Neubau des Fössebads in Hannover: Planung, Kosten und Auswirkungen auf die Umgebung

Einleitung

Das Fössebad in Hannover-Linden unterliegt einem grundlegenden Wandel. Nach mehreren Jahrzehnten Betrieb und anhaltender Diskussionen um die Sanierung oder den Neubau der Anlage hat sich die Stadt Hannover für einen umfassenden Neubau entschieden. In den nächsten Jahren wird das Fössebad als modernes Kombibad mit Hallen- und Freibadkomponente entstehen. Die ersten vorbereitenden Arbeiten für das Projekt haben bereits begonnen, darunter auch die Fällung von insgesamt 24 Bäumen. Der Neubau ist Teil eines größeren Bäderumbaus, der auch das Nord-Ost-Bad und das Stadionbad umfasst.

Die Kosten des Projekts sind inzwischen auf rund 55 bis 70 Millionen Euro angestiegen – deutlich höher als ursprünglich geplant. Der Bau ist für November 2025 geplant, mit einer geplanten Fertigstellung im Februar 2028. Ziel des Projekts ist es, ein zeitgemäßes, familienfreundliches Bade- und Sportzentrum zu errichten, das auch für den Leistungssport genutzt werden kann.

Der Neubau in Planung: Zeitplan, Kosten und Auswirkungen

Beginn der Bauphase und Projektumfang

Die Vorbereitungen für den Neubau des Fössebads laufen seit mehreren Monaten. Die Stadt Hannover hat in den vergangenen Wochen mit ersten Arbeiten begonnen, darunter auch die Fällung von Bäumen. Laut den bereitgestellten Informationen müssen insgesamt 24 Bäume auf dem Gelände geopfert werden, da sie dem Bauplan entgegenstehen. Die Stadt hat sich bemüht, die Anzahl der zu fällenden Bäume so gering wie möglich zu halten, doch die Größe des Projekts machte eine geringere Zahl nicht möglich. Als Ausgleich für jeden gefällten Baum werden rechnerisch eineinhalb neue Bäume gepflanzt, was laut den Berichten als ökologisches Gegensteuern angesehen wird.

Die Arbeiten an der Baustelle sind Teil eines umfassenden Umbauprogramms. Das neue Fössebad wird als Kombibad konzipiert – mit Hallen- und Freibadbereichen – und soll modernere Anlagen für den Sport- und Freizeitbetrieb bereitstellen. Geplant ist eine 50-Meter-Bahn, die für Wettkämpfe geeignet ist, sowie ein Kindererlebnisbereich. Allerdings wird keine Sauna eingerichtet, was als „Wermutstropfen“ in einem Bericht bezeichnet wird.

Zeitplan und Projektverlauf

Der geplante Baubeginn liegt im November 2025. Die endgültige Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Nach den letzten Planungsvorlagen soll das neue Fössebad im Februar 2028 eröffnen, was bedeutet, dass der Bauzeitraum etwa 30 Monate umfasst. Dieser Zeitplan berücksichtigt die notwendigen Genehmigungen, die vom Rathaus sowie von der Kommunalaufsicht erteilt werden müssen.

Die Stadt Hannover hat sich für einen europaweiten Wettbewerb entschieden, um den Neubau zu realisieren. Private Generalunternehmen können sich in einem sogenannten ÖPP-Projekt (Öffentlich-Privat-Partnerschaft) bewerben. Die Auftragsvergabe solle im Frühjahr 2025 erfolgen, wie in einem Bericht aus dem Jahr 2025 angemeldet wurde. Nach der Auftragserteilung beginnen die eigentlichen Bauarbeiten.

Kostenentwicklung und Finanzierung

Die Kosten für das Projekt sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Laut frühen Planungen lag das Budget bei rund 31 Millionen Euro. Inzwischen rechnet die Stadt jedoch mit Kosten in Höhe von etwa 55 Millionen Euro. Ein Bericht aus 2025 nennt sogar eine Summe von 70 Millionen Euro, wobei sich dieser Wert auf Medienberichte stützt. Die Erklärung für die Kostensteigerung ist nicht explizit genannt, aber es ist anzunehmen, dass sich die Planung in den letzten Jahren verändert und zusätzliche Maßnahmen erforderlich wurden.

Ein weiteres Kostenrisiko entstand durch die Verzögerung des Projekts. Laut einem Bericht war die Gefahr, dass 6 Millionen Euro an Bundesfördermitteln verfallen würden, bestanden. Diese Mittel sind jedoch inzwischen vermutlich gesichert. Die Stadt hat sich bemüht, den Zeitplan so eng wie möglich zu halten, um Verzögerungen und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Auswirkungen auf die Umgebung

Bäume, Landschaft und Umwelt

Die Fällung von 24 Bäumen hat in der Region kontroverse Diskussionen ausgelöst. Die Bäume sind auf dem Gelände des Fössebads gelegen und spenden seit Jahrzehnten Schatten auf der Liegewiese des Freibads. Einige der Bäume sind mehr als ein Jahrhundert alt und tragen eine kulturelle wie ökologische Bedeutung. Die Stadt hat betont, dass sie sich bemüht, den Eingriff so gering wie möglich zu halten. Als Ausgleich für jeden gefällten Baum wird rechnerisch eineinhalb neue Bäume gepflanzt. Dieses Verhältnis soll langfristig den ökologischen Wert des Projekts ausgleichen.

Zudem wurde ein Biologe in das Projekt eingebunden, um sicherzustellen, dass keine Tiere in den Bäumen lebten. Dieses Vorgehen unterstreicht die Bemühungen der Stadt, die Auswirkungen auf die Natur so gering wie möglich zu halten. Trotzdem wird kritisiert, dass die Stadt den Stadtbezirksrat vor der Pressemitteilung nicht informiert hat. Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube berichtete, dass er erst einen Tag nach der Veröffentlichung telefonisch von den Plänen unterrichtet wurde. Dies hat zu Unmut unter den lokalen Gremien geführt.

Nutzung des alten Fössebads

Während des Neubaus bleibt das alte Fössebad weiterhin in Betrieb. Die Stadt hat sich dafür entschieden, den alten Standort weiterhin zu nutzen, um den Schwimm- und Sportbetrieb sicherzustellen. Dies ist besonders wichtig, da das Stadionbad in Kürze saniert wird und für zwei Jahre nicht genutzt werden kann. In dieser Zeit muss das Fössebad als Ersatzbad für Wassersportveranstaltungen dienen. Die Stadt plant zudem, den laufenden Betrieb durch die Fössebad-Betriebsgesellschaft mbH fortzusetzen, um eine kostengünstige Lösung zu gewährleisten.

Die Bauphase des neuen Fössebads ist so geplant, dass sie parallel zum alten Hallenbad abläuft. Dadurch wird der Betrieb nicht vollständig unterbrochen, was für Schwimmkurse, Aquafit-Angebote und andere Aktivitäten im Bad wichtig ist. Ein Sprecher der Stadt betonte, dass Schwimmenlernen in Hannover weiterhin möglich und planbar bleibt, auch wenn die Wasserflächenbedarfe aktuell hoch sind.

Geschichte und Hintergrund des Fössebads

Entwicklung und Bedeutung

Das Fössebad hat eine lange Geschichte. Die ersten Schwimmbäder an diesem Standort existierten bereits seit 1838. 1956 bis 1960 wurde das erste moderne Hallen- und Freibad der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Mit einem Baukostenumfang von 5 Millionen DM entstand das Fössebad an der Limmer Liepmannstaße, wo es bis heute steht. Im Jahr 1993 gründete die Stadt Hannover die gemeinnützige Fössebad-Betriebsgesellschaft mbH, die schließlich die Trägerschaft von der Stadt übernahm. 2005 wurde der Förderverein Fössebad gegründet, um das Bad für die Öffentlichkeit, Schulen und Vereine zu erhalten.

Seit 2017 wird über einen Neubau diskutiert. In dieser Zeit gab es mehrere Einwohnerversammlungen, Unterschriftensammlungen und Aktionen, um Druck auf die Stadt zu machen. Der Förderverein Fössebad e.V. hat sich aktiv für den Erhalt des Bades eingesetzt. Laut Berichten von Fördervereinsvorsitzenden wie Ernst Barkhoff hat dieses Engagement sich gelohnt. Der Neubau ist nun Realität, und die Stadt hat sich dafür entschieden, das Bad als Kombibad mit modernen Anlagen zu errichten.

Bedeutung für Sport und Gesellschaft

Das Fössebad ist nicht nur ein Schwimmbad, sondern ein zentrales Sport- und Freizeitangebot in Hannover-Linden. Es wird von Schulen, Schwimmvereinen und der allgemeinen Bevölkerung genutzt. Der geplante Neubau beinhaltet eine 50-Meter-Bahn, die für Wettkämpfe geeignet ist. Dies ist besonders für den Leistungssport wichtig, da das Stadionbad in Kürze saniert wird und für zwei Jahre geschlossen sein wird. Das Fössebad soll in dieser Zeit als Ersatzbad dienen.

Zudem ist das neue Fössebad als familienfreundliches Kombibad konzipiert. Neben Hallen- und Freibadbereichen ist ein Kindererlebnisbereich vorgesehen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Bades nicht nur für den Sport, sondern auch für die Freizeitgestaltung. Die Planung berücksichtigt die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen und Aktivitäten.

Fazit

Der Neubau des Fössebads in Hannover-Linden ist ein bedeutendes Projekt, das sowohl aus sportlicher als auch aus städtischer Sicht weitreichende Auswirkungen hat. Mit einem Budget von bis zu 70 Millionen Euro und einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2028 wird das Fössebad zu einem modernen Sport- und Freizeitkomplex umgestaltet. Die ersten vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen, darunter auch die Fällung von 24 Bäumen. Die Stadt hat sich bemüht, den ökologischen Ausgleich zu schaffen, wobei für jeden gefällten Baum rechnerisch eineinhalb neue Bäume gepflanzt werden.

Die Kostenentwicklung des Projekts war in den letzten Jahren stark, von ursprünglich geplanten 31 Millionen Euro auf jetzt 55 bis 70 Millionen Euro. Die Stadt hat sich für einen europaweiten Wettbewerb entschieden, um den Neubau zu realisieren. Die Auftragsvergabe soll im Frühjahr 2025 erfolgen, und der Baubeginn ist für November 2025 geplant.

Der geplante Neubau unterstreicht die Bedeutung des Fössebads als zentrales Sport- und Freizeitangebot in Hannover-Linden. Mit einer 50-Meter-Bahn, einem Freibadbereich mit Liegewiese und diversen Sportmöglichkeiten wird das neue Fössebad ein Angebot bieten, das sowohl für den Breiten- als auch für den Leistungssport geeignet ist. Zudem ist ein Kindererlebnisbereich vorgesehen, was die Bedeutung des Bades für die gesamte Bevölkerung unterstreicht.

Die Stadt hat sich zudem für den laufenden Betrieb des alten Fössebads entschieden, um den Schwimm- und Sportbetrieb sicherzustellen. Dies ist besonders wichtig, da das Stadionbad in Kürze saniert wird und für zwei Jahre nicht genutzt werden kann. Das Fössebad soll in dieser Zeit als Ersatzbad dienen.

Quellen

  1. gruene-hannover.de
  2. neuepresse.de
  3. hannover.de
  4. hannover.citynews-online.de
  5. haz.de
  6. punkt-linden.de
  7. punkt-linden.de
  8. radio-hannover.de
  9. presse.hannover-stadt.de

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