Umfassende Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen auf B 59, A 46 und L 116 bei Grevenbroich und Jüchen: Ein Überblick für Verkehrsteilnehmer und Anwohner

Die Region um Grevenbroich und Jüchen steht vor umfangreichen Veränderungen im Straßenverkehr. In den kommenden Monaten sind mehrere großangelegte Baumaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen geplant, die den Verkehrsfluss erheblich beeinflussen werden. Diese Entwicklungen sind nicht nur für Pendler und Anwohner relevant, sondern auch im Kontext von städtebaulichen Erweiterungen und der Sicherung der Verkehrsinfrastruktur von Bedeutung. Der vorliegende Artikel beleuchtet die geplanten Maßnahmen, die damit verbundenen Sperrungen und Umleitungen sowie die strategischen Hintergründe der Bauvorhaben, basierend auf den vorliegenden offiziellen Informationen.

Die Sanierung der B 59: Vorbereitungen und Auswirkungen

Die Bundesstraße 59 (B 59) ist eine zentrale Verkehrsader in der Region und befindet sich aktuell in einer Phase der umfassenden Erneuerung. Die Maßnahmen erstrecken sich über verschiedene Abschnitte und sind in mehrere Phasen unterteilt, um den Verkehr so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.

Vorbereitende Arbeiten und Industriepark Elsbachtal

Ein zentraler Treiber für die Anpassungen an der B 59 ist der neue Industriepark Elsbachtal. Um eine adäquate Straßenanbindung für das insgesamt rund 49 Hektar große Gewerbegebiet zu gewährleisten, das sich zu 30 Hektar auf Jüchener Gebiet befindet, sind bauliche Veränderungen notwendig. Die Autobahn A 540 wurde hierfür speziell zur Bundesstraße herabgestuft, da ohne diese Maßnahme keine direkte Anbindung an das Areal möglich gewesen wäre. Obwohl die blauen Autobahnsschilder bislang noch stehen, laufen bereits vorbereitende Arbeiten. Bis zum 1. August fanden Vermessungsarbeiten auf der B 59 statt, die den zukünftigen Straßenanschluss des interkommunalen Gewerbegebiets vorbereiten. Diese Arbeiten sind ein erster konkreter Schritt zur Realisierung des Industrieparks, der als großes Zukunftsprojekt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in Jüchen und Grevenbroich gilt.

Sanierungsarbeiten in mehreren Phasen

Die Sanierung der B 59 selbst ist in vier Bauphasen geplant. Projektleiter Klaus Dahmen erläutert, dass die Fahrdecke Schäden aufweist und nicht ausreichend griffig ist. Auch der Radweg weist Risse und Absackungen auf und wird daher erneuert. Insgesamt investiert Straßen NRW rund 1,3 Millionen Euro in diese Maßnahmen.

Die erste Phase umfasst die Sanierung des Radwegs und den Umbau der Kreuzung B 59/L 375/K 26 (Kölner Landstraße/Neurather Straße). Hierbei wird unter anderem eine neue Bushaltebucht angelegt. Während dieser Phase, die bis zum 25. September andauert, bleibt die B 59 befahrbar. Straßen NRW empfiehlt jedoch, in Richtung Rommerskirchen über die A 540-Abfahrt Frimmersdorf auf die L 375 (Energiestraße), K 24 (Hauptstraße) und schließlich wieder auf die B 59 in Rommerskirchen zu fahren, um die Baustelle zu umfahren.

Für die weiteren Bauphasen, die die Fahrbahnsanierung betreffen, wird die B 59 in Richtung Rommerskirchen im jeweiligen Bauabschnitt gesperrt. Ausnahmen gelten für Feuerwehr, Rettungsdienst und Linienbusse. Die genauen Zeitpläne für diese Sperrungen sind in den Quellen nicht detailliert aufgeführt, aber die Sperrung in Richtung Rommerskirchen ist eine konstante Variable in der Planung.

Konkrete Sperrungen im Zeitraum November 2025 bis Mai 2026

Spezifische Informationen zu einer Sperrung der B 59 liegen für den Zeitraum vom 26. November 2025, 00:00 Uhr, bis zum 9. Mai 2026, 00:00 Uhr, vor. In diesem Zeitraum sind Bauarbeiten auf der B 59 in Fahrtrichtung Jüchen (Standort: Bedburdyck) geplant. Es handelt sich um eine Erneuerung der Tragschicht und des Oberbaus. Die maximale Durchfahrtsbreite wird dabei auf 3,25 m eingeschränkt. Die Gesamtmaßnahme endet am 11. Mai 2026.

Zusätzlich sind im selben Zeitraum Bauarbeiten auf der L 116 in Grevenbroich (Orken) geplant, ebenfalls mit einer Erneuerung der Tragschicht und des Oberbaus und einer maximalen Durchfahrtsbreite von 3,25 m. Diese Arbeiten betreffen auch die Neusser Straße in Bedburdyck (Jüchen) und sind als einseitiger Baustellenbereich auf der L 116 ausgewiesen.

Die Ortsumfahrung Grevenbroich-Allrath

Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Ortsumfahrung in Grevenbroich-Allrath. Sie stellt die letzte Etappe des Ausbaus der B 59 dar. Laut dem NRW-Verkehrsministerium ist die Maßnahme jetzt in das Arbeitsprogramm für Bundesfernstraßen aufgenommen worden. Die Umfahrung soll eine Länge von 1,8 Kilometern haben und rund 5,4 Millionen Euro kosten. In Grevenbroich gibt es bereits lange Forderungen nach einer Verbesserung der Verkehrssituation in diesem Bereich. Wann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können, steht noch nicht fest, da der Zeitpunkt des Baubeginns noch nicht bekannt ist.

Sperrungen und Sanierungen auf der A 46

Parallel zu den Arbeiten an der B 59 sind auch auf der A 46 umfangreiche Bauarbeiten geplant, die den Verkehr in der Region ebenfalls stark beeinflussen werden.

Erneuerung der Verkehrszeichenbrücke

Eine konkrete Maßnahme betrifft die Erneuerung der Verkehrszeichenbrücke über der B 59 zwischen der Anschlussstelle Grevenbroich-Gustorf und der Anschlussstelle Jüchen (12). Diese Arbeiten sind auf beiden Richtungsfahrbahnen geplant und finden in der Zeit vom 17. November 2025 bis zum 12. Dezember 2025 statt. Während dieses Zeitraums steht jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Aus- und Auffahrten der A 46 an der Anschlussstelle Jüchen sind von dieser Maßnahme nicht betroffen. Die Stadt Jüchen bittet um Verständnis für die unvermeidlichen Behinderungen.

Langfristige Sperrungen und Fahrbahnerneuerung

Für den Zeitraum vom 26. November 2025, 00:00 Uhr, bis zum 9. Mai 2026, 00:00 Uhr, ist eine amtliche Meldung zu einer Baustelle mit Sperrung auf der A 46 bei Jüchen / Grevenbroich veröffentlicht. Während dieser Zeit kann es zu einer erhöhten Verkehrsbelastung und eventuell zeitweise zu Stau kommen. Die Gesamtmaßnahme endet am 11. Mai 2026.

Konkrete Informationen zu den Arbeiten auf der A 46 liegen für mehrere Standorte vor: * Jüchen (PLZ 41363): Erneuerung an der Tragschicht / Oberbau, Länge: 0,99 km, maximale Durchfahrtsbreite: 6,75 m. Dies betrifft sowohl die Richtung Jüchen als auch die Richtung Bedburdyck. * Grevenbroich (PLZ 41515, Orken): Erneuerung an der Tragschicht / Oberbau, maximale Durchfahrtsbreite: 3,25 m. * Jüchen (PLZ 41363, Bedburdyck): Erneuerung an der Tragschicht / Oberbau, maximale Durchfahrtsbreite: 3,25 m.

Zusätzlich sind Arbeiten auf der A 44 bei Jüchen geplant, ebenfalls im Zeitraum vom 26. November 2025 bis zum 9. Mai 2026, mit einer Länge von 0,71 km und einer maximalen Durchfahrtsbreite von 6,75 m.

Die Sanierung der L 375 und des Radweges

Ein weiteres Baufeld ist die L 375. Am 13. Februar 2024 startete die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein mit der Sanierung des Radweges auf der L 375, zwischen B 59 (Kölner Landstraße) und L 375 (Energiestraße). Für die Sanierungsarbeiten wird die L 375 in Richtung Neurath zur Einbahnstraße. Die Vollsperrung der Brücke Neurath wird dafür aufgehoben und ist einseitig in Richtung Neurath/Vanikum befahrbar. Für die entgegengesetzte Fahrtrichtung wird eine Umleitung eingerichtet, die von Neurath über die L 375 „Energiestraße“, zur L 361 nach Neuenhausen und von dort auf die B 59 (ehemalige A 540) führt. Der Radweg ist zwischen der B 59 „Kölner Landstraße“ und L 375 „Energiestraße“ voll gesperrt und wird in beide Richtungen über Sinsteden und Vanikum umgeleitet. Alle Umleitungen sind vor Ort beschildert. Die Arbeiten dauern bis Ende März (Stand 2024).

Zusätzlich ist eine weitere, nördlich verlaufende Umleitung für den Kraftfahrzeugverkehr eingerichtet: von der A 540-Anschlussstelle Grevenbroich-Süd über die L 361 (Aluminiumstraße), weiter auf der L 69 bei Wevelinghoven, K 27 (Widdeshovener Straße), B 477 (Gohrer Straße) zurück auf die B 59 bei Rommerskirchen. In Richtung Grevenbroich kann der Verkehr auf der B 59 weiter fließen.

Die Sanierung der Fahrbahn auf der B 59 ist in drei Abschnitte unterteilt: 1. Bis zum 11. Oktober: Fahrbahn zwischen Sinsteden und der Kreuzung B 59/L 375/K 26. 2. Bis zum 24. Oktober: Sanierung zwischen der Kreuzung und der K 31 (Barrensteiner Weg) in Allrath. 3. Letzter Abschnitt: Sanierung der Fahrbahndecke zwischen Allrath und der A 540-Anschlussstelle Grevenbroich-Süd.

Fazit

Die Region Grevenbroich und Jüchen steht vor einer Phase intensiver Baumaßnahmen, die sowohl der Sanierung und Erneuerung bestehender Infrastruktur als auch der Erschließung neuer Gewerbegebiete dienen. Die umfangreichen Sperrungen und Umleitungen auf der B 59, A 46 und den untergeordneten Landesstraßen werden den Verkehr in den kommenden Monaten erheblich beeinflussen. Besonders hervorzuheben sind die langfristigen Sperrungen auf der A 46 und B 59, die von November 2025 bis Mai 2026 andauern werden. Für Pendler, Anwohner und Logistiker ist es unerlässlich, sich frühzeitig über die geplanten Routen und Sperrungen zu informieren, um Planungs- und Reisezeiten entsprechend anzupassen. Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, wie die Sanierung der B 59 oder die Errichtung der Ortsumfahrung Allrath, sind langfristig notwendig, um die Verkehrssicherheit und die Durchlässigkeit der Region zu gewährleisten, erfordern jedoch in der Bauphase erhebliche Geduld und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer.

Quellen

  1. Straßen.NRW - L375 Radwegsanierung
  2. WZ - Mehrere Umleitungen wegen B-59-Sanierung
  3. Jüchen - Baustelle auf der B59
  4. News894 - Planungen für B59 Allrath
  5. News.de - Verkehrsmeldung NW Jüchen Grevenbroich
  6. RP Online - Sperrung auf B59 für Industriepark Elsbachtal

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