000 € und einen Tilgungszuschuss von maximal 37.500 €.
  • BEG-Einzelmaßnahmen: Bei der Dämmung der Fassade können bis zu 15 % der Investitionskosten als Zuschuss erhalten werden, begrenzt auf 9.000 €.

Um eine KfW-Förderung in Anspruch zu nehmen, ist es notwendig, den KfW-Sanierungsrechner zu nutzen. Dieser gibt einen Überblick über die Energieeinsparpotenziale des Gebäudes und hilft bei der Planung der Sanierungsmaßnahmen.

2. BAFA-Förderung

Die BAFA fördert Einzelmaßnahmen wie die Dämmung der Fassade mit 15 % der Investitionskosten. Der maximale Zuschuss liegt bei 9.000 €. Auch hier ist eine detaillierte Planung und der Nachweis der Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

3. Modernisierungskredit

Ein weiteres Finanzierungsmodell ist der Modernisierungskredit, der oft mit günstigen Zinsen angeboten wird. Diese Kredite sind meistens mit einer Grundbuchabsicherung verbunden.

4. Wohnkredit

Ein zweckgebundener Ratenkredit, auch Wohnkredit genannt, ist eine weitere Option. Diese Kredite sind speziell für Hausbesitzer gedacht und eignen sich gut für Fassadensanierungen.

Fazit

Eine fachgerechte Fassadensanierung ist eine notwendige Investition, um die Langlebigkeit, Energieeffizienz und optische Qualität eines Gebäudes zu gewährleisten. Typische Anzeichen für eine Sanierung sind Risse, abblätternde Farbe, undichte Stellen oder veraltete Energieeffizienz. Die Sanierungsarbeiten umfassen mehrere Schritte, darunter Reinigung, Putzreparatur, Fugenreparatur, Wärmedämmung und Neuanstrich.

Die Kosten variieren je nach Umfang der Arbeiten, wobei professionelle Unternehmen wie Heinrich Schmid oder FIDI Bausanierung eine umfassende Planung und Ausführung gewährleisten. Zudem gibt es zahlreiche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, insbesondere durch die KfW und BAFA, die die Sanierung finanziell unterstützen können.

Es ist wichtig, bei der Planung einer Fassadensanierung fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um langfristige Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden und die bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Quellen

  1. FIDI Bausanierung
  2. Heinrich Schmid
  3. KfW Sanierungsrechner
  4. Dr. Klein Fassaden

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