Umfassende Sanierung der K113 in Isernhagen: Zeitplan, Sperrungen und Verkehrsleitplanung für Anwohner und Pendler

Die Infrastruktur in den Altdörfern von Isernhagen unterliegt einem bedeutenden Wandel. Ein zentrales Projekt stellt die Sanierung und der Ausbau der Kreisstraße 113 (K113) dar, die als Dorfstraße und Hauptstraße durch Isernhagen K.B. (Klein Borstel) und Isernhagen F.B. (Farster Bendschen) verläuft. Diese Baumaßnahme, getragen von der Region Hannover und der Gemeinde Isernhagen, zielt auf eine grundlegende Modernisierung der Verkehrswege ab und betrifft nicht nur die Substanz der Fahrbahn, sondern auch die gesamte Verkehrsinfrastruktur inklusive Radwegen, Gehwegen und technischen Anlagen. Für Anwohner, Pendler und alle Verkehrsteilnehmer ist es entscheidend, die Phasen der Vollsperrung, die Umleitungsstrecken und die langfristigen Veränderungen im Straßenbild zu verstehen. Dieser Artikel beleuchtet die Details der Baumaßnahmen, die finanziellen Hintergründe und die konkreten Auswirkungen auf den täglichen Verkehr.

Die Notwendigkeit und der Umfang der Sanierungsarbeiten

Die Entscheidung für einen Vollausbau der K113 basiert auf dem Bedarf, die verkehrstechnischen Gegebenheiten an moderne Standards anzupassen und die Bausubstanz zu erneuern. Die Quellenlage bestätigt, dass die Maßnahme in zwei deutlich unterscheidbare Phasen unterteilt ist: eine kurzfristige, intensive Sanierung der Fahrbahndecke sowie ein langfristiger, umfassender Ausbau der gesamten Straße.

Die Sanierung der Fahrbahndecke (Frühjahr 2024)

Bereits im Frühjahr 2024 führte die Region Hannover notwendige Instandsetzungsarbeiten an der Fahrbahn durch. Diese Arbeiten waren auf drei Bauabschnitte verteilt und zielten primär auf die Erneuerung der Asphaltdecke sowie die Instandsetzung von unterirdischen Bauwerken ab.

Die Sanierung erstreckte sich über die Dorfstraße (K113) zwischen „Am Ortfelde“ und der Heinrich-Könnecke-Straße. Um den Verkehrsfluss so effizient wie möglich zu steuern und die Arbeiten zügig abzuschließen, wurde die Straße in drei Abschnitte unterteilt, wobei jeder Abschnitt jeweils voll gesperrt wurde. Die Investition in diese Maßnahme belief sich auf rund 300.000 Euro, die von der Region Hannover und der Gemeinde Isernhagen bereitgestellt wurden. Ziel dieser Arbeiten war es, die Verkehrssicherheit und den Fahrkomfort unmittelbar zu verbessern, ohne bereits die komplexen strukturellen Veränderungen des geplanten Vollausbaus vorzunehmen.

Der Vollausbau der K113 (ab Juli 2024)

Ein zentrales Element der Verkehrswegeentwicklung ist der Vollausbau der K113, der im Juli 2024 begann. Hierbei handelt es sich um eine Investition von insgesamt rund 8,5 Millionen Euro. Ein Teil dieser Summe wird durch das Land Niedersachsen im Rahmen des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (N-GVFG) gefördert, was die regionale Bedeutung des Projekts unterstreicht.

Die Bauarbeiten erstrecken sich über die Dorfstraße und die Hauptstraße bis zur Möllerstrift (vor der Brücke über die A7). Der Fokus liegt auf einer vollständigen Umgestaltung der Seitenräume und der Verkehrsinfrastruktur.

Maßnahmen auf der südlichen Straßenseite

Ein Kernpunkt ist die Neugestaltung der südlichen Seite. Hier entsteht ein durchgängiger Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern. Diese Dimensionierung ermöglicht eine sichere Trennung von Fußgängern und Radfahrern bzw. einen beidseitigen Nutzen für den Radverkehr. Zudem werden die vorhandenen Parkstände eingefasst und neu strukturiert, um den Parkfluss zu optimieren. Die Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut, was den Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen verbessert. Ebenso wird die Fußgängerlichtsignalanlage modernisiert und an heutige Sicherheitsstandards angepasst.

Maßnahmen auf der nördlichen Straßenseite

Auch die Nordseite erfährt eine signifikante Aufwertung. Die Fahrbahn erhält hier einen Schutzstreifen für den Radverkehr. Dies ermöglicht eine Richtungstrennung des Radverkehrs oder eine gemeinsame Nutzung mit dem Kfz-Verkehr je nach Ausgestaltung. Der Gehweg auf der Nordseite wird vollständig erneuert und an aktuelle Standards angepasst, um den Anforderungen an eine moderne Verkehrsinfrastruktur gerecht zu werden.

Technische Infrastruktur

Im Zuge der Bauarbeiten werden nicht nur die oberirdischen Verkehrsflächen saniert. Es erfolgt eine Erneuerung der Wasserleitungen und Stromleitungen. In einigen Bereichen ist zudem eine Erneuerung des Schmutz- und Regenwasserkanals in offener Bauweise notwendig. Diese Arbeiten sind essenziell für die langfristige Sicherung der Versorgung und der Entwässerung, erfordern aber eine tiefe Grabung und eine sorgfältige Wiederherstellung der Oberflächen.

Zeitplanung und Bauabschnitte

Die zeitliche Planung der Baumaßnahmen ist komplex und in verschiedene Phasen unterteilt, die sich über Monate erstrecken.

Phase 1: Frühsanierung (März 2024)

Die erste Phase der Sanierung der Fahrbahndecke fand von Mitte bis Ende März 2024 statt. Die Arbeiten waren wie folgt geplant:

  • Dauer: 18. bis 29. März (unterbrochen am Wochenende).
  • Bauabschnitt 1: 18. bis 21. März.
    • Strecke: Von der Heinrich-Könnecke-Straße bis Asphalweg.
    • Arbeiten: Regulierung von Schachtbauwerken und Schieberkappen, Erneuerung der Fahrbahn.
  • Bauabschnitt 2: 22. bis 25. März.
    • Strecke: Vom Asphalweg bis Samland Straße.
    • Arbeiten: Analog zum ersten Abschnitt (Schachtbauwerke, Schieberkappen, Fahrbahnerneuerung).
  • Bauabschnitt 3: 26. bis 29. März.
    • Strecke: Von der Samlandstraße bis „Am Ortfelde“.
    • Arbeiten: Entsprechend der ersten beiden Abschnitte.

Wichtig zu beachten war, dass die Arbeiten stark witterungsabhängig waren. Dies konnte zu Verschiebungen der genannten Termine führen.

Phase 2: Vollausbau und Vollsperrung (ab Juli 2024)

Ab Juli 2024 begannen die umfangreichen Ausbaumassnahmen. Diese werden in drei Bauabschnitten realisiert. Der erste Abschnitt erstreckt sich dabei von der Heinrich-Könnecke-Straße bis zur Tilkentrift. Die Bauarbeiten an Dorf- und Hauptstraße bis zur Möllerstrift werden fortgeführt.

Im Oktober 2024 wird die Baustelle noch intensiver. Wie in den Quellen bestätigt, wird ab Oktober die Ortsdurchfahrt in K.B. und F.B. komplett gesperrt. Diese Vollsperrung ist für die Dauer von 18 Monaten geplant. Dies erfordert eine massive Umstellungslogistik für den motorisierten Individualverkehr und den öffentlichen Nahverkehr.

Verkehrsleitplanung: Sperrungen und Umleitungen

Die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss sind erheblich und müssen von den Nutzern genau beachtet werden.

Vollsperrungen und Anliegerverkehr

Während der Sanierungsarbeiten im Frühjahr galt für jeden Bauabschnitt eine Vollsperrung. Eine Durchfahrt durch den Baustellenbereich war nicht möglich. Dennoch hatten Anwohner die Möglichkeit, ihre Grundstücke zu erreichen. Allerdings war die Zufahrt zu den Grundstücken mit einem Fahrzeug stundenweise nicht möglich, da die Arbeiten direkt an den Grundstückszugängen oder diesen vorgelagert durchgeführt wurden (z. B. bei der Regulierung von Schachtbauwerken). Anwohner wurden explizit gebeten, die Fahrten mit dem Auto auf ein Minimum zu beschränken und Fahrzeuge nicht im Baustellenbereich abzustellen, um den Arbeitsbereich freizuhalten.

Für die ab Oktober 2024 geplante Vollsperrung über 18 Monate gilt dies in verschärftem Maße. Die Ortsdurchfahrt wird komplett gesperrt, was bedeutet, dass auch der Anliegerverkehr nur noch eingeschränkt oder über Umwege die eigenen Grundstücke anfahren kann. Es ist davon auszugehen, dass die Zufahrten zu den jeweiligen Bauabschnitten nur temporär oder über Hilfsstraßen ermöglicht werden.

Umleitungsstrecken

Die Planung der Umleitungen ist ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherung.

  • Frühjahr 2024: Während der Vollsperrung vom 18. bis 29. März wurde der Verkehr über die nördliche Umgehungsstraße der L381, die Kokenhorststraße und die Hauptstraße in Isernhagen F.B. umgeleitet.
  • Ab Oktober 2024: Die Quellen bestätigen, dass Autofahrer sich auf „lange Umleitungen“ einstellen müssen. Konkrete Routen sind in den vorliegenden Texten für diese Phase nicht detailliert aufgeführt, aber es ist zu erwarten, dass die genutzten Ausweichstraßen (wie Kokenhorststraße und Hauptstraße) stark frequentiert sein werden. Die Verkehrsführung muss dann über die verbliebenen Hauptverkehrsachsen der Umgebung umgeleitet werden.

Öffentlicher Verkehr und Rettungsdienste

Ein wichtiger Aspekt für die Planung ist die Sicherstellung der Erreichbarkeit kritischer Infrastruktur. Während der Frühjahrsarbeiten wurde betont, dass der öffentliche Verkehr während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden kann. Auch für Rettungsdienste war die Baustelle jederzeit erreichbar und befahrbar. Es ist anzunehmen, dass diese Priorisierung auch bei der langfristigen Vollsperrung ab Oktober fortgeführt wird, wenngleich die Routen der Buslinien angepasst werden müssen.

Kommunikation mit den Anwohnern

Die Region Hannover und die Gemeinde Isernhagen haben einen klaren Kommunikationsplan für die betroffenen Anwohner. Während der Frühjahrsarbeiten wurden die direkt betroffenen Anwohner der Dorfstraße durch Handzettel über die Maßnahme informiert. Für den größeren Ausbau ab Juli und die Vollsperrung ab Oktober wurde eine Informationsveranstaltung am 18. Juni angeboten (laut Quelle 3), um den Bürgern Gelegenheit zu Fragen und direktem Austausch zu geben. Diese proaktive Kommunikation ist entscheidend, um Akzeptanz und Verständnis für die notwendigen, aber lästigen Baumaßnahmen zu schaffen.

Zusammenfassung der Projektdaten

Um die Komplexität der Maßnahme übersichtlich darzustellen, folgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Parameter basierend auf den vorliegenden Informationen:

Parameter Details
Projektname Sanierung und Vollausbau der K113 (Dorfstraße/Hauptstraße) in Isernhagen
Träger Region Hannover, Gemeinde Isernhagen
Lage Isernhagen K.B. und F.B., Abschnitt: Heinrich-Könnecke-Straße bis Möllerstrift
Förderung Land Niedersachsen (N-GVFG)
Gesamtinvestition ca. 8,5 Mio. Euro (inkl. Vollausbau) / 300.000 Euro (Fahrbahnsanierung Frühjahr)
Dauer (Vollausbau) Geplant 18 Monate (Start Juli 2024, Vollsperrung ab Oktober 2024)
Sanierung Fahrbahn 18. – 29. März 2024 (in 3 Abschnitten)
Kernmaßnahmen Erneuerung Asphaltdecke, Neubau Geh-/Radweg (2,50m), Schutzstreifen Rad, Barrierefreiheit, Erneuerung Wasser-/Stromleitungen, Kanalbau

Fazit

Die Sanierung der K113 in Isernhagen stellt eine der bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen der Region Hannover in den letzten Jahren dar. Sie geht weit über eine einfache Asphaltierung hinaus und legt den Grundstein für eine moderne, sichere und multifunktionale Verkehrsfläche. Für die Anwohner und Pendler bedeutet der Umbruch eine erhebliche Belastung, insbesondere durch die geplante 18-monatige Vollsperrung ab Oktober 2024. Die Investition von rund 8,5 Millionen Euro, gefördert durch das Land Niedersachsen, unterstreicht jedoch die Notwendigkeit und den langfristigen Nutzen der Maßnahme. Die detaillierte Planung der Bauabschnitte, die Sicherstellung der Erreichbarkeit für Rettungsdienste und die Kommunikationsbemühungen der Behörden sind essenziell, um diese Phase der Stadterneuerung erfolgreich zu gestalten. Für Bauinteressierte und Hausbesitzer in der Umgebung bietet das Projekt zudem Einblicke in moderne Planungsstandards bezüglich Radverkehrsführung, Barrierefreiheit und Leitungserneuerung.

Quellen

  1. Altkreisblitz - Sanierung der Fahrbahndecke Dorfstraße in Isernhagen
  2. Hannover entdecken - Fahrbahndecke der K113 in Isernhagen KB wird saniert
  3. Altkreisblitz - Umfangreiche Ausbaumassnahmen der K113 in Isernhagen KB und FB
  4. Gemeinde Isernhagen - Strassenarbeiten Sanierung der K113 KB FB
  5. HAZ - Sperrung und Umleitung in Isernhagen Dorfstraße wird ab Oktober Baustelle

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