Einleitung
Das Gartenhallenbad Leipheim ist ein zentrales Freizeitangebot für die Region und hat seit mehr als 50 Jahren eine bedeutende Rolle als Sport- und Erholungsort gespielt. Nach einer mehrjährigen Sanierungsphase, die sowohl technisch als auch gestalterisch umfangreich war, feierte das Bad im September 2025 seine Wiedereröffnung. Die umfassende Generalsanierung und Erweiterung führten zu einem neuen Nutzungskonzept, das Sport, Wellness und Gastronomie in einem modernen, integrierten Gesamtkonzept verbindet.
Die Sanierungsarbeiten, die im Frühjahr 2022 begonnen hatten, wurden von mehreren Herausforderungen begleitet, darunter Lieferengpässe, Baustellenlogistik und die Energiekrise. Dennoch gelang es den Projektbeteiligten, das Projekt abzuschließen und das Bad in neuem Glanz wiederzueröffnen.
In diesem Artikel wird die Sanierung des Gartenhallenbads Leipheim detailliert beschrieben – von der Planung und den technischen Aspekten bis hin zur Baustellenführung und den neuen Funktionen. Der Fokus liegt dabei auf Fakten, die aus den bereitgestellten Quellen stammen, und auf den konkreten Maßnahmen, die zur Erneuerung beigetragen haben.
Sanierungsziele und Projektstruktur
Zielsetzung der Sanierung
Die Sanierung des Gartenhallenbads Leipheim war nicht nur auf die Erhaltung der bestehenden Strukturen ausgerichtet, sondern auch auf die Schaffung moderner, zukunftsfähiger Freizeit- und Erholungsräume. Hauptziele der Sanierung waren:
- Modernisierung der bestehenden Schwimmhalle und des Technikbereichs
- Erweiterung um ein Erlebnisbecken und einen Wellnessbereich
- Verbesserung der energetischen Effizienz
- Schaffung neuer Gastronomie- und Funktionsflächen
- Sicherstellung von Barrierefreiheit und Zugänglichkeit für alle Altersgruppen
Durch diese Maßnahmen wurde das Hallenbad zu einem multifunktionalen Sport- und Wellnesszentrum weiterentwickelt, das sowohl für Vereine als auch für Familien attraktiv ist.
Projektstruktur und Beteiligte
Der Zweckverband Hallenbad Nord war als Auftraggeber für das Projekt verantwortlich. Fast+Epp war für die Tragwerksplanung (LP2-8), den konstruktiven Brandschutz sowie die Abbruchstatik und Überwachung des Tragwerks während der Sanierung zuständig.
Architektonisch verantwortlich war Pohl ZT Architekten, die das Gebäude neu gestalteten und den Anbau des Wellnessbereichs planeten. bendl war als Generalunternehmer für den Rohbau und weitere Bauleistungen verantwortlich und betonte in ihren Berichten die engen Zusammenarbeitsbeziehungen mit der Stadt Leipheim und anderen Projektpartnern.
Projektumfang und Kosten
Der Gesamtumbau umfasste eine Baufläche von 7.337 m². Die Investitionskosten betrugen 19,1 Millionen Euro netto. Die Kostenträger für das Projekt waren die Kassen der Kommunen Kreis 300 und 400, was auf eine koordinierte Finanzierung durch mehrere Kommunen hindeutet.
Baumaßnahmen und technische Umsetzung
Sanierung des Bestandsgebäudes
Die bestehende Schwimmhalle, mit ihren Funktionen wie Sportbecken, Kinderbecken, Umkleiden und Eingangszone, wurde grundlegend modernisiert und in die neue Gebäudestruktur eingegliedert. Dabei kamen moderne Materialien und energieeffiziente Technologien zum Einsatz, die den Anforderungen der aktuellen Bauordnung entsprechen.
Die Sanierung umfasste unter anderem:
- Austausch der Dämmung und Fensterflächen zur Verbesserung der Energiebilanz
- Modernisierung der Brandschutzkonzepte gemäß den neuesten Vorschriften
- Optimierung der Lüftungs- und Klima-Technik für besseren Komfort und Energieeinsparung
- Renovierung und Erneuerung der Nassbereiche, darunter Umkleidekabinen und Duschräume
Diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit des Bades zu steigern.
Erweiterung des Gebäudes
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war der Anbau eines modernen Wellnessbereichs, der das Angebot des Bades erheblich erweiterte. Der neue Baukörper beherbergt:
- Ein Erlebnisbecken, das für Familien und Kinder attraktiv ist
- Saunen und Ruheräume für Wellness und Erholung
- Gastronomiebereiche, die das Angebot für Besucher ergänzen
- Funktionsflächen, die für Vereine und Veranstaltungen genutzt werden können
Die Erweiterung wurde so gestaltet, dass sie sich architektonisch harmonisch in das Gesamtbild einfügt und den Anforderungen eines modernen Freizeitangebots gerecht wird.
Tragwerksplanung und Brandschutz
Fast+Epp übernahm die Tragwerksplanung der LP2-8, was bedeutet, dass sie für die Planung des gesamten statischen Systems verantwortlich war. Dazu gehörten die Tragwerksberechnungen, die konstruktive Planung sowie die Planung des Brandschutzes.
Außerdem war das Unternehmen für die Abbruchstatik und die Überwachung des Tragwerks während der Sanierung zuständig. Dies war von besonderer Bedeutung, da bei Sanierungsmaßnahmen die Stabilität des Bestandsbaus stets gewährleistet sein muss.
Baustellenlogistik und Herausforderungen
Die Sanierungsarbeiten begannen im Frühjahr 2022 und wurden bis ins Jahr 2025 durchgeführt. Die Wiedereröffnung war ursprünglich für einen früheren Zeitpunkt geplant, wurde aber mehrfach aufgrund von Bauverzögerungen, Lieferengpässen und der Energiekrise verschoben.
Trotz dieser Herausforderungen gelang es, die Arbeiten abzuschließen, und der Testbetrieb wurde im Sommer 2025 erfolgreich abgeschlossen. Am 14. September 2025 öffnete das Bad dann endgültig wieder seine Türen.
Nutzerfreundlichkeit und Funktionserweiterung
Nutzkonzept und Zielgruppen
Das neue Gartenhallenbad ist als multifunktionales Zentrum für Sport, Wellness und Begegnung konzipiert. Es richtet sich an eine breite Zielgruppe:
- Schulen und Kindergärten, die Schwimmunterricht benötigen
- Sportvereine, die Trainings- und Wettkampfbedingungen nutzen
- Familien, die ein Erlebnis- und Wellnessangebot suchen
- Erwachsene, die auf Wellness, Saunen und Gastronomie angewiesen sind
Durch die Erweiterung des Wellnessbereichs und die Schaffung neuer Gastronomieflächen wurde das Angebot für Erwachsene deutlich erweitert. Zudem wurde Wert auf Barrierefreiheit gelegt, um auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen Zugang zu ermöglichen.
Wellness- und Saunabereich
Der Wellnessbereich ist ein zentraler Bestandteil der Sanierung und bietet:
- Mehrere Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen und Funktionen
- Ruheräume mit bequemen Liegen und Ausblicken ins Freie
- Dampfbäder und Kaltwasserbecken für ein abwechslungsreiches Wellnessprogramm
Die Ausstattung wurde so gewählt, dass sie hohen Komfort und moderne Technologie verbindet. Zudem ist der Bereich in ein harmonisches Design integriert, das zu Entspannung und Wohlbefinden einlädt.
Gastronomie und Veranstaltungsfunktion
Neben den sportlichen und Wellness-Angeboten wurde auch eine Gastronomiefläche eingerichtet, die für Verpflegung, Events und Tagungen genutzt werden kann. Diese Ergänzung ermöglicht es, das Hallenbad auch außerhalb der klassischen Nutzung als Schwimmbad attraktiv zu gestalten.
Die Gastronomiebereiche sind in direkter Nähe zu den Wellness- und Erlebnisbereichen geplant, um die Wechselwirkung zwischen Sport, Wellness und Erholung zu optimieren.
Öffentlichkeit und Wiedereröffnung
Wiedereröffnung und Erster Bürgermeister
Die Wiedereröffnung des Gartenhallenbads wurde am 14. September 2025 gefeiert. Erster Bürgermeister Christian Konrad verkündete, dass das Bad nun in regulärem Betrieb ist und für alle Nutzer zugänglich ist.
Der Termin war nach mehreren Verzögerungen und intensiver Planung ein Meilenstein für die Stadt Leipheim und die Region. Die Stadt hob in Presseberichten hervor, dass das Projekt ein Erfolg für die Zukunftsfähigkeit der kommunalen Infrastruktur sei.
Öffentlichkeitsarbeit und digitale Angebote
Um das neue Hallenbad bekannter zu machen, wurden verschiedene digitalen Angebote eingeführt, darunter ein virtueller Rundgang. Dieser ermöglicht es Nutzern, sich virtuell durch das Gebäude zu bewegen und alle Bereiche – vom Foyer über die Saunen bis hin zum Erlebnisbecken – zu erkunden.
Diese Maßnahme ist insbesondere für Vereine, Schulklassen und Touristen interessant, da sie einen ersten Eindruck vom Angebot vermittelt und die Planung von Besuchen erleichtert.
Herausforderungen während der Bauphase
Verzögerungen und externe Faktoren
Die Sanierungsarbeiten wurden durch mehrere Herausforderungen begleitet, die den Zeitplan beeinflussten:
- Lieferengpässe bei Materialien und Baumaschinen
- Probleme mit Baufirmen, die sich um die Auftragserteilung und Planung kümmerten
- Energiekrise und steigende Materialkosten, die sich auf die Budgetplanung auswirkten
Trotz dieser Hindernisse gelang es den Projektverantwortlichen, die Arbeiten abzuschließen und den technischen Probebetrieb erfolgreich durchzuführen. Geschäftsleiter Matthias Kiermasz betonte, dass sich das Projekt in den letzten Phasen positiv entwickelt habe und viele behördliche Abnahmen bereits abgeschlossen seien.
Kommunikation mit der Öffentlichkeit
Die Stadt Leipheim und der Zweckverband Hallenbad Nord betonten in mehreren Berichten, dass sie transparent über den Fortschritt informiert haben. Pressekonferenzen, Website-Updates und Social-Media-Beiträge wurden genutzt, um die Bevölkerung über den aktuellen Stand zu informieren.
Zudem wurden politische Diskussionen über den Zeitplan und die Kostenführung geführt, was auf die Bedeutung des Projekts für die Region hindeutet.
Fazit
Die Sanierung des Gartenhallenbads Leipheim war ein umfassendes und anspruchsvolles Projekt, das sowohl technisch als auch gestalterisch auf hohem Niveau umgesetzt wurde. Mit einer Investition von 19,1 Millionen Euro und einer Baugröße von 7.337 m² wurde das Hallenbad zu einem modernen Zentrum für Sport, Wellness und Erholung weiterentwickelt.
Die Projektbeteiligten – darunter der Zweckverband Hallenbad Nord, die Architekten von Pohl ZT, die Tragwerksplaner bei Fast+Epp und der Generalunternehmer bendl – konnten trotz mehrerer Herausforderungen wie Lieferengpässen und Baustellenproblemen die Arbeiten erfolgreich abschließen. Die Wiedereröffnung am 14. September 2025 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Bades und unterstreicht seine zentrale Rolle für die Region.
Mit dem neuen Wellnessbereich, den erweiterten Gastronomieflächen und den verbesserten Sportanlagen bietet das Hallenbad jetzt ein breiteres und zukunftsfähiges Angebot. Die Sanierung zeigt, wie moderne Sanierungsprojekte in der Lage sind, Bestandsbauten zu überholen, ökologische Effizienz zu steigern und neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.
Für Immobilienentwickler, Bauherren und Sanierungsexperten ist das Projekt ein gutes Beispiel für die Integration von Sanierung, Erweiterung und Modernisierung in einem städtischen Umfeld. Es unterstreicht die Bedeutung von transparenter Planung, professioneller Umsetzung und Kooperation zwischen den Beteiligten.
Quellen
- Fast+Epp – Gartenhallenbad Leipheim
- bendl – Projekte – Gartenhallenbad Leipheim
- Gartenhallenbad Leipheim – Willkommen
- Augsburger Allgemeine – Gartenhallenbad Leipheim öffnet endlich am 14. September
- Die Leipheimer – Eroffnung des Gartenhallenbads
- Augsburger Allgemeine – Fortschritte bei der Sanierung